Dazu hier im Link ein interessanter Vortrag von Peter Arras vom
AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK auf der Veggieworld 2012 in Wiesbaden mit ihrer revolutionären Innovation zur Nährstoffproduktion.
Die Ansätze, die er beschreibt und die Millionen von Jahren schon durch Microben vorexiziert werden, bzw. durch Tierarten, die sich durch die Zelluose-Synthetisierung in Proteine ernähren, z.B. Ameisen, sind auch seiner Meinung nach für die globale Ernährung von Menschen möglich.
Diese Synthetisierung mit unserer Hoch-Biologie-Technik wäre kein Problem ( hiermal ein Segen für die Menschheit).
Die Abkehr der tierischen Landwirtschaft könnte für alle, vorallem eben auch für die Agrar/Landwirtschaft eine neue Zukunft bedeuten.
Hört Euch bitte diese 45 Minuten ganz an, da werden viele Fragen beantwortet, die man mal zwischendrin schnell auf der Zunge hat. Leider ist die aufzeichnung nicht gerade in optimaler Ton-Qualität.
Es gibt Lösungen, machbare lösungen, aber sie müssen jetzt angepackt werden, damit wir in 10-15 Jahren damit voll durchstarten können.
Diese Strategie ist noch revolutionärer als alle Techniken zuvor. Sie kann das Überleben auf diesem Planeten sichern.
Deshalb sollten vorallem Entscheidungsträger in Wissenschaft und Politik sich endlich mal damit stärker auseinandersetzen. Sie haben eine Verantwortung, die Agrar-Multis haben sie nicht.
Deshalb Druck machen, darüber diskutieren, nicht ewig der Vergangenheit, dem Gewohnten nachhängen. so gewinnt man keine Zukunft.
Hier der Beitrag:
Gesunde Nahrung aus Mikropower - kein Nahrungsmittel ist ethischer


Kommentare (9)
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gibts da auch Info dazu als PDF?
Ich kann nur schwer Videos anschauen mit meiner Leitung und ich mag es auch nicht, weil man nicht vorab querlesen kann.
http://www.akt-mitweltethik.de/Texte/manuskripts/HGGVortrag2011.pdf
Oh, und zum Schluss benötigt er auch nur einen siebenstelligen Geldbetrag für sein Projekt...
Was aber immer wieder auffällt: Fußballfeld-Vergleiche und nichtmetrische Einheiten wie Hektar tragen nicht wirklich zur besseren Vorstellungskraft bei. Oder bin ich da schon wieder zu stark vernaturwissenschaftlicht?
Was ist eigentlich so wertvoll an Traditionen, gerade im Ernährungssektor. Wenn man feststellt, dass die Menschheit über kurz oder lang (was sind schon 50 Jahre) sich so nicht mehr ernähren kann, muss man doch andere Wege einschlagen.
Dieser Weg ist eine Möglichkeit, sage ja nicht der Einzige.
Und wenn man überlegt, dass jährlich zig-Milliarden von der EU als Agrar-Subvention herausgeschleudert werden, was sind da ein paar Millionen Investition in so ein Projekt.
Ja wie soll man Grössenordnungen den Vergleichen als eben auch plakative, klar da gibt es noch Verbesserungsbedarf. Kann mir aber vorstellen, dass Vergleiche dieser Art (Fussballfelder) besser im Gedächnis bleiben als km².
Es ging mir auch nicht darum, dass Traditionen wertvoll sind oder nicht. Es geht vielmehr darum, dass man Traditionen nur sehr schwer bekämpfen kann. Religion ist auch eine Art von Tradition und schau dir den Nahen und Mittleren Osten an, in Afrika sieht es auch nicht viel besser aus. Selbst Europa hängt (mehr oder weniger zu Recht) noch an christlichen Traditionen.
Unter einem Quadratkilometer kann ich mir eher was vorstellen als unter einem Hektar, den ich im Kopf erst umrechnen muss (100m x 100m) oder eine so tolle Maßeinheit wie "Fußballfeld", das per definitionem zwischen 45m x 90m (4050m²) und 90m x 120m (10800m²) schwankt - und damit grob von 0,4 bis 1ha oder von 5000 bis 13.000 square yard, um in der Sprache der Erfinder des Sports zu bleiben. Vielleicht kann auch jemand mit grob ein bis zwei Acre mehr anfangen? Aber ich glaube, das führt uns jetzt zu weit vom Thema weg.
<.. Gehen wir wirklich davon aus, dass Traditionen und Werte über den Haufen geworfen werden, "nur" weil jetzt plötzlich genug Nahrung vorhanden sei?..>
reflektiert.
Zu Deinem zweiten Absatz stimme ich voll überein.
Wissenschaftlich und mathematisch natürlich vollkommen korrekt, die alten Masse sollte man endlichmal begraben
Klingt natürlich interessant. (Vor allem das Argument, daß die armen Bauern nicht mehr 7 Tage u.s.w. arbeiten müssen).
Und natürlich auch die Vorstellung, daß die Flächen, auf denen die Zellulose gewonnen wird, wesentlich biodiverser sind, als ein vergleichbarer Acker bzw. die Verfütterung des Ackers.
Was mir aufstößt, ist diese Vorstellung:
"Riesige Silos bzw. Tanks werden mit Wasser gefüllt, das mit geeigneten Mikroorganismen geimpft wird und das zu Beginn des Produktionsprozesses mit Wärme, mit je nach Mikrobenart geeigneten Gasgemischen sowie Mineralien und Spurenelementen versorgt und elektronisch überwacht wird."
Zum einen glaube ich nicht daran, daß die Vielfalt unserer Nahrungsmittel synthetisch nachgebaut werden kann und der Körper nicht von irgendwelchen Stoffen zu viel oder zu wenig bekommt.
Zum anderen wird es die gleichen Hygiene-Probleme geben, wie bei Massentierhaltung ect. auch, wenn es in solchen Dimmensionen angedacht wird.
Warum nicht den kleinen Hausfermentierer?
Neu ist das ja eh nicht. Es gibt Joghurt, es gibt Sauerkraut und sonstige süß-saure Vergärung.
Neu ist höchstens, daß Proteine entstehen.
Warum sind Stiftungen im 7-stelligen Bereich notwendig?.
Soll er doch einfach mal mit ein paar Interessierten vom Fach in Vorleistung gehen, solche Produkte herstellen, auf Unbedenklichkeit testen lassen.
Natürlich braucht er dazu finanzielle Unterstützung.
Die gibt es in der Regel aber auch...vor allem, wenn es sich um ein Projekt der Biotechnologie handelt.
Nur am Rande: was hat's eigentlich damit auf sich:
"Nach 15 Jahren in Karlsruhe hat die AKTgGmbH ihren Sitz im Juli 2004 nach Biedesheim verlegt, wo sie eine hochmoderne Tierhaltung und u.a. eine Tropenhalle für Exoten und Reptilien betreibt."
Ich denke, es geht um Tierrechte?
Logischerweise muss man im Kleinen experimentieren, dazu gibt es ja schon eine Versuchsanlage.
Viel interessanter ist dann wirklich, wie die Umsetzung als Nahrungsmittel funktioniert.
Ich wünsche mir keinen Pharma- oder Nahrungsmittelkonzern, der da einsteigt oder es sponsert. Du weisst, die haben nicht grade ethische Vorstellungen.
Ich möchte auch keine Windkrafträder vor dem Haus, aber möglicherweise sichern sie unsere Energie. Dass es irgendwann dann mal solche Fabriken gibt, würde mich jetzt nicht stören. Deine Angst, was damit wieder alles angerichtet werden kann, hätte ich die, würde ich sowieso nur noch eigenes Produziertes essen.
Wenn man niemand mehr traut und nur noch Gefahren sieht, das ist jetzt nicht mein Ding, eben blauäugig (weiss, blöder Begriff, zumal ich braune augen habe).
Das mit der exotischen Tierhaltung, ich weiss auch nicht, so'ne Art gut Aiderbichl. Soll man die Tiere töten?
Viel grausamer finde ich, dass es so eine Haltung exotischer Tiere durch Privatpersonen überhaupt erlaubt ist.
Er soll bei der EU nach Fördergeldern fragen, statt Sponsoren suchen für einen 7-stelligen Betrag.
Weil wenn er da jemanden findet, dann sicher nur die großen Pharma- oder Nahrungsmittelkonzerne.
Wobei: Wenn an der Sache was dran ist, dann machen die das selbst und er ist weg vom Fenster.
Für sowas würde Monsanto sicher auch noch das Geschäftsfeld erweitern, weil es sich ja auch so wunderbar mit Gentechnisch veränderten Mikroben experimentieren läßt.
OK, das scheint so eine Art Gnadenhof für Reptilien zu sein.
Macht Sinn.