Ich bin aktive Tierschützerin, gehe jetzt wieder für 1 Jahr nach Mexiko, um den Straßenhunden zu helfen (www.mexikoprojekt.de), lebe seit 22,5 Jahren vegetarisch und seit 3,5 Jahren lebe ich vegan. D.h. ich esse und benutze nichts, das tierischen Ursprungs ist oder tierische Substanzen enthält.
Ich habe eine Katze, die Fleisch frisst und wir hatten einen Hund, der vegetarisch lebte. So viel vorab.
Irgendwann hat mal irgendjemand Tiere in verschiedene Kategorien eingeteilt:
Versuchstiere, Nutztiere, Haustiere, Pelzzuchttiere, etc. Und entsprechend ihrer Deklaration wird diesen Tieren Lebensrecht und Empfindung abgesprochen.
Ein Tier der Kategorie „Haustier“ wird gepflegt, gefüttert, zum Tierarzt gebracht. Und jeder, der ihm Schmerzen zufügt, wird als Tierquäler betrachtet. „Der arme Hund muss die ganze Zeit in einem Zwinger leben.“ „Natürlich hat meine Katze Gefühle!“. Wenn einer seine Katze oder seinen Hund schlachtet, wird dieser sicher als Tierquäler angeprangert. MAN DARF DOCH KEINEN HUND ESSEN!!!!!!!
Ein Schwein hat die gleichen Empfindungen wie ein Hund oder eine Katze. Es fühlt Schmerz, es braucht Zuneigung, es empfindet Freude und Leid und Angst. Wissenschaftlich belegt - von NICHT-VEGETARIERN - ist das Bewusstsein eines Schweins identisch dem eines dreijährigen Kindes. Das bedeutet die Wahrnehmung als „ICH“ ist vorhanden und ebenso die Fähigkeit, Schlüsse zu ziehen.
Weil das Schwein aber zur Kategorie „Nutztier“ gehört, wird ihm jede Lebensberechtigung und Empfindung abgesprochen. Die grausigsten Qualen vom Moment seiner Geburt bis zum Augenblick seines Todes werden ihm zugemutet - IST JA NUR EIN SCHWEIN.
Menschen, die Tiere lieben, schütteln entsetzt die Köpfe, wenn sie mitbekommen, wie 4-6 Wochen alte Hunde- oder Katzenwelpen von ihren Müttern getrennt und vermittelt werden. DIE BRAUCHEN DOCH NOCH IHRE MUTTER. DIE SIND DOCH NOCH VIIIIEEEL ZU KLEIN.
Wenn man ein Kälbchen gleich nach seiner Geburt in eine separate Box sperrt, es nicht ein einziges Mal die Chance bekommt, von seiner Mutter geleckt zu werden, an ihr zu säugen, es stattdessen entweder mit anderen Jungtieren oder in einer Isolierbox alleine steht und mit einer stark gesalzenen Lösung getränkt wird - da ruft keiner: DAS BRAUCHT DOCH SEINE MUTTER, ES IST DOCH NOCH VIEL ZU KLEIN.
Der Grund ist sicherlich nicht der, dass man Kühen Intelligenz und Emotionsfähigkeit abspricht, denn jeder, der mal dabei war, weiß, dass sowohl Kalb als auch Kuh die ersten Tage ununterbrochen nacheinander schreien. Deswegen kommen die Kälbchen ja auch oft in die Plastikboxen woanders hin, damit das Rufen nicht so lange dauert.
Es gibt noch Tausende von Beispielen dieser Art.
Was unterscheidet Schweine, Kühe, Gänse, Hühner, Truthähne „Wild“, Schafe etc. von Hund und Katz und Zwergkaninchen?
Alle fühlen Schmerz. Alle fühlen Angst, Freude, Trauer. Alle haben ein gewisses Maß an Intelligenz und Liebesfähigkeit.
Nur die Kategorie, in die das Tier eingeteilt wurde, macht die Grausamkeit, die man an einem Tier begeht, zu etwas, was in Ordnung ist, oder etwas, was Tierquälerei ist.
Aber ist es deswegen wirklich richtig? Ist es deswegen wirklich in Ordnung?
In Afrika ist es für die Menschen total in Ordnung, ihren Töchtern die Klitoris und Schamlippen abzuschneiden. Mütter führen ihre Töchter zu diesem grausigen Ritual wie sie von ihren Müttern gebracht wurden. Sie haben keinerlei Schuldgefühl, stellen dieses Ritual nicht in Frage. Es war schon immer so - sie kennen es ja nicht anders. Ist es deswegen richtig?
In vielen Ländern der Welt sind Frauen Menschen 2. Klasse. Sie zu steinigen, wenn sie vergewaltigt wurden, sie zu verbrennen, wenn ihr Mann gestorben ist, sie gleich nach der Geburt zu töten - all dies ist für die Menschen, die in dieser Kultur leben, ganz normal, ganz selbstverständlich. Ist es deswegen richtig?
Irgendwann einmal kam ein Mann und sagte: Juden sind Untermenschen. Und schwups, hat ein ganzes Volk mitgemacht. Jüdische Säuglinge wurden in die Luft geschleudert und abgeschossen. TONTAUBENSCHIESSEN auf andere Art. Die jüdischen Menschen waren plötzlich keine Menschen mehr und sie zu enteignen, zu berauben, zu foltern und umzubringen war plötzlich berechtigt. War das richtig?
Jede Kultur hat ihre Normen und Werte, die die meisten in dieser Kultur Lebenden annehmen und als richtig bezeichnen. Und vielleicht schütteln andere Kulturen darüber den Kopf, weil sie sehen, dass diese Normen und Werte nicht richtig sind und stattdessen Leid, Qual und Ungerechtigkeit produzieren.
Tatsache ist, kein Mensch hat das Recht, einem anderen Lebewesen Lebensrecht abzusprechen. Nur weil irgendeiner irgendwann einmal Kategorien aufgestellt hat, ist das noch lange nicht richtig.
Wir alle - jeder von uns - sind selbst verantwortlich für das, was wir tun. Wir können und sollten uns immer - egal worum es geht - fragen, ob das woran wir glauben, auch ethisch und moralisch richtig ist, oder ob wir es uns nur einfach machen und unsere Verantwortung abgeben, weil wir von diesem Unrecht profitieren.
Tatsächlich ist nicht ausgeschlossen, dass ein Fleischesser Tiere liebt, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein Fleischesser nur bestimmte Tiere liebt und ganz klar Unterschiede macht.
Ich kann verstehen, dass Fleisch essende „Tierschützer“ sich angegriffen fühlen, wenn sie ihre Liebe zu Tieren oder gar ihr aktives Handel, um Tieren zu helfen, abgewertet bekommen, weil sie Tiere essen.
Das will ich hier nicht tun. Jeder, der einem Tier hilft, – egal, ob es ein Hund oder ein Katze ist, ob er im Tierheim mitarbeitet oder für Tiere spendet - tut diesem Tier etwas Gutes.
Aber trotzdem kann man nicht verleugnen oder beschönigen, dass dieser Tierschützer jedes Mal, wenn er in ein Stück Fleisch oder Wurst beißt oder in eine Lederjacke oder einen Pelzmantel schlüpft, verantwortlich ist für die unermessliche Grausamkeit, die ein empfindsames Lebewesen erdulden musste. Diesem Tier tut er nichts Gutes. Im Gegenteil.
Denn egal, wie weit entfernt das Schlachthaus ist, die Pelzfarm, nur wenn es Abnehmer gibt, wird das Massaker weitergehen.
Je mehr Menschen sagen: JEDES TIER VERDIENT MITGEFÜHL UND HAT EINE EXISTENZBERECHTIGUNG, JEDE GRAUSAUMKEIT AN FÜHLENDEN WESEN IST UNRECHT UND ICH WILL NICHT MEHR VERANTWORTLICH SEIN FÜR DAS LEID, DAS ANDEREN FÜHLENDEN WESEN ZUGEFÜGT WIRD, desto geringer wird die Nachfrage nach Lebensmitteln tierischen Ursprungs und desto erfolgloser die Industrie mit lebenden, fühlenden Wesen.
Ich kann nicht verstehen, wie man sagt, man liebt Tiere, wie man aufschreit und Petitionen unterzeichnet, die zur Beendigung von Walschlachten, Robbenschlachten, Tierversuchen dienen, wie man sich über Stierkämpfe, Schlittenhunderennen aufregt, die Asiaten verurteilt, weil sie Affenhirne, Hunde und Katzen essen, und selbst aber kleine Kälber isst, kleine Schweine, kleine Lämmer etc.
Ich kann wohl niemals begreifen, wie Menschen auf Tierkommunikationsseminare gehen, um zu lernen, mit Tieren zu kommunizieren, völlig überwältigt sind über ihre Erfahrung, mit ihrem „Rex“ oder ihrer „Susi“ sprechen zu können, erkennen, dass JEDES TIER in der Lage ist, mit ihnen zu kommunizieren, und dann in der Pause oder nach dem Seminar nach Hause gehen und sich ein Steak oder Schnitzel reinschieben. Ich bezweifle, dass das Tier - hätte es die Gelegenheit gehabt - gesagt hätte: „Ich finde es schön, dass ich seit Geburt gequält wurde und nun umgebracht werde, damit du mich essen kannst.“ Für mich wird dies immer absurd und unbegreiflich sein.
Zum Schluss noch 3 Anmerkungen:
Ich kenne viele Menschen, die von Geburt an vegetarisch leben - alle sind gesund. Es gibt keine Mangelerscheinungen. Sie gehen oder gingen aufs Gymnasium - d.h. das Hirn funktioniert auch ohne Fleisch prima - und sie sind weder blass noch gebrechlich. Und das obwohl – oder gerade weil – sie auf tierische Nahrungsmittel verzichten.
Obwohl ich Veganerin bin, tendiere ich eher zu Über- als Untergewicht. Und ich ernähre mich nicht nur von Gemüse. Mit Tofu, Soja Getreide und Gemüse kann ich sehr abwechslungsreich und vielfältig kochen. Ich kann alle tierischen Produkte mit pflanzlichen Produkten ersetzen. Ich zaubere ein veganes „Steak“ oder eine vegane „Schwarzwälder-Kirsch-Torte“, die jeder Fleischesser mit Begeisterung isst.
Und klar gibt es Lebewesen, die Fleisch essen. Raubtiere nennt man sie. Und klar, wir können Fleisch essen. Aber wir brauchen es nicht und wir können darauf verzichten und wenn wir die Wahl haben, uns so zu ernähren, dass wir dabei weder einem anderen Lebewesen noch uns selbst schaden - warum sollten wir das dann nicht tun?


Kommentare (87)
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Wenn ich in der freien Natur leben würde, müsste ich wohl auch manchmal Fleisch essen, um nicht zu verhungern, wenn es nicht genügend pflanzliche Nahrung gäbe. Aber auch da würde es einen geringen Stellenwert einnehmen. Und ich stünde auch auf dem Speiseplan. Es wäre alles im Einklang. Aber in unserer Zivilisation brauche ich kein Fleisch (und auch keine Milchprodukte), wieso sollte ich mir also mehr nehmen als ich brauche? Ich bin ein Mensch zu viel, so wie jeder ein Mensch zu viel sein könnte bei sechs Milliarden, die einfach eine große Herausforderung an die Kapazität unserer Erde stellen, deswegen versuche ich so, dafür zu sorgen, dass ich meine Umwelt nicht unnötig belaste und für mich ist dieser Weg ein sehr effektiver. Für mich stellt auch diese Lebensweise eine sehr genussvolle dar.
Im Rahmen dessen was möglich ist, nimmt sich in der Natur jedes Lebewense so viel wie möglich ist und nicht nur das, was es braucht. Das was das Lebewesen braucht wird durch die Umwelt determiniert, verschiedene Pflanzen haben einen unterschiedlichen Anspruch an den Nährstoffgehalt oder andere Bedingungen. Die Kombination dieser Bedingungen determiniert das Artvorkommen.
Ein weiteres Indiz für die Theorie, dass sich Lebewesen so viel nehmen wie möglich ist die Limitierung von Nährstoffen. Nährstoffe werden von Lebewesen gehütet wie nichts anderes (außer vlt dem Nachwuchs...). Viele pflanzliche Ökosysteme weißen beispielsweise einen Stickstoffmangel auf. Aufgrund der evolutionören Prozesse haben sich dann also Mechanismen in beinahe allen Pflanzen entwickelt, die die Stickstoffaufnahme perfektionieren, die Stickstoffhaltevermögen auf ein Maximum legen und den Verlust so gering wie möglich zu halten. Sobald Stickstoff im Boden vorhanden ist, treten alle Pflanzen des Standortes darum in Kokurrenz, die sogar bis zum Tot führen kann, wenn eine Art der anderen derart unterlegen ist.
Und das ist nur ein kleiner Auszug... ;)
Über das unbekannte Leben der "Nutztiere" kann man auf http://www.goveggie.de (unter dem Punkt "Tiere") mehr erfahren. Wie ich finde, ein guter Einstieg an die Annährung der bislang als Produkt verurteilten Lebewesen.
Auch danke, daß Du Tiere nicht als Menschen siehst, was häufig getan wird.
ICH DANKE DIR SEHR.
Dagmar SamtNierchen
Und wenn wir schon dabei sind, wäre auch noch erwähnenswert, dass wir durch unseren Fleischkonsum nicht nur die Tiere quälen. Wir quälen uns auch selbst.
Es ist schon lange wissenschaftlich belegt, dass eine Vielzahl von Krankheiten durch den Fleischverzehr hervorgerufen wird, darunter verschiedene Krebsarten, die uns keineswegs aus heiterem Himmel befallen.
Die Massentierhaltung ist auch die Ursache für die Ausbrüche der Schweingrippe, der Vogelgrippe, des Rinderwahns, des Q-Fiebers bei Ziegen usw.
Antibiotika resistente Erkrankungen wie MRSA, die bei uns auf dem Vormarsch sind, werden ganz speziell durch die hohen Antibiotikagaben in der Massentierhaltung verursacht. (Im Durchschnitt wurden in jedem vierten Schweinezuchtbetrieb in der EU verschiedene Arten von MRSA-Stämmen festgestellt).
Eine kürzlich von Wissenschaftlern der Weltbank durchgeführte Studie kam zum Schluss, dass die Viehwirtschaft für mindestens 60 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist.
Die Auswirkungen auf die Natur sind katastrophal, wenn man auch bedenkt, dass eine Großmästerei oder ein Milchbetrieb mit 2500 Kühen so viel Gülle produziert, wie eine Großstadt.
Der Wasserverbrauch für ein Pfund Fleisch ist immens, je nach Tierart bis zu 20.000 Liter.
Die Rodung der Regenwälder für Weide- und Futteranbauflächen, die Verseuchung unseres Grundwassers und der Meere sei hier nur am Rande erwähnt.
Ein weiteres Problem, das selten in die Diskussion einbezogen wird, ist die Unmenschlichkeit gegenüber unseren ärmeren menschlichen Brüdern und Schwestern.
Mittlerweile hungern mehr als eine Milliarde Menschen, weil sie die steigenden Getreidepreise nicht mehr zahlen können. Preise, die einerseits aufgrund der wahnsinnigen Getreidemengen, die wir an die so genannten "Nutz"-Tiere verfüttern, andererseits aufgrund der Missernten, die durch den Klimawandel bedingt sind, ins Unermessliche schießen. (Während eine weitere Milliarde Menschen an Fettleibigkeit leidet.)
Um auf die Frage im Titel einzugehen: „Welche Freiheit haben wir wirklich?“
Das war schon ein Thema im Sozialkundeunterricht der Mittelstufe: Meine Freiheit endet dort, wo ich die Freiheit des anderen beschneide. Danach richte ich mich!
Danke
ich kann mich Dir nur anschließen. Ich halte es auch so wie Du, ohne den Anspruch zu haben, dass ich richtig denke und handele. Es muss auch nicht immer so bleiben. Das Leben ist Veränderung.
Liebe Grüße!
Annette
Das Argument mit der Nahrungskette ist ehrlich gesagt abgedroschen: Menschen haben im Gegensatz zu anderen Tieren die Möglichkeit (und damit die Pflicht), sich zu entscheiden, was sie essen bzw. wie sie sich verhalten sollen. Wenn wir nach der "Natur-Ethik" leben, gilt das Recht des Stärkeren. Wenn wir das nicht wollen, ist auch das "Natürlichkeits"-Argument gegenstandslos.
Das ist einfach Quatsch. Weil z.B. ein sehr gutes Argument für tierquälerische Massentierhaltung!
Gruß vom Topisten
Leider hört es bei den meisten Menschen mit der Tierliebe auf, sobald es darum geht, sich einzuschränken. Wenn z.B. im Fernsehen gezeigt wird, wie Robbenbabys abgeschlachtet werden, schreien alle auf und sind entsetzt. Aber im nächsten Moment wird ins Wurstbrot gebissen.
"Man" sucht sich eben aus, in welchen Bereichen man Tierschützer sein möchte und in welchen lieber nicht. Dann kommen schnell Sprüche wie "als ob das was ändert", "der Mensch hat schon immer Fleisch gegessen" oder bei Leder "das Tier ist doch eh schon tot".
Wenn man vegan lebt kommen immer wieder Aussagen wie "ich könnte das nicht" oder die Frage "was isst du überhaupt noch"? Was sollen denn die Menschen sagen, die nur Reis zu essen haben, etwas Gemüse etc.? Die, die täglich um ihr Überleben kämpfen? Wenn man sich das vor Augen führt (und auch wenn nicht): was ist daran so schwierig, auf tierische Produkte zu verzichten?
Auch als Veganer hat man ein riesiges Sortiment an Lebensmitteln. Man kann fast alles ersetzen, man experimentiert mehr usw.
Es gibt zahlreiche Marken, die keine Tierversuche durchführen, vegane Kosmetikprodukte, Schuhe aus Kunstleder, daunenfreie Bettdecken usw.
Dazu kommt, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Relativ schnell kauft man automatisch vega ein.
Ich verurteile niemanden, der nicht vegan lebt. Ich bin schon froh über jeden, der sich überhaupt Gedanken macht. Der vielleicht wenigstens ein bisschen ändert.
Aber was hat man zu verlieren, wenn man es wenigstens probiert? Einfach mal anfängt, Produkte auszutauschen, wegzulassen, neue Marken probiert usw.
Meistens ist die Angst vor Veränderung vorher größer als nötig.
Ich war übrigens aus ähnliches Gründen, die ihr beschreibt auch mal 7 Jahre Vegetarierin, hab mich dann aber wieder, weil ich sehr gerne mit Rindern arbeite, wieder für gemässigten Fleischkonsum entschieden, esse aber nur Fleisch von Tieren, die ich kenne, (oder zumindest die Höfe, von denen sie stammen).
Es gibt aber dennoch vergleichweise wenige Betriebe die so arbeiten, und der derzeitige Gesamtverbrauch wird mit diesen Modellen nicht ansatzweise gedeckt werden KÖNNEN.
So dass das für manche Verbraucher eine Art Nische des geringeren Übels sein kann, aber nicht als echte Alternative für alle, als Utopie taugt.
"hab mich dann aber wieder, weil ich sehr gerne mit Rindern arbeite, wieder für gemässigten Fleischkonsum entschieden"
Ich arbeite auch sehr gerne mit Tieren, vor allem Hunden. Aber auch mit Menschen. Oo (??)
"esse aber nur Fleisch von Tieren, die ich kenne"
Das ist sicher besser als Billigst-Discounter-Fleisch zu essen, aber für die Tiere ist und bleibt es ein Leben in (halt nett ausgestalteter) Gefangenschaft und ein Tod für deine kulinarischen Vorlieben.
"So dass das für manche Verbraucher eine Art Nische des geringeren Übels sein kann, aber nicht als echte Alternative für alle, als Utopie taugt."
Dass alle Menschen gleichviel vom Gleichen essen, wäre allerdings eine sehr doofe Utopie. Grad weil (relativ) artgerechte Tierhaltung Fleisch teurer macht, ist es notwendiger Bestandteil nachhaltiger Konsumstandards.
Gruß vom Topisten
ich meinte nicht, dass das schlecht sei weil irgendwie uniform,
sondern im großen stil nicht möglich und somit untauglich als gegenenturf, weil er sich nicht von _allen_ anwenden lässt. der immense verbrauch an tierischen produkten wie wir ihn heute haben ist nur möglich mit konventioneller massentierhaltung.
darum bringt es nichts, biofleisch und artgerechte haltung als alternative zu fordern, weil das einfach nicht genug für alle hergeben würde. es muss vor allem der gesamtverbrauch massiv runter.
dass fleisch in irgendeiner form für irgendetwas notwendig ist, bestreite ich glatt. :o)
aber wie gesagt ich glaub versteh deinen beitrag nicht.
Genau das, was ich geschrieben habe. Eine Uniformierung von Essgewohnheiten, dass alle Welt nur noch vegetarisch oder gar vegan isst bzw. essen darf, halte ich für eine gruselige Utopie.
Mit der Vorschrift von Bio-Standards (meinetwegen mit Verbesserungen in Sachen "artgerechte Tierhaltung") würde der Fleischkonsum automatisch zurück gehen, d.h. auf ein verträgliches Maß reduziert. Veganer können dann ja immer noch darauf verzichten wenn es ihnen beliebt.
Gruß vom Topisten
es gibt vergleichsweise wenig Biobetriebe, weil es viel zu vielen Leute völlig egal ist, wie das Tier gelebt hat, was als Schnitzel auf ihrem Teller liegt. - Am liebsten noch nicht einmal bildhaft vorstellen, dass da ein ganzes Tier dahinter steckt. Wenn da mehr Leute bewusst drüber nachdenken würden und auch bereit wär, weniger aber dafür qualitativ (damit meine ich in erster Linie die sogenannte Prozess- und weniger die Produktquaität) besseres, das dann auch teurer wär, zu kaufen, wäre schon einiges zu bewegen.
Schön, dass Du Freude an Hunden hast, - Kühe lassen sich aber weniger gut als Haustiere in Einzelhaltung im Wohnzimmer halten. - Und, - aber das ist absolut kein Angriff auf dich persönlich, da ich nichts von deinem Verhältnis zu deinem Hund, oder ob du überhaupt einen hast, weiss, - aber es gibt einige Hobbytiere (Hunde, Katzen, Pferde etc.), die zwar nicht geschlachtet und gegessen werden, aber in deren Haut ich beim besten Willen nicht stecken möchte, so emotionsüberladen wie sie werden und zudem auch oft nicht artgerecht gehalten. Also so ganz blütenweiss ist die Haltung von "nicht-gegessenen" Tieren auch nicht.
Und zu Deinem letzten Punkt: Ohne meine "kulinarischen Vorlieben" (wobei ich da persönlich für mich eher Milchprodukte drin sehe als Fleisch), gäb's bei uns gar keine Rinder mehr (konsequent gedacht bei einer 100%igen Umsetzung) und ob das der Art so gut gefallen würde? - Hunde leben oder andere Heimtiere leben übrigens auch in "Gefangenschaft" - ausser vielleicht Hofkatzen und Strassenhunde.
Mit der Vorschrift von Bio-Standards (meinetwegen mit Verbesserungen in Sachen "artgerechte Tierhaltung") würde der Fleischkonsum automatisch zurück gehen, d.h. auf ein verträgliches Maß reduziert. Veganer können dann ja immer noch darauf verzichten wenn es ihnen beliebt."
Danke!!!
Irgendwie ist mir bei diesen Diskussionen um Fleischverzicht immer zu viel Missionseifer und Engstirnigkeit im Spiel. Wer sich ausgewogen ernährt, kann Fleisch (bio!) auf dem Tisch haben oder nicht, das ist mir völlig egal.
NUR: Wir Menschen können uns auch im hiesigen Klima mit Heizung und anderen Wärmequellen durchaus vegetarisch ernähren und darüber hinaus bestimmen, WIE wir uns ernähren können. Einen Hund vegetarisch zu ernähren, halte ich hingegen für nicht artgerecht.
Die Nahrung des Hundes besteht zum größten Teil aus Fleisch. Ihm jetzt der eigenen Überzeugung wegen eine Nahrung aufzuzwingen, die allein schon seinem Verdauungssystem nicht entspricht, halte ich für - entschuldigen Sie bitte diese Anschuldigung bei dem ansonsten brillanten Artikel - menschlich arrogant. Ich finde nicht, dass wir das Recht haben, uns anvertraute Tiere derart zu manipulieren. Meine Hunde bekommen Fleisch vom "Metzger meines Vertrauens", der genau weiß, dass ich kein Fleisch esse. Ich bin gegen das Töten von Tieren, kann die Welt aber nicht auf den Kopf stellen, indem ich ein einzelnes Tier, dessen Vorfahren , seit Hunderttausend Jahren Fleischesser waren, so ernähre, wie es seinem ganzen Wesen und Körper widerspricht.
Die Alternative wäre für mich, keinen Hund zu halten.
In dem Zusammenhang finde ich den Ausdruck "Raubtiere" abwertend. Bei den "Raubvögeln" hat man es im allgemeinen Sprachgebrauch schon geschafft, diesen diffamierenden Begriff durch "Greifvögel" zu ersetzen. Ich finde, man sollte das Wort "Raubtier", das negativ belastet ist, durch "jagende Tiere" oder "Fleisch(fr)esser" ersetzen.
Bitte nichts für ungut - ansonsten stimme ich Ihnen VOLL zu.
Ich nehme hin, wenn jemand sich nicht dazu entscheiden möchte, "seinen" Hund vegan oder vegetarisch zu ernähren. Dieser Entscheidung sollte jedoch zumindest ein wenig Einlesen in die Materie vorausgegangen sein, um zu verhindern, dass pauschal über eine Sache geurteilt wird, von der man wenig bis keine Ahnung hat.
Wir praktizieren die vegane Ernährung unserer Hunde seit 7 Jahren, haben kerngesunde Hunde und hochzufriedene Tierärzte, von denen eine unsere Entscheidung mittlerweile sehr befürwortet und die anderen (die wir nur dann sehen, wenn wir ein Rezept abholen) wissen nichts zu beanstanden. Einer unserer Hunde hatte zu Beginn akute Leishmaniose, war sehr schwach, hatte keinen Appetit, und wir wussten nicht, wie lange er überhaupt durchhält. Dieser Hund ist mittlerweile kerngesund (der Virus selbst nicht mehr nachweisbar, allerdings muss er sein Leben lang Tabletten zur Prophylaxe nehmen).
Wer mit dem Gedanken spielt, seine(n) Hund(e) vegan oder vegetarisch zu ernähren, macht dies ganz sicher nicht von jetzt auf nachher. Man muss sich einlesen, damit vertraut machen, was ein Hund nun partout nicht essen darf, muss das Tier beobachten - wenn der Hund das Essen klaglos annimmt, wüsste ich nicht, was daran nun falsch oder "nicht artgerecht" sein sollte. Der Hund hat mit dem ursprünglichen Wildtier kaum mehr etwas gemein.
Und ich wünschte wirklich, die Leute würden sich endlich informieren, ehe sie die - mittlerweile unter Tierschützern sogar immer beliebter werdende - Möglichkeit der fleischlosen Hundeernährung so rigoros verurteilen. Informationen dazu gibt es zum Glück ausreichend im Netz, sowohl deutsch- als auch englischsprachig. Und für Einsteiger ist das Buch "Vegetarische Ernährung von Hunden und Katzen" von James Peden eine gute Hilfe.
Ich wüsste jedenfalls nicht, weshalb wir unsere Entscheidung jemals wieder rückgängig machen sollten.
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Zu deinem Urteil über vegetarisch oder sogar vegan ernährte Hunde (übrigens sind unsere Haushunde weiter vom Wolf entfernt als du es zu glauben scheinst, und selbst dessen reines Carnivorentum kann bestritten werden) empfehle ich folgende Links:
http://www.veganismus.de/vegan/faq-vegane-hunde.html
http://www.vegan-hund.de/
Und was die vegetarische Hundeernährung angeht: Man geht neuerdings nicht mehr davon aus, dass der Hund vom Wolf abstammt (es gibt einfach ein paar ganz grundlegende Unterschiede).
Man geht davon aus, dass es einen Art "Ur-Hund" gab, der schon immer Begleiter des Menschen war, sich also immer von den Essensresten des Menschen ernährt hat, und das war nur selten Fleisch.
So erklärt sich auch, warum vegetarisch ernährte Hunde sich bester Gesundheit erfreuen. Sollte vegetarische Hundeernährung ungesund sein, dann wären ja logischerweise alle veg. ernährten Hunde krank. Aber das Gegenteil ist der Fall.
Als es vor wenigen Jahrzehnten nur sehr wenige Vegetarier/Veganer gab, prophezeite man ihnen auch voraus, wie ungesund das sei. Heute weiss man, dass Vegetarier viel gesünder sind.
Vielleicht hat sich in ein paar Jahren auch in der Hundeernährung ein Wandel getan. Wer weiß, und bis dahin zeigen uns viele veget. ernährte Hunde, dass sie gesund sind.
Vielen Dank für den super geschriebenen Beitrag und ich hoffe, dass sich viele sog."Tierfreunde" mal Gedanken darüber machen, was sie essen.
Aber was hier steht ,da muss ich mal meine Meinung äussern.
Ich betreibe seit über 40 Jahren Hundesport und Zucht.
Der Hund stammt von einem Urhund ab,nach neuesten Erkenntnissen!!!
Der Mann der diese Theorie hatte, ist 1845 geboren,nicht sehr neu,oder?
Urhund-Theorien
Als „Urhund“ (Canis ferus) wurde in der Vergangenheit auch eine hypothetische Hundespezies bezeichnet, die neben dem Wolf existiert habe und über die Urrassen der Vorfahre unserer Haushunde gewesen sei. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Theorie ist der Kynologe Theophil Studer.
Der Biologe Konrad Lorenz war der Ansicht, dass neben dem Wolf auch der Goldschakal eine Rolle in der Domestikation des Haushundes gespielt habe. Diese Theorie genoss besonders im deutschen Sprachraum Popularität, ist jedoch inzwischen durch DNA-Analysen widerlegt, die beweisen, dass der Haushund ausschließlich von Wolf abstammt.
Also bitte nicht irgend welche veralteten Theorien,als neueste Erkenntnisse hier in den Blog bringen.
Jetzt noch etwas zum ernähren von Hunden vegan,
waren es nicht die Kühe,bei denen die Welt aufgeschreckt ist,als man herrausgefunden hat,das diese Pflanzenfresser mit Tiermehl gefüttert wurden,
vollkommen gegen die Natur.
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Was kam dann?BSE
Haben alle Kühe BSE bekommen?Nein!!
Also war es gar nicht so schlimm,die Nahrung umzustellen?
Doch war es,weil Rinder kein Fleisch essen.
Aber Hunde fressen vegane Nahrung?,das auch noch gerne und soll gesünder sein!
Nein tun sie nicht,das ist genau so eine Tierquälerei,wie Kühen Tiermehl zu füttern,sie fressen es,weil sie nichts anderes bekommen.
Der Hund ist so gezüchtet das er sich seinem Rudelführer unterordnet,wenn der dann nur Pflanzen "jagd",nimmt er das auch in Kauf,auch wenn er gerne sagen würde,bitte bring mal ein Stück Fleisch.
Hier wird oft geschrieben,das der Mensch Macht ausübt,gegen Tiere die sich nicht wehren können,kann das ein Hund,den man zwingt,vegan zu leben?
Nein,kann er nicht.
Mal schnell noch etwas vom Tierschutzbund,
"Es ist eine Tatsache, dass die meisten Hundebesitzer bei der Ernährung ihres Hundes auf die sich im Handel befindlichen Alleinfuttermitteln zurückgreifen. Untersuchungen von Stiftung Warentest zeigen, dass der größte Teil der angebotenen fleischhaltigen Alleinfuttermittel gut ausbilanziert ist. Um abzuklären, wie die auf dem Markt erhältlichen vegetarischen Alleinfuttermittel zusammengesetzt sind, ließ der Deutsche Tierschutzbund verscheidene Alleinfuttermittel untersuchen, mit folgenden Ergebnissen:
Die Inhaltsstoffe der untersuchten Futtermittel sind rein pflanzlich, d.h. es handelt sich um vegane Futtermittel (ohne Milch-/ Eiweiß).
Der Proteingehalt ist bei den meisten Futtermitteln zu niedrig. Davon ausgehend, dass die Verwertbarkeit von pflanzlichem Eiweiß für einen Organismus geringer ist als die Verwertbarkeit von tierischem Eiweiß, muss der ausschließliche und langfristige Einsatz dieser Futtermittel zu Mangelerscheinungen führen.
Die Menge und Zusammensetzung von Spuren- und Mengenelementen sind in den meisten Futtermitteln nicht optimal.
Es gibt derzeit nur zwei untersuchte Alleinfuttermittel (eines davon wurde aber aus Rentabilitätsgründen bereits wieder vom Markt genommen), die einem gesunden erwachsenen Hund längerfristig gefüttert werden dürften, ohne dass gesundheitliche Schäden zu erwarten sind.
"
Bei der Wahl der Futtermittel sollten wir jedoch auch das Verhalten des Hundes und seine Abstammung nicht außer Acht lassen: Der Hund ist ein Canivore. Er frisst gerne Fleisch. Daher empfehlen wir einem Hundehalter, bei der Ernährung seines Vierbeiners nicht ganz auf die Verfütterung von Fleisch zu verzichten. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn der Hund zwischendurch einmal vegetarisch ernährt wird. Aber: Hunde freuen sich nun einmal auch über einen Knochen oder ein Stück Fleisch.
Tierliebe,sollte heissen,ich liebe dieses Tier und wenn das Tier ein Fleischesser ist ,
ihr damit aber nicht leben könnt,
dann seit so human und legt euch keinen Hund oder keine Katze zu,es gibt auch Vögel.
Sonst leiden sie wie die Kuh,die ihr Kalb nicht sehen darf.
Aber der Hund wird immer mit den Schwanz wedeln auch wenn er nicht zufrieden ist,das haben wir Menschen aus ihm gemacht,
auch eine Ausübung von Macht gegen Tiere.
Wenn es uns zugute kommt,sehen wir das aber gar nicht mehr so eng.
Wollen Schäferhunde,Jagdhunde,Windhunde wirklich in der Stadt leben,
an der Leine ausgeführt werden und sonst in der Wohnung leben,
sicher nicht,aber wenn wir (ich nicht,meine Hunde können sich auf 5000 Quatratmetern austoben und leben auf dem Land)
uns einreden,das es dem Wohl des Tieres zu gute kommt,
dann müssen sie nicht nur in der Stadt,nein auch noch Vegan leben.
Massentierhaltung" nein",aber Hunden die natürliche Ernährung entziehen "ja",passt nicht so richtig zusammen.
Nur weil der Mensch es kann,muss er nicht alles tun.
Ich bin der Meinung, dass die Beurteilung über den Gesundheitszustand und darüber, ob es "Tierquälerei" ist, getrost den Tierhaltern und ihren Tierärzten überlassen werden kann.
Wie gesagt - es gibt mittlerweile zahlreiche Informationen zum Thema im Netz, man muss sich diesen nur öffnen. Manchmal ist es natürlich leichter, traditionell herumzuposaunen, statt sich die Zeit zu nehmen, einem Thema mehr Energie zu widmen, um zumindest die eigene Sichtweise zu korrigieren.
Ist wie mit dem Thema Fleisch. Das war schon immer so, das wird auch weiter so sein - basta.
Diese ganze Doppelmoral hier, neben solchen neunmalklugen Beiträgen wie dem hier verfassten zum Thema veg*e Hundeernährung machen es mir leicht, Utopia den Rücken zu kehren.
Ich bin dankbar dafür, dem Thema "veg* Hunde" damals nicht ebenso borniert gegenüber getreten zu sein, sondern der Frage, ob und wie es funktioniert, funktionieren kann - und zwar OHNE dass das Tier darunter leidet - wie obiger Kommentator.
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bitte kehre Utopia nicht den Rücken. Du hast mich innerhalb von drei Tagen Veganer werden lassen. Meine ganze Umstellung hat, wie in meinem Blog nachzulesen ist, ja nur 1 1/2 Wochen gedauert.
Und ich weiß von einem anderen Veganer hier, dass er es auch durch Dich geworden ist.
Wenn ich auch wie Du tief enttäuscht von der augenblicklichen Situation bin und von dem Fehlen von echter Menschlichkeit, der fehlenden Innenschau und der nicht erfolgenden Konfrontation mit den eigenen Abgründen, dem gekippten Dialog, dem Sieg der lauten und brutalen Stimmen und der erfolgten Stille der sensiblen und selbstoffenbarenden Menschen hier, so werde ich doch nicht vollständig aussteigen. Wir brauchen Dich, meine liebe Stimme der verletzten tierischen und menschlichen Herzen!
weil es einfach passt, möchte ich Euch an dieser Stelle danken, für Eure Stimmen gegen das Tierleid und für deren Rechte, für Eure gefühlvollen Worte in dieser herzlosen Diskussion hier auf Utopia, die mir in den letzten Tagen oftmals das Blut in den Adern gerfrieren ließ. Ihr seid ein Teil meiner lieben veg* Freunde, die mich nicht aufgeben lassen und die mir zeigen, dass es sie doch noch gibt, die Menschen mit Herzensbildung! Ich brauche Euch sehr! Alles Liebe, Gita
Pure Polemik. Wieviele vegan ernährte Hunde und deren Fütterungsbedingungen kennst du?
Im Industriefutter ist auch viel Schrott, das fressen viele Hunde auch nur weil sie nichts anderes bekommen. Mein Hund lässt herkömmliches, fleischhaltiges Trockenfutter links liegen seit ich ihm auch hochwertiges veggie Futter anbiete.
Zu den Futtertests: es gibt zig fleischhaltige Futter, die ebenso schon als mangelhaft bewertet wurden.
Der Markt muss wachsen, die Forschung muss nachholen.
"Aber der Hund wird immer mit den Schwanz wedeln auch wenn er nicht zufrieden ist"
Also meiner äußert sich recht deutlich, wenn ihm was nicht passt oder schmeckt.
"das haben wir Menschen aus ihm gemacht, auch eine Ausübung von Macht gegen Tiere."
Sagt ein Züchter. Mh.
Der Hund ist nun mal Kein Pflanzenfresser.
Warum kann man Tiere nicht so ernähren,wie es ihre Natur ist.
Wenn selbst der Tierschutzbund sagt,mal vegetarisch füttern ist ok.aber nicht immer.
Wollen wir Löwen und Tiger in Zoos auch vegan ernähren,nur weil sie sich nicht dagegen wehren könnten.
Ich schreibe nur meine Meinung,muss sich doch niemand dran halten.
Wenn man hier nicht mehr schreiben darf,welche Meinung man vertritt,dann ist das wirklich traurig.
Wenn Veganer ihnen pflanzliche Nahrung angewöhnen, dann geschieht das mit Liebe, langsam, unter ständiger Beobachtung ihres geliebten Tieres. Es kann hier nicht von Ausübung von Macht gegenüber einem Tier gesprochen werden. Das Gegenteil ist der Fall. Auch hat das nichts mit Entziehen der natürlichen Nahrung zu tun.
Eine wirkliche Fehlernährung gibt es für Millionen von Hunden die mit einer falsch durchgeführten Ernährung mit Fleisch unnatürlich gehalten werden und die fürchterlichsten Verdauungsstörungen und Krankheiten entwickeln.
Eine vegane Ernährung des eigenen Tieres unter liebevoller Beobachtung ist ohne weiterers möglich, und wenn es das Tier nicht mag oder es ihm nicht bekommt, wird ein Veganer der letzte sein, der für sein Tier auf einer solchen Ernährung besteht.
Die Natur besteht nun mal aus Fressen und Gefressen werden. Wie weit soll es denn ausgedehnt werden, Eisbären bekommen einen Maulkorb, damit sie die Robben nicht mehr fressen können.
Ich erkenne bei dieser Diskussion keine logische Grenze, es sei denn alle Fleischfresser werden getötet. Allerdings wird dann die ganze Ökologie zusammenbrechen, da sie durch ihre Tätigkeit auch nützliche Aufgaben haben
"Und klar gibt es Lebewesen, die Fleisch essen. Raubtiere nennt man sie. Und klar, wir können Fleisch essen. Aber wir brauchen es nicht und wir können darauf verzichten und wenn wir die Wahl haben, uns so zu ernähren, dass wir dabei weder einem anderen Lebewesen noch uns selbst schaden - warum sollten wir das dann nicht tun?"
Warum sollten wir Eisbären und Haifischen vorschreiben, was sie zu essen haben?
Haustiere leben mit den Menschen zusammen und somit auch nicht mehr in der wilden Naturbahn. Wenn es nun die Möglichkeit gibt, den Tieren die Nährstoffe zukommen zu lassen, die sie brauchen, ohne dass dafür ein anderes Tier getötet werden muss, kann man diese Möglichkeit doch nutzen.
nur weil ich überzeichnet etwas darstelle, um die klare Grenze zu erkennen, worum es genau geht, vergreifst du dich gleich mal wieder im Ton.
Danke Lukita, so kann ich es besser nachvollziehen, worum es dir geht.
Auch eine Katze nascht mal am Gras, aber in der Regel nur, wenn sie krank ist und um die Haare aus dem Magen wieder besser entfernen zu können.
Hunde fressen die Eingeweide mit, weil ihr Darm auch pflanzliche Stoffe braucht.
Einen Hund würde ich auch durchaus zum großen Teil veganes Fressen anbieten, aber zum kleinen Teil auch das, was er von der Natur des Verdauungssystems braucht.
Eine Katze braucht noch mehr Fleisch als ein Hund.
Wenn ich auch wie Du tief enttäuscht von der augenblicklichen Situation bin und von dem Fehlen von echter Menschlichkeit,
Es kommt so rüber, als ob deine Art und Weise zu leben, die einzig seelig machende ist. Immer wieder habe ich hier in den Texten schon ähnliche Bemerkungen gelesen.
Zeige mir bitte, wo ich irgendwo mich im Ton vergriffen haben sollte.
"Zeige mir bitte, wo ich irgendwo mich im Ton vergriffen haben sollte."
Wie Berthild immer so schön schreibt: "Welcher Ton? Ich höre hier nix und sehe nur aneinander gereihte Buchstaben..."
Du hast gefragt, ob wildlebenden Raubtieren dann nicht auch das Fleischessen verboten werden müsste. Ein solcher Einwurf kann ironisch klingen und hilft nicht in der Diskussion, in der es um die Ernährung von Haustieren geht.
Seit vielen Jahren leben wir mit einer Labradorhündin zusammen: Natürlich wollte und möchte ich jeden unserer familiären Gemeinschaft (unseres Hundes Rudel) gesund ernähren und so war ich mir nie ganz sicher, was gut sei, sobald diese Frage Amy, unsere Hündin, betraf. Von Natur aus sind Hunde anerkanntermaßen Fleischfresser, fressen von Haus aus aber auch das Fell und teilweise die Federn ihrer Beute. In freier Wildbahn reißen Hunde jedoch nicht täglich ein Beutetier. Gebiss und Verdauungstrakt des Hundes sind andererseits eindeutig die eines Fleischfressers.
Ich war also im Zwiespalt und wollte und möchte keineswegs gegen die Natur entscheiden, den Hund zum Vegetarier verpflichten.
Also habe mich für einen Kompromiss entschieden:
Unser Hund bekommt extrem wenig fleischhaltiges Trockenfutter (pro Tag im Schnitt knapp 150 gr.! Hundebesitzer wissen, dass das außergewöhnlich wenig ist für einen erwachsenen Retriever.)
Von klein auf haben wir Amy aber zur Sättigung Äpfel, Möhren und anderes Obst und Gemüse angeboten, wobei wir die Äpfel nur im späten Winter und bis zur nächsten Ernte kaufen müssen. Da wir auch etliche Nussbäume besitzen, ich aber über viele Jahre aus gesundheitlichen Gründen keine Nüsse essen durfte, haben wir Amy täglich zusätzlich mit Walnüssen „verwöhnt“, die sie mit großem Appetit frisst, was bei Retrievern aber nichts heißen will oder über die Verträglichkeit der Nahrung aussagt.. Desgleichen trinkt Amy täglich zwei Liter Wasser, das stets einen Schuss Olivenöl abbekommt. Bei seltenst eintretenden Magenverstimmungen, die mit Erbrechen einhergehen, verordnen wir einen Tag Nahrungskarenz, geben aber so viel Wasser wie gewünscht. Am nächsten Tag gibt's Reis und dann beginnen wir mit reduzierter gewohnter Nahrung.
Übrigens kann man am Kot der Tiere sehr wohl ablesen, ob sie zu fleischlastig fressen. Dann nämlich setzt der Hund nur kleine, schwarze und übelstriechende Stuhlmengen ab. Ist der Stuhlgang zu hell, wurden meist zu viel Knochen verabreicht.
Auch wenn das Thema nicht so prickelnd daherkommt:
Der Kot des richtig ernährten Hundes ist gut geformt, weder zu weich noch zu hart, mittelbraun bis hell und mengenmäßig der Größe der Rasse angepasst. Und ein Hund, der beispielsweise Kot frisst und diese "Vorliebe" haben unglaublich viele Hunde, schafft durch dieses Verhalten, so in etlichen Ratgebern nachzulesen, einen Ausgleich. Bekommt der Hund zu viel Fleisch, reagiert sein Körper mit einem Säureüberschuss. Die Gier nach säureausgleichenden Stoffen treibt ihn dann zu Aas oder Kot, in denen das saure Eiweiß in basischen Amoniak umgebildet wurde. (Diese Erklärung habe ich aus einem Ernährungsratgeber für Hunde übernommen.) Rohes Obst und Gemüse sind übrigens auch Basenbildner.
Da Amy bis auf eine Verletzung durch einen Unfall in den mehr als elf Jahren ihres Lebens so gut wie nie krank war, schätze ich, dass sie ernährungstechnisch gut versorgt wurde und wird.
Du hast schon einiges von mir gelesen und ich denke, dass du weißt, wie ich es wirklich meinte, weshalb du auch sachlich geantwortet hast.
In den letzten zwei Wochen habe ich immer wieder abwertende Bemerkungen von Christian gelesen, Tierliebe ja, Menschenliebe nein?
Dass ich mal überzeichne, kennst du, aber trotzdem bleibe ich sachlich, ohne dabei Ringelpitz mit Anfassen spielen zu müssen.
Es ist nicht mein Stil, mit gleicher Wortwahl zu antworten.
Und Bettina steht auf meiner Freundesliste, weshalb ich überhaupt etwas dazu geschrieben habe, weil wer auf solche Themen antwortet in der Minderheit ist. Ich finde, dass sie sehr sachlich argumentiert hat.
Wenn andere Meinungen nicht gefragt sind, dann sollten abgeschlossene Gruppen geschaffen werden, wo die jeweiligen nur unter sich sind, oder aber es gibt einen Austausch von verschiedenen Meinungen, wobei ich das erste nicht für sinnvoll halte.
Mein Bruder lebt schon seid dreißig Jahren vegetarisch und die haben auch lange überlegt, wie sie ihren Hund ernähren. Der bekam zwar viel Gemüse, aber auch weiterhin etwas Fleisch.
ich schätze diese Art von Überzeichnung überhaupt nicht, wenn sie nicht als solche gekennzeichnet wird.
Auch dann bleibt ihre Veröffentlichung fragwürdig, weil sie in der Schriftform nicht von anderen Ausdrucksmöglichkeiten und sofortigen Reaktionsmöglichkeiten des Anderen begleitet wird.
Wenn ich schreibe "man kann das auch weiter so hirnlos ausweiten" macht Dich das ganz und gar nicht hirnlos. Es wäre zielführender, eine per Internetkommunikation verständliche Antwort zu schreiben, die Bezug auf tatsächlich vorgebrachte Argumente nimmt und auf sie antwortet.
Was also haben Raubtiere mit dem Thema zu tun? Was wolltest Du mit Deinem Kommentar überhaupt sagen? Das hast Du nun erst durch Deine Reaktion auf lukitas Antwort geschrieben.
"Und demnächst sind die Haifische dran, die werden eingefangen und bekommen Sojasteaks.
Die Natur besteht nun mal aus Fressen und Gefressen werden. Wie weit soll es denn ausgedehnt werden, Eisbären bekommen einen Maulkorb, damit sie die Robben nicht mehr fressen können.
Ich erkenne bei dieser Diskussion keine logische Grenze, es sei denn alle Fleischfresser werden getötet. Allerdings wird dann die ganze Ökologie zusammenbrechen, da sie durch ihre Tätigkeit auch nützliche Aufgaben haben."
Ich empfinde Deine oben von mir in ihrer Länge von mir ziterte Äußerung mit den Eisbären als ein Vergreifen im Ton und eine reine Provokation - wie beschrieben, wenn sie nicht ausdrücklich als satirisch o.ä. klargestellt wird.
Nochmal zum Ursprungsthema:
Wie das, was in Gras o.ä. fehlt, wird in der veganen Tiernahrung schon ersetzt. Die Tiere bekommen ja für ihre Bedürfnisse hergestelltes Tierfutter nicht Stroh, Körner oder Tomaten.
Was die Tiere brauchen ist ja sowohl den Herstellern als auch den Tierhaltern bekannt. Daher lese ich Deinen diesbezüglichen Kommentar als selbstverständlich voll berechtigt, aber wesentliche Punkte nicht berücksichtigend. Da hätten wir ja aber schon vorhin landen können, wenn Du es gleich so geschrieben hättest.
Haustiere leben mit den Menschen zusammen und somit auch nicht mehr in der wilden Naturbahn. Wenn es nun die Möglichkeit gibt, den Tieren die Nährstoffe zukommen zu lassen, die sie brauchen, ohne dass dafür ein anderes Tier getötet werden muss, kann man diese Möglichkeit doch nutzen.
Da hab ich nun mal ein Veto:
Haustiere werden von Menschen gehalten und richten gezwungenermassen ihr Leben nach dem Leben des Menschen, von dem sie gehalten werden und dann nutzt der Mensch die Möglichkeit der entsprechenden Ernährung.
du dürftest mich so gut kennen um mir zustimmen zu können,das ich noch nie aggresiv war,ganz egal wie der Ton hier wurde.
Auch wenn es Veganern nicht gefällt das ich Sonntags Fleisch esse,aber ich mache das 4mal im Monat von Tieren die auf einen Biohof lebten,für mich ist das ok,wer es nicht in Ordnung findet,auch ok.
Alles was ich geschrieben habe war meine Meinung zu dem Thema,das muss schon erlaubt sein.
Und ich konnte auch alles belegen,ich denke nicht das der Tierschutzbund,der auch meine Meinung vertrittt ,das macht um Veganer zu ärgern.
Warum jetzt so aggresiv auf mich losgegangen wird,kann ich nicht verstehen.
was schreibt Elisa,
"Ich bin der Meinung,dass die Beurteilung über den Gesundheitszustand und darüber ob es"Tierquälerei"
ist ,getrosst den Tierhaltern und denTierärzten überlassen werden kann"
Massentierhalter,sind auch Tierhalter und werden von Tierärzten kontrolliert,seit ihr da auch der Meinung,das man denen das getrost überlassen kann! ich denke nicht.
Und Hunde die krank werden weil sie Fleisch essen,das gibt es nicht !!!!!!!
dann müssen sie schon eine Krankheit,oder Allergie haben,das kommt dann aber meistens vom Fertigfutter.
Du kennst mich ja auch. Ich glaube aber, dass ich meine Pflicht und Schuldigkeit mit meinem Dazwischenwerfen in jeden ausgebrochenen oder kurz vor dem Ausbrechen stehenden Konflikt in den letzten zweieinhalb Monaten getan habe, bevor die Eskalationen der letzten Tage jedes bisher vorkommene Maß überschritten. Das waren 12 bis 15, manchmal auch mehr Stunden Dauereinsatz für Utopia.
Ich glaube, dass ich nicht jedes Mal, wenn jemand anderes jemand etwas an den Kopf wirft, eingreifen muss. Ich hab nicht mal die Zeit dazu.
Wir müssen alle mal mit Kommentaren leben, die wir uns durch Formulierungen eingeladen haben, die uns nicht superoptimal gelungen sind. Das geht jedem so, auch mir. Zusätzlich gibt es natürlich auch hämische, sich absichtlich dumm stellende oder verletzende Kommentare, die der andere genau so beabsichtigt hat. Das gab es ja gerade in den letzten Tagen gehäuft.
Die Art Deiner Formulierungen waren nicht zu Angriffen einladend und ElisaJane2005 hat Dich auch in keiner Weise angegriffen. Allenfalls das Wort "neunmalklug" könnte so interpretiert werden. Doch das liegt an der Art Deiner Formulierungen wie "Und Hunde die krank werden weil sie Fleisch essen,das gibt es nicht !!!!!!!". So a u s s c h l i e ß l i c h f o r m u l i e r t muss das entweder ungeschickt formuliert oder neunmalklug rüberkommen. Ähnliche Arten von Formulierungen hast Du in Deinem langen Kommentar auch benutzt.
Ich habe nicht von einer Fleischernährung sondern ausdrücklich von einer "f a l s c h d u r c h g e f ü h r t e n Ernährung m i t Fleisch" geschrieben. Das hattest Du überlesen. Ich wollte nicht noch differenzierter und damit länger schreiben, zumal ich finde, dass wir uns hier sowieso unter barbfreaks wunderschönem Text "austummeln", was er nicht verdient hat.
ich bedanke mich bei Allen, die meinen Blog gelesen haben denn dies zeugt von Interesse und der Bereitschaft, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Für die die meine Meinung teilen und dies hier auch ausdrücken ein großes DANKE denn sie geben mir doch ein wenig Hoffnung, dass vielleicht doch eines Tages soviel Menschen Mitgefühl für Tiere haben, dass das Tierelend auf dieser Welt endlich aufhört. Jeder der sein Leben so gestaltet, dass er so wenig wie möglich direkt und indirekt einem TIer schadet, ist für mich ein wertvoller Mensch.
Ich danke auch denen, die nicht meiner Meinung sind, aber dies nicht zu einem Anlass nehmen, mich oder den Inhalt meiner Aussage total zu zerreißen aber offen dafür sind, sich Gedanken darüber zu machen.
Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass ich leider niemanden überzeugen kann, der nicht überzeugt werden will. Je mehr ich versuche zu überzeugen, desto mehr geht die Tür zu. Umgekehrt ist es genauso.
Die einzigen Menschen, die uns davon überzeugen können, ob es ethisch und moralisch erstrebenswert ist auf Fleisch und wenn möglich gar ganz auf tierische Produkte zu verzichten, sind wir selbst. Nur unser eigenes Gewissen kann uns überzeugen.
Ich selbst könnte mir nicht in den Spiegel schauen, wenn ich TIerelend verursachen würde. Und ich wünsche mir nichts mehr, als dass die Menschen endlich damit beginnen würden, dem ganzen Elend ein Ende zu machen und allem Leben auf diesem Planeten mit Achtung, Mitgefühl und Fürsorge zu begegnen.
Dennoch glaube ich, die Menschen die nicht meiner Meinung sind mit Wortgewalt überzeugen zu wollen, ist aussichtslos und führt eher zu Verhärtungen.
Was nun die Diskussion vegetarische Hundeernährung angeht, so fällt mir auf, dass jeder - egal ob pro - oder Kontra - das Beste für den Hund im Sinn hat und jeder ist überzeugt von dem, was er vertritt.
Unser Hund lebte gesund und fidel ohne Fleisch und die vegetarisch ernährten Hunde die ich kenne, sind ebenso bester Gesundheit und Laune.
Unser Kater will partout nicht auf Fleisch verzichten. Da uns als Veganer das sehr schlimm ist - wir ihn aber nicht verhungern lassen wollen - haben wir sogar eine Tierkommunikatorin eingeschaltet die versuchte, ihm die Gründe für vegetarische Ernährung zu vermitteln. Er versteht aber nicht, warum er kein Fleisch essen soll und isst lieber tagelang nichts, als das angebotene, vegane Futter. Da wir ihn lieben und ihm auch nicht schaden wollen, füttern wir ihn eben doch mit Katzenfutter - wennauch wir darüber recht unglücklich sind.
Und das ist es, was ich mit meinem Blog eigentlich sagen will: Wenn jeder die Wahl hat etwas zu tun was anderem Leben schadet oder etwas, zu tun, was weder ihm noch anderem Leben schadet wäre es doch schön, wenn man sich für die letztere Möglichkeit entscheiden würde.
Manchmal braucht man eben Zeit und Mitgefühl entsteht im Herzen und nicht im Kopf.
Das hast Du schön geschrieben, vielen Dank ... ;-)) Deckt sich zu 100% mit meinen Erfahrungen.
Ich ehre, achte und respektiere Deine - bzw. Eure - Haltung zum Leben und zu den Tieren, für die Ihr Euch einsetzt. Wie käme ich dazu, sie Euch ausreden zu wollen....
Ich denke, so ziemlich jeder von uns hier hat sich auch vorher schon seine Gedanken darüber gemacht, aus denen die eigene Haltung dazu entstanden ist. Niemand hier ist "achtlos". Jeden von uns verändert auch diese Diskussion weiter, jeder ist auf dem Weg. Und wenn es gut läuft, dann hört dieser Prozess niemals auf, dann bleiben wir alle offen für neue, unbekannte Standpunkte, die den eigenen immer weiterentwickeln können.
Ein bisschen möchte ich Bedenken anmelden dabei, sich (nur) vom eigenen Gewissen antreiben zu lassen. Das Gewissen ist langfristig kein zuverlässiger Motor nach meiner Erfahrung. Ich bin in solchen Fällen immer eine Weile verstärkt in die neue, als "richtig" erkannte Richtung (BTW: Was ist "richtig"? Kann man das für sich selbst wirklich endgültig beantworten?) gerannt, um irgendwann wieder ernüchtert stehen zu bleiben und zu fragen: "Warum mache ich das hier eigentlich alles...?". Dann folgte oft das achselzuckende Einmotten der Diskussion oder gar eine radikale Rückwärts-Rolle, weil mir nüchtern betrachtet keine wirklichen Gründe einfallen wollten.
Besser ist es, so denke ich, nach handfesten Erkenntnissen zu suchen, die eine Veränderung begründen können. Und die haben wir alle ohnehin alle, egal, ob Veganer oder nicht: Je weniger Fleischverzehr, desto besser für uns alle und für unsere Welt.
Liebe Grüße
Hans-Werner
Ob der Hund vom Wolf oder vom Urhund abstammt, spielt ja überhaupt keine Rolle.; beides sind Fleischfresser, die gelegentlich auch Pflanzen fressen. Ausschlaggebend ist doch, dass sein ganzer Verdauungstrakt auf die Verarbeitung von Fleisch ausgelegt ist, wie Andreanders schrieb. Dass Grasfresser allerdings mehrere Mägen haben, stimmt nicht - meine Pferde und Esel zumindest haben jeder nur einen...
Was mich in der Diskussion befremdet, ist oft der Ausgangspunkt, nämlich "mein/unser Hund". Der Schluss, dass dieser Hund mit veganer Ernährung ohne sichtbare Krankheiten alt geworden ist, sagt nur etwas über dieses spezielle Individuum aus, sonst nichts. Einer meine Nachbarn hatte einen kleinen Terrier, der grundsätzlich nur das bekam, was der alte Herr aß - und er aß scharf und fett! Und abends bekam der kleine Kerl (ich meine damit den Hund) ein halbes Glas Schnaps. Damit ist er uralt geworden und war nie krank. Sein Besitzer ist überzeugt davon, dass er ihn liebevoll, überlegt und artgerecht ernährt hat und würde einen nachfolgenden Hund ebenso ernähren (glücklicherweise ist er zu alt, um sich nochmal einen anzuschaffen). Daraus aber zu folgern, dass diese Ernährung die Bedürfnisse des Hundes erfüllt, halte ich für ein wenig übertrieben. Und was das "Wissen" von Tierhaltern (ich meine jetzt NICHT diejenigen, die hier geschrieben haben) über die Ernährung von Tieren angeht - darüber könnte ich ganze Bücher schreiben...
Dazu möchte ich Dagmar sagen, dass Trockenfutter für Hunde - also mehrfach behandeltes Grundfutter - auch nicht das Wahre ist. Ich persönlich lehne es aus zwei Gründen ab: Erstens enthält es immer Konservierungsstoffe (nicht jeder Konservierungsstoff muss übrigens deklariert werden, so dass er für den Käufer nicht ersichtlich ist) und zweitens weiß ich nicht, woher das Fleisch stammt (=Tiertransporte, Haltung etc.). Bei Fleisch, das ich beim hiesigen Metzger für meine Tiere kaufe, weiß ich, dass die Tiere aus der Region von Biohöfen stammen und im eigenen Betrieb geschlachtet werden - auch kein schöner Gedanke. Aber Hund ist in meinen Augen Hund und muss meine Ethik nicht teilen.
"Man geht neuerdings nicht mehr davon aus, dass der Hund vom Wolf abstammt (es gibt einfach ein paar ganz grundlegende Unterschiede).
Man geht davon aus, dass es einen Art "Ur-Hund" gab, der schon immer Begleiter des Menschen war, sich also immer von den Essensresten des Menschen ernährt hat, und das war nur selten Fleisch."
Dazu hätte ich doch gerne mal ein paar Links. Und bitte nicht auf irgendwelche Esotherik-Seiten, die bekommen wir in letzter Zeit hier schon zu oft zu sehen.
Außerdem war der Urmensch auch ausschließlich Fleischfresser und wurde erst später zum Bauern mit Pflanzenanbau. Wenn also dein "Urhund" von Anfang an dabei war, hätte er auch nur Fleisch bekommen.
Oder ist hier jemand der Meinung, der Hund stammt von der Ziege ab?
Soso! Daher also beim homo sapiens sapiens dieser kurze Darm, die Reißzähne, die hohe Laufgeschwindigkeit und die Vorliebe für rohes Fleisch! Oo
Und die Katze stammt von der Qualle ab!
Ignoranten!
Fraglich, wer hier ignorant ist.
Übrigens wurde auch zu deiner ursprünglichen Frage schon was geschrieben im Thread.
Aber der ganze Biologismus bringt uns doch nicht weiter, oder?
Die Frage "was ist historisch als natürlich zu betrachten" ist imo eben nicht halb so relevant wie die Frage "was ist ethisch besser?"
Solange es nicht gesundheitlich SCHADET, natürlich.
Und wohin falsche Ernährung führt sieht man doch beim Rinderwahn. (Fütterung mit Tiermehl)
Das hat aber goldy007 oben auch schon eingehender erklärt.
Zu dem imo haarsträubenden Vergleich des Tiermehl-Verfütterns an Wiederkäuer in der Intensivtierhaltung mit veg* ernährten Hunden habe u. a. auch ich schon was geschrieben.
Es ist eben nicht einfach mal so grundsätzlich "falsch", Hunde vegetarisch oder vegan zu ernähren.
Für mich persönlich ist es schon lange durch, das heißt aber nicht dass ich nicht doch nochmal auf die ein oder andere Sache antworte.
auch wenn ich dazu einige Fragen hätte,
z.B. "von Geburt an vegetarisch" - Frage: Bekommen sie denn keine Muttermilch?
oder Anmerkungen, z.B. zu dem, was du am Ende über "Raubtiere" u.s.w. schreibst:
Wir Menschen sind vielleicht gar nicht so "frei" in ihren Entscheidungen, wie wir oft meinen oder uns wünschen. Wenn wir das Glück haben, uns so entwickelt haben zu können, dass wir uns für bessere Ethik entscheiden können, meinen wir oft allzu leicht, auch andere könnten es ebenso leicht. Oft ist es schwer nachzuvollziehen, was in anderen Menschen wirklich vorgeht.
und übrigens finde ich Quälen und Töten auch dann nicht einfach 'neutral', wenn es Raubtiere tun.
Auch wenn ich keine bessere Welt in der Tasche habe, wünsche ich mir im Idealfall und eher abstrakt eine, in der es keine Raubtiere gibt - auch wenn ich es - in anderen Hinsichten - schade fände, wenn es z.B. keine Delfine, Eisbären und viele andere Raubtiere mehr gäbe. In meiner Traum-Utopie gäbe es sie sozusagen zwar, aber (so ähnlich wie in einem Text bei Jesaja in der heb. Bibel) sie wären keine Raubtiere mehr (was natürlich das ganze Ökosystem anders aussehen lassen würde, schon klar - und falls einige Pflanzen etwas empfinden können, ist es natürlich noch komplizierter)
Grundsätzlich ist es eine wirklich sehr lobenswerte Einstellung, vegan zu leben. Der Mensch wäre heute aber nicht da, wo er jetzt ist, wenn er nicht mit der Domestizierung und Schlachtung von Tieren begonnen hätte. Das liegt natürlich schlicht daran, dass es früher (FRÜHER!) fast unmöglich war, den Verzicht auf Fleisch vollständig zu kompensieren. Daher die Schlachtung von Tieren generell zu verteufeln, halte ich für falsch. Unsere Kultur hat sich nunmal um dieses tausende Jahre alte Verhalten aufgebaut. Jetzt tatsächlich zu Verlagen, dieses grundlegende Verhalten zu ändern wäre ... utopisch ;-D
Aber dafür sind wir ja hier, nech? :-)
Den Mensch allerdings mit Raubtieren zu vergleichen, trifft nicht wirklich den Punkt ;-) Ebenso das Wertesystem von Haus- und Nutztier mit dem Holocaust sowie der Frauenkastrierung in Verbindung zu bringen halte ich persönlich für etwas daneben :-/ Ich hoffe ich werde dafür hier nicht zerrissen, aber war das nicht ein etwas zu großzügiger Rundumschlag?
Im Grunde ist jedes Haustier aus einem Nutztier hervorgegangen. Hunde waren früher auch Zweckgegenstände, meistens Hütehunde oder Wachhunde. Haustiere, vor allem "Kuschelkleintiere" zu halten, ist erst ein sehr später Trend in der Menschheitsgeschichte.
Iiiich denke, der Punkt von "Tierliebe unter der Lupe" ist ein anderer: Ist es wirklich nötig Haustiere zu halten, die de facto keinen Zweck erfüllen, sondern nur unserer Belustigung dienen? Meiner Meinung nicht. Das ist für mich wahre Tierquälerei. Weil sie sinnlos ist. Und keiner davon satt wird!
Liebe Grüße,
Peter
Noch eine Anmerkung: Unser Umgang mit Tieren qualifiziert uns Menschen nicht nur als gefühlskalt, selbstsüchtig und stumpf, sondern obendrein als dumm: Tiere bewerten wir als intelligent, wenn sie sich auf veränderte Lebensbedingungen umzustellen vermögen, wenn also zum Beispiel Affen, die ihr Habitat und ihre Ernährungsgrundlage durch Urwaldrodung verloren haben, plötzlich lernen, Kokosnüsse zu öffnen. Angesichts des Klimawandels, der durch "Nutzvieh"-Haltung und Fleischproduktion weitgehend mitbedingt ist und weiter voranschreiten wird, müssten auch wir allein schon zur Selbsterhaltung auf Produkte vom Tier verzichten. Aber die "Krone der Schöpfung" besitzt anscheinend keine ausreichende Fähigkeit dies einzusehen, geschweige denn, Konsequenzen zu ziehen. Dies erklärt auch, weshalb das Thema in den Medien kaum thematisiert wird. Danke an Utopia, das wenigstens hier so etwas möglich ist.
ich finde, wenn man sich so vehement für das Tier, von welcher Art auch immer, als Lebewesen einsetzt, dann sollte man mal darüber nachdenken, ob die Sojapflanze, die für Tofuherstellung geerntet wurde, nicht auch ein Recht auf Leben hat!
Der wissenschaftliche Beweis, dass Pflanzen über ein ähnliches Bewusstsein und Schmerzempfinden verfügen wie hoch entwickelte Säugetiere und Vögel, ist ja bisher nicht erbracht worden.
Wir dürfen also davon ausgehen, dass eine Pflanze zumindest weniger leidet als ein Tier. Wenn eine völlige Vermeidung von Leiden nicht möglich ist (ohne dabei zu verhungern), sollte der Mensch doch wenigstens bemüht sein, das Leid so gering wie möglich zu halten.
Ich stimme allerdings zu, wenn du meinst, dass der Mensch in industrialisierten Gesellschaften mit Pflanzen genau so respektlos umgeht wie mit Tieren. Natur wird im Sinne kommerzieller Interessen rücksichtslos ausgebeutet.
ich habe sehr intensiv alle Beiträge gelesen. Ich finde es sehr positiv, dass sich so viele Menschen Gedanken machen.
Leider sind Extreme in beide Richtungen nicht besonders vorbildlich. Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Meine Großmutter hat mit den Pflanzen gesprochen und ich war davon überzeugt, dass sie deshalb prächtiger gediehen als bei den Nachbarn. Wir haben uns vor jeder Malzeit bedankt und an diejenigen gedacht, die zu wenig haben.
Fleisch gab es grundsätzlich nur einmal pro Woche - sonntags. Dazu haben wir Kaninchen, Hühner und eine Ziege gehalten.Jedes Jahr wurde ein Schwein geschlachtet. Das wurde nicht gequält durch lange Transporte, und alles wurde verarbeitet - Wurst, Schinken, usw. das reichte für ein Jahr. Dazu kamen eingelegt Heringe, Forellen, die der Großvater regelmäßig gefangen hat.
Denkt doch mal darüber nach wie sich eine Pflanze fühlt, die plötzlich durch einen Mähdrescher gequetscht wird. Was sagen die Erdbeeren, wenn sie aus ihren Träumen gerissen werden und zwischen mahlenden Zahnreihen ihr Dasein beenden.
Jedem ist freigestellt wie er sich ernähren möchte - mit oder ohne Fleisch. Informationen über eventuellen Mangelausgleich gibt es ausreichend. Ebenso kann man nachlesen, was zuviel Fleisch negativ bewirkt. Mit Aggressivität können wir niemanden überzeugen, nur mit verständlichen Erklärungen.
Ich bin der Meinung, dass wir mehr Achtung an den Tag legen müssen. Mehr Achtung vor unseren Mitmenschen, vor allen Lebewesen, vor der ganzen Natur.
Unsere "Lebensmittel" sind zu billig geworden. Ein Gourmet, der für sein 3-Gänge-Menue 100 Euro bezahlt genießt es und schlingt es nicht in 5 Minuten gierig runter.
Streben wir wieder zur "Esskultur". Wir müssen nicht auf der Strasse essen oder im Auto vor der Ampel. Da beginnt unsere Gedankenlosigkeit. Wenn wir unseren Kindern wieder vermitteln können, dass unsere Nahrung wertvoll ist - zu wertvoll als dass sie gedankenlos zwischen Tür und Angel verschlungen wird - dann kommen wir vielleicht langsam wieder zurück zu einem maßvollen Umgang mit unseren Ressourcen.
Massentierhaltung ist unerträglich, unvernünftig und nicht notwendig. Da liegen die Wurzeln des Übels.
Auf über 22 Jahre der fleischlosen Ernährung kann ich leider nicht zurückblicken. Ich war nur vier Jahre lang Vegetarier, bin dann rückfällig geworden, esse aber aktuell wieder fast gar kein Fleisch.
Wie auch immer, die Einteilung in Haus– und Nutztiere ist völlig daneben und dient wohl nur zur Beruhigung des Gewissens.
Ja, und ich beruhige – zugegeben – mein öfters mal Fisch essendes Gewissen folgendermaßen: Fische haben kein Bewusstsein und empfinden nix, wenn sie im Netz zappeln und an Bord des Fischfang–Schiffes ersticken.
:-(
Ich finde es an sich schon krank, sich ein Tier nach Hause zu holen, es sei denn, um ihm akut zu helfen (weil es krank ist oder verhungert oder gequält wird...). Nach der Genesung müßte man es aber wieder auswildern. Wofür werden "Haustiere" gehalten ? Doch nur zur persönlichen Bereicherung.
Jedes Tier würde sich immer für die Wildnis entscheiden, nicht kastriert, nicht überfüttert, nicht überwärmt, nicht zur Untätigkeit verdammt, sondern gebärend, kämpfend und jagend etc.
Wenn der Mensch "Freund" ist, würden manche Tiere sicher gern `mal "zu Besuch" kommen, aber ganz sicher auch wieder gehen und - by the way - Hunde würden wohl Kaninchen jagen oder Vögel oder Ratten, ich glaube nicht, daß sie sich von Beeren, Getreide, Wurzeln oder Rinden ernähren würden. Auch da, denke ich, gilt: gerne auch `mal was Pflanzliches, zusätzlich, aber nicht nur, eben wie einen "Besuch" beim Menschfreund
Wenn man wirklich ein gesundes Gefühl zur Natur hat, dann liebt man auch den Tod und den Schmerz (z.B. in Form von Kälte) und dann "fühlt" man, daß ein Hund die Jagd braucht...und man kann ihn von Weitem lieben, ohne selbst etwas haben zu wollen...
Deinen Artikel, barbfreak, finde ich sehr anregend und wahr. Dankeschön
Mein erster Kommentar hier als frische Utopistin:
DANKE FÜR DIESEN BEITRAG, DER MIR AUS DER SEELE SPRICHT.
Er ist getragen, von einem Respekt gegenüber dem Leben, gegenüber ALLEM Leben.
Eine Anmerkung würde ich gerne zu meinem Vorredner machen: Ich sehe das genauso. Eine Welt, wie ich sie mir erträume, sperrt keine Tiere ein. Die menschenbezogeneren kommen immer wieder mal auf Besuch, vertschüßen sich dann aber auch immer wieder in ihr "wildes" Leben.
NUR: SOWEIT SIND WIR NOCH NICHT! Noch lange nicht. Und solange es Tierheime gibt (und ich kenne die Zustände dort sehr genau) solange werde ich Tiere bei mir aufnehmen - und damit auch einsperren. Es ist schlichtweg das kleinere Übel. Ich würde aber die erste sein, die auf die angenehme Wohngemeinschaft mit Katzen verzichtet, wenn es keine Tierheime mehr geben würde.
Alles Gute für Mexiko, Barbfreak!
Und das durchaus auch bewusst, das denk ich schon. Wer will schon beim Essen an ein Kopfüber hängendes aus dem Hals blutendes Hähnchen denken? Da verschließen viele automatisch die Augen, so schade ich das finde.
Vegetarismus zu argumentieren finde ich generell schwierig. Ich finde, es ist dir in diesem Text so weit sehr gut gelungen, aber am Ende läuft es doch darauf hinaus, dass es ein persönliches Gefühl sein muss. Wenn ich in meinem Herzen nicht dieses Streben nach Gerechtigkeit und Friede gegenüber ALLEM Leben verankert habe, wird mich die beste Argumentation nicht vom Fleischessen abhalten.
Persönlich finde ich es ganz dramatisch, einem Lebewesen das elementarste und mindeste, das es hat, nämlich das Leben selbst, zu nehmen, und freue mich deshalb immer, gleichgesinnte kennenzulernen, und Texte wie diesen zu lesen.
Vielen Dank!
Völlig richtig, total fehl am Platz diese Anmerkung. Passt aber einfach zu gut zur vegetarisch-veganen Moralkeule.
Ethik und Moral haben meiner Meinung nach bei der Fleischdiskussion eh nichts verloren. Da geht es um Gesundheit, sowohl von (Schlacht-)Tieren, Menschen und Umwelt.
Und zum Thema "ich ernähre mein Haustier (jetzt) vegetarisch" fällt mir eh nix mehr ein...
Nur noch eine Ergänzung: Wenn man den Artikel gelesen hat, sollte man sich noch den Film Earthlings anschauen. Dies ist eine Dokumentation, die unseren Umgang mit Tieren in verschiedenen Bereichen des Alltags darstellt. Diese Doku regt wirklich zum Nachdenken und Hinterfragen an und letztendlich zum Handeln. :-)
http://veg-tv.info/Earthlings
but
die Bilder waren echt grausam- dass Menschen zu so etwas faehig sind.....zu wahr.
die Untertitel reichen auch aus.
Ich glaube, die viele Fleischesser verdrängen einfach die grausigen Zustände der Massentierhaltung. Sie wollen das nicht wahrnehmen. Zumindest war das bei mir vorher so. Ich wusste auch, dass im Schlachthof am Ort alle 3 Sekunden ein Schwein stirbt. Ich hatte auch schon Dokus über Schlachthöfe im Fernsehen geguckt, aber beim Essen habe ich das alles ausgeblendet und von mir weggeschoben. Das sind zumindest meine subjektiven Eindrücke dazu.
Danke für diesen guten Artikel.
ich respektiere deine Haltung.
Selbst esse ich aber Fleisch und wollte nur einige Aspekt zu bedenken geben.
Tiere unter TOP Biobedingungen gehalten leben wesentlich länger und besser als Ihre Artgenossen in freier Wildbahn. Ich wäre lieber eine Kuh auf einem Demeterhof 2010 als Auerochsen vor 2000 Jahren in Freiheit.
Tierhaltung und die Tierhalter pauschal in einen Topf zu werfen halte ich für nicht richtig.
Ich zeige dir gerne Bauern die Ihre Tiere sehr wohl lieben und sie trotzdem schlachten.
Ich selbst bin auf einem kleinen Bauerhof groß geworden. Alle unsere Tiere konnten sich wesengemäß ausleben. Bei uns hat kein Kalb nachts geschrien weil es bei seiner Mutter und später immer in Sichtkontakt war.
Der Respekt vor der Kreatur und ein wesensgemäßes Leben der Selben ist wichtig.
Viel erfolg in Mexico
JP
Jemand, der jemanden (sei es Mensch oder Tier) aufrichtig liebt, der tötet es nicht. Das ist dann jedenfalls keine Liebe.
http://doppelstandards.wordpress.com/
Ich wollte ihn teilen, doch leider empfinde ich zumindest eine Passage als falsch und rassistisch:
"In Afrika ist es für die Menschen total in Ordnung, ihren Töchtern die Klitoris und Schamlippen abzuschneiden. Mütter führen ihre Töchter zu diesem grausigen Ritual wie sie von ihren Müttern gebracht wurden. Sie haben keinerlei Schuldgefühl, stellen dieses Ritual nicht in Frage. Es war schon immer so - sie kennen es ja nicht anders. Ist es deswegen richtig?"
Das ist schlichtweg falsch. Ich möchte FGM natürlich keinesfalls verteidigen, aber der Inhalt dieser 5 Sätze ist an einigen Stellen nicht korrekt - 1.) FGM gibt es nicht in ganz Afrika, wohl aber auch in Europa, Asien, Amerika.. 2.) Genitalverstümmelung wird in Frage gestellt. Es gibt zahlreiche Initiativen dagegen, oft von Müttern und Vätern.
Ich würde andere Beispiele wählen, mit denen "wir" "uns" eher identifizieren können - spontan würde mir Menschenhandel einfallen. Oder Sklaverei, das wird ja häufig genannt.
Es gibt auch in unserer unmittelbaren geographischen Umgebung schreckliche Dinge, die an der Tagesordnung stehen. Ich denke, es ist sinnvoller, auf diese hinzuweisen, als Menschen, die wo anders leben, als anders zu konstruieren. Salonfähige Verstümmelung (Schönheitsops?) gibt es auch bei uns!
Auch diese Passage wollte ich kurz ansprechen:
"In vielen Ländern der Welt sind Frauen Menschen 2. Klasse. Sie zu steinigen, wenn sie vergewaltigt wurden, sie zu verbrennen, wenn ihr Mann gestorben ist, sie gleich nach der Geburt zu töten - all dies ist für die Menschen, die in dieser Kultur leben, ganz normal, ganz selbstverständlich. Ist es deswegen richtig?"
Auch hier würde ich statt dem undefiniertem "in vielen Ländern" einfach europäische Länder als Beispiel heranziehen - Schweiz als Nachzügler beim Frauenwahlrecht? Oder Gehaltsschere?
Schönheit-OPs wären meines Erachtens da nicht unbedingt ein gutes Beispiel da das etwas ist, was viele Menschen als "gute Sache" ansehen.
Ausserdem ist Genitalverstümmelung etwas, was in Teil der Kultur ist. Inzwischen gibt es nur immer mehr Stimmen, die sich dagegen auflehnen. Überall wo es kulturelle Diskriminierungen gibt oder Bräuche, die Leid verursachen, gibt es auch Menschen, die sich dagegen auflehnen.
In Deutschland - und weltweit - gibt es glücklicherweise auch immer mehr Stimmen, die sich gegen Fleischessen auflehnen.
Ich danke für das Feedback. Wenn dieser Artikel nicht ganz gefällt, kann er ja vielleicht als Anregung dienen, einen ähnlichen zu schreiben?
Unsere ganze Anatomie alleine sagt das schon aus (Gebiss, Magen, Knochen, etc.) Die heutigen Schweine, Kühe, Hühner haben WIR domestiziert und als Nutztiere gezüchtet.
Was würde passieren, wenn wir alle von heute auf morgen Veganer sind? Wir müssten sämtliche Tiere töten, denn eine Kuh oder ein Schwein könnten in der Wildnis gar nicht mehr überleben. Wir hätten nichts mehr: Milch, Eier, - blabla man könnte dieses Horrorszenarium weiter führen. (Hier wächst NICHTS im Winter, es gäbe zu wenige "Körner" der die ganze Menschheit ernähren würde..)
Man kann die gesamte Menschheit nicht zu einem Veganer umerziehen. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das man keine Mangelerscheinungen hat. Vegetarier kann ich mir noch vorstellen, Veganer? - vereinzelte ja - aber die Mehrheit nein.
Natürlich würde ich mir keinen Pelz anziehen und natürlich kaufe ich auch keine Eier aus Legebatterien, oder Fleisch abgepackt aus dem Supermarkt - aber was durchaus richtig ist, das jedes Tier Trauer, Angst - mit einem Wort: Emotionen empfindet und ich finde auch das man jedes Tier gut behandelt (auch beim schlachten). Aber die Vergleiche mit den jeweiligen Riten (Verstümmelungen, Judenverfolgung, etc.) finde ich ziemlich weit hergeholt! Das ist sicher nicht "Richtig", aber ich selbst finde auch viele Dinge nicht "Richtig" mit der Tierhaltung hat das aber nichts damit zu tun. Ich verurteile keine Veganer, Vegetarier, Nichtraucher, Radfahrer (naja, ich als Autofahrer vielleicht schon) aber irgendwie habe ich das Gefühl, das ich permanent verurteilt werde, weil ich rauche, weil ich Fleisch mag oder weil ich meine Katze "verhätschle". Darf ich in einem Restaurant zu einem gut genährten Menschen hingehen und sagen:"iss nicht so viel"? " - Nein - man kann doch nicht etwas als "schlecht" hinstellen nur weil man selbst eine andere Einstellungen hat.
Und JA der menschliche Körper braucht Tierisches Eiweiß - nicht so viel wie wir zu uns nehmen aber wenigstens ein bisschen (wir haben Reißzähne!).
Man kann eine eigene Einstellung erklären, aber nicht Menschen verurteilen, die einfach anders leben WOLLEN.