Wenn in unserem Leben alles einigermaßen normal gelaufen ist,können wir sagen...ich liebe meinen Partner, meine Kinder, meine Eltern, meinen Hund, meine Katze etc... Sind wir zwangsläufig deshalb glücklich? Meistens doch nicht! Mit unserer Liebe zu Anderen verbinden wir oft Erwartungen, die, seien wir ehrlich, meist nicht erfüllt werden. Was läuft da falsch? Eigentlich ist das ganz normal, weil jedes Individuum seinen eigenen Charakter und Prägungen hat. Es ist eher Zufall, wenn alles perfekt passt......Lieben wir wirklich, wenn wir Erwartungen an den/die Geliebte haben? Ich sage "Nein" ! Es ist unser Ego, was uns dauernd einen Streich spielt und uns von der wahren Liebe fernhält! So sind Konflikte vorprogrammiert. (Text Ulla)

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Nils: In einer Beziehung sollten beide Partner sensibel ihren speziellen Weg einer positiven Beziehung herausfinden. In der Glücksforschung (John M. Gottman, Arnold Lazarus, Kass Perry Otterweich) wurde genau untersucht, wie eine Beziehung langfristig funktioniert. Die wichtigsten Regeln sind:

1. Ehe ist Arbeit. Es ist eine falsche Aufassung, dass man sich zuhause völlig gehen lassen kann. Es bedarf einiger Anstrengung, um eine Beziehung gelingen zu lassen.

2. Übertreibe es nicht. Sei auch in deiner Beziehung du selbst. Lebe auch dich selbst und deine Bedürfnisse, so dass du dich in dir wohl fühlst.

3. Vermeide zu viel Kritik. Äußere Kritik sachlich, sensibel und im richtigen Moment. Sanft formuliert kann ein Mensch meistens Kritik annehmen. Die Grundregel für jede Beziehung lautet mindestens 2/3 Lob und höchstens 1/3 Kritik.

4. Vermeide es, deinem Partner zu häufig seine Wünsche abzuschlagen. Sage ja, so oft es vertretbar ist.

5. Löse Konflikte konstruktiv. Klärt sachlich die genaue Situation. Überlegt euch verschiedene Lösungswege. Findet den guten gemeinsamen Weg.

6. Verbringe regelmäßig eine bestimmte Zeit mit Tätigkeiten, die dir und deinem Partner Freude machen. Zum Beispiel Sex, Essengehen, Reisen, Ausflüge, ein gemeinsames Hobby.

7. Erfreue deinen Partner regelmäßig mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Zum Beispiel Blumen, kleine Geschenke und Zärtlichkeiten. Sage ihm, dass du ihn liebst. Nimmt euch in den Arm.

8. Vermeide Dinge, die dein Partner nicht mag.

9. Arbeite an deinen eigenen negativen Eigenschaften.

10. Grenze dich ausreichend gegen negatives Verhalten deines Partners ab (zum Beispiel gegen Wutanfälle, Verstöße gegen positive Lebensgrundsätze). Belohne nicht negative Verhaltensweisen, indem du darauf eingehst. Verhalte dich neutral oder sage in angemessener Form: „Nein“.

11. Eine gute Beziehung beruht auf Teamwork. Seid ein gutes Team. Ein gutes Team hat ein gemeinsames Ziel. Es kennt seinen Siegerweg. Es bestärkt sich durch positive Rituale (Sätze).

12. Geht sanft miteinander um. Geht euch aus dem Weg, wenn ihr aggressiv seid. Kommt erst einmal für euch selbst zum Frieden, ehe ihr miteinander kommuniziert.

13. Macht einander Komplimente. Männer lieben Bewunderung. Frauen lieben Gesten der Zärtlichkeit. Oder auch umgekehrt.

14. Seid aufrichtig zueinander. Lebt in der Wahrheit. Die Wahrheit und das Vertrauen ist die Basis jeder guten Beziehung.

15. Verankert eure Beziehung in einem höheren positiven Prinzip. Findet einen zu euch passenden Namen für dieses höhere Prinzip. Nennt es Glück, Liebe, Wahrheit oder Gott. Verbindet euch regelmäßig und insbesondere vor allen schönen und allen schwierigen Situationen mit eurem höheren Prinzip. Lebt im Zentrum eurer Beziehung aus eurem höheren Prinzip heraus.

16. Wünscht alle Wesen glücklich. Lebt den Grundsatz der umfassenden Liebe. Er stärkt auch die Liebe in eurer Beziehung. Denke das Mantra: "Ich sende Licht zu ... Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben."

Im Buddhismus gibt es das Bild der Hölle. Die Menschen sitzen sich an den Tischen gegenüber. Sie können nichts essen, weil die Löffel länger sind als die Arme. Sie können nicht den Löffel zum Mund führen. Im buddhistischen Himmel haben die Menschen auch lange Löffel. Aber sie geben sich gegenseitig etwas zu essen. Im Beziehungshimmel leben die Menschen das Prinzip der Liebe und des Gebens. In der Beziehungshölle kommen die Menschen gar nicht auf die Idee, dass es den Weg des gegenseitigen Gebens geben könnte.

Das tiefste Geheimnis des Glücks ist es im Sein (in der Ruhe, Gelassenheit) zu leben und aus dem Sein zu geben. Beide Partner sorgen ausreichend für ihr eigenes inneres Glück (Gesundheitsübungen, Entspannungsübungen) und leben die Beziehung vorwiegend aus dem Geben heraus. So erhalten wir eine glückliche Beziehung und wachsen gleichzeitig in unserem eigenen inneren Glück.