Aktionen und Petitionen / Tierschutz
Für Schuhe und Handtaschen sterben Millionen Schlangen und Warane einen grausamen Tod
Leiden für den Luxus
Für Schuhe und Handtaschen sterben Millionen Schlangen und Warane einen grausamen Tod
München, 16. November 2010. Das Leder exotischer Reptilien ist wieder en vogue: In den Kollektionen angesagter Luxuslabels wie Gucci, Prada und Bally finden sich Taschen, Schuhe und Gürtel aus Reptilleder. Wie grausam Python- und Waranleder in Asien hergestellt wird, zeigen schockierende Videoaufnahmen erstmals im deutschen Fernsehen am Mittwoch in Stern TV (ab 22.15, RTL). „Was Reptilien erleiden müssen, damit Luxusliebhaber sich mit einem Hauch Exotik schmücken können, ist erschütternd“, sagt Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. „Viele der Schlangen und Warane werden lebend gehäutet – wer solches Leder kauft, unterstützt diese Grausamkeit.“ Pro Wildlife fordert in einer aktuellen Protestaktion die führenden Hersteller von Luxusaccessoires auf, echtes Reptilleder aus ihren Kollektionen zu nehmen.
In Südostasien werden alljährlich Millionen Schlangen und Warane getötet – das Fleisch wird lokal verkauft, die Gallenblasen sind in der Traditionellen Chinesischen Medizin begehrt, doch das meiste Geld bringt der Häutehandel. Denn hierzulande gilt das schuppige Muster von Python und Waran als Symbol für Exotik und Luxus. Die damit verbundenen Tier- und Artenschutzprobleme sind bislang kaum bekannt.
Brutale Fangmethoden
Video-Aufnahmen aus Indonesien zeigen, wie Warane aus der Wildnis gefangen und ihnen die Beine auf den Rücken gebunden werden. So verschnürt stopft man sie in Plastikbeutel und transportiert sie zum Schlachthaus. „Wie mit den noch lebenden Tieren umgegangen wird, zeigt: Sie werden nicht als Lebewesen, sondern nur als Rohstoff betrachtet“, sagt die Pro Wildlife Sprecherin. Auch Schlangen müssen unnötig leiden: „Die Pythons werden aufgehängt und mit Wasser gefüllt, damit sich ihre Haut besser abziehen lässt. Reptilien halten viel aus –viele Tiere bewegen sich trotz all dem, was ihnen angetan wurde, immer noch“, berichtet die Biologin. Sie bezeichnet den Umgang mit den lebenden Tieren als rücksichtslos und brutal: „Egal ob Armbänder für Luxusuhren oder High Heels aus Reptilleder – das sind reine Luxus-Artikel. Für solch einen Schnickschnack darf es keine Tierquälerei geben!“
Wo die Schlangen verschwinden, gibt es Rattenplagen
Über eine Million Waran- und Schlangenhäute importiert die EU jährlich. Sowohl Warane als auch Pythons sind nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) geschützt und dürfen nur begrenzt gehandelt werden. Viele Hersteller berufen sich darauf, dass sie Schlangenleder aus Zuchtfarmen beziehen. „Doch viele Farmen, in denen die Tiere angeblich gezüchtet werden, bedienen sich aus der Natur. Wildfänge sind billiger und schneller als Zucht. Die Natur dient als kostenloser Selbstbedienungsladen“, kritisiert Altherr. Die Folgen für das ökologische Gleichgewicht sind mancherorts schon zu beobachten: Wo die Schlangen abgesammelt sind, können sich Ratten ungestört vermehren, weil ihr natürlicher Fressfeind fehlt. Auf der diesjährigen CITES-Konferenz im März wurde der Schlangenhandel erstmals diskutiert, eine Arbeitsgruppe soll nun Aufschluss über Umfang und Folgen des Handels bringen. Pro Wildlife hat auch die Absatzmärkte in Europa im Auge und mahnt Kunden und Hersteller, auf Reptilleder zu verzichten:
Appell an die Kunden, Protest an die Hersteller
„Wir hoffen, dass die schockierenden Aufnahmen aus den Reptilien-Schlachthäusern in Asien die Öffentlichkeit aufrütteln und Kunden davon abhalten, solche Accessoires zu kaufen“, betont Altherr. Pro Wildlife hat eine Online-Protestaktion eingerichtet. Sie richtet sich an die großen Luxuslabels und fordert sie auf, künftig kein Reptilleder mehr zu verwenden.
Quelle: http://www.prowildlife.de/PM16/11/10
Hier gehts direkt zur Unterschriftensammlung: http://www.prowildlife.de/Protestaktion_1
Alles schändlich und durch Verzicht vermeidbar!
Ich komme aber immer mehr zur zu der Meinung (zu: Zitat:"... – das sind reine Luxus-Artikel. Für solch einen Schnickschnack darf es keine Tierquälerei geben!“), dass es sich keine Spezies der Erde für egalwas erlauben darf eine Andere zu quälen!
Trotzdem (siehe eben 21:26h) Protest-untrschriftenaktion gezeichnet!
Längst erledigt, lieber Jens! :-)
Ich komme auch immer etwas durcheinander, wenn viele Male auf das Gleiche oder ähnliches verwiesen wird. Ich hab mal dagegen protestiert, als es um Uhrenarmbänder in der schweizerischen Uhren-Industrie ging. Dann weiß ich nicht, ob meine Unterschrift doppelt und dreifach gezählt und damit überhaupt gültig wäre?
*ratlosbin* Volkmar :=(
Glaube, ist zwar das gleiche Thema, aber andere Aktionen. Die Sache mit den Schweizer Uhren war, wenn ich mich richtig erinnere, eine Aktion von "Rettet den Regenwald". Habe Beides unterschrieben.
"Die Natur dient als kostenloser Selbstbedienungsladen“, kritisiert Altherr."
Tja,wo beginnt eigentlich NATUR?
Wir brauchen gar nicht so weit weg zu gucken, Menschen sind auch NATUR und was wird in unserem Land mit Menschen getan? Bist du oder du schon mal im Gerichtssaal dabei gewesen, einfach als Porzessbeobachter_in, oder vielleicht sogar als Be- oder Angeklagte?
Wie kann es sein, in einer Gesellschaft, die sich zivilisiert nennt!!!!, dass Menschen BODEN gehört, auf dem sie Häuser bauen, deren Miete andere Menschwen nicht fähig sind, zu bezahlen und die dann vor Gericht von oben herab dazu gezwungen werden, die Miete zu bezahlen, auf dieser einen ERDE, die ursprünglich KEINEM Menschen gehörte, sondern allen Lebewesen!?
Was sind das für Menschen, die völlig gedankenlos mit anderen Menschen und Tieren und Pflanzen umgehen?
Das sind die, die viel Geld für ihr Tun bekommen! Und? Die meisten von ihnen haben Hochschulabschlüsse in den Krokodilleder Taschen, oder?
Und wie kommen wir an solche Menschen heran?
So, hab eben auch nochmal unterschrieben.
unterschrieben
Habe unterschrieben.
Habe im vergangenen Schuljahr mit meinen Fünftklässlern ein Lesestück "Der Mensch vor dem Gericht der Tiere" als Theaterstück eingeübt und die Kids den ursprünglichen Text zum Teil selbst umschreiben und ergänzen lassen. Die Schüler haben sich z.B. Gedanken darüber gemacht, welches Urteil der Richter (Löwe) wohl fällen solle. Da gab es die grausigsten Vorschläge, u. a. auch das Häuten des Angeklagten, wie er es den Schlangen angetan hätte.
Nach vielen Diskussionen und langem Abwägen einigte sich die Klassengemeinschaft auf ein sinnigeres Urteil .
hab auch mitgezeichnet..es ist scho manchmal zum Verzweifeln, wie sehr sich Menschen glauben machen können, sich aus den Naturzusammenhängen entfernen zu können..es wird nicht gelingen..alles kommt zurück..ganz berührt bin ich von deiner tollen Arbeit, liebe Dagmar..super wie du die Kinder führst und Ihnen ermöglichst andere Wege zu finden..und trotzdem wach zu bleiben..grossartig! Danke!

