Windeln
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Ganz grundsätzlich
Rund 5000 Windeln verbraucht ein Kleinkind, bis es aufs Töpfchen kann. Da braucht man nicht lange zu überlegen, was an Müll zusammen kommt. Einwegwindeln sind nicht nur praktisch, sondern in der Regel auch hygienischer und weniger geruchsbelästigend als wiederverwendbare Windeln, weil sie gleich in den Müll wandern – kleine Leute können auch schon ganz schöne Stinker sein. Und wenn man sich dann vorstellt, wie viel Energie für das tägliche Auskochen der Windeln aufgewendet werden muss, ist man schnell wieder von der Einweg-Idee überzeugt. Aber es ist sowieso schwierig, eine Empfehlung für eine bestimmte Windelart zu geben, da Babys sehr unterschiedlich auf verschiedene Materialien reagieren.
Stoffwindeln
Wenn Ihr Kind synthetische Windeln nicht verträgt, sind Stoffwindeln aus reiner Baumwolle eine gute Alternative. Die Kosten sind deutlich geringer gegenüber Wegwerfwindeln, und zwar bis zu 50 Prozent. Sollte ein zweites Kind hinzukommen, wird's noch günstiger. Die meisten Stoffwindel-Systeme bestehen aus drei oder vier Schichten, einem Windelvlies, einer Windeleinlage, der Windelhose und einer Überhose.
Ein Windeldienst in Anspruch zu nehmen, macht weniger Arbeit, ist (je nach Anfahrtsweg) ökologischer, kostet aber auch. Für Selber-Wäscher: Eine Waschtemperatur von 60 Grad reicht. Wer danach die Windeln mit Essigessenz spült und sie im Wind auf der Leine trocknen lassen kann, muss auch ohne Trockner keinen harten und steifen Windelstoff fürchten.
Weitere Vorteile der Stoffwindel: Die Kinder werden in der Regel schneller trocken. Die Chemowindeln saugen die Nässe so stark weg, dass ein Kind oft deutlich später auf den Gedanken kommt, auf den Topf zu wechseln. Das bedeutet länger Wickeln - und noch mehr Müll. Benutzte Baumwollwindeln stinken übrigens tatsächlich weniger als das Wegwerf-Pendant! Gegenüber Baumwolle/Frottee/Vlies ist die Kombination aus Plastik und Parfümierung ohnehin belastender für die Babyhaut.
Papierwindeln
Das Problem der Stoffwindeln ist oft, dass sie nicht so viel Flüssigkeit aufnehmen können wie eine Papierwindel, die sicher auch aus vielen anderen Gründen praktischer ist. Aber beim Kauf von Einwegwindeln sollte man überlegen, ob es nicht hin und wieder Möglichkeiten gibt, auf die High-Tech-Varianten zu verzichten. Zugegeben, sie sind sehr bequem und bieten viel Komfort – allerdings werden sie mit ungeheurem Energieaufwand produziert und als Restmüll sehr problematisch. Wenn ihr Kind auch mit einer Öko-Windel prima auskommt, dann sollten Sie ausschließlich öko kaufen.
Ökowindeln
Mittlerweile gibt es ein gutes Angebot an biologisch verträglicheren Windeln, die ebenfalls gute Resultate bei der Bindung von Feuchtigkeit erzielen. Kompostierbare Windeln sind vom Namen her irreführend, da auch Ökowindeln noch einen chemischen Bestandteil haben, den Gelkern. Bislang ist nur eine einzige Ökowindel auf den Markt gekommen, die komplett abbaubar ist. Die Firma Winona hat sie entwickelt. Aber: Fäkalien darf man in Deutschland aus guten Gründen nicht kompostieren – also niemals in die Biotonne mit gebrauchten Öko-Windeln!
Ökowindeln hatten lange Zeit das Image, nicht besonders komfortabel für das Baby zu sein. Das hat sich aber längst geändert. Ökologisch unbedenkliche Materialien wie Bio-Zellstoff und Bio-Baumwolle sind zumeist auch viel hautfreundlicher als industriell gefertigte Kunststoffe auf Erdölbasis, zumal die Ökowindel nie chemisch gebleicht ist. Wenn das Baby trotzdem einen wunden Po hat, muss das nicht zwangsläufig an der Windel liegen. Vielleicht war das Essen zu säurehaltig oder aber das Baby verträgt ein bestimmtes Waschmittel nicht.
Foto: photocase / o-zero
Der Utopia-Tipp
Es ist gar nicht schwierig mit Stoffwindeln zu wickeln. Und wenn Sie Glück haben, bezuschußt Ihre Stadt die Anschaffung von Stoffwindeln. Der einmalige "Windelzuschuss" wird zwar nicht überall gewährt und die Antragstellung ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Dennoch kann sich eine Anfragen beim Sachgebiet "Abfallwirtschaft" Ihrer Stadt oder Ihres Landratsamtes sich durchaus lohnen.
Die wichtigsten Gütesiegel
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Das vom Internationalen Verband der Naturtextilien e.V. (IVN) vergebene Gütezeichen stellt derzeit die strengsten ökologischen und sozialen Anforderungen. Für die Erfüllung ökologischer Basiskriterien gibt es das blaue Gütezeichen "IVN-Zertifiziert“ und für höchste Öko-Standards wird das orange "IVN-Zertifiziert Best" vergeben (zurzeit noch sehr selten).
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Die internationale Gemeinschaft für Forschung und Prüfung für Textilökologie vergibt dieses relativ bekannte Gütesiegel für Textilien, die schadstoffgeprüft und umweltfreundlich hergestellt sind. Der Öko-Tex Standard 100plus kombiniert die Anforderungen von Öko-Tex Standard 100 (Einhaltung von Schadstoff-Grenzwerten) und Öko-Tex Standard 1000 (Umweltfreundliche Produktion, Abwasserentsorgung, Energieverbrauch). |
Neueste Bewertungen
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Windeln: Alana
Wir wickeln seit 2008 zwei Kinder mit Alanas Midi und Junior und sind super zufrieden. ich finde Junior kommen der Saugkraft von Pampers sehr nahe, Midi ist sogar besser als Pampers 3. Zum okologischen Aspekt kann ich wenig sagen- eher zum Komfort- sie sind sehr weich. Moltex dagegen sehen sehr ökologisch aus (ungebleicht) sind aber echt rauh und schnell vollgesoffen.
Bewertet von Alice Kleyboldt(21)






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Windeln: Alana
Zum ökologischen Aspekt kann ich mangels Fachwissen wenig sagen. Wir haben diese Windeln jedoch ausprobiert (Größe Midi) und waren sehr zufrieden damit. Wir wickeln normalerweise mit Stoff und verwenden Wegwerfwindeln für unterwegs. Alana Windeln haben uns hier bis jetzt am besten gefallen, auf jeden Fall besser als Pampers, welche uns recht duftintensiv vorkamen (soll wohl Duft verhindern, aber uns "stank's". Bei dm ist der 50er Pack etwa einen Euro teurer als der 56 Pack der nicht-öko dm Marke babylove.
Bewertet von oekoala(43)






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Windeln: Moltex
Und vor allem hat meine mehrfache Anfrage beim Hersteller immer noch nicht die Beantwortung der Frage nach dem Teeextrakt befriedigt. Denn es wird immer nur auf diese Farbe eingegangen und nicht auf den Teextrakt, der so gut war für den Popo und außerdem roch es nicht gleich nach Pipi... Schaaaaade, aber da nehm ich einfach weiterhin meine selbstgenähten Windeln. Tymmi
Bewertet von Tymmi(242)






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