Spirituell entsteht das größte Glück durch die Erleuchtung. Das Reich Gottes ist grundsätzlich ein innerer Zustand, in dem man Gott in sich spürt und gleichzeitig auch das Licht Gottes in der Welt sieht. Durch Übungen wie Meditation und Gedankenarbeit (positives Denken, im Wesentlichen leben) kann ein Mensch erreichen, dass er in einem großen inneren Glückszustand lebt. Ist ein Mensch innerlich glücklich, sieht er auch das Positive in der Welt. Er kann seine Welt als Paradies wahrnehmen.
Desweiteren ist es möglich, seine Umwelt als Paradies zu visualisieren, dadurch seine Kundalini-Energie zu aktivieren und zur Erleuchtung zu gelangen. Das ist eine Aufgabe der Paradiesvorstellungen in den verschiedenen Religionen. Man sieht sich in der Mitte einer goldenen Stadt (Palast Brahmas, Neues Jerusalem) oder in einer schönen Landschaft (Garten Eden, Avalon). Die Kundalini-Energie kann erweckt werden, wenn man sich oder sein spirituelles Vorbild (Brahma, Jesus, Gott) in der Mitte des Paradieses visualisiert. Hilfreich ist es auch sich einen Paradiesbaum mit vielen Äpfeln vorzustellen, um den sich eine Schlange (die Schlange der Heilung und Erleuchtung) windet. Verstärkt wird die Glücksenergie, wenn man um das Paradies herum eine Mauer (Himmlisches Jerusalem), ein Meer (um den indischen Weltenberg Meru mit dem Sitz der Götter auf seiner Spitze) oder einen Fluss (vier Flüsse in der Bibel) visualisiert.
Alle Religionen der Welt gehen davon aus, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Grundsätzlich gibt es im Jenseits zwei Bereiche, den Himmel und die Hölle. Den religiösen Begriff Himmel kann man auch mit den Worten Paradies oder Lichtwelt beschreiben. Wer auf der Erde ein Erleuchtungsbewusstsein entwickelt hat, behält es auch nach seinem Tod und steigt mit seiner Seele in die Jenseitsbereiche des Lichts auf. Wer vor seinem Tod nicht erleuchtet ist, kann mit Hilfe eines erleuchteten Meisters (Jesus, Krishna,Buddha Amitabha) oder mit seinen spirituellen Übungen (Kundalini-Yoga, Mantra, Meditation, Gebet) ins Paradies gelangen. Es gibt verschiedene Paradiesbereiche, je nach Art und Intensität der Erleuchtung. Konkret geht man in der Spiritualität davon aus, dass es zwei Paradiesbereiche im Jenseits gibt. Das Paradies der Formen (des Formbewusstseins) und das Paradies ohne Formen (aus Energien wie Licht, Liebe, Frieden). In beiden Paradiesen gibt es noch viele Unterbereiche. Katholisch könnte man von einem Paradies der Seligen und einem Paradies der Heiligen sprechen. Ich habe die mir bekannten Paradiesebenen symbolisch in der Paradies Meditation beschrieben.
Vor dem Paradies stehen vier Engel (Cherubim) mit den Eigenschaften eines Adlers, eines Löwen, eines Menschen und eines Stieres. Diese vier Eigenschaften müssen wir erwerben, wenn wir das Tor zum Paradies durchschreiten möchten. Der Adler verkörpert die Weisheit. Wir müssen das Wesentliche im Leben vom Unwesentlichen unterscheiden. Wir müssen Gott (das innere Glück) zum Zentrum unseres Lebens machen und nicht die weltlichen Genüsse (Geld, Macht, Konsum, Beziehungen, Sex). Wir müssen uns entscheiden, welchem Herrn wir dienen wollen. Wenn wir uns entschieden haben, müssen wir mit Selbstdisziplin unseren spirituellen Weg bis zum Ziel gehen. Dazu brauchen wir die Kraft eines Löwen. Der Mensch ist hier ein Symbol der Liebe. Er wird auf den Cherubim-Bildern meistens mit Flügeln als Engel dargestellt. Wir brauchen nicht nur die Kraft eines Löwen, sondern auch die umfassende Liebe eines Engels. Durch die Liebe verändert sich unser Bewusstsein zum Licht hin. Der Stier ist ein Opfertier. Wir müssen unseren Eigenwillen gegenüber Gott und dem Leben opfern. Wir müssen unsere falschen weltlichen Wünsche loslassen. Wir müssen die Dinge so annehmen, wie sie sind. Wir müssen bei allem Leid des Lebens sagen: "Dein Wille geschehe." So erlangen wir inneren Frieden und Gelassenheit. Wenn wir diese vier Eigenschaften im jeweils richtigen Moment auf die richtige Weise üben, dann lösen sich unsere Verspannungen auf, unser inneres Glück erwacht und wir erhalten ein Paradiesbewusstsein. Wir gelangen vor dem Tod zur Heiligkeit (Erleuchtung) und nach dem Tod ins Paradies.
Der Himmel (das Paradies) ist ein Bereich der Erleuchtung. Dort kommt man nur hin, wenn sich vorher das Ego (der Egoismus) aufgelöst hat. Wir müssen in ein Erleuchtungsbewusstsein (zur Heiligkeit, inneren Heilung) gelangen, wenn wir im Jenseits zu Gott (zur Erfahrung Gottes) aufsteigen wollen. Wir müssen deshalb auf der Erde oder im Jenseits zuerst durch eine Phase der seelischen Reinigung gehen. Es gibt viele Paradiesbereiche. Ein vollständig Erleuchteter hat die Möglichkeit seine Seele aufzulösen und ganz in Gott einzugehen. Das war das erklärte Ziel von Buddha. Viele Erleuchtete behalten aber ihre Seele, um weiterhin ihren Mitwesen helfen zu können. Das ist der Weg von Jesus. Jesus lebt deshalb noch und kann von uns geistig angerufen werden und kann uns spirituell führen. Im Buddhismus bezeichnet man das als den Bodhisattva-Weg und im Hinduismus als Karma-Yoga (Avatar).
---> Weiterlesen: http://de.wikiversity.org/wiki/Paradies
2 Gibt es ein Jenseits?2.1 Die Nahtodforschung2.2 Der Tod des 16. Karmapa2.3 Die Quantenphysik3 Das Paradies im Christentum4 Judentum und Paradies5 Das Paradies im Islam6 Das Paradies im Hinduismus7 Das Paradies im Buddhismus8 Diskusssion


Kommentare (2)
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gerfi
schrieb am 03.02.2012 um 15:24 ¶vergessen ist die ihn umgebende Natur, das dort sehr vielfältige Leben (Tier und Planzenwelt). Auch dieses hat ein Bewusstsein, auch dieses hat ein Weiterleben.
Ganzheitlich bewusstes Denken vergisst dies nicht, Zum Glück des Menschen gehört auch, dass er diese Natur so annimmt wie sie ist und behütet und pflegt.
Der Mensch scheint dies oft zu vergessen, glaubt dass alles nur für ihn geschaffen wäre.
ein fürchterlich Irrtum!
Ein Leben auf dieser Erde ist geprägt von Ursachen früherer oder des jetztigen Lebens, ebenso zeigen sich dementsprechend auch die (Aus) Wirkungen.
Das wahre Glück, hier oder in anderen Ebenen, kann nur erreicht werden, wenn der Mensch sich ganzheitlich bewusst entwickelt.
Dazu gehört auch seine Umgebung (Tier wie Pflanzen) zu achten, zu behüten, zu beschützen ( solange der Mensch selbst zerstört)
Davon, lieber Nils, hätte ich auch gerne was in diesem blog von Dir gelesen!
Nils Horn
schrieb am 04.02.2012 um 00:31 ¶Kommentar schreiben
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