Diskussion: Gibt es Reinkarnation? Wie steht das Christentum dazu? Wie würdet ihr euch entscheiden, wenn ihr die Wahl hättet und noch einmal auf dieser Erde leben könntet?
Max: Also, ich möchte um keinen Preis der Welt nochmals auf die Erde kommen....als was weis ich. Neee danke! Nochmals diese Welt mit all dem Schmerz, Leid und Tod......... Neee danke!
alf.maelmack: Es gibt die Reinkarnation. Sie ist sogar überprüfbar. Durch Meditation. Kennen wir bei uns Christen aber nicht. Was wir nicht kennen, gibt es nicht nicht. Logisch, oder?
Katrin: Es gibt besonders "wissende Mystiker", die sowas behaupten. Ich bin ja sowas von beeindruckt. Reinkarnation gibt es nicht. "Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu leben, einmal zu sterben, danach aber das Gericht" - sinngemäßes Zitat aus dem Römerbrief. Der Mensch hat niemals diese Wahl. Es ist vertane Zeit, sich an solcher Art Traumtänzerei aufzuhalten.
Mystiker: Die Bibel ist eine Sammlung von verschiedenen Texten von verschiedenen Autoren. Manche Punkte wurden ausführlich behandelt und manche nicht. Manchmal wurden auch bestimmte Texte unterdrückt, wenn es den gerade in der Kirche Herrschenden nicht gefiel. Ich denke da insbesondere an das Thomas Evangelium, das den Weg der Ruhe und der Meditation betont. Durch diesen Weg kommt man zu echten Glaubenserfahrungen. Und es tauchen dann auch die früheren Leben im Geist auf, wie es bei den christlichen Wüstenvätern geschah. Vom heiligen Antonius wird berichtet, dass er Fresssituationen aus früheren Leben erlebte. Er sah dämonischen Bestien, die ihn fressen wollten. Wenn frühere Leben bei der inneren Reinung der Seele auftauchen, dann sind es meistens belastende Situationen. Solche Situationen merkt man sich besonders und sie blockieren die Erleuchtungsenergie am meisten. Sie müssen deshalb zuerst gereinigt werden, wenn man auf dem spirituellen Weg voranschreiten will.
Es ist ein großer Fehler, dass die meisten Christen nicht meditieren. Jesus hat nach der Übertragung des Heiligen Geistes (der Erleuchtungsenergie) vierzig Tage in der Wüste meditiert. Dann konnte er den Teufel (seine weltlichen Anhaftungen) überwinden und zur Erleuchtung (Heiligkeit) durchbrechen. In der Bibel steht, dass ihm daraufhin die Engel dienten. Er konnte mit seiner spirituellen Energie seinen Mitmenschen helfen (heilen, Wunder tun). Jesus hat oft meditiert. Leider behandelt die Bibel dieses wichtige Thema sehr wenig, weil die Menschen, die später die Texte für die Bibel zusammengestellt haben, spirituell unwissend waren. Es wird jedoch erwähnt, dass Jesus einmal auf einem Berg meditiert hat. Wenn Christen wirklich Jesus nachfolgen wollen, dann sollten sie auch die Meditation praktizieren. Die Meditation ist der Hauptweg zur Heiligung.
andi-ranze: Hebr. 9,27: "Und wie den Menschen bestimmt ist, "einmal" zu sterben, danach aber das Gericht." Dieser Vers aus dem Hebräerbrief bringt die Aussagen der Bibel zum Thema "Reinkarnation" auf den Punkt. Ergänzt wird er dann gleich durch Vers 28: so ist auch Christus "einmal" geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil. Da Du angibst, Dich in der Bibel auszukennen, solltest Du wissen, dass schon Paulus die damals aufkommenden gnostischen Strömungen entschieden bekämpft hat. Auch die platonische Philosophie ist nicht gerade für einen positiven Einfluss auf die christliche Lehre bekannt: Ihr verdanken wir unbiblische Lehren wie z.B. die Leibfeindlichkeit.
Mystiker: Ich verweise auf das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 11, wo Jesus gefragt wurde, ob er der wiedergekommene (wiedergeborene) Elia sei. (Jesus über Johannes den Täufer:) Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elia, der wiederkommen soll. (Mt 11,14) (Jesus fragte seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?) Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elia, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. (Mt 16,14) (Über Johannes den Täufer:) Andere sagten: Er ist Elia. Wieder andere: Er ist ein Prophet wie einer von den alten Propheten. (Mk 6,15) Jesus bezeichnete also höchst persönlich Johannes den Täufer als den wiedergekommenen Elia (Matthäus 11,7-15). Offensichtlich hatte Jesus mit der Reinkarnation kein Problem. „Und als er vorbeiging, sah er einen Menschen, der blind war von Geburt an. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, so dass er blind geboren ist, dieser oder seine Eltern? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden!“ (Joh. 9,1-3). Hier gingen die Jünger selbstverständlich von der Möglichkeit einer Reinkarnation aus. Wie sonst könnte jemand aus eigener Sünde heraus blind geboren werden?
fff: "Hebr. 9,27: Und wie den Menschen bestimmt ist, "einmal" zu sterben, danach aber das Gericht." Dies stammt aus den Briefen des Paulus. Leite mir das bitte aus Aussagen von Jesus her. Ich orientiere mich mehr an den Aussagen von Jesus.
Mystiker: Danke für diesen Hinweis. Es ist die Lehre von Paulus. Jesus dagegen akzeptierte auch die Reinkarnation. Aus diesem Satz eine Ablehnung der Reinkarnation durch die Bibel herzuleiten, ist verfehlt. Es gab verschiedene Lehren zur Zeit von Jesus. Ich glaube, dass diese Lehren nicht im Widerspruch stehen. Ich glaube, dass die Paradieslehre und die Wiedergeburtslehre sich nicht widersprechen. Beides ist möglich. Eine Seele kann sich nach ihrem Tod entscheiden auf der Erde wiedergeboren zu werden. Und sie kann ins Paradies aufsteigen und dort bleiben, wenn sie ausreichend spirituell geübt und ihr Herz gereinigt hat. Es ist sogar möglich, dass eine Seele ins Paradies aufsteigt und eines Tages wieder auf die Erde zurückkehrt, um den Menschen auf der Erde spirituell zu helfen. So etwas geschieht oft im Hinduismus und im Buddhismus. Dafür gibt es die Bezeichnungen Avatar (Karma Yogi) und Bodhisattva. Auch im Christentum ist es möglich, dass Heilige wieder auf die Erde zurückkehren. Dafür spricht eindeutig die Aussage von Jesus über Elia. Und auch Jesus beabsichtig eines Tages zur Erde zurück zu kommen. Jesus vertritt damit die Lehre der Reinkarnation und insbesondere die Lehre, dass sich Erleuchtete auf der Erde inkarnieren können, um ihren Mitmenschen zu helfen. Und genau das entspricht dem Weg der umfassenden Liebe, den Jesus lehrte.
Meinen Glauben an die Reinkarnation gründe ich hauptsächlich auf meine eigenen Erfahrungen. Ich habe im Laufe meines spirituellen Reinigungsprozesses über tausend frühere Leben gesehen. Als ich sieben Jahre als Eremit gelebt hatte, überkam mich bei einer Meditation plötzlich der Wunsch, meine früheren Leben zu wissen. Ich spürte geistig in der Zeit zurück und erhielt bei einem bestimmten Punkt eine Resonanz. Es trat eine Art innerer Widerstand auf. Dort spürte ich dann genau hin. Nacheinander ertastete ich so geistig vier frühere Leben. Ich konnte jeweils den Ort, die Zeit und auch etwas die Art des früheren Lebens erkennen. Wenn man systematisch alle Verspannungen im Körper und im Geist mit spirituellen Übungen auflöst, kommt man eines Tages zu der für einen persönlich richtigen Zeit an Stresssituationen aus früheren Leben heran. So geschah es auch beim heiligen Antonius, dem Begründer der christlichen Wüstenväter. Er erlebte Fresssituationen aus früheren Leben. Visionen mit dämonischen Bestien tauchten vor seinem inneren Auge auf. Alle großen Stresssituationen werden im Seelengedächtnis gespeichert. Wenn sich die Verspannungen lösen, tauchen in Träumen oder im Wachzustand Bilder oder kurze Szenen (kleine Filme) aus den Stresssituationen auf. Die Lösungsprozesse sind oft mit intensiven Körperreaktionen wie Unruhe, Muskelzittern, Hitze oder Kälte verbunden. Bei mir lösten sich zuerst die Verspannungen aus dem jetzigen Leben. In kurzen Filmszenen sah ich stressreiche Examenssituationen, Beziehungsstreitigkeiten und verdrängte Unfälle. Da ich die Stressereignisse noch in Erinnerung hatte, wurde mir der Zusammenhang zwischen spirituellen Übungen, der Auflösung von inneren Verspannungen und dem Auftauchen von Lösungsträumen deutlich bewusst. Ich lernte zu unterscheiden was ein Lösungstraum und was ein normaler Traum war. Nach elf Jahren als Eremit tauchten plötzlich die früheren Leben in meinem Geist auf. Zuerst lösten sich nur einzelne frühere Leben. Dann kamen ganz viele frühere Leben wieder an die Oberfläche meines Bewusstseins. Und nach etwa vier Jahren ebbte der Prozess langsam wieder ab. Anders als bei dem bewussten Hinspüren während einer Meditation kamen jetzt deutliche Kurzfilme. Ich konnte meistens alle Einzelheiten der jeweiligen Stresssituation und auch die Lebensumwelt erkennen. Aus den einzelnen Bildern konnte ich geographische und zeitliche Zuordnungen vornehmen.
---> Weiterlesen Reinkarnation und Christentum (Wikiversity)


Kommentare (3)
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Auch gibt es genügend objektive Berichte über Nachprüfungen, Orte und sogar Personen sind Zeugnisse davon.
Dabei denke ich jetzt nicht an so manche RTL-Show, die die Übereinstimmung des vom Probanden beschriebenen Örtlichkeiten mit den Orten und aufzeichnungen aus der betr. Zeit dokumentierten.
Ob, wie Du beschreibst durch Meditations-Techniken und viel Übung auch ein erlebnis in frühere Leben möglich ist, da könnte schon manchen wieder zweifeln, und dies als ein subjektive Empfinden über das Gehirn, ähnlich wie bei Rauschmittel, deuten.
Es gibt aber auch eine m.E. klare logische Sicht, Erklärung, so wie sie auch von Plato, Phytagoras und anderen diskutiert wurde.
Der Sinnlosigkeit eines einzelnen Lebens mit der Aussicht auf NICHTS danach einen Sinn geben, hat schon etwas logisches ansich.
So kann sich beides ergänzen und kommt einem Experiment im Sinne Theorie und Praxis gleich.
Dass sich die christliche Lehre aus dieser Vorstellung zurückgezogen hat, darf man nicht Christus andichten, sondern ist eine machtpolitische Komponente der damaligen Päpste gewesen.
Schade, dass sich die christlichen Hauptkirchen dem nicht wieder öffnen wollen, aber solange sie nicht zu einander finden, braucht man darüber auch nicht diskutieren.
Schön, dass diese Kirchen nicht mehr die Macht haben ihren Gläubigen die Vorstellung über ein Leben danach und davor zu konkretisieren.
Meine Frage ist da eher in welcher Realität suchen wir unsere Reinkations aus?
Gott und Kirtche sind 2 völlig verschiedene Dinge!!
Kirche ist, oder besser gesagt Kirchen sind nichts weiter als Machtintrumente !!
Das hat mit dem göttlichen absolut überhaupt nichts zu tun, genauso wie Waser und Feuer!
Es sind Gegensetze. Es dient wohl eher zum Lernen.
Hallo Uwe, wir suchen uns unsere Reinkarnation entsprechend unseren Wünschen und unseren geistigen Programmierungen aus. Ich war zum Beispiel viele Leben immer auf der Suche nach dem tiefen Glück. Ich habe jedes Leben etwas dazu gelernt, so dass ich jetzt meinen Weg finden konnte. Die christlichen Kirchen sehe ich nicht nur negativ. Sie waren in der Vergangenheit oft Machtinstrumente der Herrschenden, aber sie dienten auch immer dem spirituellen Üben. In der heutigen Zeit habe sie ihre Rolle als Herrschaftsinstrument stark eingebüßt. Ich hoffe, dass sie sich mehr auf das spirituelle Üben und auf positive Werte besinnen. Da bin ich durchaus optimistisch, obwohl sie geistig weitgehend noch im Mittelalter stecken. Aber große Organisationen wandeln sich eben langsam.