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Aktionen und Petitionen / Menschenrecht

Flugverbot über Libyen

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Beiträge (166 )
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acte schrieb am 09.03.2011 um 11:07
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Während Gaddafis Jets die Menschen in Libyen bombardieren, berät der UN-Sicherheitsrat in den kommenden 48 Stunden über eine mögliche Sperrung des libyschen Luftraumes, um die Kampfflugzeuge der Regierung am Boden zu halten.

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Gemeinsam haben wir den Sicherheitsrat bereits mit Nachrichten überflutet, die das Büro des Vorsitzenden überwältigt haben, und die Durchsetzung von wichtigen und gezielten Sanktionen gegen das libysche Regime gefördert haben - nun ist es an der Zeit, dem Blutvergießen ein Ende zu setzen. Hierzu bedarf es eines massiven Aufschreis von einer Million Menschen, für die Sperrung des Luftraumes

Wenn Gaddafi den Luftraum nicht dominieren kann, verliert er eine ausschlaggebende Waffe in dem Krieg, in dem die Zivilisten den höchsten Preis bezahlen. Solange seine Kampfhubschrauber und Bombenflugzeuge den Luftraum durchkreuzen, wird die Zahl der Todesopfer stetig ansteigen. Uns bleiben nur noch 48 Stunden -- lassen Sie uns eine Million Nachrichten sammeln, um Gaddafis tödlichen Angriff zu stoppen bevor es für jede Hilfe zu spät ist:

http://www.avaaz.org/de/libya_no_fly_zone_1/?cl=979467047&v=8590
    KonsumGlobal schrieb am 09.03.2011 um 11:54
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    Ich hoffe, allen Unterzeichnern ist klar, was sie da fordern. Eine Flugverbotszone ist nicht einfach eine Deklaration, sondern sowas wird umgesetzt: Flugabwehrstationen überall in Libyen müssen bombardiert, mögliche Ziele womöglich von Bodentruppen markiert und widerrechtlich fliegende Maschinen abgeschossen werden - mit anderen Worten: es erfordert einen Krieg mit europäischer bzw. amerikanischer Beteiligung gegen Libyen. Mit allen Folgen.

    Der UN-Sicherheitsrat wird diesem Aufruf auch nicht auf "legalem" Weg folgen können und eine völkerrechtliche Legitimation erteilen, da Russland und China ein Veto-Recht besitzen.

    Heinz Rieger schrieb am 09.03.2011 um 12:03
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    Bin schon via avaaz dabei.

    acte schrieb am 09.03.2011 um 12:56
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    @KonsumGlobal: Bist Du sicher, dass das damit gemeint ist? Ich dachte, es handelt sich lediglich um Sanktionen gegen Gaddafi.

    KonsumGlobal schrieb am 09.03.2011 um 13:32
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    Libyens Außenhandel (vor allem mit der EU) erzielt 95% aller Einnahmen durch den Ölexport - was Treibstoff angeht, ist Lybien also unabhängig. Was für Sanktionen könnten denn ein Flugverbot sonst durchsetzen? Sollen Hilfsgüter für die Bevölkerung gestoppt werden? Oder wollen wir Gaddafi wehtun, indem wir ihm verbieten, in der Schweiz Urlaub zu machen?

    Wie die Durchsetzung eines Flugverbotes im Fall des Iraks ausgesehen hat, daran dürften sich noch einige erinnern. Es gibt übrigens einen ganz guten Artikel zum Thema Flugverbot: http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-03/flugverbot-krieg?page=all.

    Ich bin auch kein Fan von Gaddafi, aber ein Flugverbot hat nun mal diese Form und das bedeutet für Unterstützer des Flugverbotes: damit wird eine kriegerische Einmischung in Libyen gefordert, mit allem, was dazu gehört. Und nicht alle Teile der arabischen Bevölkerung sind mit dieser Einmischung dann glücklich, auch, wenn jetzt aus den Reihen der Kämpfenden der Ruf nach dem Flugverbot laut wurde.

    Uwe-Sievers schrieb am 09.03.2011 um 13:47
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    Wer kann Gaddafi stürzen?
    auf
    http://www.n-tv.de/politik/Arabische-Liga-ist-ein-Witz-article2788266.html
    gibt es dazu ein interessantes Interview mit Hamadi el-Aouni.
    Er ist Politikwissenschaftler und arbeitet im Bereich Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität Berlin. Der Experte für arabische Gesellschaften stammt gebürtig aus Tunesien.

    ... das Problem ist die Luftwaffe. Mit Kalaschnikows lässt sich nicht viel gegen Migs oder Mirages ausrichten. Gaddafi soll dabei übrigens ausländische Söldner als Piloten einsetzen, von Serben und Weißrussen ist die Rede. Sie übernehmen den Job libyscher Soldaten, die nicht auf ihre Mitbürger schießen wollen. Doch auch davon lassen sich die Menschen nicht einschüchtern, die Libyer wollen mit diesem Regime nichts mehr zu tun haben. Sie wissen, dass es jetzt ihre Chance ist. Wenn sie die verpassen, müssen sie weiter mit Gaddafi und seiner Clique leben.

    ...Der Westen sollte das aber nicht im Alleingang tun, sondern Druck auf die Vereinten Nationen ausüben, damit sie den Auftrag in einer Resolution erteilt. Und zwar an Länder, die auf Akzeptanz stoßen: Ägypten für die arabische Region, die Türkei für die islamische Welt, und Südafrika als Vertreter des afrikanischen Kontinents. Das sind drei Demokratien mit drei starken Armeen, die mit Sicherheit eine Lösung erzwingen könnten. Sie verfolgen auch nicht hegemoniale Interessen in der Region und haben nicht die Kraft, Libyen dauerhaft zu besetzen. Zudem ist ihr Verhältnis nicht historisch belastet.

    Auch interessant:

    http://www.welt.de/politik/ausland/article12633134/Aufstaendische-praesentieren-gelynchte-Soeldner.html
    Aufständische präsentieren gelynchte Söldner

    4000 afrikanische Söldner sollen auf dem Weg nach Tripolis sein. Sie sind schwer bewaffnet und äußerst brutal. Doch das Volk wehrt sich...

    http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12685432/Die-Bataillone-des-Diktators.html
    Es sei nicht davon auszugehen, dass die Kämpfer, die Gaddafi gegen sein eigenes Volk einsetzt, erst seit Kurzem seinem Befehl gehorchen. Vielmehr habe der libysche Herrscher die Söldner bereits in den 70er- und 80er-Jahren in sein Land geholt. Die jungen Männer rekrutierten sich zu einem beträchtlichen Teil aus Stämmen in Mali und Niger. "Derzeit sind rund 16 000 Mitglieder der Tuareg Teil der libyschen Streitkräfte, die in der Hauptstadt Tripolis und der westlibyschen Stadt Sabja die bröckelnde Machtbasis Gaddafis sichern", erklärte der libysche Politiker Ibrahim Mohammed Assaleh der Nachrichtenagentur dapd.

    acte schrieb am 09.03.2011 um 13:48
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    Was ist denn wohl von den folgenden Aussagen über Avaaz zu halten? Wenn diese stimmen würden, könnte man zukünftig wohl kaum noch eine Petition unterschreiben, da man schwerlich alle Organisationen überprüfen kann.

    http://stevenblack.wordpress.com/2010/05/31/avaaz-org-gib-mir-deine-stimme/

    Chrissy schrieb am 09.03.2011 um 20:13
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    Ich habe mir den link mal durchgelesen , und weiß nicht, was ich davon halten soll.
    Ich denke, das ist eher eine subjektive Darstellung, zumal man sonst gar nichts darüber findet .

    acte schrieb am 09.03.2011 um 20:47
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    Danke, liebe Christa, dass Du Dir die Mühe gemacht hast. Ich bin immer mehr verunsichert, je mehr ich zu recherchieren versuche. Den Medien kann man nicht mehr glauben, den Politikern schon gar nicht.
    Woran kann man sich eigentlich noch halten?

    turifo schrieb am 16.03.2011 um 11:33
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    Bevor jmd von Euch etwas
    unterzeichnet, was sie/er später bereut, würde ich ihr/ihm diesen kurzen,
    sachlichen Artikel hier empfehlen: www.nachdenkseiten.de/?p=8662#more-8662

    Ich hoffe die Unterzeichner
    können die Fragen, die dort gestellt werden, mit Gewissheit beantworten. Avaaz
    beantwortet sie in dem Aufruf nicht ansatzweise. Der Aufruf gleicht eher
    Propaganda als gewissenhafter Information. Damit disqualifiziert sich diese
    Organisation in meinen Augen komplett (und nicht nur damit – dass sie den
    Mitgliedern ihrer sogenannten „Bewegung“ keine Möglichkeit bietet, sich
    untereinander auszutauschen ist äußerst undemokratisch und zeigt, dass sie ihr
    Stimmvolk nicht ernst nimmt, sondern sie nur nutzt).

    Ich muss zugeben, dass ich eine Zeitlang selbst Petitionen bei Avaaz
    unterzeichnet habe, bevor ich da wieder ausgetreten bin.

    Ann-Kristin schrieb am 16.03.2011 um 11:46
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    Danke für die Hinweise und kritischen Stimmen hier.


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