Wie schade. Damit ist die schöne Erfolgsgeschichte von der smarten Ökolimo, die eine Familienbrauerei vor dem Ruin gerettet und dann den Siegeszug in den Mainstream angetreten hat, erstmal vorbei.
Spannend ist nicht nur die Frage, wie es jetzt weitergeht bei der grünen Vorzeigemarke. Ebenso interessant ist es zu ergründen, was denn eigentlich falsch gelaufen ist in den letzten Jahren. Wo sind die Ursachen für den Umsatzrückgang? Darf eine Bio-Limo nicht in den Discounter? Haben die drastischen Preiserhöhungen die Fans vergrault? Oder sind es die vielen Nachahmer-Produkte, die der Bionade so zugesetzt haben?
Wo auch immer die Reise hingeht - Bionade bleibt eine prickelnde Fallstudie für den Aufbau und die Herausforderungen einer erfolgreichen grünen Marke.
Für die, die immer noch nicht wissen, wo die Bionade eigentlich herkommt: ein Spot aus der letzten Werbekampagne.


Kommentare (3)
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werner stickler
schrieb am 01.02.2012 um 16:51 ¶Wenn sich das Produkt selbst nicht verändert, kann es für viele (der Energydrink-Fans) erster Kontakt mit Bioprodukten sein: "Hej, Bio schmeckt ja". Auf den Geschmack gekommen, gehts dann vielleicht weiter zu Lemonaid und Co.
Maria_L
schrieb am 01.02.2012 um 19:04 ¶Ich habe Bionade auf einigen Messen erlebt in den letzten Jahren, u.a. Biofach.
Die Aufmachung ist derart steril.
Ich muß da automatisch an ein Bild von einer chinesichen Fabrik denken, wenn die Bionadeflaschen in Reih und Glied stehen....oder eine Militärakademie.
Das hatte überhaupt nichts Lebendiges mehr.
Von ihren tollen Aktionen war auf den Messen auch nichts zu sehen.
Und was Geschmack und Preisleistungsverhältnis angeht, ist es -in meinen Augen- auch kein Vorzeige-Produkt. Ich trinke auch mal ganz gerne eine Bionade, aber habe sie sehr schnell satt.
Wenn man richtig Durst hat, ist so ein 0.3 Fläschen ein Tropfen auf den heißen Stein.
Viel Geld für nix.
Heute war ich bei uns im Hinterland beim Essen.
Da gab es zu meiner angenehmen Überraschung Apfelschorle selbst gemischt aus Stauden-Streuobst.
Stauden nennt sich die hiesige Landschaft und es gibt eine Genossenschaft, die das Obst verwertet und als Ausnahme sogar in Bioläden verkaufen darf, obwohl nicht biozertifiziert.
Da hat der halbe Liter viel weniger gekostet, war lecker, durststillend, naturschützend und vermutlich auch gesünder.
Nille
schrieb am 06.02.2012 um 17:43 ¶Der Umsatzeinbruch hängt auch mit dem schlechten Image zusammen, denn die vornehmlichen Verbraucher der Bionade waren aufgeklärte und mündige Kunden, die nach der Übernahme Dr. Oetkers und der damit verlorenen Unabhängigkeit Bionade den Rücken kehrten.
Mit dieser Reaktion hätte man eigentlich rechnen können, wenn man sich einem Lebensmittel-Imperium anschließt.
Bleibt nur Adieu zu sagen und sich ein frisches, spritziges Bio Zisch (Bio Now) aufzumachen....
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