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Keine Patentrechte für Saatgutkonzerne!

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Beiträge (8 )
 
Dude schrieb am 10.11.2010 um 14:50
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Unterschriftenliste zum ausdrucken (bis 31.12.2010):
http://www.saatgutkampagne.org/Saatgutkampagne_Unterschriftenliste_DE.pdf



Saatgut muss Gemeingut bleiben!

Seit Jahrtausenden schaffen Menschen auf der ganzen Welt die Vielfalt der Kulturpflanzen. Sie ist Gemeingut und gehört allen. Dass wir über sie verfügen können, ist grundlegend für das tägliche Brot und unsere Ernährungssouveränität. In vielen Ländern gewinnen, tauschen und verkaufen Bäuerinnen und Bauern bis heute ihr selbst erzeugtes Saatgut.

Die EU will die bestehenden Saatgutgesetze in Europa ändern. Dabei fordern die Saatgutkonzerne die Absicherung der von ihnen beanspruchten geistigen Eigentumsrechte, die Patentierbarkeit ihrer Sorten sowie eine starke Einschränkung, wenn nicht gar ein Verbot, aller bäuerlichen, nicht eingetragenen Sorten.

Zehn Konzerne – unter ihnen Bayer, Monsanto, Syngenta und Limagrain – kontrollieren bereits 67% des weltweiten Saatgutmarktes. Sie wollen sich das Geschäft mit dem übrigen Markt nicht länger entgehen lassen und ihre eingetragenen Sorten, die meist nur mit chemischen Düngern, Pestiziden und Bewässerung gedeihen können, der ganzen Welt aufzwingen. Aber nicht diese hochgezüchteten Industrie-Sorten werden die Weltbevölkerung in Zukunft ernähren, sondern die vielfältigen, regionalen und an Klimaveränderungen anpassungsfähigen Sorten.

Die Verhandlungen für das neue europäische Saatgutrecht verlaufen bisher im Stillen zwischen Vertretern der Saatgutindustrie und EU-Funktionären und lassen Schlimmes befürchten. Um auf das zukünftige Saatgutrecht Einfluss zu nehmen, wollen wir eine breite Öffentlichkeit für unsere Ziele gewinnen.



Wir fordern:

• das Recht, Saatgut aus eigener Ernte zu gewinnen, nachzubauen und weiterzugeben;

• die Förderung regionaler Sortenvielfalt durch Unterstützung der ErhalterInnen und ZüchterInnen biologischer Sorten;

• das Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft;

• keine Patente auf Pflanzen;

• ein neues Saatgutzulassungsverfahren, das GVO- und chemieintensive Sorten ausschließt;

• die Reduzierung des hohen Energieverbrauchs in der Landwirtschaft, der durch Einsatz von Industriesorten, Kunstdünger und Pestiziden, durch Monokulturen und weite Transporte entsteht.



Unterschriftenliste zum ausdrucken (bis 31.12.2010):
http://www.saatgutkampagne.org/Saatgutkampagne_Unterschriftenliste_DE.pdf
    bhellweg schrieb am 10.11.2010 um 15:07
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    In Deutschland gibt es Sortenschutz, warum sollte jemand Zuchtleistungen erbringen wenn er sie nicht bezahlt bekommt?
    http://www.bundessortenamt.de/internet30/index.php?id=27
    Im Übrigen kann man nur die Ernte von Liniensorten als Saatgut verwenden. Hybridsorten spalten auf, hier muß sowieso jedes Jahr neues Saatgut gekauft werden.

    Dude schrieb am 10.11.2010 um 16:55
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    Aber warum sollte man es jemandem verbieten Zuchtleistungen zu erbringen, vor allem für sich selber?

    bhellweg schrieb am 10.11.2010 um 17:02
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    nirgendwo ist es verboten Zuchtleistungen zu erbringen

    inaktiver User 41328 schrieb am 10.11.2010 um 17:27
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    Über einzelne Punkte der Forderungen kann man sicher streiten, aber:

    Schon zu meinen Kindertagen wurde auf einer separaten Parzelle nur soviel neues, gekauftes Saatgut (bei Getreide) angebaut, wie man für das kommende Jahr an Saatgut geerntet, benötigte. Dieses erfreut sich auch heute noch (zurecht!) großer Beliebtheit, auch wenn die Saatgutganoven immer größeren Druck ausüben.

    Und Patente auf genetisch-natürliche Gegebenheiten sind nun wirklich so was von verwerflich und dienen nur als Gelddruckmaschinen!

    Dude schrieb am 10.11.2010 um 22:03
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    Im Prinzip ist es schon verboten Zuchtleistungen zu erbringen. Schließlich muss man Strafen zahlen, wenn man patentiertes Saatgut ausbringt und aus den daraus wachsenden Pflanzen neues Saatgut gewinnt.
    Die neueste Idee der Saatgutgiganten wie Monsanto ist es sogar auf die Tiere, die ihr Genfood zu fressen bekommen, Patente anzuwenden, so dass der Bauer dafür zahlen soll, dass seine Tiere mit Genpflanzen gefüttert wurden.

    Volkmar schrieb am 11.11.2010 um 09:38
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    Hallo, ich sehe das als sehr, sehr wichtig an!
    Denn mit den Patentrechten auf saatgut wollen einige wenige die Monopolstellung für solches Saatgut, bzw. für Saatgut überhaupt, erlangen. Und das würde nur eines nach sich ziehen; Die abhängig Machung von vielen Millionen Menschen von diesen Herstellern und damit der Förderung und weiteren Ausdehnung des Hungers in der Welt.
    Leider, ich habe gedacht, dass der Link zu einer Online-Protestaktion führt, denn für manuelle Unterschriftlisten zu verteilen und zu füllen, sehe ich mich leider außer stande.
    Volkmar

    Volkmar schrieb am 11.11.2010 um 09:43
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    Genau das ist so ein gravierendes Verbrechen!
    Leuten, die so den Hunger vermehren und an den ärmsten der Armen verdienen wollen, denen müsste, n.m.M., allen der Prozess als Mörder gemacht werden!
    Volkmar


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