Die Geflügelbranche sieht sich mit einem massiven Imageproblem konfrontiert: Meldungen über katastrophale Haltungsbedingungen der Tiere, übermäßigen Antibiotikaeinsatz, multiresistente Krankheitserreger und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz häufen sich. Da wundert es kaum, dass die deutsche Geflügelwirtschaft gegensteuern möchte. Mit einer großangelegten Imagekampagne versucht sie jetzt, ihr Bild in der Öffentlichkeit aufzubessern. Teil dieser Offensive sind unter anderem Werbeanzeigen und eine aufwendig gestaltete Website, die Transparenz und Verbrauchernähe vermitteln soll. Soweit so gut. Zur Zielgruppe der Kampagne gehören auch Journalisten als gesellschaftliche Multiplikatoren. Um sie zu erreichen, lädt nun der "journalist", das Magazin des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), gemeinsam mit der Informationsgemeinschaft Deutsches Geflügel (IDEG) ausgewählte Presseleute zu einem "Medienworkshop" ein. Moment, dachten wir von GEO.de, das müssen wir uns mal ansehen und so meldete ich mich für den
Workshop an.
mehr dazu:
http://www.geo.de/GEO/natur/72410.html
Was bleibt ist weiter auf breiter Front Aufklärung über die Methoden der Massentierhaltung. Es gibt keine artgerechte Haltung für Massen, sagt einem eigentlich der Verstand, es kann nicht funktionieren, tausenden von Hühner ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.
Das muss doch mal kapiert werden!


Kommentare (36)
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ich glaube nicht das der Geflügenfeischverzehr nachhaltig das nicht mal in Deutschland bei stagnierenden Bevölkerungszahlen zurückgeht, dafür ist Geflügelfleisch zu preiswert Und da immer mehr Menschen weltweit immer mehr Feleisch verzehen ist die Produktion nur in großen Tierbeständen möglich, allein schon aus hygienischen Gründen.
Wir verspeisen in Deitschland jedes jahr mehr als z. B. 50 Millionen Schweine wie sollten die gehalten werden????
http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Tier/Gefluegelmarkt-waechst-weiter_article1316754840.html
Fleisch ist nicht zum Leben notwendig, wenn man sich z.B. vegan ernährt.
Da kannst du noch so oft propagandieren, dass die Menschen Fleisch mögen und brauchen. Es wird dadurch nicht richtiger.
Schade, dass die Abnahme des Fleischverbrauchs hier in Deutschland durch den Export wieder kompensiert, sogar teilweise noch gesteigert wird.
Hoffe, dass das Fleisch teuerer wird durch die Dürren in USA, vielleicht schreckt das auch einige ab. Aber Du hast in einem recht,
- solange wir Regierungen haben, die die Fleischlobby unterstützen, sogar sie protegieren ( durch Genehmigungen zum Bau von Massentierhaltungsanlagen/Schlachthöfe), solange wird es mithin auch Massentierhaltung geben,
- solange wir Verbraucher haben, die diese "blutige Ware" wegen der günstigen Preise kaufen, solange wird es Massentierhaltung geben.
Dennoch bin ich überzeugt davon, dass dies nicht endlos geschehen wird, es werden immer mehr, die aufstehen und diesen Konsum verweigern und ich vertraue auch auf die Jugend, dass sie voran geht.
Früher waren die Demos gegen Atomkraft, gegen Krieg, heute und morgen werden wir erleben, dass die Demo's gegen die Massentierhaltung, gegen diese Missachtung von Leben sein werden.
und da sich die Menschen nicht vegan ernähren wollen, muß Fleisch produziert werden..
Die Verbraucher kaufen Fleisch, weil sie es mögen... nicht wegen der billigen Preise. Eine Ernhärung auf Basis von Nudeln und Kartoffeln käme billiger. ....
Die Menschen wollen Fleisch und das viel. Was bleibt einer Regierung anderes übrig. als Fleischproduktion zuzulassen, wenn weit über 90% der Bevölkerung die "Segnungen" der Massentierhaltung, nähmlich viel und billiges Fleisch, nutzt. Die Regierung kann ja nicht gegen das Volk regieren....
Dass dies die Massentierhaltung nicht bringt ist wohl jedem klar, der diese Zustände sich anschaut. Da muss man doch nicht fragen was sei Artgerecht.
Mich hindert nichts daran solange ich lebe daran zu arbeiten, dass das Verbraucherbewusstsein sich ändert und es zu einer Abkehr der Massentierhaltung kommt. Mag man mich und viele andere für realitätsfern halten, ich träume nicht davon, ich arbeite daran und das tun immer mehr.
ob du da etwas anderst glaube ich nicht. Die Tierutzung ist viel zu tief im Menschen verwurzelt....
Zur artgerchten Tierhaltung: Ein Tier, welches geboren wird um in möglicht kurzer Zeit mit möglichst wenig Futter möglichts viel Fleisch anzusetzen, kann in keiner Haltungsform artgerecht gehalten werden... Allein schon die Tatsache das es möglichst schnell geschlachtet werden soll ist ja schon nicht artgerecht...
Artgerechte Tierhaltung gibt es gar nicht, jedenfalls nicht bei Nuztieren.Kein Huhn käme artgerchter wWeise auf die Idee 250 Eier im Jahr zu legen, keine Kuh würd von sich aus 10000 Ltr m,ilch im Jahr geben.. Wie müssen zusehen das unsere Nutztiere, wenn wir sie dann nutzen wollen, so gehalten werden das sie sich wohlfühlen... Dazu braucht es Wissenschaft und keine Emotionen, weil: Tiere fühlen anders als Menschen.....
Willst du mir nun weissmachen, dass Tier keine Gefühle haben, nicht auch leiden, nicht auch fühlen, was mit ihren Geschwistern passiert, dass sie nicht auch den Geruch von Tod erfahren. Es mag sein, dass Tiere anderst fühlen, aber ich glaube eher in umgekehrten Sinne. Ihre Gefühlswelt und Orientierunswelt ist weit ausgeprägter als die des Menschen.
So wurden Sklaven früher gehalten, sie mussten sich wohlfühlen, damit sie möglichst lange für die Herren arbeiten konnten. Der einzige unterschied war sie wurden nicht getötet, nach dem sie nicht mehr von Nutzen waren, obwohl auch hier haben wir ja andere Beispiele aus den KZ's.
Solange Menschen so ein Denken haben und nicht erkennen was durch ihr Verhalten passiert, solange wird die Menschheit auch nicht zur Ruhe kommen, Ursache-Wirkung!
Und ewig grüßt das Murmeltier...
Vielleicht kann man ja mal daran arbeiten den Flesichverbrauch zu reduzieren.....
Eine vegane Gesellschaft wird für immer ein Taum bleiben, jedenfalls unter Menschen....
Ich war schockiert, habe mehrere Jahre kein Hühnerfleisch gegessen.
Aber wie der Mensch so ist-oder ich im speziellen-irgendwann habe ich diese schlimmen Erinnerungen verdrängt.
Aktuell habe ich genau diese Bilder wieder im Kopf: der Mensch vergißt nicht, er kann nur verdrängen.
Ich mache mich gerade ans Aufarbeiten.
Es wird uns ja von medizinischer Seite suggeriert, dass "helles Fleisch" (Geflügel), "gesünder" für uns sei als "rotes Fleisch".
Damit wurde die Nachfrage der Verbraucher für dieses "gesunde" Geflügelfleisch erhöht, ergo müssen mehr Tiere auf schnellstem Wege herangezüchtet, geschlachtet und in den Verkauf gebracht werden, um diese Nachfrage zu stillen-und das sowohl zum größten Profit für den "Produzenten", als auch für den "Verbraucher".
Ich bin der "Verbraucher", die Kette beginnt bei mir: Geflügelfleisch ist nur ein Beispiel.
Krankmachend sind sie i.d.R. durch zu häufigen und langanhaltenden Genuss, das Ergebnis sieht man ja, wenn man vor allem ältere Menschen zu den Ärzten laufen sieht und dort wieder ein Zustand durch Medikamente erreichend, der ihnen ein noch etwas längeres "Fleisch"-Leben erlaubt.
Man möge sich nur über die sogenannten Volkskrankheiten informieren. die kommen bestimmt nicht nur vom Rumsitzen.
Dein letzter Satz gefällt mir, klingt ähnlich wie "wir sind das Volk", hat doch was ansteckendes.
Einen qualifizierten Kommentar, der auch der Komplexität des Themas gerecht wird, gibt's von der Veganerin annekm (vom 10.12.2011 um 16:29 h):
http://www.utopia.de/gruppen/veganer-innen-167/diskussion/prof-campbells-china-study-vegan-macht-199085
Wie von mir schon häufig erwähnt, kenne ich einige ältere Menschen, die sich über Jahrzehnte Vegetarisch ernährt haben mit geringem Anteil an tierischen Produkten (Milch, Eier) und die nun wegen Mangelkrankheiten zum Arzt rennen.
Ich schließe mich Fredgar an, daß man das nicht so pauschal schreiben sollte.
Sonst wirft man in der Tat Futter für die Trolle in den Raum...das ist schade und fast ebenso ärgerlich, wie das was unser Ober-Troll (ich will jetzt keine Namen nennen ;-)) von sich gibt.
Rumsitzen ist dagegen tatsächlich vermutlich die Volkskrankheit Nr. 1....
Oft verliert man dann sich dann in Einzel-Diskussionen, die mit dem thema nichts mehr zu tun haben. das ist auch nicht der Sinn.
Verweise ich z.B. auf das Buch die China-Studie, die Umfassende Informationen wissenschaftlicher Art liefert, dann wird auch das von manchen Veganern negiert, man findet immer irgendwo etwas, was einem nicht passt.
Also sind solche Referenzen auch nicht immer allgemeintauglich.
Nehme es in kauf als nicht qualifizierter Kommentarschreiber betitelt zu werden. Was da so manchesmal in sogenannten qualifizierten Kommentaren, bzw. Referenzen zum Besten gegeben wird, da muss ich mich nicht zurückhalten .
Mich ärgert es einfach manchmal, wenn komplexe und nicht eindeutige Sachverhalte zu verkürzt oder einseitig wiedergegeben werden. Du schreibst in deinem letzten Kommentar ja selbst, dass "man findet immer irgendwo etwas, was einem nicht passt." Warum das so ist, liegt hier m.E. daran, dass es zuviel Für und Wider gibt, als dass man vereinfachte Schlüsse ziehen könnte.
Dass man sich häufig, wie du es schreibst, in Einzel-Diskussionen verliert, liegt u.a. auch eben an der Komplexität und Kontroversität der Themen.
Zum Thema China Study lässt sich das auch hier recht gut nachvollziehen, wie ich meine:
http://www.utopia.de/blog/veggie-tag/einfach-unserioes-der-ernaehrungscheck-mit-tim-maelzer-auf#comment-545953
wenn mein Kommentar zu pauschal war bezgl. der älteren Leute, dann war Dein Beispiel von einigen Vegetarier, die dauern zum Arzt rennen, eben auch einseitig. Statistisch gesehen sind vegetarisch, vorallem vegan lebende Menschen gesünder als der Durchschnitt.
Natürlich wenn darauf bestanden wird, finde ich bestimmt ein wissenschaftliches Statement, welches dies bestätigt.
Im Bevölkerungsdurchschnitt finden sich schließlich die Esser von Antiobiotika-Masthähnchen, fettigen Pommes, dicken Tierfabrik-Schnitzeln, viel Fett, viel Süßem, viel Fertig-Essen, viel Cola, Kaffe, Alkohol, Nikotin usw. Und das nicht nur ab und zu, sondern häufig tagtäglich.
Das alles fällt bei Vegetariern und Veganern weitgehend weg. Du sagst, dass vor allem vegan lebende Menschen gesünder leben als der Durchschnitt. Warum ist das so? Während manche Vegetarier (so wie ich früher) einfach das Fleisch weglassen, ohne sich dann allzu sehr um eine ausgewogene Ernährung zu kümmern, informieren sich Veganer im Vorfeld meistens sehr viel genauer und haben daher mehr Ahnung, wie sie sich ihr Essen gesund zusammenstellen.
Fazit: Die Erkenntnis, dass Vegetarier und Veganer gesünder leben als der Durchschnitt, ist eine Selbstverständlichkeit, und alles Andere hätte mich gewundert. Eine Aussage, dass Vegetarismus/Veganismus daher per se gesünder ist, gewinnt man dadurch nicht. Wir sollten uns da nichts vormachen.
Wohl lassen sich mit diesen Erkenntissen aber Vorurteile widerlegen, die immer noch behaupten, eine vegetarische Ernährung könne nicht gesund sein. Genau für solche Zwecke ist diese Untersuchung wiederum sehr brauchbar.
Für eine verwertbare Aussage zur gesündesten Ernährung bräuchte man eine Gegenüberstellung von sich bewusst ernährenden Gemischt-Essern, Vegetariern und Veganern.
Ja, das wünsche ich mir schon lange mal...
Wenn Leute -wie ich- mit Gemischt-Essern der FastFood-Fraktion in einen Topf geworfen werden, und dann den Vegetariern/Veganern gegenüber gestellt werden, dann kann nix gescheits dabei raus kommen.
Ich glaube, man kann erst dann richtige Aussagen treffen, wenn man eine Langzeitstudie macht, mit einer riesigen Anzahl Probanten, bei der akribisch notiert wird, wer was wann gegessen hat, wie er/sie sich bewegt hat, wie geschlafen, welchen Job gemacht u.s.w.
Nur, wer sich an einer solchen Studie beteiligt, stirbt vermutlich früher an Beobachtungs-Stress ;-)
Ich glaube, z.T. muß man sich auch davon trennen, daß man alles immer messen und benennen kann.
Wer sich wirklich vielseitig ernährt, kann schon keinen Mangel mehr erleiden...
Wenn man dann noch auf die wirklich bekannten Ausformungen ungesunden Verhaltens (Rauchen, Bewegungsmangel, übermäßiger Alkoholgenuss, massives Übergewicht, großer Stress) verzichtet, sollte schon weit auf der sicheren Seite sein.
Was anderes ist natürlich noch die ethische und nachhaltige Seite des Verhaltens.
Das Geschriebene bezieht sich jetzt nur mal auf die gesundheitlichen Aspekte.
Ich denke, jeder Schritt jedes einzelnen Menschen, sich Gedanken über seine Ernährungsweise-und im allgemeinen seiner nachhaltigen Lebensweise- zu machen, ist ein Schritt nach vorne.
Ab und an Fleisch zu essen, ist bestimmt nicht ungesund für den menschlichen Körper: genausowenig, wie sich vegan zu ernähren, wenn man sich darüber informiert, welche Mangelerscheinungen auftreten könnten-und dem entsprechend vorbeugt.
Wir diskutieren diese Themen hier auf einem hohen Niveau: dementsprechend sollten wir aber auch unseren Intellekt dafür verwenden, andere Menschen für diese Themen zu sensibilisieren, denen diese Diskussionen "zu abgehoben" erscheinen.
Maria_L hat es im letzten Kommentar schon richtig beschrieben, es sind viele Faktoren zu bewerten, um den "gesunden" Menschen zu definieren, ergo auch seine Ernährung.
Ob der Mensch gesund ist, ein ganzes Leben lang, hängt nicht nur von der Ernährung ab, aber es ist sicherlich ein gewichtiger Teil davon.
Dass bei einer möglichst natürlichen vollwertigen Ernährung die Vorraussetzungen dafür am Grössten sind, dürfte wohl nicht bestritten werden.
Dass bei dieser Art von Ernährung auch ein Anteil Fleisch/Milch (hier setze ich aber eine gute Bio-Erzeugung vorraus), den Menschen nicht krank macht, würde ich auch unterstreichen.
Dass es immer mehr Gesundheitsstudien gibt, bzw. in der Öffentlichkeit kusieren, die sich der Gesundheit wegen gegen den grossen Verbrauch von Fleisch/Milch aussprechen, dürfte auch kein Geheimnis sein und muss nicht immer mit den entspr. Studien belegt werden. Informationen dieser Art haben vorallem in den letzten Jahren zugenommen.
Stellt sich wiedermal die Frage, ob der Mensch (nehmen wir der einfachheithalber unsern mittel-europäischen/USA-Typ) Fleisch/Milch Produkte zur Gesunderhaltung benötigt.
Haben wir ja schon oft diskutiert hier bei Utopia, zuletzt auch bei der B12-Diskussion.
Soweit mir bekannt ist das B12 auch das Einzige, welches da wissenschaftlich noch starke Kontroversen hervorruft, alle anderen Vitamine und Mineralien sind über nichttierische Produkte verfügbar. Dass B12 (das aktive B12) auch über Supplemente verfügbar ist und genauso gut wirkt wie über die Einnahme durch Fleisch/Milch wird wie die bisherigen Diskussionen zeigen kontrovers geführt.
Den Beweis, ohne Fleisch/Milch gesund zu leben haben viele vegan lebende Menschen erbracht. Dass diese auch krank werden können, hängt wie oben geschrieben ja nicht nur von der Ernährung ab. Keine Regel ohne Ausnahme. Auch unter vegan lebenden Menschen gibt es welche, die sich einseitig und deshalb nicht gesund ernähren, bzw. die auf grund anderer Faktoren krank werden.
Auch wenn ich der Meinung bin, dass es ohne Fleisch/Milch wunderbar geht, würde ich, wäre die Gesundheit das einzige Kriterium dafür oder dagegen zu sein, mir dazu nicht soviele Gedanken machen.
Aber es gibt eben noch die anderen, für mich wichtigeren Themen, die Umwelt und die Ethik.
Ich bezeichne dies immer als Drei-Säulen-Modell (Ethik, Gesundheit,Umwelt).
Und somit kommen eben noch zwei weitere gewichtige Aspekte gegen Fleisch/Milch dazu. Für mich schwerwiegender, da durch die Massentierhaltung und natürlich auch die konventionelle Landwirtschaft die Umwelt auf vielerlei Art geschädigt (Thema Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft/Ernährungsgrundlage für die Menschheit insgesamt) wird und das Töten von anderem Leben (Mensch wie Tier) für den Menschen keine ethische Grundlage ist.
Gut diese beiden Themen sind hier jetzt nicht im Fokus dieses Threads. Umweltaspekt diesbezüglich sind sicherlich noch weniger umstritten als das Thema Gesundheit, die Ethik, nun ja da steht man wissenschaftlich ohnehin aud verlorenem Boden und bleibt im Glaubensfeld hängen.
Maria_L, irgendwie bist du meiner Frage, die ich in einer der letzten Diskussionen an Dich gestellt habe, die Antwort schuldig geblieben (oder habe ich das übersehen).
Du bist doch auch gegen Massentierhaltung (soweit glaube ich dich verstanden zu haben), gleichzeitig aber für eine Bio-Haltung.
Die Frage, selbst unter minimalen Verbrauch von BIO-Fleisch/Milch, wie stellst du Dir dies umgesetzt z.B. in D vor, um den dann doch immer noch grossen Bedarf für die Bevölkerung zu decken, mehr Bauernhöfe, die so wirtschaften. wieviel müsste es dann geben? Die bisherige anzahl könnte da ja nicht schaffen, ohne nicht auch wieder in Richtung Massentierhaltung zu kommen.
Also gehts oder gehts nicht?
Natürlich bin ich gegen Massentierhaltung und für eine sorgfältige Weidetierhaltung auf Bio-Höfen.
Das dürfte Dir nicht neu sein ;-)
Die bisherige Anzahl an kleinen Bio-Betrieben kann es nicht schaffen.
Zwischen den Zahlen bei uns (etwas über 5% Biodeckung und 20% in AT bzw.über 50% in Graubünden ) ist ja auch noch Luft
Wir haben doch kürzlich schon mal das Thema gehabt, was möglich sein könnte und was nicht.
Hatten wir uns da nicht drauf geeinigt, daß wir beide Visionen nachjagen, die bislang nicht verwirklicht sind?
Du im Vegan-Bereich, ich im Bio-Klein-Klein?
Ich habe jetzt keine Zeit rauszusuchen, wo das war.
Vielleicht weißt Du es ja noch.
Ich könnte jetzt zum gefühlten 100. Male den Link auf Food Crash einstellen, das Buch, wo dar gelegt ist, warum es nur mit Bio und ohne Großindustrialisierung der LW geht.
Aber bitte einfach mal selbst suchen.
Es ist ja nicht meine Erfindung, daß es gehen müßte.
Aber bevor es nicht alle machen, wird keiner im Detail wissen, ob es geht und welche Auswirkungen es hat.
Wir haben momentan Probleme in der LW, dagegen ist unsere Diskussion eine Luxus-Diskussion.
Stichwort Energiepflanzen, Massenanbau, Pestizidverseuchung, zu hohe Pachtpreise, die den kleinen Lebensmittel-LW das Wasser abdrehen, egal ob Acker oder Tierhaltung, egal ob Bio oder konventionell.
Das ist mit ein Grund, warum momentan ehr Bio-Betriebe aufgeben, als zu wachsen.
Von diesen Problemen hat vor 5 Jahren noch keiner was gewußt (oder sind's 7-10 Jare ? Nagelt mich bitte nicht drauf fest).
Wie soll jemand genau prognostizieren können, was in 5-10 Jahren möglich ist und was nicht?
Lieber konzentriere ich mich auf das, was ich für richtig halte -ob Möglich oder nicht- und setze das in meinem Leben um.
Ich denke, Du machst das genauso und so ist es auch richtig...
Noch zum Aspekt "Ethik": Da es (nach derzeitigem Stand der Dinge) so aussieht, als könne der Mensch nicht genug Vitamin B12 aus pflanzlicher Nahrung auf natürlichem Weg aufnehmen, ist es ethisch absolut vertretbar und konsequent, tierische Produkte (in entsprechender Menge, aus entsprechener Haltung und Fütterung, möglichst regionaler Herkunft usw.) zu sich zu nehmen.
Die heutigen Durchschnittsmengen kann man natürlich nicht in Bio- und Nachhaltig produzieren.
http://www.gruene-bundestag.de/news/termin/veranstaltung/fuer-eine-neue-haltung-fleisch-in-massen-statt-massen.html
Satte Menschen hungrig machen!
Und das Ganze wird nur aus einem einzigen Grund gemacht.
Möglichst viel Geld verdienen.
Und da werden eben die "Nutztiere" maximal ausgenutzt.
Bin ich froh, das meine Freundin und ich unseren Traumgarten haben. Dort werden wir dann, sobald es und möglich ist auch Hühner und Wollkaninchen halten.
"Lieber konzentriere ich mich auf das, was ich für richtig halte -ob Möglich oder nicht- und setze das in meinem Leben um."
Genau unser Motto!
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es selber.
Werbung hat schließlich nichts mit Moral und Ethik zu tun. was Verkauft werden muss wohl verkauft werden, damit das Wirtschaftswachstum nicht versiege.
Viel mehr interessiert mich die Frage : welche Existenzen hinter diesem Massentierzuchtswahn stehen. Wie geht es dem Bauern, der 100 ha Land gepachtet hat um Futtermais anzubauen, bei der Bank einen Kredit laufen hat für seine Maschinen und ob der Last keine Luft zum Atmen hat.
Wir hatten gestern einen interessanten Besuch bei uns. Ein Cousin meiner Frau kam um unseren Hof zu besichtigen. Er selbst hat einen Hof von etwa 60 ha und betreibt Milchwirtschaft. Den Hof hat er bereits an seinen Neffen übergeben. Bei der Frage um die Größe unseres Hofes, konnte er bei ca. 1 ha ein Schmunzeln nicht ganz verbergen. Bei der Geländebesichtigung blieb ihm allerdings der Mund offen stehen, als er die Vielfalt unsereres Gemüses sah. Da war ihm auch klar, wie es denn möglich ist, sich von einem ha Land selbst zu versorgen.
Warum ich das erzähle?
Ich denke, dass es wichtig ist herauszufinden wie ein Großteil der Bauern denkt, was sie wissen oder auch nicht um dann mit ihnen auf dieser Ebene zu Kommunizieren.
Natürlich ist auch die Konsumentenseite aufgerufen ihren Teil beitzutragen, aber die empfinde ich noch träger als die Bauern :-)
Tja, vermutlich hat er im Kopf schnell gegen gerechnet, daß er 59 von seinen 60 Ha nur bewirtschaftet, um seine Maschinenkredite zu bedienen.
Wäre ja interessant wenn er morgen zur Bank geht und seine Kredite kündig mit der Begründung: " 1 ha reicht um 25 verschiedene Tomaten zu ziehen". Die Bank würde sicher bereitwillig einnicken und den 250.000 Eur. Kredit für den Traktor stornieren. Für den 2 Jährigen bekommt man sicher noch 70.000 Eur.
Dann kann er die Kredite bedienen und vielleicht noch nett leben und sich weitgehend selbst versorgen.
Naja, wir spotten hier. Ich denke, wenn man voll drinnen hängt und davon lebeb muß, ist es gar nicht so lustig.
Welchen 2-jährigen meinst Du? Trecker?
bitte hier ein link mit Kurzfassung und den jeweiligen Quellen:
http://www.provegan.info/fileadmin/img/pdf/studien-vegan.pdf
Habe leider kaum welche gefunden, die das Gegenteil belegen, aber wird es sicher auch geben.
Daraus folgt aber für mich nicht, daß vollständiger Verzicht auf tierische Produkte die beste Ernährungsform ist.
Es ist nur schwierig, einen Finnen und einen Griechen auf ihren Milchkonsum zu reduzieren.
Es gibt nun mal noch ein paar weitere Unterschiede...
Z.B, müßten die Vergleichsgruppen gleich viel Alkohol und Olivenöl sowie Sonne und Stress konsumieren.
Eine Langzeitstudie über die Gesundheit von Veganern wäre auch mal interessant.
http://www.youtube.com/watch?v=gcL6BAZGcZE
Ich denke, und Du weisst das auch, dass man die Motivation für eine vegane Ernährungsform nicht nur auf die Gesundheit reduzieren kann, sondern auch die anderen Kriterien wie Ethik und Umwelt einzubeziehen wird.
Fakt aber ist,dass es genügend Indizien gibt, die bei einem Verzicht auf tierische Produkte eben seltener an den "Ziviliasationskrankheiten leiden. Dies, meine ich,sollte doch zu bedenken geben und auch mal aktzepiert werden. Alle bisherigen Studien sagen ja nicht aus, dass bei veganer Ernährung diese Krankheiten generell nicht auftreten, sondern signifikant SELTENER.
Es schliesst ja nicht aus, dass z.B. Deine spezielle Ernährungsform als Mischköstlerin Dir diese Krankheiten auch nicht beschert,
Wir als Männer in den älteren Semestern, Gerfi, können uns schon mit sparsamer Supplementierung ohne Nachteile vegan ernähren Aber das für alle auch für Jugendliche und junge Fauen zu fordern, birgt viel zu viele gesundheitliche Risiken.
Und Männer in unseren Alter, Gerfi , essen Fleisch weil es lecker ist, nicht alle, aber die allermeisten.