Aktionen und Petitionen / Klima und Umwelt
Rettet die letzte Zuflucht der Orang-Utans
Folgender Text und der Protestbrief finden sich auf:
https://www.regenwald.org/aktion/865/rettet-die-letzte-zuflucht-der-orang-utans
"Flammen, soweit das Auge reicht. Allein in der vergangenen Woche zählte man in Tripa über 100 Brandherde. Damit ist eine der letzten Zufluchten der bedrohten Sumatra-Orang-Utans in großer Gefahr.
Im Tripa-Wald sind besonders viele seltene Tier- und Pflanzenarten zuhause. Auch die dichteste Population der letzten 6.600 Sumatra-Orang-Utans lebt hier und ernährte sich bislang von der Vielfalt üppiger Obstbäume. Doch nun steht Indonesien kurz davor, dem Tripa-Wald den Todesstoß zu versetzen.
Bei diesem Urteil geht es wortwörtlich um Leben und Tod
Dreiviertel des geschützten Tripa-Waldes sind bereits Palmöl-Plantagen gewichen. Nur noch 12.000 der ursprünglich 60.000 Hektar sind noch unversehrt. Und die Zerstörung schreitet immer schneller voran. Eine der Hauptakteure ist die Palmöl-Firma PT Kallista Alam. Sie ist gerade dabei, den kostbaren Wald abzuholzen und zu verbrennen. Sie hat sogar eine offizielle Genehmigung hierzu erhalten, obwohl eigentlich ein zweijähriges Moratorium auf Rodungen besteht.
Indonesiens Umweltforum WALHI und die lokale Bevölkerung haben Klage gegen diese Vernichtung eingereicht. Die Gerichtsverhandlung findet in diesen Tagen statt.
Es geht um einen Präzedenzfall. Sollte die Palmöl-Firma in ihren Machenschaften bestätigt werden, wäre dies das Todesurteil für den restlichen Tripa-Wald.
Mehr Infos: Kohlenstoff-Speicher Tripa-Moor
Bitte helfen Sie, Tripa und die Sumatra-Orang-Utans zu retten."
https://www.regenwald.org/aktion/865/rettet-die-letzte-zuflucht-der-orang-utans
Es macht mich traurig und verzweifelt, das zu lesen.
Es fehlt weltweit an Vernunft und Mitgefühl.
Daher müssen wir immer wieder erfahren, dass es Wirtschaftsunternehmen im Einklang mit korrupten Politkern und Juristen sind, die die schönsten Paradiese und ihre Einwohner (auch die menschlichen) für immer vernichten.
Wie können wir diesen bösartigen Wahnsinn nur stoppen?
Das Palmöl, wo auch immer wir seiner gewahr werden, wo auch immer wir es als Inhaltsstoff in Lebensmittelprodukten, Kosmetikartikeln oder sonstigen Waren entdecken, nicht mehr kaufen sowie von diesen bewussten Kaufentscheidungen anderen erzählen!
+
bei Protestaktionen wie der oben genannten teilnehmen, also zumindest das tun, was man eben als Einzelner beitragen kann.
Ja, klar, liebe Dagmar, mache ich ja alles.
Aber ich habe den Eindruck. dass das noch längst nicht ausreicht, um wirklich eine Veränderung zu bewirken.
Man kann wohl nur hoffen und beten, dass immer mehr Menschen sich FÜR den Erhalt dieser einmaligen Schönheiten einsetzen.
LG
Lieben Dank an euch Zwei für's Herzblut und die Unterstützung!
Gute Nacht.
@ HappyAnimal
Ergo müssen wir viele, sehr viele, noch viel, viel mehr werden. Obgleich ich unverhältnismäßig lang dazu gebraucht habe, eh ich die Idee in die Tat umsetzte, zwei kleinformatige Ausdrucke "Deklaration von Palmöl" und einen "Palmöl-Schnellcheck" in mein Portemonnaie wandern zu lassen, sind diese beiden Listen inzwischen meine Standard-Einkaufsbegleiter.
![[image]](/uploads/assets/user/11481/IMG_5850min.jpg)
Ich schau morgen mal nach dem entsprechenden Link, den Fredegar hier vor einiger Zeit eingestellt hatte.
PS: http://produkte-ohne-palmoel.jimdo.com/palmöl-schnellcheck/ unten auf jener Seite gibt's die Listen zum Herunterladen.
"Das Palmöl, wo auch immer wir seiner gewahr werden, wo auch immer wir es als Inhaltsstoff in Lebensmittelprodukten, Kosmetikartikeln oder sonstigen Waren entdecken, nicht mehr kaufen"
Das wird nicht viel nutzen, wir haben insgesamt ein Pflanzenölproblem, es gibt zuwenig. Der weltweite Pflanzenölverbrauch steigt sehr stark an, zwischen 1990 und 2010 hat sich der Welt-Pflanzenölverbrauch mehr als verdoppelt. Lediglich Palmöl und Sojaöl haben noch Wachstumspotential.
http://www.ovid-verband.de/unsere-branche/daten-und-grafiken/pflanzenoele/
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/28649/umfrage/pflanzliche-oele-weltweiter-verbrauch-von-1995-bis-2009/
Wer da nur auf Palmöl verzichtet, bewirkt nicht viel, er zwingt nur jemand anderes dazu Palmölprodukte zu kaufen. Was helfen würde wäre insgesamt den Pflanzenölverbrauch zu minnimieren. Ansonsten werden die letzten Urwälder auch noch zu Palm- oder Sojaplantagen umgewandelt.
'Das wird nicht viel nutzen,' ...
Dieses Argument oder inhaltlich ähnliche Kommentare, lieber Hellweg, höre nicht nur ich immer wieder, allerorten und zu den unterschiedlichsten Problemfeldern. Von einigen Menschen wird ein solcher Satz oft und gerne genutzt, um das eigene Gewissen zu entlasten, das persönliche Untätigsein in der betreffenden Sache begründen, sprich rechtfertigen zu können und persönliche Gewohnheiten nicht verändern zu brauchen.
Weshalb ich, wenn ich ein Palmölprodukt möglichst nicht erwerbe, einen anderen zwinge, Palmölprodukte zu kaufen, erschließt sich mir nicht wirklich.
"Was helfen würde wäre insgesamt den Pflanzenölverbrauch zu minnimieren." Die von Dir verlinkten Diagramme weisen neben dem allgemeinen Pflanzenölverbrauch auf den extrem hohen Palmölanteil im Vergleich zu den anderen Pflanzenölen hin. Da erscheint es mir doch eher sinnvoll, insbesondere mit der Minimierung oder wenn möglich dem Boykott mancher palmölhaltiger Konsumgüter zu beginnen.
Palmölminimierte und weiterhin palmölminimierende Grüße.
Dagmar SamtNierchen
Das nutz auch nichts, wenn das Palmöl in den Produkten einfach durch anderes Pflanzenöl ersetzt wird, wenn es was bringen soll muss auf Produkte die Pflanzenöl beinhalten verzichtet werden. Wir haben insges. ein Pflanzenölproblem und damit natürlich auch ein Palmölproblem
Deine schlussfolgernden Gedanken mögen auf lange Sicht teilweise stimmen.
Klingt für mich dennoch wie: ein bisschen weniger Palmöl, ein bisschen weniger Soja(öl), ein bisschen weniger Raps-, ein bisschen weniger Erdnuss-, ein bisschen weniger Oliven-, ein bisschen weniger Sonnenblumenöl, ein bisschen weniger Kokosnuss-, ein bisschen weniger Baumwollsaatöl usw. .... (Hättest Du da in Deinem Haushalt oder beim Einkaufen noch einen Überblick beim konkreten Minimierungsversuch?)
.... und eh unser ein Bisschen-da, unser ein Bisschen-dort irgendwann greift, ist inzwischen der Regenwald gerodet oder abgefackelt und die Lebensgrundlage vieler Tiere, wie beispielsweise die der Orang-Utans, unwiderrufbar zerstört.
der Erhalt des Regenwaldes hängt vom Nahrungsmittelbedarf der Menschheit ab. Werden Nahrungsmittel teuerer (wie geschehen) wird es sehr lukrativ den Regenwald abzuholzen sei es für Palmölnutzung, für Sojanutzung oder für Rinderweiden oder zum Maisanbau oder wofür sonst noch. Die Regierungen vor Ort können die Umwandlung des Regenwaldes kaum verhindern jedenfalls solange viel Geld, und zwar sehr sehr viel Geld, mit der Umwandlung des Regenwaldes verdient werden kann.
Beispiel: In Südamerika kostete ein ha Regenwald vor 15 Jahren ohen Holzernte ca 30 US$ nach dem man dieses Hektar gerodet und das Holz verbrannt hat wächst dort jetzt Soja dann sit dieser Hektar heute ca 5000 bis 7000 US$ wert Heute kostet dort ein Hektar roher Urwald etwa 1000 US$

