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Liebe Mitglieder und Freunde der hnGeno,
vielleicht haben Sie es schon der Presse entnommen: Die hnGeno wurde als Bieter für hessnatur seitens des Verkäufers PSG aussortiert. Die Gründe dafür sind für uns weder nachvollziehbar noch zutreffend.
Wir lassen uns nicht entmutigen und wollen zurück an den Verhandlungstisch. Denn entgegen der in der Presse nicht sachlich richtig dargestellten Finanzierung können wir mehr als 21 Millionen Euro für hessnatur zahlen. Wir halten uns bei der Unternehmensbewertung an übliche und professionelle Verfahren und ebenso an Nachweise, die bei Unternehmensverkäufen üblich sind.
Weitere Informationen dazu können Sie in unserer Pressemitteilung nachlesen.
Wir erhalten täglich viele positive Zusprüche und weitere Mitgliedsanträge, die uns in unserem Anliegen bestärken. Noch steht der Käufer nicht fest! Im Gegenteil, es ist von einer Verlängerung des Verfahrens über Ende Juni hinaus die Rede.
Was uns am meisten besorgt: Nachdem vor wenigen Wochen u.a. die Einhaltung der sozialen und ökologischen Standards als Verkaufskriterium vom Verkäufer genannt wurde, scheint es sich neuerdings nur noch um die Höhe des Gebots zu drehen. Kursierte bisher ein Firmenwert zwischen 25 und 30 Millionen in der Presse, so scheint seit Donnerstag der Verkäufer einen Preis von 33 bis 40 Millionen zu erwar-ten.
Egal, wer dieser Preiserwartung nachkäme: die Maßnahmen, die dann bei hessnatur naheliegender Weise folgen würden, besorgen die Belegschaft und viele Kunden.
Als Kauf-Interessent ist öffentlich ein Private Equity-Fonds aus München genannt worden. Zum Blog Beitrag.
Ein Verkauf an einen Private Equity Fonds kann eine Zwischenstation bedeuten.
Hier einige generelle Kritikpunkte bzgl. der Praxis von Private Equity
Fonds, wie sie in der allgemein gängigen Literatur diskutiert werden:
- Intransparenz (bzgl. eigener Strukturen und Beteiligungen)keine Branchenkenntnis (bzgl. Zielunternehmen)
- kurzfristige Beteiligungen und Übernahmen sowie schnelle Weiterverkäufesehr hohe Renditeerwartungen
- daher: kurzfristige Gewinnsteigerungsmaßnahmen zu Lasten langfristiger Investitionen
- Gefahr entsprechender Kostensenkungsstrategien (z.B. Entlassungen, (Teil-)standortverlagerungen, Einkaufskosten drücken etc.)
- Kredite zur Kaufpreisfinanzierung werden dem Zielunternehmen
aufgebürdet (durch Verschmelzung mit neugegründeter
Übernahme-Gesellschaft)
Wir werden das Thema in Ihrem Interesse und im Interesse aller Kunden und Mitar-beiter weiter verfolgen und Sie weiterhin informieren.
Darüber hinaus nimmt die Treuhänderin der hnGeno eG natürlich weiter Mitgliedsanträge und Genossenschaftsanteile entgegen! Der Ansturm der vergangenen Tage und Wochen hat uns sehr bestärkt und ermutigt uns weiter. Zudem verbessert er darüber hinaus unseren finanziellen Verhandlungsspielraum. Dies ist jetzt wichtiger denn je!
Herzliche Grüße und vielen Dank für Ihr Vertrauen!
Christina Pöttner, Walter Strasheim-Weitz und Dagmar Embshoff
- Vorstand hnGeno eG -

