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“Eine Million Unterschriften für “ein Europa der Solidarität””

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Beiträge (8 )
 
Herbstsonnenschein schrieb am 17.02.2012 um 17:57
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Ich zitiere aus der Aktion: "Es ist schwer zu akzeptieren, dass Europa wucherhafte Beziehungen zu Griechenland (und anderen Ländern) aufgebaut hat. Die Zinsrate für die Kredite, die die Troika an Griechenland vergibt, liegt deutlich höher als die Rate, zu der die staatlichen Gläubiger selbst Geld leihen können (Deutschland leiht Geld zu 0,25% Zins und vergibt Kredite an Griechenland zu 5%).....Festschreibung des Prinzips der „Notlage“. Wenn die finanzielle und politische Existenz eines Staates in Gefahr gerät, weil dieser versucht einer verabscheuungswürdigen Schuld nachzukommen (explodierende Arbeitslosenzahlen; Kollaps von Löhnen und Renten; Schließung von Krankenhäusern und Schulden, ebenso wie Sozialleistungen; individuelle Verelendung; etc.), so wird die Zurückweisung der Zahlung notwendig und gerechtfertigt. ."

http://www.1millionsignatures.eu/
    HappyAnimal schrieb am 17.02.2012 um 19:44
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    Gute und wichtige Petition.
    Habe unterschrieben.

    Richard-Burgenlandler schrieb am 17.02.2012 um 20:09
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    habe auch unterschrieben, weils wichtig ist.

    Was ich mich schon lange frage bei der ganzen Eurorettungsschirmgeschichte

    Warum muss das Geld erst nach Griechenland, damit die dann die Schulden bei europäischem Gläubigen bezahlen können.

    Das könnte man sich ja sparen, wenn der Steuerzahler sein Geld gleich bei den europäischen Gläubigern abliefert.

    Denn eines dürfte ja klar sein, das einfache griechische Volk hat nichts aber auch schon gar nichts von der RETTUNG GRIECHENLANDS.

    Ein Staatsbankrott, oh wie schlimm. Was kann das einen Griechen kümmern, der ohne hin nichts mehr zu essen hat?

    http://jacobjung.wordpress.com/2012/02/14/wie-wir-griechenland-zerstoren/

    Gerettet wird das Großkapital, auf das es noch wachse!

    Das einzige was das bringt ist, dass Völker gegeneinander aufgehetzt werden, und die Magnaten reiben sich die Hände.

    HappyAnimal schrieb am 17.02.2012 um 20:33
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    Du sagst es, Richard, genau so sehe ich das auch.
    Schon als die ganze Sache anfing haben einige wenige Leute gesagt, dass Griechenland zur Drachme zurückkehren und einen "Haircut", also einen Schuldenschnitt machen sollte.

    Gerettet wurde hier nicht Griechenland, gerettet wurden die Gläubigerbanken.

    bhellweg schrieb am 18.02.2012 um 11:35
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    Angenommen Griechenland macht einen Schuldenschnitt und kehrt zur Drachme zurück. Wer würde Griechenland anschließend Geld leihen?

    Hannilein schrieb am 18.02.2012 um 11:44
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    Wenn Griechenland wieder die Drachme hätte, sähe es mit Krediten und Importen sicherlich einige Zeit schlecht aus.

    Andererseits lebt man ohne Kredit und mit weniger Schulden immer noch besser, als mit ungetilgten Schulden und Krediten.

    Weiterhin würde wahrscheinlich die Inlands-Nachfrage bei insgesamt wieder niedrigeren Preisen gestärkt werden. Aktuell fahren die Griechen in die Nachbarländer (vor allem Ost-Europa) und kaufen sich dort alles für den Haushalt und zum Friseur und ins städtische Kafenion geht kaum noch einer.

    Wenn Hellas wieder das günstige Urlaubsland wäre, wie bis vor Olympia 2000, bzw. Euro-Einführung, würde der Haupt-Wirtschafts-Zweig wieder erblühen. Dieser wird vor allem von den "Kleinen" betrieben - weniger von Konzernen.

    Die Situation zwischen Großstädten (Athen, Saloniki, Patras) und den Touristen-Gebieten (vor allem Inseln) ist aktuell sehr unterschiedlich!

    berniewa schrieb am 18.02.2012 um 13:29
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    Danke. 'hab ich schon über Facebook erfahren. Gute Aktion.

    Die Krise hat ja viele Ursachen und ist sehr verworren.

    Was aber sicher zu den H a u p t Ursachen zählt, lässt sich

    - auch wenn man sich n i c h t als Sozialist oder Marxist oder Kommunist betrachtet -

    an Tatsachen wie derjenigen erahnen,

    dass in Griechenland nur ein kleiner Prozentsatz der Bürgerinnen und Bürger

    mehr als 2/3 des gesamten Privatvermögens (Geld, Immobilien etc) besitzt;

    und davon das meiste an jeglicher Steuer vorbei akkumuliert hat

    (schon zu Zeiten der Militärdiktatur und noch vorher wurden übrigens Korruption und dergl. etabliert, wovon das Land bis heute schwer wegkommt - und auch das macht vernünftige Politik einschließlich gerechterer Steuern etc. extrem schwer)

    n.b. Auch in Deutschland ist es mit der Gerechtigkeit nicht weit her (und letztlich auch nicht mit der Demokratie, denn extreme Machtungleichheit ist auch undemokratisch),
    z.B. besitzt ca. nur 1% der Bürger sage und schreibe ca. die Hälfte des gesamten Geldvermögens

    Richard-Burgenlandler schrieb am 18.02.2012 um 13:59
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    Zur Zeit gehen etwa 80 % des "Rettungsgeldes" zurück an Europäische Gläubiger zur bedienung der Zinsen, nicht Tilgung. Das Geliehene Rettungsgeld bringt neue Zinsverschuldung. Das diese neuen Zinsen finanziert werden können gibt es Sparpackete.
    Wenn es dann soweit ist, dass nichts mehr wegzusparen ist, was dann ?

    Die Wirtschaft müsste genauso exponentiel wachsen wie das Zinsaufkommen zur Bedienung der Rettungskredite.

    ME ist eiin Staatsbankrott unausweichlich, weil die Mathematik nichts anderes zulässt. Alle Massnahmen dienen nur der Verzögerung und Aufschiebung.


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