12 Jahre ist es her, dass die politisch und weltanschaulich unabhängige Albert-Schweitzer-Stiftung ins Leben gerufen wurde.
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"Die Art, wie das Gebot, dass wir nicht töten und nicht quälen sollen, an mir arbeitete, ist das große Erlebnis meiner Kindheit und Jugend. Neben ihm verblassen alle anderen." - Albert Schweitzer
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Die wohl wichtigste Maxime dieser Stiftung besagt, Tierschutz mit Herz UND Verstand zu betreiben, denn nur in dieser Kombination sei es möglich, seine eigene emotionale Meinung zu zeigen und Gedanken in Worte und Taten umzusetzen.
Ein Beispiel dafür ist das Bekämpfen der Massentierhaltung, sprich die kosten- und leistungsoptimierte "Nahrungsmittelproduktion" unserer Erde, die die Stiftung als eine der größten Ungerechtigkeiten überhaupt ansieht.
ZIELE
Als Hauptziele setzt sich die Albert-Schweitzer-Stiftung u.a. den Tierschutz als Staatsziel fest in der Verfassung zu verankern, um eine artgerechte (!) Haltung in Theorie und Praxis umzusetzen, die Käfighaltung für Legehennen und Kaninchen abzuschaffen, den Handel mit Enten- und Gänsestopfleber zu beenden sowie die Manifestierung und Akzeptanz der veganen/vegetarischen Ernährung in unserer modernen Welt zu fördern.
ERFOLGE
Auch wenn der Weg der Stiftung sehr lang scheint, konnten dennoch einige große Meilensteine überwunden werden.
Dazu zählt die Kampagne "Deutschland wird käfigfrei", die den Verkauf von Käfigeiern in Discountmärkten stoppen, die Verwendung dieser Eier in deutschen Mensen stark einschränken (Initiative Käfigfreie Mensa) und in 12 Jahren die Verwendung von Käfigeiern in der Industrie von 87% auf 10% reduzieren konnte (Ziel ist natürlich der Verzicht).
Mit dem Verteilen der "Selbst-Wenn-Broschüren" versucht die Stiftung ihren Beitrag dazu zu leisten, die Klischees und vertrockneten Meinungen über die vegane und vegetarische Lebensweise einzuschränken, indem dieses kleine Heft durch eine wachrüttelnde Einleitung, deutliche Zahlen und Fakten, Rezepte sowie die Klärung der Frage, ob eine vegane/vegetarische Lebensweise denn gesundheitsschädlich sei, glänzt.
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Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bis zum letzten Wochenende nicht gewusst habe, wer denn das Käfigei aus dem Supermarkt verbannt hat...doch zum Glück habe ich an einer Fahrraddemo gegen Massentierhaltung (Teil der "Umweltzung" durch die NATUC) teilgenommen, bei der auch Vertreter der Albert-Schweitzer-Stiftung am Start waren - was für ein glücklicher Umstand! : )
Die bereichernden Gespräche mit den Mitgliedern, deren Euphorie und Willenskraft, Missstände zu beheben, sich einzusetzen für unsere "Mitwelt" ... ich muss schon sagen, dass mich das tief bewegt hat. Es gibt so viele Wege zum Ziel, man muss nur Durchhalten!
Vorhin bin ich auf der Stiftungs-Seite auf ein sehr gut gemachtes Video gestoßen, was mich eigentlich dazu veranlasst hat, diesen Beitrag zu schreiben. Schaut's euch mal an! Der Charme des Kurzfilms, die Professionalität der Umsetzung und die Klarheit der Intension spiegelt den Charakter der Albert-Schweitzer-Stiftung sehr gut wider...
MEDIA
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/fruehstueck-video
"Kümmere dich nicht um die hergebrachten Vorurteile, habe keine Angst, lächerlich zu sein, sondern handle. Was du tust, gehört zum Menschsein." - Albert Schweitzer
(Quelle, Bild: http://albert-schweitzer-stiftung.de/)
STOP! Nix mit Käfigei, Stopfleber und Hummer vom Discounter


Kommentare (44)
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Selber was tun!
(nebenbei das mit "politisch und weltanschaulich unabhängig" (in der Selbstaussage der Stiftung) finde ich keine glückliche Formulierung, gemeint ist wohl eigentlich etwas spezielleres nämlich finanziell etc unabhängig von Parteien und Religionsgemeinschaften (aber ganz grundsätzlich steht ja implizit hinter dieser Stiftung selbst eine Weltanschauung und auch eine Politik (wenn auch keine Parteipolitik - worauf das Wort "Politik" ganz zu unrecht oft reduziert wird, obwohl es nur ein Teil davon ist) und wenn schon "politsch unabhängig" warum dann eigtl nicht aus "wirtschaftlich unabhängig"? (oder wäre das mit Spenden nicht vereinbar? - meine ich weder ironsch noch polemisch)
Nebenbei war es freilich keineswegs die A.-S. Stifrung .a.l.l.e.i.n., die sich für alle oben genannten Tierschutz/Tierrrechts-Fragen bisher eingesetzt hat,
womit ich ihren Einsatz aber nicht schmälern will (zumal ich ihn ja selbst seit Jahren unterstütze)
Gute Frage, sicher nicht jeder!
Aber und das verstehe ich nicht, wenn der Mensch seine Lieblingstiere um sich hat, also weiss, dass sie Gefühle haben, ein sozialleben haben oder es mit den Menschen teilen, dann müsste man doch annehmen, er weiss es!
Auch verstehe ich nicht wirklich all die Menschen, die die Informationen über unsere Nutztiere haben und im Grunde wissen, was mit ihnen geschieht, was sie dann abhält diesen Tieren genauso Glück und Frieden zu lassen, wie sie es sich selber wünschen. Hier kann ich nicht mehr sagen "vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun"
mit zunehmender Intelligenz eines Wesens, zumindest der Empathie und des Denkens fähig) steigt auch seine Verantwortung seinen Mitlebewesen gegenüber. Daszu bedarf es keiner Religion.
Mich wunderts immer wieder, dass Mensch sich dann mit der Natur verbindet,wenns um die Nahrung geht. Da zieht man immer gerne die Vergleiche mit den Tieren, die ja auch andere Tiere fressen. Wenns aber um die Intelligenz geht, da will man den Tieren meilenweit voraus sein.
Eine schräge Welt ist das, bzw. eine schräge Menschheit im Allgemeinen!
Genau das ist das große Problem. Wieso unterteilt der Mensch die Tierwelt, in die, die zu schützen sind, sprich Haus- und Schmusetiere, die besonders wertvoll sind und deren Tod der Mensch genauso beweint, wie den Tod eines Mitmenschen, bzw. den "ganzen Rest", der wenig Beachtung findet, dem man keine Gefühle schenkt, den man mästen, quälen, verbluten und schlachten lassen kann?
Liegt es einfach an einem naiven Desinteresse, an einer gewissen Verblendung, dass "mensch" denkt, das Stück Fleisch in der Kühltheke würde an Bäumen wachsen?
Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun, wenn sie über Tod und Leben entscheiden?!
Für die meisten gilt: „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher.“
Es hieß von Anfang an, sie müssten irgendwann geschlachtet werden und dass wir, wenn es soweit ist, sie zum Schlachten weggeben würden. Mir war das von Anfang an klar, und daher kam ich von Anfang an damit klar. Für mich war das der Gang der Dinge. Mein Vater sagte damals, dass es unmöglich sein würde, diese Tiere, die wir damals im Arm hatten, zu essen. Ich sah das anders: Warum sollte ich das Tier, was ich begleitet und geliebt, dessen Stall ich gesäubert und mit dem ich geredet habe, nicht essen sollen? Wieso davor wegschauen? Ich sah eher das Gegenteil: Der "Kreislauf" würde sich dadurch doch irgendwie schließen. (Damals habe ich noch Fleisch gegessen.)
Was ich damit sagen will: Ich kann dieses immer wiederkehrende Thema über sog. "Doppelstandards" (hier die zu liebenden Schmusetiere - dort die auszubeutenden Nutztiere) nicht immer recht nachvollziehen.
Kreislauf der Natur! Natürlich gibt es den für alle, die nicht anderst können, also im wesentlichen die Tiere selber. Der Mensch aber und vorallem heutzutage und vorallem in unserer Gesellschaft muss diesen Kreislauf nicht weiter benützen, da ihm andere Nahrungsquellen zur Verfügung stehen.
Den Hinweis auf die Natur und deren Kreislauf sehe ich heute als reine Alibi-Behauptung, weil man es nicht anderst will.
Dass man einem Kind diesen Kreislauf so erklärt wie es Dir erklärt wurde (und teilweise mir eben auch) und dieses Kind das als "normal " ansieht und in der Folge auch dabei bleibt, wen wunderts.
Damals gab es bei weitem nicht diese Fülle von Informationen, an denen heute keiner mehr daran vobeikommt, es sei denn er ist Einsiedler.
So kann,nein so muss den das erwachsene Kind sich daran messen lassen, ob es diese Informationen verstanden hat und zu einem Umdenken kommen können.
Ob mir das mit dem Kreislauf gesagt wurde, glaube ich übrigens nicht. Ich habe mir das selbst so (als Kind) erklärt, weil ich mich schon damals sehr für Tiere und die Zusammenhänge in der Natur interessiert habe, und habe nicht ganz verstanden, dass mein Vater, der sonst auch Fleisch essen konnte beim eigenen Kaninchen nicht dazu in der Lage war. Das erschien mir irgendwie nicht ganz logisch.
Mir ging es bei meinen Ausführungen überhaupt nicht um das Thema "Fleisch - ja oder nein", sondern um das häufige Thema der sog. "Doppelstandards", die es gar nicht immer so gibt, wie hier stets behauptet wird.
Im Übrigen driftet die Diskussion (wie immer bei solchen Anlässen) ins Thema "vegan" ab, was ja nicht unbedingt das eigentliche Thema ist, und man droht sich mal wieder zu verzetteln.
Um noch was zum eigentlichen Thema zu schreiben:
Den Text zu der Albert-Schweitzer-Stiftung finde ich sehr lesenswert, und er wird auch einen Empfehlungspunkt von mir kriegen. Danke, earthling.
wunderbar formuliert und auf den Punkt gebracht - auch von mir einen dicken Lesewertpunkt!
Eine sehr allgemeine Formulierung, wie ich finde.
Weiß der Mensch an sich was er tut?
Ich denke jeder Mensch hat seine Beweggründe für sein Handeln, ob es nun Gut oder Schlecht ist hängt wohl vom eigenen egoistisch gesetzten Maßstab ab.
Die Aussage impliziert, dass wir als bewusstlose umherirrende Wesen auf diesem Planeten vegetieren.
Kann ich das Handeln eines Menschen tatsächlich als unwissend bezeichnen nur weil es mir nicht in mein Weltbild passt?
Vielmehr könnten wir die Frage stellen "Warum tu der eine dies und der der andere das", das würde meines Erachtens zu einem tieferen Verständnis der Handlungen eines jeden einzelnen Menschen passen, anstelle in für sein Handeln zu verurteilen.
Wie kann ich herausfinden, was den einzelnen Menschen antreibt für sein Handeln, wenn ich im Vorfeld seine Handlungen schon mit einem "WEIL" vorverurteile?
Erst wenn es gelingt den Menschen in seiner Handlungsweise anzuerkennen fühlt sich der Betreffende auch anerkannt und dadurch wird eine Veränderung seiner Handlungsweise aus sich heraus möglich.
Wer will schon behaupten zu wissen, was richtig und was falsch ist?
Eigentlich zeigt er trotz allem das Verständnis, dasVerzeihen über die Menschen auf.
Impliziet kann er doch angewendet werden, für Taten von Menschen, die nicht wissen, was sie da tun, Beweggründe hin oder her.
2) Es mag schon richtig sein, dass das Handeln oder das Nicht-Handeln individuell verstanden werden muss, abgesehen davon, dass Handeln oder das Nicht Handeln auch von einer Masse diktiert oder durch Gesetze veranslasst werden kann.
Es gibt doch auch einen Spruch: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wird ja auch in unserer Gerichtsbarkeit angewandt.
Das ist der Unterschied zum Spruch von Jesus.
Darf man aber nicht auch erwarten, dass vorhandene Informationen z.B. über die Massentierhaltung, jeder Mensch begreifen lernen kann, so wie er lernt Unrecht von Recht zu unterscheiden.
Wieso kann man nicht begreifen, dass Leben, egal welcher Art, nicht ohne Not beendet werden darf, angewandt auf Mensch wie Tiere.
Es gibt sicherlich viele Dinge, worüber die Definition Richtig/Falsch subjektiv angewandt wird, weil es eben keine objektive Bewertung dafür gibt, bzw. dem Menschen diese nicht zugänglich ist.
Aber ist das,was mit mit den Nutztieren durch Menschen angerichtet wird Richtig.Wieso masst sich der Mensch an über das Leben anderer Lebewesen ohne Not entscheiden zu dürfen. Nur weil es immer so war. Dann wäre er nicht lernfähig.
Hat er nicht die entsprechenden Informationen, die ihn befähigen das zu erkennen, mag man ihm dem Spruch Jesu noch verzeihen.
Es geht auch nicht darum über andere zu urteilen, die nicht der gleichen Meinung sind, sondern sie von ihrer Vorstellung, dass Tiere nur als Nutzen anzusehen seien, abzubringen.
Mag sein, dass manches mal pure eigene Verzweiflung über das Unverständnis einem zu unüberlegten Worten hinreisen lässt. Aber wo gibt es das nicht.
Erinnere mich noch gut an die Gutenberg Plagiats-Affäre. Haben da nicht ca 60-70 % der Diskutanten Gutenberg verurteilt. War das Richtig?
Dabei ging es da ja nicht um millionenfaches Auslöschen von Leben.
Vermutlich kommt jetzt wieder das Argument nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Will ich auch nicht tun, will damit nur festhalten, dass aus weit geringerem Anlass geurteilt wird. Das dürfte dann aber streng genommen auch nicht sein.
Was würdest du sagen, wenn man den Spruch auf Veganer anwendet, die guten Glaubens VB12 aus genmanipulierten Mikroorganismen als Nahrungsergänzung verwenden, sowie es in der dazugehörigen Diskussion doch sehr aussagekräftig zu Tage getreten ist. Ist das vertretbar für dich. Welche Konsequenz hat es, dass sich eine gar nicht so kleine Gruppe bewusst oder auch unbewusst abhängig von der Pharmalobby macht?
Doch eins,
wenn ich bedenke was der Mensch möglicherweise an GV- Anteilen über die Nahrung (auch Fleisch/Milch) und über andere Medikamente aufnehmen kann, kann ich das mit dem eventuell gv-manipuliertem B12 (so es dann so ist) selbst verantworten.
Nicht verantworten kann ich aber Tötung und dem Missbrauch von anderen Lebewesen mitbeteiligt zu sein.
So einfach ist das.
Auch finde ich es nicht richtig den B12- nehmenden Menschen zu unterstellen (bewusst oder unbewusst) sich von der Pharmalobby abhängig zu machen.
Das tut jeder, der Medikamente nimmt, und auch er trägt die Verantwortung für seine Krankheit.
Und ich hoffe, da sind wir uns wenigstens einig, dass durch durch den westlich geprägten Übergenuss von gleichen Lebensmitteln sehr enge Beziehungen zu den sogenannten Volkskrankheiten bestehen. Dadurch könnte man die anschliessende Medikation auch als Abhängigkeit betrachten.
@Richard-Burgenlandler: ich möchte einen Menschen in unserem Gesellschaftssytem sehen, der noch niemals im Leben Medikamente genommen hat und wenn ich mir alleine den Schwall an (mit Tierversuchen entwickelten) Medikamenten ansehe, die tagtäglich über die Apotheken-Tresen wandern, dann sind die Mengen der an VeganerInnen verkauften B12-Präparate wohl ein guter Witz dagegen. Das Gleiche gilt für das System der Massentierhaltung, wo Millionen von Lebewesen gequält und getötet werden - das möchtest Du wohl nicht in Relation zu genmanipulierten Mikroorganismen setzen, oder?
Liebe Grüße, Gita
Das tut jeder, der Medikamente nimmt, und auch er trägt die Verantwortung für seine Krankheit."
Ahhh...Veganer sein ist also eine Krankheit...dann wissen wir das auch mal ;-)
Sorry...ist nicht meine Meinung, aber irgendwie die logische Schlussfolgerung aus dem, was Du schreibst, Gerfi.
Und irgendwie würde ich mich in der Tat künstlich krank fühlen, wenn ich eine Ernährungsform praktizieren würde, bei der ich zwangsläufig lebebslang Medikamente einnehmen muß...
Aus dem von mir Geschriebenen geht nicht hervor, dass Vegan lebende Menschen sich krank fühlen und deshalb B12 nehmen, im Gegensatz zu kranken Menschen, die Medikamente nehmen.
Was macht ihr da nur für einen Aufstand, die Zuführung von B12 ist i.allgemeinen das einzige Vitamin, dass vegan lebende Menschen von Zeit zu Zeit zu sich nehmen müssen, also auch nicht permanent. Man kann den B12-Speicher füllen und hat dann auch wieder eine Zeit ruhe.
Ihr ( und ich sage jetzt bewuss "IHR") fabriziert da einen Zusammenhang mit einer tödlichen Krankheit, dann auch noch GV-manipuliert.
Es suggeriert einem Leser, dass ein vegan lebender Mensch bewusst in Kauf nimmt krank zu werden, wenn er nicht B12 zu sich nimmt.
Es ist schon interessant, dass immer nur die Zeilen herausgepickt werden, auf die man meint eindreschen zu können, das andere Geschrieben, auf das geht man nicht ein.
Was gäbe es zu sagen zu den gv-manipulierten Medikamenten, die gibt es sicher auch.
Was gäbe es zu sagen zu den vielen Menschen, die erst durch den totalen Fleisch-Und Milchverzehr krank geworden sind ( das sind keine Lügen), aber darüber will man nicht diskutieren, vielleicht weil es einfach stimmt.
Das gilt auch für dich. Hier drischt niemand auf irgendwen ein. Es handelt sich hier lediglich um eine Diskussion, in dem unterschiedliche Standpunkte ausgetauscht werden. Man kann das auch Bereicherung nennen. Man sollte nicht überempfindlich sein und Angriffe sehen, wo keine sind.
Und der Satz von Maria_L ("Und irgendwie würde ich mich in der Tat künstlich krank fühlen, wenn ich eine Ernährungsform praktizieren würde, bei der ich zwangsläufig lebebslang Medikamente einnehmen muß... ") ist ein Einwand, den man gut für eine konstruktive Diskussion über das Für und Wider und das links und rechts und dazwischen liegende jenseits der eingetretenen Pfade nutzen könnte.
Meine Bitte an alle: Bitte ruhig und sachlich bleiben!
Bitte ließ doch mal ganz in Ruhe und ohne dicken Hals die Zeilen von Maria_L. Dann kommst du sicherlich zu anderen Schlussfolgerungen.
Eine vegane Ernährung macht an sich nicht krank. Aber wenn sich der/die eine oder andere Veganer/in ständig (und häufig zu Unrecht) auf den Schlips getreten fühlt, ist das auf Dauer sicherlich krank machend.
Bleibt mal ein bisschen entspannt, liebe Leute!
Gita, Deine direkte Frage, ob jemand hier und jetzt die Rolle des Moderators übernommen habe, hat mich irritiert, wenngleich sie nicht an mich gerichtet ist..
Da im Gegensatz zur Gruppe hier kein Moderator benannt ist, earthling. momentan aber nicht online ist/war, empfinde ich es mehr als vorteilhaft, so sich der eine oder andere gelegentlich des Wortes Moderation erinnert (lateinisch; von moderare, „mäßigen“, „steuern“)
Ja, aber so ist es doch, oder nicht?
Ich bin schon davon ausgegangen, daß man nicht nur von Zeit zu Zeit b12 zu sich nimmt, sondern eher regelmäßig als verantwortungsvoller Veganer.
Das habe ich verschiedenen Aussagen entnommen.
"Man kann den B12-Speicher füllen und hat dann auch wieder eine Zeit ruhe"
Woher weiß man das genau?
Wenn der Speicher meßbar leer ist, dann kann es doch schon zu irreversiblen Schäden gekommen sein.
Ich tue mir wirklich schwer mit dieser Vorstellung, das sage ich sicher nicht aus Spaß am Eindreschen.
so wie der B12-Speicher gefüllt wird durch die trationelle Einnahme, so wird er auch durch Supplementierung gefüllt. Nun, woran erkenne ich das.
Gut messen kann ich das nicht, zumindest ist mir kein Messverfahren bekannt ( werde aber da einen Spezialisten konsultieren). Aber die regelmässige Kontrolle des aktiven B12-Status (was man auch Menschen > 60 empfehlen sollte) gibt schon ein sichere Auskunft darüber, ob Mangel, weiter Mangel oder kein Mangel.
Da ein gefüllter Speicher in der Regel 5-7 Jahre halten kann, gehe ich davon aus, dass ein Test einmal im Jahr ausreichend ist.
Ich teste dies zur Zeit aus und kann sicherlich darüber dann auch Auskunft geben, ob ich Pausen machen kann und wie lange.
Habe noch einen sachlichen Beitrag zu dem Thema gefunden (sollte aber ganz gelesen werden), der nichts verschweigt, aber auch nichts dramatisiert.
http://www.aerzteblatt.de/archiv/61696
OK...da heißt es, daß man mit dem einen Marker einen Mangel feststellen kann, bevor es zu irreversiblen Schäden kommt.
"Ich teste dies zur Zeit aus und kann sicherlich darüber dann auch Auskunft geben, ob ich Pausen machen kann und wie lange."
Wie meinst Du das? Mit was Pausen machen?
Ja, klingt vernünftig, würde ich vermutlich auch so machen, wenn ich unbedingt vegan leben wollte.
Aber sonderlich gesund klingt es trotzdem nicht.
Ich habe da einen solchen Aber dagegen, wie Du vermutlich gegen das Fleisch essen.
Mir ist aber klar, daß auch Allesesser nicht vor B12 Mangel gefeit sind und sicher werde ich auch mal wieder testen lassen, spätens ab einem bestimmten Alter.
das Thema ist ausführlich in der Gruppe Veganer_innen in Diskussion.
Dort gehört es m.E. auch hin.
http://www.utopia.de/gruppen/veganer-innen-167/diskussion/vitamin-b12-183047
Die Abschweifung hier in blog war sicherlich nicht sinnvoll, da das Blog-Thema ein anderes war, aber man ist ja Mensch.
Also bitte auf die andere Seite schauen, dort wird es von der Gruppe auch immer mit aktuellen Informationen versorgt, so auch die gv-Thematik bei B12-Supplementen
Meine Anmerkung ging in eine andere Richtung: Ich meinte einen Austausch über die verschiedenen berechtigten Standpunkte, die man zur Einnahme von B12-Präparaten haben kann (von der Befürwortung bis zur totalen Ablehnung). Das betrifft vegan wie nicht vegan lebende Personen.
"Es muss eine neue Renaissance kommen, viel tiefgehender als die, die uns aus dem Mittelalter führte; eine große Renaissance, in der die Menschheit entdecken wird, dass ethische Werte die höchste Wahrheit und die fruchtbarsten Werte sind. Dies wird den Menschen von der sinnlosen Wirklichkeit, in welcher er jetzt dahinvegetiert, befreien." - Albert Schweitzer
"Gentechnik ist das größte Verbrechen an der Menschheit!" - Sepp Holzer, Agrar-Rebell
"Essen ohne Gentechnik – alles Schein und Illusion
Die überwiegende Mehrheit der Deutschen lehnt Gentechnik im Essen ab: Doch längst ist sie in den meisten unserer Lebensmittel enthalten und muss nicht einmal gekennzeichnet werden. Etwa 80 Prozent aller Produkte im Supermarkt werden inzwischen mithilfe dieser Verfahren hergestellt."
"Die Emulgatoren, die zur Herstellung von Schokolade benötigt werden, stammen von Sojalecithin aus Gentech-Soja. In Backmitteln steckt die Aminosäure Cystein, die verhindern soll, dass Teigwaren zusammensacken. Sie wird aus genveränderten Kolibakterien gewonnen. Vitamine wie B2 und B12 werden durch Gentechnik-Bakterien erzeugt. Auch bei der Vitamin-C-Herstellung spielen gentechnische Verfahren eine Rolle. "
http://www.welt.de/wissenschaft/article6700960/Essen-ohne-Gentechnik-alles-Schein-und-Illusion.html
Und nun meine konkreten Fragen dazu
Kann ich gentechnisch hergestellte Produkte vermeiden oder bin ich als Verbraucher machtlos?
Kann ich gentechnisch hergestellte Nahrungsergänzungsmittel wissentlich gut heißen, weil sie in anderen Bereichen auch eingesetzt werden von denen der Verbraucher nichts weiß weil er bewusst im Unklaren gehalten wird?
Warum gibt es in Europa massive Bestrebungen die Gentechnik zu verhindern?
Gibt es Unterschiede vom Einsatzbereichen der Gentechnik die einmal gutartig einmal bösartig sind?
Ist Gentechnik ethisch vertretbar?
Ist Gentechnik überhaupt etwas Böses?
"Wir begreifen ehr, dass ein Planet den Raum mit seiner Schwerkraft krümmt, als dass die Person neben uns, dieser fremdeste aller Planeten, aus einer Gesetzlichkeit heraus handelt, die in sich ebenso logisch und berechtigt ist wie unsere." (Rudolf von Wadenfels)
kann ich nur empfehlen den zu lesen
http://www.utopia.de/blog/geozentrale/von-gruener-milch-und-gluecklichen-bergen-muster-der#comment-552057
"dass jeder seine ganz persönliche Antwort auf all diese komplexen (Lebens-)Fragen finden muss und darf! "
Ich richte diesen Aufruf nicht an einzelne Personen, sondern ganz allgemein an alle. Vor einiger Zeit hatten wir einen längeren Mailverkehr mit einem der Nominierten für den Utopia Award 2011. Er schrieb in Hinbick auf hitzige Diskussionen, die ihn bei Utopia abgeschreckt haben:
"Mir fehlt da die Zurückhaltung, das "den-anderen-Stehenlassen", die Reflektion darüber, wie kompliziert die Themen sind."
Ich glaube, wir alle sind reflektiert genug und tragen Verantwortung, um das hier nicht weiter eskalieren zu lassen.
Auch wenn es jetzt nur sehr weitläufig zum Thema passt möchte ich doch auf die von Gerfi wiederholt gestellte Frage:
"Was gäbe es zu sagen zu den gv-manipulierten Medikamenten, die gibt es sicher auch. "
meine Sicht darstellen.
Es ist wunderbar, dass der Mensch fähig ist lebensverlängernde Medikamente künstlich herzustellen, das ist die eine Seite
die andere Seite ist die Frage, welche Auswirkungen auf das Denken hat diese Maßnahme und welches Denken unterstützt sie.
Nehmen wir das Insulin, für viele Betroffene ein unverzichtbarer Bestandteil für die Verlängerung ihres Lebens. Dennoch ist es kein Heilmittel, denn Zuckerkrank sind die Betroffenen auch mit der Einnahme des Medikaments, kaum ein Zuckerkranker wurde durch die Einnahme vom Leiden erlöst. Betrachtet man nun die steigende Häufung von Diabetes so kann man sich Fragen warum das so ist.
Kommt es aus dem Glauben an die Beherrschbarkeit der Lebenschemie die alles ins Lot bringt wenn es einmal schief liegt?
Ein anderes sehr differenziert zu Betrachtendes Medikament ist das Ritalin, dessen Verschreibung an Kinder einen ungeahnten Höhenflug erlebt.
Werden die Kinder deshalb von ihrem Leiden erlöst, oder dient es lediglich zur Ruhigstellung derselben damit sie für die Gesellschaftsnorm erträglich sind?
Und da gibt es noch die Psychopharmaka. Ich habe sehr viele Menschen erlebt die erst nach dem Absetzen der Medikation wieder zu ihrer eigenen Persönlichkeit wurden. Die Qualvolle Zeit der Antriebslosigkeit und Müdigkeit die die meisten begleitete verschwand plötzlich nach dem Absetzen.
Ein Medikament dessen Wirkung nicht die Selbstheilungskräfte des Körpers stimuliert würde ich als lebensverlängernde Krücke bezeichne, sowie ich auch meine Brille als künstliche Krücke bezeichne, da sie mir weder das Augenlicht ersetzt noch zu einer Gesundung derselben beiträgt.
Eine Frage die ich mir stelle ist, wie kann ich meinen Lebenswandel so führen, dass ich zu einem möglichst geringen Anteil von künstlich hergestellten Krücken abhängig bin und damit auch nicht in eine Abhängigkeit derselben gerate.
Da wir aber in einer Gesellschaft leben, wo man nicht in einer Höhle leben kann versuche ich die mir zur Verfügung stehenden Mittel (Geld, Arbeitsleistung) in für mich halbwegs überschaubaren Betrieben zu verwenden. Das fängt bei der Bezahlung mit Regionalwährung an und endet im Tauschkreis, dazwischen gibt es Hofläden, und Nachbarschaftshilfe.
So einfach sehe ich das :-)