Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Aktionen und Petitionen / Landwirtschaft und Ernährung

EILAKTION: Abstimmung zu Reformansätzen der europäischen Landwirtschaftspolitik diesen Donnerstag!

Thema abonnieren
Beiträge (2 )
 
Dude schrieb am 22.06.2011 um 11:25
Bedenklichen Inhalt melden
Hallo,

das Europäische Parlament stimmt diese Woche über Reformansätze der EU ab.

Jetzt Briefaktion an Abgeordnete für Umwelt- und Tierschutz mitzeichnen!

Laut
der jüngsten Eurobarometer-Umfrage wollen 89 % der Europäerinnen und
Europäer, dass die Steuergelder, die von der EU ausgegeben werden, mehr
Umweltschutz bewirken. Am kommenden Donnerstag, den 23.6.2011, stimmt
das Europäische Parlament über Reformansätze für den bisher größten Etat
im EU-Haushalt ab, über die Landwirtschaftspolitik nach 2013. Friends
of the Earth Europe (FoEE) und viele andere Organisationen haben daher
eine eilige Mailaktion gestartet: Schreiben Sie an die deutschen
Abgeordneten in Parlament und fordern Sie eine grünere und gerechtere
Landwirtschaftspolitik - jetzt!

http://www.europeanfooddeclaration.org/

Direkt
unten auf der Home-Page auf das grüne Feld gehen, Germany anklicken,
Felder ausfüllen und absenden. Dann geht der Brief an alle deutschen
Abgeordneten.

Merci fürs Mitmachen und beste Grüße

------------------------------------------------

Text des Aufrufs

On the 23rd of June, you as a Member of the European Parliament will vote on proposals to reform European Agricultural Policy. As a European citizen, I am requesting Members of the European Parliament to take the necessary steps to ensure healthy, fair and sustainable food system in Europe.

I strongly believe that future Common Agriculture Policy needs to support the achievement the following goals:

• Access to healthy and locally produced food for all people in Europe

• Diverse family farming across Europe

• Stable and fair prices for farmers and consumers

• A shift to ecologically and socially sustainable farming which respects limits to natural resources

• An end to dumping of European overproduction onto food markets of the global South. This practise destroys local producers in the South who cannot compete with underpriced imports from Europe.

• An end to factory farming of animals and our dependence on imported soy for animal feed

The Parliament report (by MEP Albert Dess) and related amendments submitted to the plenary vote on June 23rd hold many proposals that can help achieve the above goals but also include proposals that can be an obstacle to achieving these goals.

Therefore I ask you to take in account for your vote the following vote proposals on 6 key issues:


Capping of payments per active person and per farm – The vast majority of CAP subsidies go towards large farms which already benefit from economies of scale. This puts further pressure on small farmers or new and young entrants into farming. In a context of rising rural unemployment and loss of farmers capping will allow much required redistribution of funds to maintain and create jobs. Please support Amendments 19 – 20 and reject amendments 10 and 11.

Greening payments – Industrialised agriculture is increasing in Europe, causing greenhouse emissions, loss of biodiversity and pollution. There can be no more legitimacy for CAP payments unless they help farmers shift towards low input ecological farming. All payments must therefore be based on compulsory greening. Please support Amendments 8 – 23 – 29 – 35 – 36 - 40.


Market regulation and food chain– Rising food prices for consumers and volatility for farmers have highlighted the failure of Europe to ensure fairness along the food chain. Market and production need to be regulated (supply management) to achieve fair and stable farm prices. The market power of agro-industries and retailing sector in the food chain should be reduced in favour of farmers and consumers. Please support Amendments 5 - 12 – 16 – 24 - 28.


Supporting small farmers – Across Europe, small family farms are the heart of rural communities and local food production. They also have many benefits for environmental protection and help maintain a vibrant countryside. Yet they are under threat from large scale farming and low farm prices. To ensure their maintenance, support for small farms should be mandatory for all Member States and fully paid from the EU budget. Please support Amendments 4- 21 - 34 and reject amendment 1.

Supporting European Plant proteins - – Europe’s huge imports of soy for animal feed cause deforestation, greenhouse emissions, loss of wildlife, land grabs and ruin indigenous and rural communities across South America. Growing plant proteins in Europe for European livestock will decrease these problems, reduce fertilizer use and improve soil fertility in Europe. In addition to mandatory crop rotations, with proteins and legumes, CAP must support grazing systems and measures which encourage self-sufficiency in plant proteins. Please support Amendments 35 – 36 - 39.

Food security – The UN Food and Agricultural Organisation (FAO) and many other UN bodies have identified that food insecurity is due to unequal access to food rather than to lack of food production. 1/3 of food produced in developed countries is wasted and 1/3 of agricultural products are lost after harvest in developing countries. In addition, there is massive use of land for agrofuels and for grain to feed animals – to fuel high consumption of meat and for cars in Europe. If we address this, there is no need for a 70% increase in food production to achieve future food security. Rather we need a shift to resource -efficient farming, a shift away from meat overconsumption in Europe, a shift towards a CAP which respects the right to food. Please support Amendments 18 – 25- 35 and reject 3.

Yours sincerely,

Address

-------------------------------------------------------------------------------------

Überarbeitete google Übersetzung:

Am 23.
Juni, werden Sie als Mitglied des Europäischen Parlaments über die Vorschläge
die europäischen Agrarpolitik zu reformieren abstimmen. Als europäischer
Bürger, fordere ich die Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf, die
notwendigen Schritte zu ergreifen, um eine gesunde, faire und nachhaltige
Lebensmittelproduktion in Europa zu gewährleisten.

Ich glaube fest daran, dass die künftige gemeinsame
Agrarpolitik die folgender Ziele erreichen muss:

• Zugang zu gesunden und lokal produzierten Nahrungsmitteln für alle Menschen in Europa

• Vielfältige landwirtschaftliche Familienbetriebe in ganz Europa

• Stabile und faire Preise für Landwirte und Verbraucher

• Eine Umstellung auf ökologisch und sozial nachhaltige Landwirtschaft, welche die natürlichen Grenzen der Ressourcen respektiert

• Ein Ende des Exports der europäischen Überproduktion zu Dumpingspreisen auf die Lebensmittelmärkte des globalen Südens. Diese Praxis zerstört lokale Produzenten im Süden, die nicht mit Niedrigpreisimporten aus Europa konkurrieren können.

• Ein Ende der Massentierhaltung und unserer Abhängigkeit von importiertem Soja als Futtermittel

Der Parlaments-Bericht (vom MEP Albert Dess) und die damit verbundenen Änderungen, die zur
Plenumsabstimmung am 23. Juni vorgelegt werden, enthalten viele Vorschläge, die
zur Erreichung der genannten Ziele beitragen können, sie enthalten aber auch
Vorschläge, die ein Hindernis für die Erreichung dieser Ziele sein können.

Deshalb bitte ich Sie, bei der Abstimmung die folgenden Vorschläge für 5 Schlüsselfragen zu berücksichtigen:

Deckelung der Zahlungen pro aktive Person und pro Betrieb
- Die überwiegende Mehrheit der CAP-Subventionen (Common Agricultural Policy )
gehen zu den Großbetrieben, die bereits von Skaleneffekten profitieren. Damit
werden die Kleinbauern oder neue und junge Teilnehmer in der Landwirtschaft
weiter unter Druck gesetzt. In Anbetracht steigender Arbeitslosigkeit in
ländlichen Gebieten und dem Höfesterben, kann eine Umverteilung der Mittel dazu
beitragen Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten. Bitte unterstützen Sie Änderungen
19, 20 und lehnen sie die Änderungen 10 und 11 ab.

Greening payments - Die industrialisierte Landwirtschaft
in Europa nimmt zu, was mit Treibhausgasemissionen, Verlust der Artenvielfalt
und Umweltverschmutzung einhergeht. Die CAP-Zahlungen dürfen nicht mehr legitim
sein, es sei denn sie helfen den Landwirten sich in Richtung ökologischem
Landbau zu entwickeln. Alle Zahlungen müssen
daher auf einer Pflicht zum ökologischen Wirtschaften basieren. Bitte
unterstützen Sie Änderungen 8, 23, 29, 35, 36, 40.

Marktregulierung und Nahrungsmittelkette – Steigende
Lebensmittelpreise für die Verbraucher und Preisschwankungen für die Landwirte
haben das Scheitern Europas bei der Fairness entlang der Lebensmittelkette
gezeigt. Markt und Produktion müssen reguliert
werden (Supply Management), um faire und stabile Preise für landwirtschaftliche
Erzeugnisse zu erzielen. Die Marktmacht der Agro-Industrie und der
Einzelhandelsbranche in der gesamten Lebensmittelkette sollte zugunsten der
Landwirte und Verbraucher gesenkt werden. Bitte unterstützen Sie
Änderungen 5, 12, 16, 24, 28.

Unterstützung von
Kleinbauern - In ganz Europa sind kleine Familienbetriebe das Herz der
ländlichen Gemeinden und lokaler Nahrungsmittelproduktion. Sie bringen auch
viele Vorteile für den Umweltschutz und zur Erhaltung einer lebendigen
Landschaft. Dennoch sind sie durch Großbetriebe und niedrige Agrarpreise
bedroht. Um ihren Erhalt sicherzustellen, sollte die Unterstützung für kleine
Betriebe verpflichtend für alle Mitgliedstaaten sein und vollständig aus dem
EU-Haushalt bezahlt werden. Bitte unterstützen Sie Änderungen 4, 21, 34 und
lehnen Sie Änderung 1 ab.

Unterstützung von pflanzlichen Proteinen aus Europa -
Europas Großimporte von Soja als Futtermittel ist Ursache von Entwaldung, Treibhausgasemissionen,
dem Verlust der Artenvielfalt, Landraub und dem Verderben der indigenen und
ländlichen Gemeinden in ganz Südamerika. Der Anbau von pflanzlichen Proteinen
in Europa für das europäische Vieh verringert diese Probleme, reduziert die Verwendung
von Düngemitteln und trägt zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit in Europa
bei. Neben der obligatorischen Fruchtfolge, mit Proteinen und Hülsenfrüchten,
muss CAP Beweidungssysteme und Maßnahmen für die Selbstversorgung mit pflanzlichen
Proteinen fördern. Bitte unterstützen Sie Änderungsanträge 35, 36, 39.

Ernährungssicherheit - Die UN Food and Agricultural
Organisation (FAO) und viele andere UN-Gremien haben festgestellt, dass der
Grund für Nahrungsmittelknappheit der ungleiche Zugang zu Nahrungsmitteln und
nicht ein Mangel an produzierter Nahrung ist. 1/3 der in den entwickelten
Ländern produzierten Nahrung wird verschwendet und 1/3 der landwirtschaftlichen
Produkte gehen in den Entwicklungsländern nach der Ernte verloren. Darüber
hinaus gibt es massive Nutzung von Land für Biokraftstoffe und für Getreide zur
Fütterung von Tieren – wegen eines hohen Kraftstoffverbrauchs von Autos und
eines hohen Fleischkonsums in Europa. Wenn wir dies Berücksichtigen, gibt es
keine Notwendigkeit für eine 70% ige Erhöhung der Nahrungsmittelproduktion um
zukünftige Ernährungssicherheit zu erreichen. Vielmehr brauchen wir eine
Verschiebung hin zu ressourcenschonender Landwirtschaft, eine Abkehr vom
Fleisch-Überkonsum in Europa, eine Verschiebung hin zu einer CAP, die das Recht
auf Lebensmittel respektiert. Bitte unterstützen Sie Änderungen 18, 25, 35 und
lehnen Sie 3 ab.

http://www.europeanfooddeclaration.org/

Beitrag schreiben