"Wenig Ansprüche haben" heißt die 14. Shila der Zen-Gemeinschaft in Eisenbuch. Diese Handlungshilfe ist leicht ausgesprochen, schwer erfahren und noch schwerer eingehalten. Mein Gehalt ermöglicht es mir, weitgehend gedankenlos durch die Welt zu konsumieren. Ich glaube aber zutiefst, dass ein Weg aus der Misere der Welt im Allgemeinen und zu meinem persönlichen Glück im Besonderen nur darin liegen kann, jede Form der Unachtsamkeit zu beheben. Und unbedachtes Konsumieren nimmt hier definitiv eine Schlüsselstellung ein. Also habe ich mich dazu entschlossen, eine besondere Art des Verzichts zu üben: Einen Monat möchte ich nichts selbst bezahlen.

Natürlich läuft die Miete weiter und Essen für die Familie muss her. Aber alle Arten der Bezahlung übernehme im nächsten Monat nicht selbst. Ich muss mir entweder jemand suchen, der dies für mich tut. Oder ich muss einen Monat darauf verzichten. In jedem Fall muss ich mich mit meinen eigenen Konsumnöten und -gelüsten auseinander setzen, sie mir selbst oder anderen bewusst machen und sie reflektieren. Die Zwischenstationen und Ergebnisse werde ich hier berichten. Mal sehen, was passiert!

Wie findet Ihr die Idee?

Ich danke Euch sehr.