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Das Containerschiff startete vom Hafen in Hongkong zu einer
stürmischen Schiffspassage nach Tacoma, einer Hafenstadt an der
nord-amerikanischen Westküste. Die Hälfte der Wegstrecke war bereits
geschafft, als der Unfall am 10. Januar 1992 passierte: Höllische
Brecherwellen donnern auf das Deck, das Schiff schlägt zur Seite. Aus
ihren Verankerungen reißen sich zwölf Metallcontainer und rasen über
Bord. Ein Container öffnet sich beim Aufprall im Wasser. Heraus fallen
rote Biber, gelbe Badeenten, blaue Schildkröten und grüne Frösche, alle
aus Plastik. Sie schwimmen, statt in den Planschbecken der Kinder, in
den tosenden Wellen des Pazifiks. Von nun an sind die 28.800
Plastiktiere Treibgut.

Nach zwei Jahren waren die Gummidinger in Hawaii angekommen. Thilo
Maack, Meeresexperte von der Umweltorganisation Greenpeace war dort mit
dem Schiff "Esperanza" unterwegs. Mit Netzen haben er und seine 20
Mitarbeiter versucht, einen Strandabschnitt von etwa 500 Metern Länge
zu reinigen. Und was nicht alles auftauchte in dem großen Müllhaufen:
"Fischernetze, Fischerbojen, Fischfallen, Golfbälle, Feuerzeuge,
Plastikflaschen, Schraubverschlüsse, Zahnbürsten, Bauarbeiterhelme,
Kanister, Plastikdosen, Bierkisten, Blumentöpfe, Schilder,
Plastikgabeln, Plastiklöffel, Elektrosicherungen, Eimer, Styroporboxen,
Kabeltrommeln, Regenschirmgriffe, Plastikteller, Plastikschnüre,
Plastikdeckel, Einmalrasierer, CD-Hüllen, Spülbürsten." Was Maack und
seine Mitstreiter noch fanden: sehr viele tote Seevögel. Sie verheddern
sich in Plastikträgern von Bierdosen-Sixpacks, Fische und Delphine
stecken fest in Nylon-Fischernetzen, Seehunde verenden in
Getränkekästen, und Meeresschildkröten fressen statt Quallen
durchsichtige Plastikfolien.





Den link zum Text habe ich gerade im Forum gefunden und wollte ihn mal in meine Welt "herüberholen"


Mehr zu lesen also unter:


http://www.br-online.de/bayern2/radiowissen/radiowissen-plastikmuell-beitrag-ID1216630674516.xml