Unsere Umwelteinflüsse und Verbesserungspotenziale erkennen und wirksam handeln.
Deshalb messen wir unsere Verbräuche und analysieren, wo unsere Energieeinsparpotenziale liegen. Vor zehn Jahren (in 2001) installierte Vitra eine Solaranlage in Weil am Rhein. Im Jahr 2008 wurden weitere Solaranlagen an den Standorten Weil am Rhein und Neuenburg installiert und die Leistung der solaren Stromerzeugung damit fast verfünffacht.
Seit 2008 kaufen wir sämtlichen Strom aus lokal erzeugter Wasserkraft. Wir unterstützen damit die Flusskraftwerke in der Region, die wiederum in effizientere Anlagen reinvestieren. Unser Wasserstrom wird nicht durch RECS-Zertifikate erkauft.
Neubauten werden selbstverständlich mit neuster Gebäudetechnik und hochwertiger Wärmedämmung ausgerüstet. Die neusten Gebäude wurden u.a. mit geothermischen Heizungen, Solaranlagen, tageslichtabhängiger Lichtsteuerung, Dunkelstrahlern, Regenwasserversickerungsanlage etc. ausgestattet.
Das Wasser in unserer Galvanik-Anlage läuft in einem geschlossenen Kreislauf. Durch das Ionentauscherprinzip kann verunreinigtes Wasser gereinigt und wiederverwendet werden. 40 % der Fläche unseres Produktionsstandortes (Campus) in Weil sind unversiegelt, so dass Regenwasser versickern kann und das grösste und neuste Gebäude auf dem Gelände ist mit einem Sickerbrunnen ausgestattet, durch den Regenwasser, das auf dem Gebäude niederschlägt, die Grundwasserreservoirs wieder speist.
Wir nutzen unsere Kommunikation (z.B. Extranet/Sustainabilitipps) um unsere Mitarbeiter auf Energiesparmassnahmen aufmerksam zu machen und erhalten wiederum viele Tipps von den Bewegern. Einfach umzusetzende, scheinbar kleine Änderungen haben grosse Wirkung gezeigt, wie z.B. eine Vorverlegung der Startzeiten der Putzequipe in den Produktionshallen, um dort dann die Lichter auch wieder früher ausschalten zu können.
Unser Ziel
Wir wollen unseren Strombedarf zu 100% aus erneuerbaren Energien decken.
Wir werden bis zum nächsten Jahr mit der Formulierung eines Energiemanagement-Konzeptes für unseren Standort in Weil beginnen.
Unsere Maßnahmen
• Einkauf von lokal erzeugtem Strom aus 100% Wasserkraft (ohne RECS-Zertifikate)
• Tageslichtabhängige Steuerung der Beleuchtung in Produktionshallen
• Optimierung der Druckluftnetze und mittelfristiger Ersatz von Druckluft als Arbeitsmedium (2011)
• Energieeffiziente Beleuchtung in der Produktion (2011)
• Ersatz alter Heizungen durch Blockheizkraftwerke
Einschätzung
Wir gehen voran. (75%)



Kommentare (3)
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die Holzabfälle, die bei uns anfallen, sind überwiegend aus Massivholz. Sie werden von einem lokalen Abfallentsorgungs- und Recyclingunternehmen abgeholt und geschreddert und danach zur weiteren Verwertung der innerdeutschen Spanplattenindustrie zugeführt.
Viele Grüsse, Vitra
Sie schreiben, dass es Ihr Ziel ist, 100% des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Weiter oben im Text schreiben Sie, dass Sie das bereits tun (sämtlichen Strom aus lokal erzeugter Wasserkraft kaufen). Was verstehe ich hier falsch?
Ansonsten finde ich Ihre Maßnahmen schon ziemlich gut.
Können Sie noch mehr über die vorgeschlagenen "kleinen Maßnahmen" schreiben, die zu Einsparungen führen? Otto hatte sowas zB mal in einem Blogbeitrag. Ich denke, das wäre ist insbesondere auch für andere Unternehmen ermutigend.
viele Grüße!
mela