Sonnenschutz

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Ganz grundsätzlich

Achten Sie auf die Höhe des Lichtschutzfaktors, die Art des Lichtschutzfilters und auch auf die von Utopia empfohlenen Gütesiegel. Sonnenschutzmittel sollen Sonnengenuss ohne Reue schenken. Dass es keinen 24-Stunden-non-stop-Superschutz gibt, ist leider eine Tatsache. Der Sonnenschutz verlängert lediglich den Eigenschutz der Haut – der schwankt bei Hellhäutigen zwischen zehn Minuten und bei dunkleren Hautypen dauert das länger: 20 bis 30 Minuten, aber das schwankt individuell. Somit potenziert der Schutzfaktor des Sonnenmittels die Zeit, die eine Person in der Sonne aushalten kann.

UV-A-Strahlen sind die längerwelligen ultravioletten Strahlen, die auch durchs Fensterglas dringen. Sie sind verantwortlich für die Bildung von freien Radikalen und die Hauptursache für vorzeitige Hautalterung. Ihre Auswirkungen machen sich erst als Langzeitschäden bemerkbar, wie etwa durch Pigmentflecken oder Hautkrebs. UV-B-Strahlen dringen in die tiefsten Zellschichten der Epidermis und sind die Hauptursache für Sonnenbrand und die Entwicklung von Hautkrebs. Sie dringen nicht durch Glas, aber durch Wasser. Testen Sie die Vorteile natürlicher mineralischer Sonnenschutzfilter:

  • keine Belastung durch chemische UV-Filter, die oft auch Allergien auslösen.
  • Sofort-Schutz für die Haut, da die Einwirk-Wartezeit für die chemischen Filter entfällt.
  • Two-in-one: ein einziger Filter schützt vor UV-A und UV-B-Strahlen.

Und lesen Sie das Kleingedruckte Nicht jeder verträgt alle enthaltenen Inhalts- oder Duftstoffe. Folgende Substanzen tun weder der Haut noch der Umwelt gut: Silikone, Parabene, Erdölderivate wie Paraffinum liquidum. Vorsicht geboten ist auch, wenn Wortverbindungen mit PEG bei den Inhaltsstoffen auftauchen. Sie werden oft für die Mallorca-Akne verantwortlich gemacht: PEG steht für Polyethylenglykole – dahinter stecken billige künstliche Emulgatoren, die Fett mit Wasser verbinden (z. B. Wortverbindungen mit Laureth, Pareth, Ceteareth).

Der Zusatz "photostabil" auf dem Produkt heißt, dass sich das Produkt nicht in der Sonne zersetzt. Brauchen Sie Übersetzungshilfe? Hier die wichtigsten gebräuchlichen Abkürzungen: Auf deutschen Produkten: LF oder LSF für „Lichtschutzfaktor“ oder ASF 2604:93 für „Australischer Standard“, der besagt, dass 90% der UV-A-Strahlen gefiltert werden. Auf amerikanischen Produkten SPF für „Sun Protection Factor“, der zirka um ein Drittel höher angeben wird als bei deutschen, französischen und britischen Produkten.

 

Preis-Leistungsverhältnis
Qualitativ hochwertige Sonnenschutzmittel haben zudem ihren Preis. Vor allem Allergiker und besonders helle Typen sollten im Zweifel besser ein paar Euro mehr bezahlen, um eine Sonnenallergie zu vermeiden. Teure Produkte sind aber nicht automatisch ökologisch einwandfrei. Achten Sie deshalb beim Kauf unbedingt auf die entsprechenden Gütesiegel.

Foto: photocase / daniel schoenen

 

 

Tipps fürs Sonnenbaden:

 

  1. Mit heller Haut sollten Sie nicht länger als 15 Minuten lang in die Sonne. Verwenden Sie am Strand oder im Schwimmbad mindestens Lichtschutzfaktor 30 und cremen Sie alle zwei Stunden nach.
  2. Seit 2007 gibt es eine europaweite einheitliche Kennzeichnung der UV-A-Schutzleistung, die ab dem Sommer 2009 auch für alle Hersteller verbindlich wird. Cremes, die nur einen Lichtschutzfaktor von zwei bis vier haben, bieten diesen Schutz nicht, gelten also nicht mehr als Sonnenschutzmittel. Alle Sonnenschutzmittel, die gemessen am UV-B-Schutz auch gleichzeitig einen ausreichenden UV-A-Schutz bieten, erkennt man in Zukunft an dem aaufgedruckten „UVA-Kreis“. Das Verhältnis ist dabei 1:3. Eine Sonnencreme mit LSF 15 enthält also mindestens einen UV-Schutz von 5. Außerdem wird die Bezeichnung „Sunblocker“ abgeschafft, denn den Komplettschutz, den man sich davon verspricht, gibt es leider nicht.
  3. Sonnenschutzmittel immer großzügig auftragen – sonst ist die gewünschte Schutzleistung natürlich nicht da.
  4. Der zweitbeste Schutz sind Textilien. Hemden und T-Shirts haben je nach Farbe und Beschaffenheit einen LSF von 6-9, der Schatten eines Baumes zwischen 5-15. Vorsicht mit extrem hohen Lichtschutzfaktoren! Sie verführen oft zu unvernünftig langem Sonnenbaden, weil sie den Benutzer in falscher Sicherheit wiegen
  5. Gerade Kinder müssen gut eingecremt werden, da die Eigenschutzfunktion der Haut erst um das 12. Lebensjahr herum voll ausgebildet ist. Die Haut von Babys, Kindern und älteren Menschen ist dünner und empfindlicher, sie sollten daher einen Sonnenschutz mit mindestens LSF 25 verwenden.
  6. Gute Sonnenschutzprodukte sollten außerdem wasser- und schweißfest sein. Bei herkömmlichen Sonnenschutzmitteln wird das durch den kostengünstigen Zusatz von wasserabstoßenden Silikonölen erreicht. Natürliche Sonnenprodukte sind dagegen Wasser-in-Öl-Emulsionen, sprich wenig Wasser in viel hochwertigen ölhaltigen Substanzen wie Sesamöl, Avocadoöl oder Sheabutter, die sich nicht so leicht abwaschen lassen.
  7. Praktisch: Sonnenschutz für Kinder (z. B. von Lavera) ist oft mit Pflanzenfarben gefärbt. So sieht man besser, ob die Creme gut verteilt ist – denn beim Einreiben verschwindet die Farbe.

 

 

Experten-Tipp
Roman Rößler, Vorstandsmitglied des BDIH:
„Achten Sie auf richtiges Eincremen: 2 mg Creme pro Quadratzentimeter Hautoberfläche entspricht dem vom Hersteller angegebenen Lichtschutzfaktor! Verzichten Sie in der Sonne  auf Parfüm oder Deos, hier können phototoxische Reaktionen ablaufen, also unschöne Pigmentflecken. Achten Sie grundsätzlich auf das UVA-Zeichen und das Haltbarkeitsdatum oder Tiegelsymbol (6M steht für „sechs Monate“ und heißt, Sie sollten diese Sonnencreme ein Jahr später nicht mehr benutzen).“

 

Die wichtigsten Gütesiegel

Ein internationales Gütezeichen für Naturkosmetik gibt es (noch) nicht. Aber wer nicht in mühseliger Detektivarbeit die Inhaltsstoffe auf der Verpackung entschlüsseln will, kann sich an diese Siegel halten. Sie werden allerdings immer für ein einzelnes Produkt vergeben, nicht für eine gesamte Marke.

BDIH-Siegel
Wird auf Antrag vergeben vom Verband deutscher Industrie- und Handelsunternehmen. Überprüft wird der gesamte Unternehmen und seine Herstellungsprozesse: vom Einkauf über die Produktion bis hin zur Lagerung des Endprodukts.

Neuform
neuform
Vergabe durch die neuform Vereinigung Deutscher Reformhäuser. Nur pflanzliche Rohstoffe aus biologischem Anbau oder Wildsammlung, Einsatz von tierischen Rohstoffen aus artgerechter Tierhaltung, Vermeidung von synthetischen Konservierungs-, Duft und Farbstoffen, Silikonen, Paraffinen und Erölprodukte, keine Tierversuche.


Hase mit schützemder Hand
Die Richtlinien für das Warenzeichen "Hase mit der schützenden Hand" wurden vom Deutschen Tierschutzbund zusammen mit dem Internationalen Herstellerverband gegen Tierversuche in der Kosmetik e.V. (IHTK e.V.) entwickelt. Die dort aufgestellten Standards gehen über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus und berücksichtigen sowohl die Gewinnung und Erstellung der Inhaltsstoffe als auch das Endproduktes. 

 

Ecocert

Ecocert

Ecocert ist ein international tätiger, unabhängiger Kontrollverband im Umweltbereich, mitHauptsitz in Frankreich. Seit 2002 prüft Ecocert auch Kosmetikprodukte auf ökologische und biologische Qualität und hat dafür zwei Labels mit eigenen Kriterien entwickelt.

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Neueste Bewertungen

  • Herbstlicht

    müder Krieger

    Sonnenschutz: Lavera

    Finde es äußerst bedenklich, dass "nano-Titandioxid" Verwendung findet (das ist der mineralische Filter). Der einzige Grund: Man sieht die Creme auf der Haut nicht mehr/deutlich weniger, da die Kriställchen kleiner sind. Damals verwendete man, so ich das recht verstanden habe, keinen "Nanomaterialien" als mineralischen Filter, ging genauso, nur man sah u.U., dass man eingekremt war. Nanotechnologie in Kosmetik ist umstritten, im Tierversuch gab es, so die Stoffe in die Blutbahn gelangen, beunruhigende Ergebnisse an Ratten. Die Hersteller (Lavera, Sante) berufen sich in identischer Stellungnahme auf das Umweltbundesamt, dass in etwa sagt: durch gesunde Haut dringen die Stoffe nicht ein. Würden sie das jedoch, wäre die Sicherheit nicht mehr gewährleistet. Außerdem betont die Stellungnahme, die Alternative wäre ein chemischer Sonnenschutz. Das halte ich für Irreführung. Die Alternative wäre wieder ein mineralischer Schutz OHNE Nanotechnologie. Informationsstand = vor einem Jahr

    Bewertet von Herbstlicht(4309)
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  • corifee

    Sonnenschutz: Dr. Hauschka

    Schade, dass ein EU-Standard (?) verhindert, dass die für mich extrem gut verträglichen Sonnenschutz-Produkte von Dr. Hauschka nicht mehr erhältlich sind. Eine Konsequenz von Hauschka die ich leider respektieren muss. http://www.dr.hauschka.de/produkte/sonnenpflege/einstellung-sonnenpflege/

    Bewertet von corifee(36)
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