ein paar ausgewählte Beispiele, die übrigens alle klasse funktionieren:
Kurzkochmethode auf der Herdplatte
(zuletzt in fest verschlossenem Topf gar ziehen lassen)
1kg Kartoffeln + 200ml Wasser: * ankochen * 8-10min mittlere Hitze * 12min ohne Hitze
Blumenkohl: * ankochen * 8-10min mittlere Hitze * 10min ohne Hitze
Grüne Bohnen: * ankochen * 5min mittlere Hitze * 5-10min ohne Hitze
Grünkohl: * ankochen * 20min mittlere Hitze * 10min ohne Hitze
Möhren: * ankochen * 8-10min mittlere Hitze * 10min ohne Hitze
Rosenkohl: * ankochen * 5-8min mittlere Hitze * 10min ohne Hitze
Spinat: * ankochen * 5min mittlere Hitze * 5min ohne Hitze
Wirsing: * ankochen * 8-10min mittlere Hitze * 10min ohne Hitze
klappt auch bei Nudeln, die dann nicht mal zusammenpappen:
(zuletzt in fest verschlossenem Topf gar ziehen lassen)
Bandnudeln: * ankochen * 2min mittlere Hitze * 15min ohne Hitze
Makkaroni: * ankochen * 5min mittlere Hitze * 15min ohne Hitze
Spagetti: * ankochen * 2min mittlere Hitze * 15min ohne Hitze
"Kurzkochmethode auf der Herdplatte" ... Energieeinsparung aus den 60ern


Kommentare (34)
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bstolle
schrieb am 10.02.2012 um 14:40 ¶Sonnige Grüße, Bernd....
earthling.
schrieb am 10.02.2012 um 14:50 ¶Genieß die Sonne, der Tage heute ist einfach wunderbar. Wer weiß, wann der nächste Schneesturm kommt. ; )
emmaradio
schrieb am 10.02.2012 um 15:08 ¶earthling.
schrieb am 10.02.2012 um 15:12 ¶Das werde ich dir wohl bald nacheifern, ich starte auch bald ins ökokorrekte WG-Leben.
Dude
schrieb am 10.02.2012 um 15:27 ¶Vielen Dank dafür!
Bei Nudeln mache ich es übrigens so, dass ich sie aus dem Wasser nehme, bevor sie gar sind und koche sie (kurz) in der Soße zu Ende. Dann ziehen sie den Geschmack der Soße und schmecken noch besser.
Dude
schrieb am 10.02.2012 um 16:26 ¶Robinson
schrieb am 10.02.2012 um 16:46 ¶Wir bleiben bei unserem Sicomatic, zum schnell mal Andünsten größerer Mengen (sonst Pfanne) muss ich den Topf nicht fest verschließen, sondern nutze den Dampfkessel als normalen Kochtopf, samt der diversen Einhänge- bzw. stehenden Behälter, gelegentliches Deckel hoch und Kontrollieren erspart mir extra Kochgeschirr.
P.S. Wir kochen auf Gas, von der Nachhitze der E-Platten profitieren wir leider/zum Glück ? nicht.
earthling.
schrieb am 10.02.2012 um 17:56 ¶mfazzi
schrieb am 10.02.2012 um 23:02 ¶Das darf nicht wahr sein?!
Das Bild ist AUCH von DIR?????
Unglaublich.
Mich hauts echt um!
(sorry dass ich nur über Deine Bilder schreibe, aber die sind einfach so genial!!!)
Ich abonnier gleich mal, dann verpass ich kein neues Bild von Dir ;-))
Richard-Burgenlandler
schrieb am 12.02.2012 um 10:38 ¶Und deshalb möchte ich auch eine Idee beisteuern.:-)
Ich war bei einem Freund zum Essen eingeladen. Er kochte Nudeln und zwar so. Wasser aufkochen lassen, E-Herd abschalten, Nudeln in das Wasser und das Ganze mit einem dicken Tuch zugedeckt, auf der Platte stehen lassen. Nach etwa 15-20 Minuten waren die Nudeln exakt al dente, nicht weich nicht wässrig. Er macht das schon sein Leben lang so, braucht ein wenig Übung bis man den genauen Zeitpunkt erwischt.
bastler
schrieb am 13.02.2012 um 02:06 ¶Ich kann Dir (als ehemaliger Kochtopfverkäufer auch ein bißchen mit der Materie vertraut) wirklich nur recht geben: mit der richtigen Kochmethode läßt sich jede Menge Strom bzw. Energie sparen!
Dazu noch einige Ergänzungen:
Kartoffeln sowie fast jedes Gemüse lassen sich auch mit *sehr* wenig (also noch weniger...) Wasser garen, ca. 0.5 cm Wassertiefe reicht i.d.R. (vorausgesetzt, der Kochtopfdeckel ist einigermaßen dicht), was nicht nur den Vorteil hat, daß noch weniger Energie zum Erhitzen des Wassers benötigt wird, sondern auch, daß die wasserlöslichen Vitamine nicht ins Kochwasser wandern (und dann zusammen mit diesem weggeschüttet werden) und zudem die Geschmackstoffe erhalten bleiben. Wichtig ist bei diesem Verfahren, daß nach dem Ankochen die Hitze noch weiter reduziert wird als die o.g. "mittlere Hitze" (Z.B. Stufe 2 von 8); sonst verdampft die geringe Wassermenge und das Gargut brennt an. Ausschalten kann man dann ca. 5 Min. vor Ende der regulären Garzeit.
Da sich Dein DDR-Kochbuch auf normale Herdplatten bezieht, sind bei neueren Technologien einige kleinere Anpassungen erforderlich:
Ceranfelder speichern weniger Wärme, deshalb muss bei diesen länger geheizt, bzw. später ausgeschaltet werden.
Induktionskochfelder speichern noch weniger Wärme, also muss bei diesen noch länger geheizt werden bzw. später usw. (s.o.)
Ein anderer interessanter Punkt ist die Art des verwendeten Kochtopfes:
wie auch bei Heizkörpern und Zimmeröfen, wird auch bei Kochtöpfen ein großer Teil der Wärmeverluste als Strahlungswärme abgegeben (ein Kochtopf ist ja aus heizungstechnischer Sicht auch nichts anderes als ein kleiner Ofen). Bei polierten Edelstahltöpfen liegt der Strahlungswärme-Anteil bei kaum mehr als 0%, bei sämtlichen anderen Topfarten (lackiert, emailliert, gußeisern oder was auch immer) liegt er jedoch bei über 50%.
Verantwortlich für die unterschiedliche Wärmeabstrahlung ist der sog. Emissionsgrad des Topfmaterials: je höher dieser ist, desto höher ist die Wärmeabstrahlung und damit auch der strahlungsbedingte Wärmeverlust des Topfes.
Bei poliertem Edelstahl liegt der Emissionsgrad bei ca. 0,1 und bei poliertem Gold sogar nur bei ca. 0,028 (falls das jemanden interessiert), bei sonstigen Topfoberflächen aber um das 10-fache bzw. 30-fache höher, mit den entsprechenden Wärmeverlusten.
Wer also einen Töpfekauf plant und energiesparend kochen möchte, sollte einen Edelstahltopf wählen.
P.S.
Bei Bratpfannen ist es übrigens genau umgekehrt:
Edelstahlpfannen sind ziemlicher Mist, da sie kaum Strahlungswärme an das Bratgut abgeben können. Die Folge: es wird oft nur gedünstet, was eigentlich hätte gebraten werden sollen.
mela
schrieb am 17.02.2012 um 14:41 ¶Da überlege ich doch schonwieder, ob ich meinen kürzlich gebraucht erworbenen Emailtopf lieber doch verschrotten sollte.
Woran erkennt man denn, ob es sich um "polierten" Edelstahl handelt?
Und macht die Beschichtung von Pfannen einen Unterschied, d.h. ist eine beschichtete Edelstahlpfanne dann doch wieder geeignet oder sollte man grundsätzlich zB Gußeiserne Pfannen bevorzugen?
Dagmara
schrieb am 19.02.2012 um 11:38 ¶Apropos Kochkiste: Meine Kochkiste ist unser Bett. Reis, wir mögen Jasmin- und Basmatireis sehr gern, aufkochen und ab ins Bettchen. Nach 20 Min. kann man ihn perfekt gekörnt genießen. Geht auch mit Naturreis oder Grünkern, nachdem ich ihn über Nacht vorweichen ließ.
scorsy
schrieb am 16.02.2012 um 14:53 ¶birgitlense
schrieb am 16.02.2012 um 15:35 ¶meine oma hat auch milchreis aufgekocht und dann warm eingepackt stehen lassen.
ein wasserbad speichert auch wärme. oder mal ein thermogefäß anschaffen.
bei vk-reis und vielen anderen lohnt sich einweichen und dann im einweichwasser kochen, nachquellen.
literaturtipp:
barbara hübners feine würzküche, verlag freies geistesleben
fazit: sich zeit nehmen zum kochen
Dude
schrieb am 16.02.2012 um 16:14 ¶ulrichsommer
schrieb am 16.02.2012 um 16:45 ¶http://www.kochen-essen-wohnen.de/thermobox-garbox-schulte-ufer-romana.html
Mich wundert es sehr, dass es noch keinen elektrischen und isolierten Kochtopf gibt, ähnlich einem elektrischen Wasserkocher. Der Topf müsste ein gutes Thermostat oder anderweitige Sensoren für den Zustand des Inhaltes haben und könnte dann mit unerreicht wenig Energie so ziemlich alles aufbereiten. Denkbar wäre auch die Kombination mit einem Dampfdrucktopf, bei dem dann Druck, Kochzeit und Temperatur vorab eingegeben werden können.
Kennt irgendjemand bereits derartige Ideen (oder gar bereits ausgeführte historische Dinge)?
nicat
schrieb am 16.02.2012 um 20:42 ¶soweit ich weiß ist die Firma AMC auf einem recht interessanten Weg. Es gibt von dieser Firma schon sehr gut isolierte Kochtöpfe, bzw. Dampfdrucktöpfe die ein Kochen in sehr kurzer Zeit auf einem E-Herd oder Induktionsherd ermöglichen. Dazu wird die Temperatur durch einen speziellen Deckel (Visiotherm heißt der) im Inneren des Topfes gemessen und die Eigenfeuchtigkeit des Garguts steigt hoch, kühlt sich am Deckel ab, tropft zurück und wird erneut erhitzt. Das spart dann auch viel Wasser - das Gemüse wird so schonend gegart und gedünstet, dass man das richtig schmeckt. Ein nachsalzen ist kaum erforderlich. Meine Schwiegermutter kocht damit seit Jahren und ist sehr zufrieden, trotz des immens hohen Anschaffungspreises... die Zeitersparnis macht das wieder wett.
Uwe-Sievers
schrieb am 17.02.2012 um 08:42 ¶Ute H.
schrieb am 16.02.2012 um 17:25 ¶Ich versuche schon seit meinen ersten Kochversuchen, die Lebensmittel kurz und schonend zu verarbeiten. Dabei stand nicht der Energieverbrauch im Vordergrund, sondern der Erhalt der Inhaltstoffe. Heute kommt noch die Ersparnis der Energie dazu.
Bin für jeden Tipp dankbar.
birgitlense
schrieb am 16.02.2012 um 17:32 ¶das einfachste liegt oft ganz nah :-)
also ich mit meiner mini-küche werde mir wohl einfach mal einen guten thermobehälter zulegen, bräuchte ich sowieso, da ich gern ein eigenes warmes essen habe, dass kann dann auch gleich auf dem weg fertiggaren.
für die richtigen ökos auf dem bauernhof kommt bestimmt nur eine selbstgebaute kochkiste aus öko-materialien infrage.
werde diesen tipp mal mit bei transition town anbringen, wenn es wieder ums energiesparen geht.
von mir noch einen hinweis:
bei aller energiesparerei, dampfdrucktöpfe sind ernährungstechnisch nicht so gut, da dort bei temperaturen von über 100 grad gearbeitet wird, was mehr inhaltsstoffe/strukturen? zerstört, als beim normalen kochen. sie werden jedenfalls in der gesunden küche oft abgelehnt (u.a. bei schatalowa)
mela
schrieb am 17.02.2012 um 14:53 ¶du schreibst über die Dampfdrucktöpfe. Ich habe selber einen und weiß die Geschwindigkeit sehr zu schätzen.
Habe aber auch schon überlegt, wie sich die hohe Temperatur auf die Inhaltsstoffe auswirkt. Den höheren Temperaturen stehen ja allerdings die kürzere Garzeit gegenüber, das kann ja wiederum schonend sein für die Inhaltsstoffe.
Laut einer Gebrauchsanleitung erreicht so ein Topf in Stufe 1 ca 109°, auf Stufe 2 ca 116°. Dafür in letzterem Fall eine Reduktion der Garzeit um 50-70%.
Hast du irgendwelche konkrete Info, ob sich die (eigentlich gegenüber dem normalen Kochen nur wenig höheren) Temperaturen wirklich negativ auf die Inhaltsstoffe auswirken?
viele Grüße,
mela
Uwe-Sievers
schrieb am 17.02.2012 um 08:31 ¶Realivt wenig Wasser in den Topf, bis zum Kochen auf max., danach auf 1(also auf minimal). Das Kochgut muss nicht extrem klein geschnitten werden, normal reicht aus.
Wenn man genug Zeit hat, kann man nach dem das Wasser kocht den Herd ganz ausstellen, die Restwärme
reicht aus um das Essen gar zu "kochen".
Ansonsten kenne ich noch die "Bettkochmethode". Normal bis zum Kochen auf dem Herd und dann schön ins Bett stellen. Durch die gute Isolierung der Bettdecke erübrigt sich weitere energiezufuhr.
Im Sommer werde ich mir einen Solarofen (Holzkasten mit Glasscheibe) bauen und mal versuchen damit zu kochen und vorallem zu backen.
Hat das Jemand von euch schon einmal ausprobiert?
Uwe-Sievers
schrieb am 17.02.2012 um 08:51 ¶Kartoffeln klein reiben, wie für Kartoffelpuffer, die geriebenen Kartoffeln in die heiße Bratpfanne legen, den Fisch oben drauf und dann den Deckel drauf. Nach kurzer Zeit den Herd ausmachen und den Fisch mit den Kartoffeln drehen und Deckel wieder drauf. Nach ein paar Minuten ist das leckere Essen fertig.
Ich persönlich würze nur mit Salz und Pfeffermühle, kann aber Jeder so halten wie er will.
Guten Appetit.
Bubensteyn
schrieb am 18.02.2012 um 12:34 ¶Ein Topf wird mit einer definierten Wassermenge gefüllt und dieses ohne Deckel zum Kochen gebracht. Die Zeit dafür wird gemessen.
Dann nimmt man den abgekühlten Topf, füllt ihn wieder mit der gleichen Menge Wasser, stellt ihn auf die abgekühlte Herdplatte und deckt ihn mit einem Deckel ab. Die bis zum Sieden notwendige Zeit wird deutlich kürzer sein.
Ein überzeugendes Experiment.
Polarnacht
schrieb am 20.03.2012 um 01:51 ¶Wasseramsel
schrieb am 01.03.2012 um 08:03 ¶"Kurzkochmethode" - Nudeln: * ankochen * 2min mittlere Hitze * 15min ohne Hitze
Welche "Normal"-Kochzeit steht den auf der Packung bei dieser Energiespar-kochzeit?
Ich hab nämlich Nudeln, die normal 7 Minuten und andere die 10 Minuten brauchen. Für welche gilt jetzt die Zeit, wie oben angegeben?
earthling.
schrieb am 01.03.2012 um 10:31 ¶Bandnudeln: * ankochen * 2min mittlere Hitze * 15min ohne Hitze ... normale Kochzeit von ca. 7-9min
Makkaroni: * ankochen * 5min mittlere Hitze * 15min ohne Hitze ... normale Kochzeit von ca. 10-12min
Spagetti: * ankochen * 2min mittlere Hitze * 15min ohne Hitze ... normale Kochzeit von ca. 7-9min
Bandnudeln und Spagetti als Beispiel für Nudeln mit geringerer Kochzeit, Makkaroni oder Cannelloni brauchen länger. Am besten, du probierst das einfach mal aus. Lieber kürzer ziehen lassen, kosten und zur Not noch ein wenig weiter garen lassen. Das pegelt sich dann schon ein. Viel Glück!
Wasseramsel
schrieb am 01.03.2012 um 11:43 ¶Marshavan
schrieb am 20.03.2012 um 07:34 ¶Ich mache das aber seit einer Weile schon so ähnlich, allerdings mit komplett anderer "Hardware". Aufgrund meines Nomadenlebens habe ich selten mehr als einen Wasserkocher zur Verfügung, deshalb koche ich meine Nudeln folgendermaßen: Wasserkocher befüllen, Wasser aufkochen, bis er ausgeht. Danach die Nudeln rein und warten. Ungefähr doppelt so lang, wie auf der Verpackung steht. Danach einfach das Wasser abgießen (die meisten Wasserkocher haben ein Sieb im Ausguss). Da der Wasserkocher auch für einen Liter Wasser nicht lang braucht, hält sich der Energieverbrauch in Grenzen. Ich habe allerdings noch nicht getestet, ob das auch mit Kartoffeln/Gemüse funktioniert.
PS: Wichtig ist natürlich, dass der Wasserkocher keine sichtbare Heizspirale hat.
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