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Waschnüsse/ Seifennüsse/ Waschbeeren/ Seifenbeeren (li.)
sind nicht nur eine alternative zum Waschpulver (re.).

Wirkstoff: Frucht des Sapindus mukorossi alias Seifenbaum (enthält natürliches Saponin in hoher Konzentration). Herkunft: Indien, Nepal, Afghanistan, Pakistan, China

Anwendungsbereiche: Als natürliche Seife wirksam gegen schmutzige Wäsche, zur Körperreinigung, als Schädlingsbekämpfungsmittel für Pflanzen, oder auch für die Geschirrspülmaschine.

Dosierung:

1. Für die Wäsche: zwei Nüsse im Stoffbeutelchen zur Wäsche in die Waschtrommel der Waschmaschine legen und normal mitwaschen. Anmerkung: Die Meinungen über die Waschleistung gehen auseinander, siehe Ökotest-Forum. AlexandraB berichtet vom Grauschleier bei weißer Wäsche. Ich selbst finde die Reinigungsleistung bei normal verschmutzter Buntwäsche absolut ausreichend. Hartnäckige Flecken kann man und frau immer noch mit Soda behandeln. Da kein Parfüm oder sonstige Duftzusätze enthalten sind, sehr gut für Allergiker geeignet.

2. In der Spülmaschine: 5 Waschnüsse in das das Spültabfach legen

3. Seifenlösung zum Spülen/ für Handwäsche/ Körperreinigungsmittel/ Schädlingsbekämpfungsmittel: 3 Waschnüsse in 5 Liter heißem Wasser aufweichen.

4. Schmuckreinigung: 2-3 Schalenhälften in einer Schale mit heißem Wasser aufweichen und Schmuck einlegen, später sauber polieren.

Allgemeine Tipps und Infos rund um die Waschnuss hier.

Preis: z.B. 500g indische Waschnüsse von Govinda Natur im praktischen Stoffbeutel für 8,99 EUR, Probebeutel 30g für 0,99 EUR. Auch weiterverarbeitet zu Waschpulver, Weichspüler, Waschlotion usw. in verschiedenen Preisklassen und Produktsorten erhältlich.

Wo erhältlich: In Biosupermärkten, z.B. Alnatura, oder im Online-Shop. Man und frau sollte dabei auf die Herkunft und die Sozialverträglichkeit achten. Einige Anbieter unterstützen z.B. gezielt lokale Projekte.

Mein Fazit: Ich bin sehr zwiegespalten. Die einfache und vielseitige Anwendung bei quasi null Verpackungsmaterial und 100% biologischer Abbaubarkeit ist beeindruckend. Selbst bei streitbarer Waschleistung trotzdem im Preisleistungsverhältnis sehr überzeugend. Doch der lange Transportweg und die damit einhergehenden CO2-Emmissionen relativieren die ökologischen Vorteile. Außerdem sind die Ressourcen begrenzt, der Seifenbaum lässt sich nicht einfach überall züchten. Der Handel mit Waschnüssen ist eher neu und in bezug auf seine ökologische wie soziale Nachhaltigkeit (bis auf einige Ausnahmen) insgesamt sehr intransparent. Ich bleibe erstmal beim zertifizierten Waschmittel aus der Nachfüllpackung oder im Pappkarton. Note: 3,0

Weitere Alternativen zur Waschnuss aus der Community, Zitat Alexandra B. : „Seifenkraut. Mit dem Wurzelaufguss der Pflanze wurde früher zusammen mit Holzasche eine Waschlauge hergestellt, um Stoffe zu waschen. Das selbe funktioniert wohl auch mit Holzasche und dem Wurzelaufguss von Adlerfarn, mit Rosskastanienextrakt oder Efeublättern, die auch alle saponinhaltig sein sollen. Wie das genau gemacht wird, weiß ich aber nicht, hab es noch nicht ausprobiert.“

Wo alles begann...
Teil 1: Soda - Allzweckreiniger, Fleckenlöser & Spülmittel
Teil 2: Entkalken mit Citronensäure
Teil 3: Entkalken mit Essig
Teil 5: An Orangen ist mehr dran als es scheint