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Alltag ohne Schadstoffe gestalten / Schadstoffe in der Landwirtschaft

Nitrateintrag - Schleichende Vergiftung

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Beiträge (4 )
 
Dude schrieb am 23.05.2012 um 13:55
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Düngemittel und Gülle verseuchen langsam unser Trinkwasser. Der Boom der Biogasanlagen verschlimmert das Problem.

Frühling in Deutschland. Statt Blütenduft liegt das Aroma von Dung in der Luft. In Schwaden weht es manchmal gar in die Städte. Landesweit spannen Bauern wieder Tanks hinter ihre Trecker und lassen stinkende Duschen auf die Felder regnen. Oder, wie der Geologe Alfons Baier von der Universität Erlangen sagt: Sie verbringen »Zeitbomben« in den Boden.

Keine appetitliche Perspektive. Was die Landwirte auf ihren Feldern verteilen, kommt irgendwann in unserem Trinkwasser an. Die meisten Stoffe bleiben auf dem Weg durch die Erdschichten hängen, Nitrat aus tierischen Exkrementen hingegen ist eine sehr bewegliche Verbindung. Sie klebt kaum an Sandkörnern oder Humusfetzen und dringt immer weiter in den Untergrund. Je nach Beschaffenheit des Bodens kommt sie unterschiedlich schnell voran. Es kann länger als ein Jahrhundert dauern, bis die Nitratfront durch dicke Lehmschichten gedrungen ist, oder weniger als fünf Jahre, bis sie unter ein paar Lagen Sand oder karstigem Boden messbar ist.

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    bhellweg schrieb am 23.05.2012 um 17:42
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    "Nitrat aus tierischen Exkrementen hingegen ist eine sehr bewegliche Verbindung." Nitrat im Boden ist immer eine bewegliche Verbindung Nitrat ist Wasserlöslich. Egal aus welcher Quelle. Aber ohne Nitat können die Pflanzen nicht wachsen, Pfklanzen können Stickstoff zum ganz überwiegenden Teil nur in Nitatform aufnehmen, egal aus welcher Quelle der Stickstoff stammt. Auch Gülle enthält kein Nitrat. Die Bodenlebewesen wandeln Stickstoffformen wie Amonium oder Harnstoff in Nitrat um und wenn dann keine Pflanze da ist die dieses Nitrat aufnimmt, landet das Nitrat im Grundwasser.

    frecherEngel schrieb am 23.05.2012 um 23:31
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    Problem ist also nicht das Düngen an sich (natürlicher gehts wohl nicht) sondern die ÜBERdüngung ;-)

    Maria_L schrieb am 24.05.2012 um 07:01
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    Nicht nur Überdüngung, sondern zu wenig humose Böden sind ein Problem.
    Ton-Humus-Komplexe können Nitrat binden.
    http://www.biozac.de/biozac/biogart/boden.htm

    Entscheidend zur Entstehung dieser Ton-Humus-Komplexe trägt ein reiches Bodenleben bei.
    Kunstdünger und chem. Pestizide schädigen diese Mikroorganismen.

    Die Ton-Humus-Komplexe binden Nährstoffe und die Pflanzen können sich selbst mit Nährstoffen bedienen.
    Wenn die Nährstoffe nicht gebunden sind, sondern in freier Lösung, dann werden die Pflanzen sozusgen zwangsernährt.

    http://www.biozac.de/biozac/biogart/boden.htm


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