Dank der freundlichen Unterstützung durch ein gespendetes Schneeglöckchen konnte ich heute meinen Wunsch Guerilla zu gärtnern erstmals ausüben, natürlich im Schutz der Dunkelheit.
So wollte ich unsere lokale Graufläche ein bisschen grüner machen.
Was ich nicht ahnte: Es ist ein Knochenjob.
Mit meinem Minimultitool kam ich gar nicht richtig in die steinharte Erde. Jetzt bin ich gespannt, wie lange meine Schneeglöckchen überleben werden und ob sie im nächsten Jahr vielleicht sogar wiederkommen.
Mein nächstes Ziel:
Wildblumen-Mix im April auf 2 weiter Grauflächen verteilen, dann aber mit richtigem (großem) Werkzeug.
Hat irgendwer Erfahrung bezüglich Guerilla Gardening? Und wenn ja, welche?


Kommentare (24)
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habe nur mal Blumensamen auf ein leerstehendes Nachbargrundstück gestreut, aber da war wohl nicht genug Boden, nur so Geröll.
Ich denke, beim Anwachsen solltest du dem Glöckchen auf jeden Fall zur Seite stehen und auch mal gießen.
viel Spaß und Erfolg!
Ansonsten hier noch zwei Links:
http://gruenewelle.org/index_de.html
http://www.guerrillagardening.org/
viele Grüße,
Melanie
habe vor die Blumen mit etwas Komposterde zu verwöhnen. Wenn ich die Graufläche so richtig auflockere und dann mit der frischen Erde vermische, könnte es was werden.
kannst du nicht mal nachschauen, oder jemanden fragen, der für dich nachschaut?
Ich seh "meine" Schneeglöckchen jeden Tag und die Saatbombe hab ich auch so abgeworfen, dass ich häufig dran vorbei komme.
Ein Folgevideo von deiner Seite würde mich echt mal interessieren.
Und vielleicht bist du ja selbst überrascht, was aus deiner Idee geworden ist! (http://www.tempelhoferfreiheit.de/)
Weil normal steckt man die ja im November, wenn sie kein Grünzeug schieben.
Als Kind habe ich bei meiner Mutter im Garten Krokusse geklaut und in der Wiese frei gelassen.
Meine Mutter hat sich dann sehr gewundert, daß da plötzlich Garten-Krokusse geblüht haben mitten in einer wilden Wiese...
Bzw. sie hat sich nicht lange gewundert, sondern wußte schon, wer auf solche Ideen kommen könnte ;-)
Was die Samenmischung angeht bitte drauf achten, daß es sich wirklich um heimische Wildblumen handelt.
Da gibt es ja ganz unterschiedliche Samenmischungen.
Die normalen Mischungen aus dem Gartencenter enthalten oft fremde Pflanzen, die bei uns wirklich kein Zugewinn sind, weil sie sich z.T. zu nervigen Neophyten entwickeln.
Beispiele: Lupine, die Magerstandorte aufdüngt (Ein Problem z.B. auf wertvollen Biotopen in der Rhön), Riesenspringkraut, Riesen-Knöterich, Ambrosia, die Alptraumpflanze für Allergiker u.s.w.
Hier gibt es Samenmischungen von der (teilweise Bio-Gärtnerei) Hof Berg-Garten
http://gartenstauden.de/catalog/themengärten-mischungen-samenmischungen-c-53_409.html
Da sind Beschreibungen dabei, welche sich für welchen Standort eignen.
Bei sehr rohem Boden z.B. die Blumenschotterrasen-Mischung nehmen.
für den Hinweiß bezüglich der einheimischen Pflanzen! Da hätte ich gar nicht drauf geachtet. Habe von meiner Oma zwei Päckchen mit Wild-Blumen-Mischung von der Floriade geschenkt bekommen. Ich schau vor dem Pflanzen nochmal nach, ob sie verträglich sind.
Update: Gerade noch entdeckt, eine Utopia Gruppe zum gleichen Thema. Die können dir sicher auch Tipps geben: http://www.utopia.de/gruppen/guerilla-gardener-388
Mein Multitool mit Schaufel und 3-Zack war überfordert. Da braucht man wohl schon richtiges Profigerät.
Das mit dem Gießen werde ich auf jeden Fall probieren.
die "graue Fläche rund um einen Baum" nennt sich "Baumscheibe" ( http://de.wikipedia.org/wiki/Baumscheibe ). Sie sollte am besten in ihrem natürlichen Zustand belassen werden.
wenn unsere Baumscheiben denn die von Wikipedia genannten 5 Quadratmeter hätten und der Boden locker wäre, würde ich nichts sagen.
Aber unsere Baumscheibe hat grade mal einen Quadratmeter fläche und die Erde ist so hart, dass das Umgraben sowieso eine Herausforderung darstellt.
Gerne kann ich das nächste mal, wenn ich an Narzissen dran komme, diese auf die Baumscheibe pflanzen, um den Baum vor Großstadtwühlmäusen zu schützen.
Meine Intention mit dem Begrünen der Baumscheibe war, dass es sich Hundebesitzer zweimal überlegen, ob sie die Hundehaufen in einer gepflegten Nachbarschaft liegenlassen oder nicht.
Bei uns ist es ziemlich schäbig und viele Haufen versperren den Weg. In den Stadtteilen, wo die Umgebung gepflegter ist, liegen auch weniger Haufen.
Wenn dies ein Kausalzusammenhang ist, dann möchte ich gerne mit der Begrünung der Baumscheiben weiter machen.
mir ist grad noch ne Idee gekommen, wie ich die Baumscheiben in ihrem natürlichen Zustand belassen, die Stadt trotzdem verschönern kann!
Bei uns sind die Baumscheiben mit Pöllern vor Autos geschützt. Wenn ich die Pöller als Aufhängemöglichkeit für Blumenkästen umfunktionieren kann, ohne dass ihre eigentliche Aufgabe dadurch gestört wird, sollten doch alle zufrieden sein!
Du bist ganz schön hartnäckig, was Deine Baumscheibenbepflanzung anbelangt. Aber ich kann Dir noch nicht einmal ernsthaft widersprechen.
Wenn Baumscheiben hauptsächlich als Hundeklo verwendet werden und die Erde z.B. durch parkende Autos schon stark komprimiert ist, läßt sich gewiss nicht mehr von einem natürlichen Zustand sprechen, der in seinem Zustand belassen werden sollte. Allerdings würde ich nicht gerade mit einer Spitzhacke (oder einem Presslufthammer) versuchen, das Erdreich zu lockern.
Um die empfindlichen Baumwurzeln zu schonen, ist ein etwas subtileres Vorgehen erforderlich.
Wichtig ist wohl auch eine genauere Abwägung der Erfolgsaussichten: einige Baumarten sind ziemlich trickreich, wenn es darum geht, "ihre" Baumscheibe von unerwünschten pflanzlichen Nahrungskonkurrenten freizuhalten.
Der NABU Berlin hat zum Thema "Baumscheibenbepflanzung" eine (m.E.) sehr hilfreiche Doku zusammengestellt:
http://berlin.nabu.de/themen/baumschutz/06663.html
http://nabu.de/downloads/100119 Pflanzliste Baumscheiben.pdf
Ich wünsch Dir viel Glück bei Deinem sicher nicht ganz einfachen Vorhaben!
du sprichst mir aus der Seele. Wenn Baumscheiben von der Stadt so sehr vernachlässigt werden, kann nur der engagierte Bürger helfen. Natürlich schone ich den Baum! Ich will ja nichts kaputt machen, nur verschönern.
Werde morgen nochmal mit ner Flasche Wasser und meinem Mini-Multitool losziehen und ganz vorsichtig den Boden etwas auflockern, um dann eine Saatbombe zu platzieren. Vielleicht bekommen wir ja tatsächlich Sonnen- und Kornblumen, sowie Mohn in unsere Straße :)
http://www.urbanophil.net/grune-stadt/saatbombenbau/
Aber wo bekomme ich so feinen Ton her?
Ich habe nur Gibs und Heilerde im Haus. Beides Sachen, die ich gerne los wäre. Ob es damit auch klappt?
Der Kompost und die Samen stellen keine Herausforderung dar.
Und ansonsten Gesteinsmehl für den Gartenbedarf, das ist günstiger.
Gibs würde ich nicht nehmen.
Aber Du kannst auch auf einem Spaziergang einfach mal Ausschau halten nach einem lehmigen Boden der zusammenhält, wenn Du ihn in der Hand drückst.
Ich würde auf jeden Fall Boden sammeln und wenn nicht lehmig genug mit der Heilerde mischen.
Jetzt sind Saatbombe 1 und 2 fertig und liegen auf dem Ölfass in der Sonne.
Muss jetzt nur noch eine gute Stelle zum Abwerfen finden!
Ich finde Backsteinmauern ja sowieso hübsch, aber wenn ich mir vorstelle, diesen fehlenden Stein durch einen Miniblumenkasten aus Karton zu ersetzen und ihn mit einem Schneeglöckchen zu füllen, so geht mir das Herz auf!
Komme aber leider erst am Mittwoch wieder an Schneeglöckchen dran, also muss ich mich noch etwas gedulden!
Fotos gibts, sobald ich meine Kamera wiedergefunden habe!
Wenn es die Pflanzen in einer Woche vor Ort noch gibt, schicke ich euch ein Foto (erinnert mich bloß dran)!
Auch mein eigenes Gemüse ist heute weiter gekommen. Habe 6 Kartoffeln und 3 Möhren unter die Erde gebracht (das hört sich jetzt dramatischer an, als es ist. "In die Erde gebracht" wäre wohl die bessere Formulierung).
Jetzt habe ich noch 5 Kartoffeln übrig zum pflanzen. Allerdings ist die Kapazität meines Beetes vorerst erschöpft, weil ich zu kraftlos bin, weiter umzugraben.
Deshalb die Frage an euch, wie dicht kann man Kartoffeln pflanzen? Habe jetzt jeweils 30 bis 40 cm zwischen den Kartoffeln frei gelassen. Kann ich noch in die Zwischenräume pflanzen oder wird denen das dann zu kuschelig?