Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die eigenen Erträge haltbar zu machen:

Die klassische Methode ist das Trocknen an der Luft. Dabei sollte eher der Wind und eine angenehme Außentemperatur eine Rolle spielen. Die pralle Sonne raubt Farbe, Inhaltsstoffe und Geschmack. Nachts muss der Trockenrahmen unbedingt ins Haus geholt werden, um die Früchte vor Tau zu schützen.

Werden die Tage kühler und die Heizung wird wieder in Betrieb genommen, kann die trockene und warme Luft (30-40°C) des Heizkörpers behilflich sein. Die Früchte trocknen gleichmäßig und der Raum fängt an wundervoll zu duften.

Das Dörren im Backofen ist ebenfalls eine sehr genaue und kontrollierbare Möglichkeit der Konservierung. Am besten heizt man den Ofen auf ca. 80°C vor, regelt die Temperatur schließlich auf ein Minimum ein und klemmt einen Kochlöffel in die Tür, damit die entweichende Feuchtigkeit abziehen kann.

Andere Möglichkeiten wären kleine Dörrgeräte bzw. Trockenschränke, die super funktionieren, aber natürlich erstmal Geld kosten.

Vorbereitung der Früchte

Zum Trocknen sollten nur reife Früchte von guter Qualität verwendet werden...

Das Obst oder Gemüse waschen, von Stielen und Kernen befreien und in 2-4 mm dicke Scheiben schneiden oder hobeln.

Fehlt den Früchten die Süße, können diese mit einer Zuckerlösung bestrichen werden, wobei nichts über die natürliche Süße einer Frucht geht. Will man die Farbe bewahren, kann das Bestreichen mit Zitronensaft oder 1%-igem Salzwasser hilfreich sein.

Die Trockeneinrichtung

Am besten funktionieren Trockenrahmen. Die kann man sich ganz einfach selber bauen: Holzleisten zu einem Rahmen verkleben (...die Ecken eventuell mit kleinen Holzdreiecken verstärken) und diesen nach dem Trocknen straff mit feiner Gaze oder dünnem Leinentuch bespannen. Für den Anfang kann man auch mal mit einem Spritzschutzsieb herumexperimentieren.

Für das Trocknen im Ofen verwendet man am besten Backpapier auf den Backblechen.

Viele Früchte und Pilze lassen sich auch sehr gut aufgefädelt trocknen. Die „Girlanden“ dann einfach im Zimmer in Heizungsnähe oder im Garten von Kirschbaum- zu Apfelbaumzweig aufhängen.

Das Trocknen

Die vorbereiteten Früchte so auf dem Trockenrahmen platzieren, dass sie sich nicht berühren und nicht aneinander festkleben können. Das gilt auf fürs „Auffädeln“.

Das Trocknen an der Luft ist nach wenigen Tagen abgeschlossen, das hängt aber immer von den klimatischen Bedingungen ab. Am besten ist es, immer mal kleine Proben zu entnehmen, um den Trocknungsgrad zu überprüfen.

Im Backofen (Durchschnittstemperatur von 50°C) sollte man 2-3 Stunden einplanen.

Zur Kontrolle schneidet man eine dicke Stelle einer Fruchtscheibe an. Ist noch eine dunkle und feuchte Stelle erkennbar, sollte man noch ca. 30 min Dörrzeit investieren, damit alles komplett durchtrocknet.

Lagerung

Das getrocknete und ausgekühlte Gut in dunklen Schraubgläsern oder Blechdosen aufbewahren. Von Zeit zu Zeit Stichproben entnehmen, um den Zustand (Dörrobstmotte, Schimmelbefall??) des Trockenguts zu überprüfen.

Welche Früchte lassen sich besonders gut trocknen?

Obst und Beeren:

Äpfel, Birnen, Pflaumen, Erdbeeren, Pfirsiche, Zitronen … in Scheiben und Streifen

Heidelbeeren, Cranberries, Himbeeren, Brombeeren … im Ganzen

Gemüse:

Tomaten (längere Trocknungszeit!), Zucchini, Paprika, Rote Bete, Möhren, Lauch, Sellerie … in Streifen

essbare ; ) Pilze aller Art

Kräuter und Gewürzpflanzen aller Art (klein geschnitten,am besten an der Luft trocknen)

Ausnahme: Zitronengras (nur längs halbieren), Ingwer und Knoblauch (in Scheiben)

… außer Petersilie, Schnittlauch, Basilikum (da geht das Aroma so sehr verloren)