Wenn der Bio-Trend einmal versiegen sollte und die Bio-Supermärkte durch den nächsten Discounter ersetzt, E-Mobile von der neuen Spritschleuder-Generation verdrängt und das letzte Naturschutzgebiet zur Abholzung freigegeben ist, wer wäre dann schuld dran? Die schlimme Antwort: Auch die Bio-Bewegung selbst.
Natürlich nicht alleinig und auch nicht größtenteils. Millionenschwere PR-Mühlen arbeiten gegen jede noch so kleine grüne Initiative. In Kalifornien ist gerade ein Gesetzesentwurf zur Kennzeichnungspflicht von Gen-Food in der Mache. Spendenstand der Befürworter: rund zwei Millionen Dollar. Spendenstand der Gegner: 25 (in Worten: fünfundzwanzig!!) Millionen Dollar. Hauptspender der Gegenseite: Monsanto, Bayer, BASF, Nestle, etc. Das Individuum gegen die Konzerne ist nicht David gegen Goliath sondern Baby-David gegen eine Goliath-Klonarmee.
Trotzdem: der Baby-David könnte es schaffen. Er hat etwas auf seiner Seite, das der Goliath nur vom Hörensagen kennt: Leidenschaft, Herz, Charakter. Doch genau an dieser seiner stärksten Waffe kann er auch zugrunde gehen. Denn wenn ich mir die Öko-Szene so anschaue, dann kommt es mir immer öfter vor, als kämpfte der Baby-David nicht gegen die Goliaths sondern gegen andere Baby-Davids, die nicht exakt seiner eigenen Meinung sind.
Meine laienhaft-hobbypsychologische Begründung dafür: das Heilsbringer-Syndrom. Wer lange genug in sich gegangen ist, sich selbst hinterfragt hat und viel über Richtig und Falsch gegrübelt hat, der wird irgendwann aus seinen Überlegungen mit dem größten Geschenk hervor gehen, das man sich selbst machen kann: einen Sinn, eine Sache, eine Leidenschaft, der man sich verschreiben kann. Eben genau die Wunderwaffe, die den Goliath zu Fall bringen kann. Doch leider kommt damit auch oft eine Gewissheit, es besser zu wissen als der Rest. Eine Selbstlizensierung zum Missionarstum, die auch vor Gleichgesinnten nicht halt macht.
Anstatt also endlich als eine Gemeinschaft aufzutreten, an der Überzeugung der Uninformierten zu arbeiten und die Kräfte zu bündeln, wird sich lieber untereinander der Schädel darüber eingeschlagen, ob jetzt zum Beispiel Vegetarier oder Veganer oder Freeganer oder sonstwer die einzig wahre Lebensweise des verantwortlichen Wesens gefunden haben.
Man möche meinen, wir wollen alle das eine: Dass die Welt eine bessere wird. Aber oft erscheint es mir, als wäre Vielen das eigene Ego, die Stigmatisierung der anderen Gruppenmitglieder, wichtiger als eine insgesamte Verbesserung. Am Ende zählt doch die Bilanz. Und diese Bilanz zeigt eindeutig: Neulinge für das Thema zu gewinnen wird auf lange Sicht der Welt mehr nützen als Mitstreitern vorzuwerfen, sie wären noch nicht "gut genug".
Nochmal: Am Ende zählt die Bilanz. Und dabei hat uns noch kein Heilsbringer jemals wirklich geholfen.


Kommentare (24)
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ansich ja nicht schlecht eine Überzeugung zu haben, dies auch zu artikulieren finde ich auch wichtig.
Du würfelst aber schon einiges durcheinander, Du sprichst von Bio-Befürwortern und von Vegetarier/Veganer, alles kommt da in in den gleichen Topf. Primär haben beide nichts zu tun, sekundär werden vermutlich die meisten vegetarisch/vegan lebenden Menschen vermutlich auch eher sich BIO nennen.
Wenn es also i.d.R. Zoff (Ich würde es eher einen guten Meinungsaustausch halten, Ausnahmen gibt es überall) zwischen bio, vegetarisch, vegan, dann geht es nicht um das eigene Wohl, sondern um andere, in diesem Fall die Nutztiere. Dies gehört eben auch, immer noch, zu den Themen, die es gilt an die Uninformierten zu bringen.
Das finde ich schon mal wichtig zu sagen und hier diesen Standpunkt auch energisch zu verteten.
Wo ich Dir unbedingt recht gebe, ist, dass die vielen unterschiedlichen Standpunkte es oft schwer, wenn nicht unmöglich machen gezielt gegen die Goliaths vorgehen zu können.
Dazu braucht man ebenz.B. NGO's wie PeTA,Vebu, BUND und GreenPeace und einige andere. Diese zu unterstützen finde ich wichtig. Aber nicht minder wichtig sind auch die vielen kleinen Nadelstiche von vielen Klein-Initiativen, auch sie können mithelfen Goliath oder Goliaths Kinder zu besiegen.
Ob also eine gemeinsame strategische Organsisation mehr ausrichten kann, das kann sein, aber sowas kann auch irgend wann missbraucht werden.
Dein letzter Satz "Nochmal: Am Ende zählt die Bilanz. Und dabei hat uns noch kein Heilsbringer jemals wirklich geholfen" möchte ich so nicht stehenlassen. Auch Menschen mit diesem "Syndrom" stellen sich uneigennützig in den Dienst der gemeinsamen Sache. Schliesslich unterstützen auch sie gemeinsame Aktionen, oft sogar intensiver als irgendwelche "Pseudo-Befürworter".
Lieber Simon, nichts für ungut, aber führt genau dieser blog in seiner teilweisen Pauschalierung nicht auch wieder zur der Diskussion, die Du anprangerst.
Mich hat sie jedenfalls veranlasst diesen Kommentar zu schreiben
Danke für deinen Kommentar.
Zur Veggie-Thematik: Ich hätte genau so gut den Streit um die richtige Wirtschaftsform (Kapitalismus vs. Kommunismus) zum Beispiel nehmen können. Meine Wahl fiel auf Veggie, weil das einfach das noch ein bisschen prominenterer Streitthema ist. Aber dieser Blogbeitrag reduziert sich damit keinesfalls nur auf dieses Thema, so denke ich habe ich es aber auch nicht ausgedrückt.
Mit meinem letzten Satz meine ich auch nicht, dass die "Heilsbringer" absolut nichts Gutes tun können. Ich finde diesen Einwand aber ein bisschen erbsenzählerisch von dir, denn ich nehme mal an, dass du absolut verstehst, was ich sagen will: Das große Heilsversprechen, den RIESEN Fortschritt und die alleinige Wahrheit, die solche Leute predigen, genau diese hat eben noch keiner von ihnen herbei zu bringen vermocht. Oft hat ihr Schaffen, sodenn sie denn nicht fiktional waren, mehr Schlimmes als Gutes angerichtet. Man denke da nur mal an die beiden katholischen und islamischen "Propheten" in deren Namen, wenn es sie denn je gab, ganze Völker ausgerottet worden sind und Jahrtausende währende Unrechtsstrukturen entstanden sind.
Die Schuld liegt also hier _nicht_ bei den Propheten (oder Heilsbringern etc), sondern wo ganz anders.
Ich denke das Problem hier ist anders gelagert. Wollen wir unsere Zeit damit verbringen, den besten utopischsten Lebensstil herauszudiskutieren? Was wollen wir alternativ sonst machen? Strategisch konsumieren ohne zu diskutieren? Konkrete Projekte anstoßen? Unternehmensdialog führen? (By the way, welches Unternehmen hat eigentlich schonmal eine Anregung in Sachen Öko/fair übernommen? Kann mich an keines erinnern)
Utopia ist nunmal auch eine Diskussions- und Informationsplattform. Es geht um öko-faires Leben und jeder hier weiß, dass das garnicht so einfach ist. Man braucht nicht nur die finanziellen Mittel, sondern auch Informationen dazu. Und dafür gibt es hier kein neutrales Nachschlagewerk a la Brockhaus. Also wird gefragt, geantwortet und logischerweise diskutiert und versucht, andere zu überzeugen. Und es gibt eben "extremere" und "weniger extreme" Utopisten, wobei die Grenze fließend ist und sich oft auch nach dem jeweiligen Lebensbereich (Essen, Mobilität, Klamotten etc) unterscheidet. Wo ich z.B. 100% echten Ökostrom fordere, fordern andere eben 100% tierfreien Konsum etc. Ab wann ist man denn eigentlich ein "Heilsbringer"? Und, wenn niemand die 100% fordert, wie schaffen wir es, dass "utopisches Leben" nicht völlig beliebig wird?
Vielleicht erreicht man die richtige Balance ja gerade durch Orientierung an Menschen mit (verschiedenen) Extrempositionen. Man sollte nur nicht zu viel Zeit in Diskussionen investieren, in denen Positionen schon unveränderbar feststehen. Das haben hier denke ich schon einige gelernt. Stattdessen andere Positionen auch mal hinnehmen ohne gleich Freundschaften zu kündigen.
(Richtig überwiegt meistens!)
In dem Fall kann ich nicht sagen, ob ich den Satz "Und dabei hat uns noch kein Heilsbringer jemals wirklich geholfen" richtig finde, oder nicht.
Ohne solche Heilsbringer hätte sich in der Geschichte viel Gutes nicht bewegt.
Auf der anderen Seite kenne ich auch den Satz "Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht".
Und die Heilsbringer, die dann nur ihre Schwarz-Weiß-Meinung gelten lassen, statt Zwischentöne und damit zur Zerfleischung der eigentlich "guten" Lager beitragen, kenne ich natürlich auch zu Genüge.
(Ähmmm...etwa von mir selbst? Nein, natürlich nieeeeeee...;-))
Also verzichte ich am Besten weiterhin darauf, zu allem eine Meinung haben zu müssen.
Es reicht ja, wenn ich sie trotzdem gesagt habe.
Zum Nachdenken regt's allemal an.
Damit ist der Zweck Deines Blog-Eintrags ja schon erfüllt, oder?
Und bei den Heilsbringern muss man schon auch differenzieren. Wenn du z.B. hier von Gandhi sprichst, dann sollte man im Auge behalten, dass genau er nicht unter ebendiesem Syndrom gelitten hat. Jesus zwar angeblich auch nicht, aber obs den so überhaupt gab ist ja historisch nicht so wirklich gesichert und sein Erbe, die katholische Unrechtskirche, spricht für sich...
Ich bin übrigens nicht in der Lage, zu beurteilen, wer das Heilsbringer-System in welcher Ausformung hat oder hatte...nicht mal bei mir.
Ich finde es mal witzig, darüber nachzudenken, aber man sollte mit solchen Einteilungen sehr vorsichtig sein.
Jede(r) ist anders als jede(r) und zwar in jeder Minute seines/ihres Lebens auch anders als er/sie selbst.
Heute habe ich die Tendenz in Bezug auf ein bestimmtes Thema, morgen nicht mal in Bezug auf das gleiche Thema.
Wer will das festlegen?
Man kann nur Tendenzen aufzeigen...zum Nachdenken anregen, sich an die eigene Nase fassen.
Feste Urteile dagegen sollte man besser nicht fassen...das macht irgendwo starr und handlungsunfähig.
Man sollte vermeiden, allzu Heilbringerisch sein zu wollen, aber auch keine Angst davor haben, daß es eben manchmal so ist...immer frisch, frei, fröhlich, auch wenn es ein Wandelgang zwischen Fettnäpfchen ist und bleibt.
http://www.utopia.de/blog/selbstversuch-2012-ein-fast/ein-kleiner-schritt-fuer-die-menschheit
Schaue ich mich in anderen Internet-Foren um, dann ist der Ton dort oft um einiges rauher. sueddeutsche.de hat ja nicht zuletzt deswegen die Kommentarfunktion abends und am Wochenende komplett abgestellt. Oder man kann einfach mal eine politische Diskussion im Forum auf Spiegel Online verfolgen und auf den Tonfall achten :)
@simon schreibt: Vielen ist "das eigene Ego, die Stigmatisierung der anderen Gruppenmitglieder, wichtiger als eine insgesamte Verbesserung"
Ich denke, man kann auf dieser pauschalen Ebene nur schwer sachlich und fallbezogen diksutieren. Ich fände es besser, wenn du das Thema konkret ansprichst, wenn du bei einer Diskussion den Eindruck hast, dass stigmatisiert wird. Ohne Kontext wird man das endlos und wenig gewinnbringend diskutieren fürchte ich.
Ergänzung (17.16 Uhr): Ist aber nicht so gemeint, dass jetzt nicht weiter diskutiert werden soll/darf
Wen schließt Du in den Begriff "Bio-Bewegung" ein? Firmen, die mit entsprechenden Produkten Geld verdienen oder Vereine/NGOs oder wirklich nur die EinzelkämpferInnen oder...? Auch wenn die Idee noch so schön ist, aber glaubst Du wirklich, dass letztere die Macht von Monsanto und Co. mit Herzblut und Leidenschaft wett machen können? Puh, also ich nicht.
Und sprichst Du bei Deinem Appell "endlich als eine Gemeinschaft aufzutreten" von Utopia? Ich nehme mal an, dass es so ist, denn (um bei Deinem Beispiel zu bleiben) der Diskussion, ob nun Vegetarier oder Freeganer die einzig wahre Lebensweise für sich gepachtet haben, begegne ich (leider) nur hier - da wird fleißig auf den Tastaturen geklimpert und gestritten, während ich im "richtigen Leben" damit konfrontiert bin, erst mal den Begriff "vegan" zu erklären (die praktischen Umsetzung steht in den Sternen) - von einer großen Gemeinschaft, die an einem Strang zieht, kann ich also nur träumen.
Ich kann mich mela mit ihrem "100%-Ansatz" nur anschließen und sage: Menschen, die ohne wenn und aber für eine Sache kämpfen, gefallen mir tausendmal besser, als solche, die ihr Fähnchen immer schön nach dem Wind drehen, um es ja jedem recht zu machen. Eine klare Position zu beziehen, ist alles andere als bequem, vielmehr erfordert dies Mut, Konsequenz und Durchhaltevermögen - Eigenschaften, denen ich bei Menschen nicht allzu oft begegne - von mir aus heißen die dann halt Heilsbringer.
Ich rede nicht von Utopia. Ich kenne die Veggie und die Kapitalisten Diskussionen auch aus persönlichen Runden, wenn mehrere Öko-Interessierte auf einem Haufen sitzen.
Der 100% Ansatz ist mir zu romantisch verklärt. Es kommt nämlich sehr darauf an, für welche Sache und wie man "ohne wenn und aber" kämpft. Oft ist das nämlich für mich mehr die EIGENE Sache als das große Ganze, und darum geht es im Endeffekt doch, oder? Mut, Konsequenz, Duchhaltevermögen - alles richtig und gut. Aber was ist mit Starrsinn, fehlender Toleranz, fehlendem Willen zur Abstraktion? :) 100% klingt für mich nach Schwarz-Weiß Malen.
Du schreibst: "Aber oft erscheint es mir, als wäre Vielen das eigene Ego, die Stigmatisierung der anderen Gruppenmitglieder, wichtiger als eine insgesamte Verbesserung."
Nach meiner Beobachtung/Meinung sind es Wenige, die so laut sind, dass sie wie Viele wirken.
Manche fühlen sich durch die Lautstärke angezogen, manche abgestossen. Wiederum andere hören ihr eigenes Wort nicht mehr.
Lautstärke bedeutet nicht nur: ständige Wiederholung, mehr Imperative, sondern auch mehr Pauschalisierung "die anderen", "die bösen", "wir guten". Dabei sinds doch alles Menschen, die sich mehr oder weniger sorgen und mehr oder weniger um Bedürfnisse (Anderer) kümmern, aber durch die Lautstärke vom Gespräch abgelenkt werden und unterschiedlich reagieren.
Dieses Verhalten gibt es online wie auf der Strasse oder im Vereinslokal oder bei der Bürgerversammlung.
Mission kann und wird auch schon anders gesehen: als liebevoller, bedingungsloser Dienst für Menschen.
Das Image des Wortes ist dem noch nicht nachgekommen.
Es hat sich schon etwas verändert in den letzten 20 - 30 Jahren!
Das habe ich gespürt und auch einige meiner "alten" Bekannten.
Bei meinem Projekt Hannover zeigt Flagge, ist mir das so sehr aufgestoßen, das ich das Projekt beendet habe.
Selbstinzenierung, Konkurenzkampf und Heilsbringersyndrom sind da schon die richtigen Worte.
Vielleicht liegt es daran, das "uns die Zeit davon läuft", oder die "Gefahr des totalen Kollaps" zu groß ist/scheint? Angst essen Seele auf!?
Als ich das so wahrgenommen habe, habe ich mit einigen "alten" bekannten darüber gesprochen und die haben den gleichen Eindruck gewonnen.
Heute sind wir in keiner Gruppe mehr und unterstützen auch keine Gruppe mehr, nur noch persönliche Kontakte.
Daher schätze ich solche Plattformen wie Utopia, Avaaz und co. !
Da fühle ich mich besser aufgehoben und auch ermutigt weiter aktiv zu sein.
Der Beitrag von Hagen Rether ist hier sehr gut:
Hagen Rether in "Neues aus der Anstalt" am 01.04.2008 über die Avatare unserer Gesellschaft, über die wir so gern "empört werden"(!), anstatt wirklich aktiv zu werden und die Ursachen der Probleme zu hinterfragen. Die Verlogenheit und Scheinheiligkeit des sog. "öffentlichen Diskurses" dieser Gesellschaft wird hier von Rether wieder eindrucksvoll und unnachahmlich dargestellt.
http://www.youtube.com/watch?v=-OHa07jmv6o
Interessante Beobachtung, habe ich auch gemacht. Die Frage ist nur was hat sich Verändert?
Die Gesellschaft oder Ich im Bezug zur Gesellschaft. Die Selbstinzenierer, den Konkurrenzkampf und das Helsbringersyndrom gibt es nach wie vor. Ich denke der eigene Standpunkt, das Bewusstsein darüber hat sich verändert. Wenn ich heute mit meiner Lebensweise einem Juppy begegne der sich irritiert fühlt, dann ist das mir herzlich egal, der steht noch auf einer Stufe wo Geld Macht und Erfolg die obersten Ziele des Lebens sind. Genauso geht es mir mit der Ökoszene, die meint der einzige Weltretter zu sein. Zeit haben wir genug um uns zu entwickeln. Ich denke die ganzen Endzeitszenarien kommen aus dem eigenen Egoismus.
Sehr Hilfreich bei der eigenen Ausrichtung ist die Frage nach dem "wohin Entwickeln wir uns?"
Nehmen wir als Beispiel eine Schaukel. Jeder weiß wie sie funktioniert, oder?
Beim Ausschlag, also wenn die Schaukel am höchsten ist, bin ich Schwerelos im Umkehrpunkt.
Im Tiefpunkt habe ich das größte Gewicht und die größte Geschwindigkeit.
Dann folgt der nächste Umkehrpunkt mit der Geschwindigkeit gleich Null.
Jetzt können wir uns das Leben anschauen:
Auf Massentierzucht folgt Veganismus
Auf Diktatur, Monarchie folgt Demokratie
Auf konventionelle Landwirtschaft folgt Biologische
Auf Technikwahn folgt Esotrip
Auf Konsum folgt Enthaltsamkeit
usw.
Und jetzt wäre es interessant heraus zu finden welchen Schritt die Menschheit als nächstes geht und in welcher Weise dieser zu unterstützen ist.
Und das sie nicht in Richtung Monsanto geht ist für mich klar, auch wenn es zurzeit so aussehen mag. Auch wir das reduktionistische Wissenschaftsdenken an Einfluss verlieren.
Warum ?
Das ist an der Entwicklung unschwer zu erkennen. Vor Dreihundert Jahren reichte ein Mann (Newton) um die ganze Welt auf den Kopf zu stellen. heute benötigt man ein ganzes Heer von Wissenschaftlern damit sie mittels eines 50 km langen Apparates ein " HICKS Teilchen" identifizieren können mit dem kein Mensch etwas anfangen kann. Mit der Mechanik von Newton sind immerhin sämtliche Bauwerke der Welt errichtet.
Es geht um die Abkehr vom Geldsystem, vorallem um die Abkehr vom Zins und Zineszinssystem, um die Abkehr vom Konkurenzkampf, hin zur Kooperation zu einem Miteinander.
Das denke ich wird unser nächster Entwicklungsschritt sein. Sonst lassen sich unsere Herausforderungen nicht lösen.
Hagen Rether steht nicht alleine auf weiter Flur. Da gibt es noch andere "Hinweiser"
schau mal hier, was Schmickler sagt
http://www.youtube.com/watch?v=WsRaFjDlS0k
oder hier:
http://www.georg-schramm.de/html/programm.html
es gibt noch Priol, Pelzig.....
Danke für die ganzen tollen Beiträge!
wenn schon von bio die rede ist, staune ich über die nachricht mit den braunen bananen . . . " . . . das soll fortschritt bringen ? - denkste !"
die selbsternannten richter mögen einkehr halten, denn der werfe den ersten stein, der ohne fehl und makel ist. mit dem artikel über die politsche gesinnung wird im grunde genommen eine allgemeine verhetzung und ausgrenzung aller nicht genehmen meinungen betrieben. so gesehen sollte sich utopia mit den ausgrenzern wahrich rot-grün-schwarz und in sonstigen, noch gängigen farben schämen, auch fremdschämen. gestritten und betrogen wurde in abgelaufener zeit genug, aus und in allen richtungen und farben.
das recht auf freie meinungsäußerung und freie überlegungen zum täglichen geschehen ist verfassungskonform. wer anders handelt, handelt gewalttätig, auch nonverbal und gegen das grundgesetz und die menschenrechte. keine partei, organisation oder gruppierung darf dagegen vestoßen.
ich fordere waffenstillstand und einkehr. gehen wir doch alle aufeinander im guten sinne zu.
(passt dort besser zur Diskussion)
http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/welcher-soja-drink-ist-wirklich/antworten/35349
Genau das meine ich. Vorwurf formuliert, Dogma aufgestellt, in keinster Weise auf den anderen eingegangen oder eine Alternative angeboten. Obwohl im Endeffekt beide, die Fragestellerin und der Kommentator, das eine wollen, nämlich ökorrekt konsumieren.
Ich versuche in meinem Blog und anderswo auf Utopia.de immer wieder auf die Sachargumente hinzuweisen. Viele, die für eine Sache "brennen", könnten mehr bewirken, wenn sie toleranter wären und ihr "Feuer" ein bisschen umlenken würden. Es wäre auch hilfreich, wenn nicht jeden Tag 100 neue Initiativen gegründet werden sondern wenn sich die Tatendurstigen dort melden, wo auf sie bereits gewartet wird und gemeinsame Sache machen - so wie im Blog geschrieben!
Überraschend ist, wie gut die meisten Umweltschutzorganisationen zusammenarbeiten, obwohl sie eigentlich Konkurrenten (am Spendenmarkt) sind.
Wer einen Vorschlag zur Lösung des Problems hat, bitte hier posten:
http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/sind-wir-uns-nicht-einig
:-)