Aktionen und Petitionen / Klima und Umwelt
Ikea-wohnst Du noch oder zerstörst Du schon?
http://www.regenwald.org/?mt=1392&ma=877
Ikea ist für mich schon lange eine Firma, die keinen Cent vom mir bekommt.
Ist schon seit Jahrzehnten bekannt, dass früher auch DDR-Häftlinge für diese Firma produzieren mussten.
@Bubensteyn - wie ich Bada verstanden habe, soll es hier weder darum gehen, ob Häftlinge, die einen Staat viel Geld kosten, einen Teil dieser Kosten wieder erarbeiten, noch ob dieses in der DDR, aufgrund des Regimes weniger legitim war, bzw. womöglich auch Häftlinge mitarbeiten mussten, die nach unserem Menschenrechtsmaßstäben eigentlich zu Unrecht inhaftiert waren?
Vielmehr sollte an dieser Stelle vll ergänzt werden, dass IKEA mit ihrer Selbstdarstellung "immer billig", "immer hipp", "immer gleich mitzunehmen" eine Konsummasse produziert, die ebenso leichtfertig, wie sie eingekauft wird, auch entsorgt wird, bzw aufgrund mangelhafter Qualität sogar frühzeitig entsorgt werden muss. Den Begriff des "demokratischen Designs", der in diesem Zusammenhang auch oft fällt, also hochwertig gestaltete Produkte für jeden erschwinglich zu machen, möchte ich dabei auch kritisch beleuchten: Vieles (nicht alles) ist schlicht stylisches Blendwerk, was sich oberflächlich ansprechend und modisch (nicht zu verwechseln mit 'modern') präsentiert. Aus Designers Sicht findet die echte Designleistung eher als Nutzen für den Produzenten in Form von betriebswirtschaftlich günstigen Produktions- und Lieferketten statt, denn in nachhaltiger Funktions- oder / und Formgebung für den Konsumenten. Nahezu alles ist auf Profitmaximierung ausgelegt. D.h. wenn man denn überhaupt bei IKEA einkaufen möchte oder meint dort einkaufen zu müssen, sollten -wie eigentlich immer und überall- bewertet werden:
1.) die absoluten Qualitäten (nicht die in Relation zum Kaufpreis) im Nutzen - dazu gehören auch solche wie Zeitlosigkeit, Status, persönliches Belohnen, Einkaufserlebnis, etc.;
2.) Materialauswahl, Produktionsstandort und -weise;
3.) die prognostizierte Lebensdauer / Haltbarkeit inkl. Reparaturmöglichkeiten, Umzugstauglichkeit, etc.
4.) Flexibilität hinsichtlich Um- und Weiternutzungsmöglichkeiten (dem besseren Recycling)
5.) Entsorgung bzw. Rückführungsmöglichkeiten in die Rohstoffkreisläufe (=Recycling).

