Ist der deutsche Ausstieg aus der Kernenergie ein Sonderweg oder ein Vorbild für alle Länder, die nach Fukushima zu einer Neubewertung von Kosten und Risiken des Atomstroms gelangt sind? Deutschland befindet sich in einer einmaligen Schlüsselrolle, um zu demonstrieren: ein geordneter Umstieg in ein klimaverträgliches Energiesystem ohne Atomstrom erbringt ökonomisch-gesellschaftliche Vorteile – wenn denn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Der angebliche deutsche Sonderweg kann zur Startrampe für den weltweiten ökologischen Umbau des Energiesystems werden; Fukushima kann einen klugen weltweiten Dominoeffekt hin zum Ausbau erneuerbarer Energien auslösen. Der Weg in die Atomstromkrise und die Option für einen internationalen Umstieg bzw. die Wende hin zu einer Effizienzwirtschaft wird ausgeleuchtet. Die enorme Unterversicherung der Atomkraftwerke wird als Gauklertrick entlarvt. Ohne künstliche Verbilligung beim Atomstrom bedarf es auch keiner Subventionierung erneuerbarer Energie.

Veranstaltungsdetails:
Zeit: Donnerstag, 7. Juni 2012, um 17.00 Uhr
Ort: Humboldt-Viadrina School of Governance, Wilhelmstraße 67, Berlin
Anmeldung: bis zum 31. Mai 2012
Kontakt:
jana.rasch(at)wupperinst.org
Weitere Infos:
www.wupperinst.org