![[image]](http://sedl.at/Fotos/Elektroautos/small/Smart_ForTwo.jpg)
Auf Utopia scheint es ruhig um den "Antrieb der Zukunft" geworden zu sein. Es gibt kaum noch etwas Neues vom Elektroauto. Auch der unermüdliche Elektroauto-Vorkämpfer Urwalder ist nunmehr "inaktiver User 38734". Hat sich der Hype etwa gelegt? Das wäre sehr zu begrüßen, denn realistisch betrachtet löst das Elektroauto nicht viele Probleme und wird die Benzin- und Dieselautos so bald nicht ablösen können - wenn überhaupt.
Anderswo wird immer noch mehr oder weniger überschwängliche Begeisterung für Elektroautos verbreitet, daher habe ich nun auf 25 Seiten die wichtigsten Fakten über Elektroautos gesammelt. Die wichtigsten Erkenntnisse sind:
* Elektroautos reduzieren kein Kohlendioxid sondern verlagern es nur zu den Kraftwerken. Die Begeisterer sagen immer: "Wir laden mit reinem Ökostrom!", aber dieser Ökostrom fehlt dann für andere Verbraucher. Letztlich kommt jeder Mehrverbrauch überwiegend aus alten Kohlekraftwerken. Ich habe einige seriöse Quellen gefunden, die das genauso sehen. Pessimisten bezeichnen Elektroautos als "Nachtspeicherheizung auf Rädern", weil sie (unter anderem) zur besseren Auslastung bestehender Kohlekraftwerke beitragen.
* Von der gerne behaupteten Energieeffizienz von Elektroautos bleibt unter Einrechnung der Verluste in alten Kraftwerken nichts übrig.
* Nicht zu vergessen sind Folgeeffekte, die eintreten können, wenn die Elektroautofahrer (fälschlicherweise) glauben, sie brauchen nicht mehr auf den Bus warten, weil sie ohnehin umweltneutral mit Ökostrom fahren. Das würde den Energieverbrauch erst recht steigen lassen und die Energiewende noch weiter verzögern.
* Allerdings ist es auch nicht sinnvoll, mit einem Elektroauto nur wenig zu fahren, da die Herstellung der Akkus sehr energieaufwändig ist. Inzwischen liegen entsprechende Studien vor, deren Ergebnisse ich zusammengefasst habe.
* 2010 habe ich in diesem Blog über den extrem hohen Verbrauch des Think City berichtet, der durch seinen ständig beheizten Zebra-Akku verursacht wurde. Es ist eine Schnapsidee, so einen Akku in ein Auto, das durchschnittlich 1 Stunde pro Tag fährt, einzubauen. Die modernen Elektroautos haben Lithium-Akkus, bei denen dieser hohe Standby-Verbrauch entfällt, dafür leiden sie im Winter unter drastisch höherem Verbrauch und kürzerer Reichweite. Der Mitsubishi I-Miev kommt unter ungünstigsten Umständen (Minusgrade, Heizung, Autobahnfahrt) statt der vom Hersteller versprochenen 150 km nur 38 km weit! Hier sieht man am deutlichsten, dass die Elektroautos noch nicht reif für den Masseneinsatz sind. Bemerkenswert ist, dass Elektroautos der 1990er Jahre eine Benzinheizung hatten, während die neuen Modelle mit wertvollem Akkustrom heizen - vielleicht um die schöne Vorstellung von der emissionsfreien Mobilität nicht zu stören? Aber diese Vorstellung täuscht sowieso ...
* Auch das Aufladen ist nicht ganz so unproblematisch, wie häufig behauptet wird: Stromfirmen und der österreichische Autofahrerclub ÖAMTC warnen, dass Stromleitungen nicht unbedingt für die hohe Dauerbelastung, wie sie beim Laden von Elektroautos auftritt, ausgelegt sind. Im schlimmsten Fall könnte es zu einem Brand kommen.
* Ein Elektroauto kostet ca. dreimal so viel wie ein vergleichbares konventionelles Fahrzeug. Erst nach etwa 300 000 Kilometern hätte man den höheren Kaufpreis durch die günstigeren Betriebskosten herinnen - aber so lange halten die Akkus nicht. Die Akkus sind das Teuerste am Elektroauto und ein drastischer Preisverfall ist nicht zu erwarten, denn ein Drittel der Kosten von Akkus machen Material und Standardteile aus.
* Elektroautos leiden auch unter geringer Akzeptanz bei den Käufern und Fahrern, weil sie sich an die technischen Beschränkungen dieser Technologie (kurze Reichweiten, lange Ladezeiten) anpassen müssten. Umfragen zeigen, dass schier unüberwindliche Abgründe zwischen ihren Wünschen und den tatsächlich erzielbaren Leistungen liegen. Damit sind Elektroautos auf den Einsatz als Zweitwagen beschränkt.
* Neben dem allgemeinen Hype um Elektroautos mit vollkommen übertriebenen Erwartungen gibt es auch einen Hype um eine mögliche Rückspeisung von Elektroautos ins Stromnetz. Weder zur Verbreitung von Elektroautos noch für die Energiewende bei der Stromerzeugung ist diese Rückspeisung nötig. Mit heutigen Akkus und heutigen Strompreisen ist diese Rückspeisung ein Verlustgeschäft. Ob mehr als ein paar Utopisten bei dieser Idee mitmachen und an ihren teuren Akkus herumladen lassen werden, erscheint nicht nur mir zweifelhaft.
* Bemerkenswert ist, dass das Elektroauto in Österreich viel positiver als in Deutschland gesehen wird. Dafür gibt es aber keinen Grund, denn beide Länder haben einen gemeinsamen Strommarkt. Die Wasserkraft, die die Österreicher nicht verbrauchen, wird u. a. nach Deutschland exportiert und ersetzt dort Gas- und Kohlekraftwerke. Auch die Einschätzungen zur Zukunft von Elektroautos gehen erstaunlich weit auseinander.
Ich hoffe, dass meine Zusammenstellung zu einer sachlichen Diskussion und einer realistischen Einschätzung von Elektroautos beitragen kann.
Übrigens: Wenn ihr sehen wollt, wie begeistert manche Utopisten vor 2 1/2 Jahren von Elektroautos waren, schaut euch die Kommentare zu diesem Utopia-Artikel an. Ein Blick zurück lohnt sich, wenn man realistisch bleiben will!


Kommentare (142)
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Ich muss in ca. 3 Jahren wohl doch ein neues (oder neues gebrauchtes) Auto kaufen und hoffe,
dass sich bis dahin etwas positiveres zu den E-Autos ergeben hat.
Ich versuche natürlich die Fahrten einzuschränken. Da ich berufstätig bin und mein Anfahrtsweg
doch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu umständlich ist, bin ich auf einen fahrbaren Untersatz ange-
wiesen. Ich habe aber seit ca. 1 Jahr die Überlegung ein e-bike zu kaufen und ich denke das werde ich
bald tun und hoffe, dass man mit dieser Art Rad zu fahren "besser fährt".
LG Silvi
Dann was deine Argumentation angeht das die CO² Emissionen nur ins Kraftwerk verlagert werden... Ich seh das so: Wenn meine PV Anlage mehr Strom produziert wie ich verbrauche, warum sollte ich den Überschuss dann nicht in mein Auto tanken mit gutem Gewissen? Klar geht das nur indirekt indem ich das Netz als Puffer verwende und natürlich müssen die dann mehr Kohlen auflegen aber wiso müssen wir Verbraucher uns jeden übel riechenden Schuh anziehen. Ich habe die Kohlekraftwerke schließlich weder erfunden noch gebaut und ich habe auch für meinen Teil das Mögliche geleistet um saubere Energie zu erzeugen. Nochdazu habe ich Ökostrom, mehr geht einfach aktuell nicht.
Was die Reichweite angeht... Nur 80 Km, Prima, reicht mir locker zur Arbeit und wieder heim, mehr brauches nicht. auch meinem Nachbarn reicht das völlig zum brötchen holen. Dann kommt er schon nicht auf die Idee die Brötchen in München auf dem Viktualienmarkt zu kaufen, perfekt. Genauso geh ich davon aus das endlich diese unnötigen Energiefresser wie Klimaanlagen endlich wieder verschwinden.
So seh ich das!
z.B. dass auch E-Cars energiesparend sein sollten, denn auch Strom, auch Ökostrom muss immer erst hergestellt werden und umso mehr ist der Aspekt wichtig, als wir ja noch lange nicht bei 100% Ökostromanteil weltweit sind (vorsichtig gesagt), so dass jeder unnöitig hohe Bedarf die Energiewende erschwert.
Hinzu kommt (und das ist ein zusätzliches Argument dass kleinere Pkw - auch wenn es Elektroaustos sind - ceteris paribus umweltfreundlicher sind,a als große),
dass auch die Materialien für Karosserie, Elektrik etc (z.B. Metalle wie Bauxit, Kupfer u.s.w.) leider nicht einfach in Bio-Schrebergärten wachsen ... (in mittel- oder langfristiger Zukunft sollten Karosseriebestandteile, die heute noch aus Metallen sind, zu höherem Prozentteil aus ökol. angebauten nachwachsenden Rohstoffen sein - auch wenn freilich z.B. Kupferkabel um Strom zu leiten werden nicht mit Pflanzenfasern zu ersetzen sein werden)
Relativ vorbildlich finde ich z.B. TWIKE Active www.twike.de und SAM http://www.friends-of-sam.com/
(als 2-Sitzer etwa im Vergleich zum Smart4Two; weil beide meines wissens deutlich weniger verbrauchen; v.a. durch Gewichtseinsparung, z.B. weil sie mit 3 statt 4 Rädern auskommen)
Das Problem der Reichweite ist im Übrigen (für alle, die es noch nicht wissen) technisch eigentlich weitgehend gelöst (von Shai Agassi ), nur wird das aus versch. Gründen bisher nicht flächendeckend verwirklicht (da müssten z.B. verschiedene Hersteller zusammenarbeiten, um Akkus zu standardisieren und leicht austauschbar zu machen, und auch Tankstellen müssten entsprechend miteinsteigen ... Beides wird sicher nicht erfolgen, wenn es nur 'dem Markt' überlassen bleibt und nicht politisch deutlich mit-angestoßen wird)
(und einige 'Nebenwirkungen' der Erdölindustrie sind ja spätestens seit dem Kuwaitkrieg Anfang der 1990er Jahre, Reportagen über das Nigerdelta etc, und schließlich v.a. der großen Bohrturmkatastrophe im Golf von Mexiko ein bisschen stärker ins allg. Bewusstsein gerückt, obwohl bis heute immer noch weniger, als es angemessen wäre)
Und um Missverständnissen vorzubeugen (für alle, die mich noch nicht genug kennen)
Ich bin - v.a. in städtischen Ballungsräumen - überhaupt für einen attraktiveren 'öffentlichen' Verkehr (Straßenbahnen etc), sowie Car-Sharing, Anruf-Busse etc.- Vgl. auch: http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/traffic-energy-revolution
http://de.wikipedia.org/wiki/Liegerad unter Kapitel "Geschwindigkeits- und Streckenrekorde"
Ja da ´werden die meisten Augen bekommen. So ein verkleidetes Rekordliegerad brauch nach meiner Recherche übrigens etwa nur 1% der Energie, (bei Tempo 90km/h) die ein Auto benötigen würde!!! Ich denke jetzt weiß jeder wovon ich rede...
In die Richtung muß es in meinen Augen gehen. Wie ein Vorredner von mir auch schon erwähnt hat gibt es z.B. mit dem Twike auch schon Konzepte aber leider zu Preisen jenseits von gut und böse und das Design, naja. Wann wacht unsere doch so berühmte deutsche Autoindustrie endlich auf und baut uns derartige Alternativen!?!
Allein deshalb ist die E-Mobilität es schon wert, gedacht zu werden. Sie verdeutlicht auf einmal, dass Energie nicht beliebig zur Verfügung steht, sondern man erst durch leichte, geschickte - innovative - Konstruktionen, Ideen, neue Konzepte, Leichtbau usw. nutzungsfähige 'Mobile' (die dann auch diesen Namen zu Recht verdienen) bekommt.
Auf einmal merkt man, dass Fahrzeuge in der Größenordnung zB eines Motorrollers, wie er die Gesellschaft in der Mangelwirtschaft nach dem 2. WK mobil gemacht hat, verdammt ökonomisch (zB Gewicht, Herstellung) sind und bereits in der Lage sind 75% aller unserer Transportaufgaben abzudecken. Und wenn dieses Gefährt dann mit Wetterschutz und "Stützrädern" versehen alltagstauglich wird, sind wir gewichtsmäßig noch nichtmal beim VW-Käfer, sondern vll bei der BMW Isetta.
Also: Wenn der moderne Mensch seine Prestigeallüren nur über den Umweg "Elektroauto" wieder los wird, bzw. dort einen Raum findet, diese auszuleben, dann ist das ja durchaus auch vielleicht eine positive Entwicklung, wenn er hernach geheilt sich mit einem Fahrzeug in der Größenordnung eines Twikes, Renault Twizy, Tazzari Zero, Peugeot BB1, Nissan LandGlider, VW Nils, VW XL1, Audi UrbanConcept, Loremo etc. identifizieren kann, mit den Worten: "Schaut her, ich hab's geschafft".
http://sedl.at/Elektro-Leichtfahrzeuge#Akzeptanz
Der Konsument bestimmt mit seiner Kaufentscheidung, was die Autofirmen herstellen. Ja, es ist zu hoffen, dass die Leute von ihren übermotorisierten Gefährten wegkommen. Bis jetzt sieht es aber nicht danach aus. (Das Twike gibt's schon seit 1996.)
Das übliche, typisch deutsche "Das klappt doch nie....", was schon so viele Innovationen verhindert bzw. in andere Länder verschoben hat, die sich dann damit eine goldene Nase verdient haben.
All diese Argumente sind doch schon hundertfach durchgekaut und abgeklopft worden, sodass man nach dieser Argumentation wieder ganz von vorn anfangen müsste. Pfff....
Aber vielleicht willst Du ja nur eine muntere Diskussion auslösen? ;-)))
Naja...
Mit bestem Gruß
Hans-Werner
Sollte es revolutionäre, derzeit noch nicht absehbare Erfindungen oder Verbesserungen geben, die das Elektroauto zum Verkaufsschlager machen und unseren Kraftwerkspark sofort auf 100% Erneuerbare bringen, dann werde ich das natürlich nicht "defätieren" sondern würde mich darüber freuen.
Hier mal eine andere Sicht auf die Dingen: http://www.focus.de/auto/news/mobilitaet-der-zukunft-je-teurer-das-oel-desto-elektrischer-das-auto_aid_596771.html. Matthias Horx nährt sein eigenes E-Gefährt aus eigener Solaranlage, also nimmt Nachhaltigkeit und Kreislauf wörtlich. Eine Idee: was wäre, wenn die vielen Tankstellen ihre E-Tankstellen mit Sonnenenergie vom eigenen Flachdach speisen.
Wer von Euch hat eigentlich schon mal Solarzellen auf dem eigenen Autodach installieren lassen? Siehe http://www.heise.de/tr/artikel/Die-Solaranlage-auf-dem-Autodach-275462.html. Wenn ja, hat sich das gelohnt?
http://sedl.at/Elektroauto/Zukunft
Wenn die Solarzellen auf der Tankstelle, am Auto oder sonstwo installiert sind, wird die Ökobilanz nicht besser. Eigentlich sind die am Auto sogar am schlechtesten, weil Autos öfters auch mal im Schatten oder in einer überdachten Garage stehen. Derzeit spart jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom ungefähr so viel CO2 wie eine Kilowattstunde Solarstrom, die als Ersatz für Benzin oder Diesel im Elektroauto verfahren wird. Daran wird sich erst etwas ändern, wenn (nahezu) alle Gas- und Kohlekraftwerke Europas abgeschaltet sind (was frühestens 2050 zu erwarten ist, da deren Anteil an der Stromproduktion ca. 50% beträgt, und 25% Atomstrom wollen wir ja auch loswerden ...).
Wir haben gestern unser Auto verkauft. Ohne Not. Die drei Kinder haben erst geschluckt, dann genickt.
Alternativen: Fahrräder mit Muskelkraft, öffentlicher Transport, ein E-Roller fürs Vergnügen und abgelegenere Orte, und im Notfall gibts ein Taxi oder '112' ;)
Ich stimme hier meinen Vorrednern völlig zu: Ein E-Auto kann nicht zu 100% die jetzt vorherrschende Individual-Mobilität ersetzen. Und das soll es auch nicht. Es ist eher ein Baustein von guten Alternativen. Man muss schon bei sich selbst justieren...
- "Elektroautos reduzieren kein Kohlendioxid sondern verlagern es nur zu den Kraftwerken."
Richtig, Elektroautos haben keine Emissionen auf der Umwandlungskette von der Batterie zu den Rädern. Wohl aber auf der Umwandlungskette vom Kraftwerk zu der Batterie. Was dem einen (Elektroauto) recht ist, sollte dem anderen (Verbrennungskraftfahrzeug) billig sein: Bitte zu den Emissionen eines konventionellen Autos immer auch die Emissionen auf dem Weg von der Ölquelle über die Raffinerie und die Tankstelle bis zum Tank auch hinzuschlagen. Macht rund 20% zusätzlich zu dem, was wir immer als Emission deklarieren. So werden aus 120 g CO2 / km dann 144 g CO2 / km.
- Ökostrom fehlt dann für andere Verbraucher.
Richtig. Aber das Erdöl, das im Verbrennungsmotor verbrannt wird, fehlt ebenfalls an anderer Stelle: z.B. Kunststoffproduktion usw. Und es fehlt unwiederbringlich. Der verbrauchte Ökostrom fehlt nicht unwiederbringlich, denn er wird ja regenerativ erzeugt. Übrigens: Ich habe eigens eine Photovoltaik-Anlage instaliert, um u.a. mein Elektroauto guten Gewissens betreiben zu können.
- Von der gerne behaupteten Energieeffizienz von Elektroautos bleibt unter Einrechnung der Verluste in alten Kraftwerken nichts übrig.
Bitte darauf achten, wer diese Rechnung aufgemacht hat. Jeder kann selber nachrechnen, denn der Stromanbieter muss die Gramm CO2 pro Kilowattstunde veröffentlichen (auf der Stromrechnung oder im Internet). Und der Stromverbrauch des Elektroautos lässt sich leicht mit einem Energiezähler messen. (Liegt bei mir bei 0,1 kWh / km.)
- Elektroautos leiden im Winter unter drastisch höherem Verbrauch und kürzerer Reichweite.
Naja, das Beispiel ist sicherlich einer Autozeitschrift entnommen, die einen sensationellen Aufreißer brauchte. Meine Praxiserfahrung ist, dass ich im Winter 10% bis 20% Reichweiteneinbuße habe - je nach Temperatur.
- Das Aufladen ist nicht ganz so unproblematisch, wie häufig behauptet wird.
Klar, wenn bei der Elektroinstallation geschlampt würde, sieht es nicht so gut aus. Ähnlich wäre es, wenn an einer Tankstelle geschlampt würde und das Benzin herumkleckern würde.
- Elektroautos leiden auch unter geringer Akzeptanz bei den Käufern und Fahrern, weil sie sich an die technischen Beschränkungen dieser Technologie (kurze Reichweiten, lange Ladezeiten) anpassen müssten.
Ohne Umdenken geht es nun mal nicht. Nach jede Fahrt stecke ich mein Elektroauto an die Steckdose und am nächsten Tag (oder nach ein paar Stunden) ist es wieder einsatzbereit. Mehr brauche ich nicht. Warum sollte ich erwarten, Strom für eine ganze Woche zu speichern, wenn es jede Nacht neben der Steckdose steht?
Gruß, Roland
Zu deinen Punkten:
- Selbstverständlich muss man alle indirekten Emissionen hinzuzählen. Wenn man das macht, liegen Elektroauto und vergleichbares normales Auto *ungefähr* gleich auf.
http://sedl.at/Elektroauto/Kohlendioxid#Indirekte_Emissionen
- Die Kohle, die die Kraftwerke verfeuern, fehlt genauso unwiederbringlich. In der Praxis sind es überwiegend Kohlekraftwerke, die die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage schließen.
http://sedl.at/Elektroauto/Stromherkunft/Pessimisten
- Mit dem Strommix eines bestimmten Anbieters zu rechnen, ist in Ökobilanzen ein Rechenfehler.
http://www.utopia.de/blog/sedl/was-ist-guter-oekostrom
- Die Verbrauchstests wurden von ÖAMTC, ADAC, Dekra und anderen durchgeführt. Die schlechten Werte sind technisch bedingt (Stromheizung, schlechter Wirkungsgrad von Lithium-Akkus bei Kälte und hoher Strombelastung) und plausibel.
http://sedl.at/Elektroauto/Verbrauch
- Bei den Warnungen bzgl. Aufladen bin ich auch skeptisch, aber immerhin hat sich der ÖAMTC, Österreichs größter Autoclub, ihnen angeschlossen.
- Bei der Akzeptanz sind wir uns einig. Das ist ein wichtiger Punkt, um einzusehen, dass die Elektroautos so schnell nicht das Straßenbild prägen werden und Umweltorganisationen wie Greenpeace gut beraten sind, Verbesserungen bei den herkömmlichen Autos anstatt Elektroautos zu fordern.
Das Twike (speziell Twike Active) hatte ich oben in meinem Kommentar ja schon erwähnt, daneben auch den/das Sam http://www.friends-of-sam.com/ - ein Tip, den ich n.b. dem TWIKER neulich verdanke ;`)
n.b; Zur Ressourcen-Einsparung solcher Fahrzeuge neben dem (bzw. z u s ä t z l i c h zum) geringen Verbrauch an Antriebsenergie vgl. auch meine Kommentare oben
Grüße, Petra
ich habe leider selten die Zeit, an einem Blog zu schreiben. Wen's interessiert: ein sehr schöner Blog ist von meinem Bekannten Andreas, ebenfalls SAM-Fahrer: http://sam-evii.blogspot.com . Besonders interessant ist der Artikel http://sam-evii.blogspot.com/2011/12/alltag-mit-dem-sam.html .
Bitte dabei beachten: der SAM ist wie das TWIKE ein Kleinserienfahrzeug, d.h. es sind auch etliche Ärgernisse oder Verbesserungen beschrieben, die bei einem millionenfach produzierten Pkw nicht vorkommen (sollten).
In vielen Punkten sind wir uns einig: es macht keinen Sinn, konventionelle Autos zu "elektrisieren". Hier müssen zugunsten der Schonung der Umwelt sowohl die Konzeption der Autos als auch die eigenen Erwartungen daran auf den Prüfstand.
Zu ersterem: Ich fahre sehr gerne mit diesen Elektro-Leichtkraftfahrzeugen. Das Fahrgefühl ist gelassener und man fühlt sich einfach wohler als in einem tonnenschweren Auto. OK, da kommen bei dem einen oder anderen die Sicherheitsbedenken auf - aber sicherer als auf einem Motorrad oder Fahrrad ist man allemal.
Zum zweiten: Wenn ich zur Arbeit fahre, benutze ich die Bahn. Lediglich den Weg zum Bahnhof unternehme ich mit dem TWIKE bzw. SAM. Mit dem Fahrrad ist es zu weit und mit dem Bus bin ich nicht flexibel genug, weil ich den Heimweg am Abend häufig mit einem Einkauf verbinde. Ein Elektro-Leichtkraftfahrzeug ist ideal für diese Nutzung und die Reichweite allemal ausreichend.
Was mich umtreibt, ist die Sorge wegen des Ressourcenverbrauchs (fast 50% der Erdölförderung gehen in die Mobilität!) und des Klimawandels (ca. 22% des CO2-Ausstoßes beruhen auf der Mobilität!). Hier liege ich mit dem Elektroleichkraftfahrzeug auf jeden Fall günstiger, denn statt 5 - 10 l Kraftstoff / 100 km verbrauche ich ein Energie-Äquivalent von etwa 1 l Kraftstoff / 100 km (beim TWIKE sogar nur 0,6 l /100 km). Jetzt kann man hin oder herrechnen, mit oder ohne Ökostrom, Ökostrom anderen weggenommen oder nicht - der Vorteil um einen erheblichen Faktor bleibt.
Und woher hat der seine Ursache? Zum einen in der Größe und dem Gewicht der Fahrzeuge. Aber auch in der Effizienz des Elektroantriebs: dieser verwertet die Energie weitaus besser als ein Verbrennungsmotor. Du schreibst: "Selbstverständlich muss man alle indirekten Emissionen hinzuzählen. Wenn man das macht, liegen Elektroauto und vergleichbares normales Auto *ungefähr* gleich auf."
Dem muss ich widersprechen. Man kann den Vergleich am smart cdi und smart electric drive führen. Dabei könnte man Praxiswerte mit Praxiswerten vergleichen; die streuen aber zu arg. Oder man vergleicht Normverbrauch mit Normverbrauch; das sind zwar keine realistischen Verbräuche, aber vergleichbar. (Und bitte nicht Normverbrauch des cdi mit Testverbrauch des ed von Motorsport(!)-Journalisten, wie es Greenpeace tut.)
Also: der smart cdi emittiert bekanntermaßen 86 g CO2 / km + 20 % der Vorkette = 103 g CO2 / km.
Der smart ed konsumiert 0,135 kWh / km (ab Steckdose). Bei einem CO2-Ausstoß im deutschen Strommix (565 g CO2 / kWh laut Umweltbundesamt) kommen 76 g CO2 / km heraus. Ich halte dies für einen deutlichen Fortschritt. Vor allen Dingen wird dieser Wert während eines Autolebens ohne Änderung am Fahrzeug immer besser, je weiter der Ökostromanteil ausgebaut wird. Der Verbrenner bleibt immer so "schlecht" wie am Produktionstag.
Es lohnt sich also, exakt zu rechnen. Mit besten Grüßen, Roland
Ich stimme dir zu, dass es sich lohnt, exakt zu rechnen. Der Schwachpunkt deiner Rechnung ist die Durchschnittsbetrachtung. De facto erhöhen weder Atom- noch andere CO2-freie Kraftwerke ihre Leistung, wenn du dein Elektroauto auflädst sondern hauptsächlich Kohlekraftwerke. Inkl. Vorkette macht der De-facto-CO2-Ausstoß daher nicht 565 g/kWh sondern ca. 900 g/kWh aus. Damit gerechnet ergeben sich für den smart ed nach deinen Zahlen ca. 122 g/km. Ich halte dies für keinen Fortschritt. Erst wenn die Kohlekraftwerke abgeschaltet sind, verbessert sich der Wert. Wenn du auf einen Berg gehst, ist für dich ja auch nicht der Durchschnitt aller Berge Deutschlands relevant sondern die Steigung an der Stelle, wo du gerade bist. Wenn weit unter dir irgendwelche Wege verbessert werden, während du am Berg bist, macht dir das den weiteren Aufstieg überhaupt nicht einfacher. Daher ist das Argument, dass Elektroautos "immer besser" werden, weil der Ökostromanteil ausgebaut wird, nicht zutreffend; außerdem ist die Betrachtung einzelner Länder willkürlich, und in Kontinentaleuropa insgesamt wird der Ökostrom kaum mehr (der Zubau kommt kaum dem Stromverbrauchswachstum nach).
*Allerdings* stellen solche Berechnungen zur Zeit immer nur einen Zwischenstand dar, der Schwachstellen aufzeigt, die noch gebessert werden müssen. (Und die Zahl der dieser Schwachstellen dürften immens geringer sein, als die, die der Einführung des Verbrennungs-Autos im Wege standen... ;-)))
Jedenfalls führt jede Entwicklung hin zu einem guten Ergebnis immer über eine Reihe von Zwischenständen - und ohne Zwischenstände *kein* gutes Ergebnis!
Will das irgendjemand?
im Gegensatz zu den Kraftstoffen, bei denen die Energie chemisch gebunden ist und mit der Materie huckepack transport wird, ist Strom nicht an eine zu transportierende Materie gebunden. Deshalb kann man Strom auch nicht anmalen: grün (Öko), gelb (Atom) oder schwarz (Kohle). Deshalb hat jeder von uns Strom verschiedenster Herkunft in der Leitung, auch wenn er z.B. reinen Ökostrom geordert hat. Entscheidend ist lediglich, welchen Weg unser Geld nimmt. Zu einem Ökostrom-Unternehmen, zu einem Unternehmen mit Atomreaktoren oder einem mit Kohlekraftwerken.
Du unterstellst, dass wenn ich mein Elektroauto an die Steckdose ankable, ich überwiegend Kohlestrom beziehen würde und ihn deshalb mit 900 g CO2 / kWh berechnen müsse. Mit gleichem Recht sage ich, dass wenn du deinen Computer einschaltest (und das tust du ja offensichtlich), beziehst du auch "zusätzlichen" Strom, den du ebenfalls mit 900 g CO2/ kWh bewerten musst. Und so geht es mit dem gleichen Argument weiter: beim Toasten eines Brotes, beim Einschalten des Wohnzimmerlichts, beim Fönen der Haare... Und wie kommt dann der niedrigere Durchschnittswert (565 g CO2/ kWh in Deutschland) zustande?
Dies zeigt die Willkür in deiner Argumentation: mein Elektroauto ist ein Stromverbraucher wie jeder andere und ich lasse ihm keine besondere Quote anrechnen.
Die gleiche Spiel treibt auch Greenpeace: Dort wird der Atomstrom aus dem Strombezug eines Elektroautos herausgerechnet (weil es zynisch wäre, Elektroautos mit Atomstrom zu betreiben) und damit steigt unweigerlich der Kohlestromanteil. Beim Verbrennungsmotor wird dagegen die Vorkette unterschlagen. Wer dies macht, argumentiert nicht sachlich sondern politisch, denn wie gesagt: Strom kann man nicht einfärben ... Ich habe (als Greenpeace-Förderer) den Resortleiter, Herrn Lohbeck, angeschrieben. Er hat mir eine Stellungnahme zu meinen Argumenten angekündigt; sie ist heute - nach über zwei Jahren - noch nicht eingetroffen.
Wenn die Betrachtung der Stromverbraucher nicht weiterhilft, so betrachten wir die Erzeugerseite:
Ich gebe zu, ich habe mein erstes Elektroauto aus einer Technik-Affinität und zu kurz verstandenem Umweltgedanken gekauft. Ich habe aber zugleich den Stromanbieter gewechselt (Elektrizitätswerke Schönau) und stand dann auf dem gedanklichen Niveau wie die meisten Autobauer heute: "Mein Elektroauto wird mit Ökostrom betrieben." Mittlerweile ist mir klar geworden, dass nicht das Verbraucherverhalten eine Rolle spielt (Dennoch ist es wünschenswert dass möglichst viele Leute zu einem Ökostromanbieter wechseln!!!!), sondern das Erzeugerverhalten. Deshalb habe ich eine Photovoltaik-Anlage montiert. Wenn nun meine Photovoltaik-Anlage, mein Elektroauto (und ggf. eine Speichereinrichtung) eine Insellösung wären, müsstest du zugeben, dass der Betrieb des Elektroautos CO2-frei erfolgt. Allerdings liefert die Photovoltaik-Anlage ein Vielfaches, als das Elektroauto braucht. Deshalb ist sie mit dem Stromnetz verbunden, ich stelle also überschüssigen CO2-freien Strom der Allgemeinheit zur Verfügung.
Wie muss ich durch diesen Schritt nun mein Elektroauto bewerten?
- Nach wie vor mit 0 g CO2 / kWh?
- oder mit 12 g CO2 / kWh meines Stromanbieters (EWS)?
- oder mit 866 g CO2 / kWh des Einspeiseunternehmens (RWE)?
- oder mit 900 g CO2 / kWh nach deiner Argumentation?
- oder mit dem deutschen (565 g CO2 / kWh), dem französischen (Atom!), norwegischen (Wasserkraft!) oder polnischen (Kohlekraftwerke!) Strommix?
Der Punkt ist doch der: Erst durch das Elektroauto habe ich mich diesen Fragen gestellt und produziere selbst den erforderlichen Strom CO2-frei und noch mehr darüber hinaus. Und so wie mir geht es den meisten Elektroauto-Fahrern, die ich kenne: wer die baulichen Möglichkeiten hat, besitzt eine Photovoltaik-Anlage, einige sind darüber hinaus an Bürger-Windanlagen beteiligt (ist bei mir noch in der Antragsphase). Du magst argumentieren, dass heutige Elektroauto-Fahrer Idealisten sind und dies bei einer weiten Verbreitung von Elektroautos nicht mehr der Fall wäre. Mag sein; ich zitiere deshalb hier Frau Dr. Annette Winkler, Produktbeauftragte smart in der Daimler AG: "Deshalb werden wir – ohne Förderung durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz – zusätzlich so viel „grünen“ Strom zur Verfügung stellen, wie alle hier verkauften smart fortwo electric drive der dritten Generation verbrauchen werden." Hoffen wir, dass dies wahr gemacht wird...
Zum Schluss noch ein Blick auf die Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, die fast alle letztlich am schwarzen Gold Erdöl hängen:
Das Erdöl wird in wenigen Jahrzehnten unwiederbringlich verbraucht sein, wozu die Mobilität mit 46 % einen erheblichen Anteil beiträgt. Wir können mit dem Hinweis auf zum Teil noch alte Kohlekraftwerke nicht warten, bis der Ökostromanteil 100 % erreicht und uns dann erst dem Umstieg in der Mobilität zuwenden. Der Umstieg muss jetzt beginnen.
Mit den besten Grüßen, Roland
Besonders die Initialzündung in Richtung Ökostrom und nachhaltigem Denken, die ein funktionierender Alltag mit einem E-Mobil sein wird, ist ein sehr wichtiger Punkt, den man nicht vergessen darf.
du hast es richtig erkannt: *Jeder* Stromverbrauch ist mit 900 g CO2 pro Kilowattstunde zu bewerten! Wenn ich Strom spare, wird nicht etwa der Ökostrom-Ausbau gekürzt, sondern ein Wärmekraftwerk produziert weniger (obwohl ich reinen Ökostrom kaufe!). Eine Ausnahme wäre der Stromverbrauch bei einer Inselanlage, allerdings wäre es ineffizient, deren Strom zwischenzuspeichern oder nur dann zu nutzen, wenn gerade ein Elektroauto angesteckt ist. Die Solarzellen brauchen ca. 1 Jahr, um den zu ihrer Herstellung notwendig gewesenen Energiebedarf zu decken.
Ökostrom kaufen und Ökostrom produzieren ist gut! Allerdings erscheint es mir fraglich, diesen Ökostrom dann in deiner Bilanz zu berücksichtigen, denn wenn du keine Solarzellen hättest, würde sie irgendwer anderer installieren. Vielleicht etwas später, aber ein Ende des Solarbooms ist bereits absehbar (Förderkürzungen, Netzengpässe).
Und was würdest du davon halten, wenn eine Ölfirma argumentiert: "Wir tragen nicht zur Verknappung der Ölreserven bei, denn wir verbrauchen nur das Öl, das wir selbst gefunden haben!"
Deswegen halte ich es für trügerisch, zu glauben, dank Solarzellen am Dach könne man "CO2-frei" fahren. Mehr Argumente auf http://sedl.at/Elektroauto/Stromherkunft
Das Öl wird uns übrigens - leider - nicht so schnell ausgehen, da sich auch aus Kohle Öl herstellen lässt. (Und bevor die Menschen auf ihre liebgewonnenen Gewohnheiten verzichten müssen, wird das gemacht, befürchte ich.)
Lasst uns lieber die Kohlekraftwerke zum Herunterfahren zwingen. Die reagieren auf jede Nachfrageänderung. 2009, in der Wirtschaftskrise, war das schön zu sehen.
ich habe die Absicht mir bald ein Elektroauto zu kaufen.
Wenn ich das Auto zum Aufladen anstecke, muß sicherlich ein fossil gefeuertes Kraftwerk diese Mehrbelastung im Netz übernehmen. Diese Kraftwerke haben laut RWE im europäischen Durchschnitt einen Wirkungsgrad von 38%.
Hier wird sich aber speziell in Deutschland in naher Zukunft einiges tun, da die Atomkraft ersetzt werden muß und viele altersschwache Kraftwerke erneuert werden.
Bei modernen Kohlekraftwerken liegt der Wirkungsgrad immerhin schon bei 45% ( Wikipedia ).
Bei GuD Kraftwerken ( Gas und Dampf kombiniert ) sind bereits 60% realisiert worden ( Wikipedia ).
Die Behauptung, dass beim Aufladen 2/3 der Energie im Kraftwerk verloren geht ist also in Zukunft nicht mehr haltbar.
Natürlich beziehe ich meinen Strom bei einem grünen Anbieter (Lichtblick). Wenn nun mehrere Lichtblick-Kunden sich ein Elektroauto zulegen, wird Lichtblick mehr Strom einkaufen müssen. Dieser stammt zum großen Teil aus norwegischer Wasserkraft. Damit wird der Anteil an grünem Strom im deutschen Strommix verbessert. Es entsteht der Anreiz die Übertragungsmöglichkeiten von Norwegen nach Deutschland zu verbessern.
Probleme mit der elektrischen Anlage beim Aufladen erwarte ich nicht.
Wenn jemand z.B. ein elektrisches Heizgerät anschließt, sagt ja auch niemand, dass die Steckdose überprüft werden muß.
Fehler in der elektrischen Anlage sind immer möglich. Das ist kein spezielles Problem des Elektroautos.
Bei Kurzstrecken unterhalb von 5 km ist das Elektroauto extrem im Vorteil, weil der Elektromotor keine Kaltstartphase hat wie der Verbrennungsmotor (mal abgesehen von unterkühlten Batterien, was aber erst bei Frostgraden eine Rolle spielt).
Im kalten Zustand verbraucht der Verbrennungsmotor erheblich mehr Benzin und produziert mehr giftige Abgase.
Das betrifft Millionen Mamataxis und Einkaufsfahrten.
Anreiz zum Ausbau der Verbindungsleitungen zwischen Norwegen und Deutschland besteht bereits heute wegen der unterschiedlichen Strompreise und der Speicherkapazitäten in Norwegen, die diese Preisschwankungen gewinnbringend ausnützen könnten. Die Stromkennzeichnung ist nicht an physikalische Lieferung geknüpft und bewirkt in der Praxis leider kaum etwas.
Ja, das Elektroauto hat Vorteile, aber auch Nachteile, z. B. ist bei Vollgasfahrten (etwa auf der Autobahn) der Akku rasch leer (weil der Wirkungsgrad der Akkus bei hoher Stromentnahme deutlich sinkt).
http://auto.t-online.de/sixt-elektroautos-fallen-im-praxistest-durch/id_45075628/index
Und ein weiterer Nachteil ist, dass die Herstellung eines Elektroautos wegen des Akkus um 1 Tonne mehr CO2 freisetzt als ein konventionelles Auto. Diesen Startnachteil muss ein Elektroauto erst zurückverdienen, was gerade bei Wenigfahrern kaum möglich sein wird.
Welches Elektroauto hast du ins Auge gefasst? Ein Twike, Sam oder etwas Größeres? Das lt. ADAC derzeit beste ist der Mitsubishi I-Miev.
http://sedl.at/Elektroauto/Weblinks
Die Herstellung eines E-Autos verursacht mehr CO2 als die eines Verbrennungs-PKW? Das bezweifle ich stark. Auch die sicher falsche Über-den-Daumen-Peilung von "einer Tonne", denn die Unterschiede zwischen den einzelnen E-Mobilen dürften ungeheuer groß sein. Unzählige sehr ressourcen-intensive Teile wie Getriebe, Kupplung, Anlasser, Vergaser bzw.Einspritzpumpe, Auspuff, Katalysator usw., die zudem noch regelmäßig erneuert werden müssen, werden gar nicht mehr benötigt.
Die "Wenig-Fahrten" (Einkaufen, Besorgungen, Kinder holen und bringen etc.) machen in der Regel 80 - 90 % der Jahresfahrleistung eines durchschnittlichen Autos aus, weshalb gerade dieser Teil des Auto-Alltags sehr wohl erheblich zur Veränderung beitragen dürfte. Die Langstreckenfähigkeit bedeutet mental eine Einschränkung der "Freiheit", weshalb sie gern überschätzt wird, aber in der Realität wird der Löwenanteil in Nahbereich gefahren. Und der lässt sich ganz prima mit dem E-Mobil abdecken: tagsüber fahren, nachts an die Ökostrom-Steckdose.
Und dass man erst jetzt auf die kleineren Problembereiche der Akku-Energieversorgung stößt, wie z.B. dem Leistungsabfall bei Kälte, liegt lediglich daran, dass die Auto-Industrie sich nie wirklich darum gekümmert hat - trotz angeblicher jahrzehntelanger "Pilotprojekte" ... ;-))
"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", das ist völlig richtig, auch hier. Denn nur in der Praxis lassen sich solche Probleme erkennen und beseitigen. Und da scheint es jetzt *endlich* mal ein bisschen voran zu gehen.
Und den Entwicklern gerade in dieser Phase mit einem "ist-ja-doch-alles-sinnlos" zu kommen, halte ich für grundfalsch.
Nix für ungut ;-))
Deinen Unglauben bzgl. CO2-Intensität der Akkus kannst du z. B. an Wolf-Henning Scheider von Bosch richten.
http://www.utopia.de/magazin/im-interview-auch-in-20-jahren-kaum-elektroautos-bosch-manager-scheider
("die Energie für die Herstellung der Akkus" ... ist "nach etwa einem Jahr wieder drin")
Oder an die drei Ökobilanzen, die ich zu dem Thema gefunden habe. Sie ergeben Werte zwischen 53 und 123 kg CO2 pro Kilowattstunde Akkukapazität.
http://sedl.at/Elektroauto/Lithium-Akkus/Graue_Energie
Ist aber nicht der Haupteinwand. Wenn wir nahezu 100% Grünstrom im Netz hätten, wäre das Elektroauto trotzdem im Vorteil. Zum jetzigen Zeitpunkt sollten wir uns darauf konzentrieren, die konventionellen Kraftwerke überflüssig zu machen.
Ich warne vor übertriebener Euphorie - es steht keine Revolution vor der Tür -, aber ich sage nicht, dass "alles sinnlos" ist. 2050 haben wir vielleicht schon den Ökostrom in ausreichender Menge, sodass die fossilen Energieträger auch beim Auto abgelöst werden können. Bis dahin brauchen wir im Autoverkehr einen deutlichen Verbrauchsrückgang anstatt eine Verlagerung zum Kraftwerk. Der Staat könnte doch auch den VW Lupo 3L fördern oder jedem Pendler ein Gratis-Ticket für den öffentlichen Verkehr schenken.
Komm Mario, das kannst Du doch nicht ernst meinen, oder?
Ich zitiere dazu www.rwe.com : "Kraftwerke mit einer Leistung von mehr als 40.000 Megawatt müssen bis 2020 altersbedingt erneuert werden."
Das bedeutet , dass der Wirkungsgrad sich noch in diesem Jahrzehnt deutlich verbessern wird,
z.B. wird 2014 das neue Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg mit 1730 MW ans Netz gehen.
Beim durchschnittlichen Wirkungsgrad für fossil befeuerte Kraftwerke in Europa habe ich leider falsch zitiert. Er beträgt laut RWE nicht 38 sondern 36%, sorry.
Wenn die Firma Lichtblick mehr Strom in Norwegen bestellt, dann muß man doch wohl annehmen, dass auch tatsächlich mehr Strom aus Norwegen nach Deutschland fließt, oder ? Sonst wäre es ja sinnlos dort Strom zu ordern.
Wenn die Zahl der Elektroautos bei Lichtblick zunimmt, dann werden die bestimmt nicht alle zur gleichen Zeit geladen. Das heißt, aus den überlappenden Ladezeiten bildet sich ein gewisser Anteil von Grundlast, der mit Wasserkraftstrom aus Norwegen gedeckt werden kann.
Wieviel das ist, ist natürlich schwer zu sagen. Jedenfalls muß der Strom für die Elektroautos dann nicht zwangsläufig zu 100% aus fossil befeuerten Kraftwerken stammen.
Ich plane einen Opel Ampera zu kaufen. Allerdings sind mir die Garantiebedingungen für die Batterie noch zu wischi-waschi. Habe deshalb an Opel geschrieben.
Für längere Autobahnfahrten hat der Ampera seinen Verbrennungsmotor an Bord und verhält sich damit wie ein ganz "normales" Auto. Die Probefahrt war beeindruckend. Allerdings bin ich mit dem Akku nur 40km weit gekommen ( wohl wegen der Elektroheizung).
Dem massenhaften Transfer mach Deutschland standen hauptsächlich bürokratische Unsinnigkeiten im Wege, wie z.B. der Unterscheidung zwischen "erzeugtem Oköstrom" und Strom über Leitungen, weshalb der norwegische Strom (noch) rechtlich anders eingestuft wurde, was Probleme nach sich zog o.s.ä.
Der Verbrennungsmotor an Bord des Ampera läuft übrigens erstmal wesentlich effektiver als in einem normalen PKW, denn er läuft ständig auf seiner ökonomischsten Drehzahl - das hat man sonst nur für kurze Augenblicke, einmal in jedem Gang...
Interessant, welcher Unsinn offensichtlich in manchen Reportagen verbreitet wird. Im Licht der Realität schrumpft aber das "Pfund, das es zu nutzen gilt", sehr schnell auf einen unbedeutenden Rest zusammen, vielleicht auf einige Gramm, um in der Terminologie zu bleiben, die man nutzen kann oder auch nicht - in Relation zum europäischen Stromverbrauch handelt es sich hierbei jedoch um statistisches Rauschen...
Ein Blick in Norwegens Stromexport- und -import-Statistik (z.B. hier: http://www.welt-auf-einen-blick.de/energie/ unter: Strom-Export und Strom-Import ) zeigt vielmehr, daß Norwegen i.d.R. kaum genug Strom exportieren kann, um auch nur ein einziges AKW zu ersetzen.
Manchmal, wenn es nicht genug regnet, ist Norwegen sogar gezwungen, seinen Stromverbrauch durch Importe zu decken.
Hier eine kleine Übersicht über Norwegens jährliche saldierte Stromexporte:
2009 / 6,65 TWh
2008 / 13,85 TWh
2004 / -11,5 TWh (!)
2002 / 9,7 TWh
Zum Vergleich: ein AKW produziert (wenn alles gut geht) ca. 10 TWh/a
Norwegen KÖNNTE (theoretisch) seine Wasserkraftkapazitäten ausbauen (schätzungsweise von derzeit ca. 120 TWh/a auf ca. 200 TWh/a); allerdings verspürt man dort wenig Neigung, dies auch zu realisieren.
Zitat aus: http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/maerkte,did=67412.html :
"Allerdings stößt - unter anderem aus Umweltschutzgründen - die Wasserkraftnutzung an ihre Kapazitätsgrenzen. Zurzeit stehen vor allem effizienzsteigernde und Modernisierungsmaßnamen an bestehenden Anlagen auf dem Plan."
Sehr viel wahrscheinlicher als ein brutaler Ausbau der norwegischen Wasserkraftressourcen auf das theoretisch Mögliche ist ein Ausbau der Speicherkapazität norwegischer Wasserkraftwerke, um damit (gegen gutes Geld...) u.a. Ertragsschwankungen europäischer EE kompensieren zu können. Dies würde allerdings einen massiven Ausbau bestehender Stromverbindungen voraussetzen. Wer diese teuren Leitungen zu finanzieren hätte, darüber wird in Norwegen z.Zt. noch heftig debattiert.
P.S.
nimm es nicht persönlich, das mit dem "Unsinn". Du hast die Meldung mit den 60 AKWs ja nicht selber erfunden, sondern nur wiedergegeben. Sie war aber so häufig zu lesen, daß ich mittlerweile allergisch darauf reagiere.
Über die zukünftige Entwicklung kann es durchaus unterschiedliche Meinungen geben. Ich halte es für ausgeschlossen, dass bis 2020 alle Kohlekraftwerke mit einem Wirkungsgrad <40% in Deutschland, Polen usw. abgeschaltet sind. Gerade durch den Ausbau der Erneuerbaren wird der Bau neuer Kohlekraftwerke zunehmend unwirtschaftlich (umstritten ist er sowieso). Insbesondere wird sich das kostenintensive Hochtunen des Wirkungsgrads nicht lohnen, weil die Kraftwerke seltener gebraucht werden (d. h. oft gedrosselt oder ganz heruntergefahren werden müssen). Evtl. wird 2020 die Steinkohle durch die billigere Braunkohle ersetzt. Die erzeugt auch bei 45% Wirkungsgrad nicht weniger CO2 als alte Steinkohlekraftwerke. Ich würde sagen, reden wir weiter, wenn RWE seine Pläne umgesetzt hat. ;-)
Ja, es ist sinnlos "sauberen Wasserkraftstrom", den es sowieso gibt, im Ausland zu ordern.
http://www.utopia.de/blog/sedl/was-ist-guter-oekostrom
Die Wasserkraft wird nicht mehr, wenn jemand sein Elektroauto auflädt. Eine gestiegene Grundlast wird in der Praxis überwiegend durch Kohlekraftwerke gedeckt.
Die einzige Chance, das Elektroauto 100% umweltneutral zu laden, gibt es derzeit in Gebieten, wo Windkraftwerke bei Sturm mangels lokaler Verbraucher abgeschaltet werden müssen. Das kommt aber nur relativ selten vor, und kaum jemand wird auf den nächsten Sturm warten, bevor er sich ins Elektroauto setzt.
Der Opel Ampera ist ein Hybridauto. Im Gegensatz zu (reinen) Elektroautos sehe ich für Hybridautos durchaus eine Akzeptanz und Zukunft. Allerdings ist wegen des zusätzlichen Gewichts des Verbrennungsmotors der Verbrauch höher als bei einem Elektroauto und folglich der Umweltvorteil noch fraglicher.
@bastler: Ja, die Reportage hat das missverständlich wiedergegeben: Norwegen hat keinen zusätzlichen Strom sondern könnte die Schwankungen beim Wind- und Solarstrom so weit glätten, dass wir weniger oder gar keine Atomkraftwerke mehr bräuchten. Das ist eine aussichtsreiche, effiziente Option, für die wir uns einsetzen sollten.
@Hans-Werner Neumann: Der Verbrennungsmotor läuft wohl effizienter, aber durch den Umweg über die Stromerzeugung geht der Vorteil ziemlich genau wieder verloren. Allerdings ist der Verbrennungsmotor oft auch kleiner, dann ist er sparsamer - zugleich kann das Hybridauto dann aber nicht (dauerhaft) so schnell fahren wie ein gewohntes Auto, also z. B. nur 100 km/h auf der Autobahn, obwohl der Elektroantrieb mehr leisten könnte.
"Eon reagiert auf die Verdrängung von Kohle und Gas durch erneuerbare Energien. Das Unternehmen gibt seine Pläne für konventionelle Kraftwerke in Deutschland auf."
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:energiewende-eon-stoppt-plaene-fuer-gaskraftwerke/70080648.html
Eigentlich gut, aber dadurch bleiben die alten, wenig effizienten Kraftwerke noch lange am Netz. Je mehr der Stromverbrauch steigt, desto mehr können die produzieren. Deswegen wird Stromverbrauch noch lange umweltbelastend sein, auch wenn der Strom rein rechnerisch von Wind oder Sonne produziert wurde.
Ich sehe das als Vorteil!!! Wiso bitte soll das ein Nachteil sein?
Die folge daraus ist doch das langsamer gefahren wird, was wiederum über die Verminderung des Luftwiderstandes zur einer deutlichen Enegieeinsparung. Physik! zunehm. Geschwindigkeit = zuhnehm. Luftwiderstand² sprich der Luftwiderstand steigt im Quadrat. Das hat wohl kaum ein Deutscher wirklich begriffen...
http://de.wikipedia.org/wiki/Energiesparende_Fahrweise
Beim Elektroauto steigt nicht nur der Luftwiderstand sondern auch die Verlustleistung an den Akkus mit dem Quadrat. Selbst wenn das jemand begreift, heißt das noch nicht, dass er gerne langsam fährt. Ein Elektroauto hat die größte Reichweite, d. h. den niedrigsten Verbrauch, bei ca. 40 km/h (konventionelle Autos bei ca. 80 km/h). "Vollgas" ist bei den derzeitigen Elektroautos normales Autobahntempo (100-130 km/h).
Da ich ja bereits 2001 E-Mobilfahrer war und mein City-El seit Jahren im Hof zugedeckt schlummert und gleichzeitig seit 16 Jahren Insel-Anlagen plane und baue, weiß ich leider wie es um Akkus stand und steht. Und das ist eben das große Problem.
Leider Gottes steckt im Volumen eines Liters Benzin, Öl oder gar (dem zu Unrecht pauschal verrufenen) Pflanzenöl ein Vielfaches an Energie (ca. 10 kWh) als in dem gleichen Volumen einer Batterie (egal welcher Technik) - und das zu erheblich geringeren Kosten. Und während man den Liter Benzin im Kanister jahrelang in die Ecke stellen kann, wird diese Energie in einer Batterie mit der Zeit "totgelagert".
Weiterhin ist die Kapazität nicht mit einem Benzin-Tank vergleichbar. Entnimmt man schneller die Energie, reduziert sich die nutzbare Menge um bis zu 45%. Und während auch der letzte Tropfen Sprit noch den gleichen Energieinhalt hat, kann man aus der zweiten Hälfte einer Batterie lange nicht mehr dasselbe herausholen, wie aus der Ersten. Versucht man dies doch und regelmäßig, ist die Batterie bald futsch oder man bleibt überraschenderweise auf einmal Stehen - obwohl doch noch Energie hätte drin sein sollen.
Klingt komisch, ist aber leider so.
Wer an ein flächendeckendes Pfand-Tausch-System glaubt, hat diese ganze Technik nicht begriffen. Niemand wird viele tausend Euros in einen Gegenstand stecken, der durch Falsch-Behandlung anderer ganz schnell seinen Nutzen (und damit seinen Wert) verlieren kann. Jede(r) will seinen eigenen Akku-Pack! Gibt es das im Angebot der Auto-Hersteller oder "Tankstellen" mag das eine andere Sache sein - aber dieser sollte man dann noch 20 oder 30 Jahre Entwicklungszeit einräumen.
Wie auch bei anderen Techniken ist es leider so, dass die größten Träumer diese selbst nicht kennen, bzw. nutzen - sondern sich nur mal schnell quer "schlau" gelesen haben.
Das soll jetzt nicht heißen, E-Mobilität sei ein Irrweg!
Aber weder werden Merkels 1 Mio Autos in 2020 (nur noch 8 Jahre Zeit!), noch sonst etwas Realität. Der Markt ist weder reif, noch dafür da. Einfach ein bisschen Realismus anwenden...
Vor 2 Jahren, als ich mir einen Pixo zulegt, hätte das "neue Volks-E-Mobil" da sein sollen. Nix ist geschehen, genauso wenig wie beim Luft-Auto & Co. Ob irgendwelche Verschwörungs-Theoretiker dabei ein Fünktschen Recht haben, sei dahin gestellt. Mein nächster Versuch wird frühestens zur Jahrzehnt-Wende sein - vielleicht habe ich dann das 100.000 ste E-Mobil in Deutschland...
Fakt ist, so einfach, so billig, so sauber, wie es von Einigen erhofft, erwartet oder behauptet wird, ist es leider nicht.
Zumal selbst unter "Ökos" es so Aussagen gibt: "Die LED / ESP / E-Mobil/ u.s.w. ist ja sparsamer, dann kann ich das auch länger an/ laufen/ fahren lassen"! Und ganz Viele verzichten auf den teureren Öko-Strom und fahren doch lieber mit Yello!
Und die eigene Solarstrom-Insel-Anlage für Solar-Mobile ist eine Schnapsidee - außer für Nacht-Taxis!
http://www.oeko-energie.de/produkte/solarmobile/index.php
Ganz im Gegenteil, denn z.B. die Windräder, die auch nachts eine Menge Strom erzeugen, werden mit E-Mobilen endlich effektiv genutzt. Denn die hängen nachts an der Ökostrom-Steckdose.
Und durch E-Mobile kann der nachts von Windrädern erzeugte Strom sogar gespeichert werden, und die Ausgleichs-Kraftwerke bleiben still.
Zu diesem Thema habe ich einfach mal bei meinem Stromlieferanten Fa.Lichtblick angerufen.
Die Antwort war sinngemäß folgende:
"Lichtblick stellt keine Regelenergie zur Verfügung. Wenn bei der Jahresabrechnung festgestellt wird, dass die Lichtblick-Kunden mehr Strom verbraucht haben als durch Lichtblick eingespeist wurde, dann wird diese Strommenge nachträglich zusätzlich ins Netz eingespeist."
Deshalb ist mein Gedankengang nun folgender:
Wenn ich ein Elektroauto zum Laden anschließe, dann muß zunächst ein "böses" Kohle- oder Gaskraftwerk diese Mehrbelastung übernehmen.
Wenn nun aber nach der Jahresabrechnung dieser Strom zusätzlich aus z.B. norwegischer Wasserkraft eingespeist wird, dann wird das "böse" Kraftwerk genau um diese Strommenge entlastet.
Unterm Strich stammt dann meine Batterieladung eben doch aus grünen Quellen.
Vielleicht helfen ein paar Vergleiche zum Verständnis:
http://sedl.at/Strom/Umverteilung
Klar gibt es da Rechenmodelle, die bereits bisher produzierten Strom nun als Ökostrom ausweisen, aber das ist im Prinzip völlig in Ordnung. Außerdem braucht niemand Strom von einem dieser Rechenkünstler zu beziehen, denn es gibt genug echte Ökostrom-Anbieter.
Tatsache ist, dass ein erhöhter Verbrauch von Ökostrom dazu führt, dass Geld in die richtige Richtung fließt und v.a. dass zukünftig mehr davon produziert werden muss. Am besten bucht man Anbieter, die nachweislich neue EE-Kraftwerke bauen.
Und nicht zu vergessen: Es geht kein Cent mehr in Richtung Tankstelle, kein Tropfen Erdöl wird mehr für Mobiltät verbrannt.
Deinen Link habe ich studiert. Sicherlich hast Du in den meisten Fällen recht, dass es sich nur um eine Umverteilung des Stroms handelt.
Man kann aber nicht alle grünen Stromanbieter über einen Kamm scheren. Es gibt da durchaus Unterschiede.
Du schreibst:" Wasserkraftwerke können ihre Leistung nicht steigern."
Das ist für Deutschland sicherlich richtig, weil sie sowieso immer "volle Pulle" laufen.
Anders ist die Situation aber in Norwegen. Dort wird 98% des Stroms aus Wasserkraft erzeugt. Damit ist klar, dass dort die Wasserkraftwerke nicht "volle Pulle" laufen können, sondern nach dem aktuellen Bedarf gefahren werden müssen und selbst zu Spitzenzeiten noch Reserven aus Wasserkraft zur Verfügung stehen.
Wenn nun die Firma Lichtblick in Norwegen Strom bestellt, dann ist das eben kein Strom der sowieso erzeugt würde, sondern er erhöht den Bedarf und wird extra für Lichtblick erzeugt.
Wo beziehst Du eigentlich Deinen Strom ?
http://www.utopia.de/blog/sedl/elektroauto-lexikon#comment-541295
Norwegen hat nicht viel Überschüsse; in trockenen Jahren muss es sogar importieren. Wenn es Überschüsse hat, dann kann es die an normalen Strombörsen in Skandinavien, Deutschland oder Niederlande verkaufen. Lichtblick wird als Abnehmer nicht benötigt. Der Kauf von Wasserkraftstrom in Norwegen bewirkt lediglich, dass die Norweger selbst immer mehr konventionellen Strom verbrauchen.
Dass Ökostrom-Anbieter umweltfreundliche Kraftwerke bauen, die ohne sie nicht gebaut worden wären, ist bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht nachweisbar.
http://sedl.at/Oekostrom/Umweltwirkungen#Beim_Verbrauch_des_Oekostroms
Bei einem Aufpreis von 2-3 Cent/kWh kann man auch nicht viel erwarten. Ich bin Kunde der österreichischen Oekostrom Vertriebs GmbH.
http://sedl.at/Firma_Oekostrom
Auch die liefert hauptsächlich (>94%) Strom aus Kraftwerken, die *keinen* Förderbedarf haben (sonst wäre der Strom zu teuer). Der Kauf von Ökostrom ist vor allem ein Signal an die Politik - keine reale (nennenswerte) Verbesserung der eigenen Ökobilanz.
Ein Argument, das sich selbst in den Schwanz beißt... ;-))
E-Mobile leiden hauptsächlich unter mangelnder Akzeptanz, weil es (in Deutschland) kaum welche gibt, weshalb praktisch niemand *sehen* und *fühlen* kann, dass ein E-Mobil-Alltag sehr wohl sehr gut funktionieren kann. Die 80 - 90 % Kurz-Fahrten, die praktisch jeder Autofahrer täglich absolviert lassen sich ganz prima mit der möglichen Reichweite eines E-Mobils absolvieren. Er braucht lediglich zuhause abends eine gewöhnliche Steckdose, um nachts wieder zu laden - das ist alles.
Und nun schließt Du aus der mangelnden Akzeptanz, dass man gar nicht mehr an der Verbesserung der Akzeptanz arbeiten sollte, um .... ja, um was denn eigentlich zu erreichen?
jetzt nähern wir uns dem Punkt mit der rein gedanklichen Umverteilung des Stroms und wann sie nicht zutrifft:
Du schreibst: "Dass Ökostrom-Anbieter umweltfreundliche Kraftwerke bauen, die ohne sie nicht gebaut worden wären, ist bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht nachweisbar."
Ich behaupte, dass genau dies bei mir zutrifft: Weil ich ein Elektroauto gekauft habe, habe ich auch eine Solaranlage installiert. Ich erzeuge also zusätzlichen Ökostrom, um den Verbrauch meines Elektroautos zu kompensieren (und darüber hinaus noch mehr). Umgekehrt wäre ohne das Elektroauto der Bau der Solaranlage unterblieben.
Du sagst: "Allerdings erscheint es mir fraglich, diesen Ökostrom dann in deiner Bilanz zu berücksichtigen, denn wenn du keine Solarzellen hättest, würde sie irgendwer anderer installieren."
Ich halte dagegen: Niemand anderer hätte Solarzellen auf meinem Hausdach installieren dürfen. Ich habe weder durch meine eigene Installation jemanden anderen davon abgehalten, Solarzellen zu installieren. Noch hätte ich durch eine Nicht-Installation jemanden anderen dazu ermuntert, selber Solarzellen zu installieren. Meine Entscheidung hat mit den Entscheidungen anderer nichts zu tun und war hauptsächlich davon inspiriert, den Strom für das Elektroauto zusätzlich selbst zu produzieren.
Und damit lasse ich es nun gut sein, Roland
Nach deiner Argumentation könnte auch der Monteur deiner Solaranlage denken: "Ich hab die Stromversorgung ökologischer gemacht! Das entlastet meine private Ökobilanz!" Wenn du jetzt meinst: "Das stimmt doch nicht, ich hätte halt einen anderen Monteur beauftragt", dann hast du den Kernpunkt meines Einwands verstanden.
Mit gleichem Recht könnte sich der Techniker in der Solarzellenfabrik oder sogar deren Aktionär die Verbesserung zugute halten. Gedanklich haben sie mit ihren eigenen Händen bzw. ihrem eigenen Geld die Umwelt um so und so viele Tonnen CO2 entlastet. Aber ob wirklich sonst niemand bereit gewesen wäre, in der Fabrik zu arbeiten bzw. Geld zu investieren? Tätigkeiten, die Gewinn bringen, werden i. A. "so oder so" gemacht. (Ein Gegenbeispiel wäre der Kauf von Bio-Produkten, denn für die gibt es keine gewinnbringenden Einspeisetarife.)
Solltest du auf deinem Grundstück Erdöl finden, kannst du es dann fördern und verbrauchen, ohne zur Erschöpfung der endlichen Ressourcen beizutragen, weil niemand außer dir dieses Erdöl fördern dürfte?
Wenn du geförderte Einspeisetarife für deine Anlage in Anspruch nimmst, ist es völlig klar: Du kannst den Solarstrom nicht der Allgemeinheit verkaufen und zugleich selbst verbrauchen.
Und Fakt ist auch: Jede Kilowattstunde, die du nicht selbst verbrauchst, ersetzt 1 Kilowattstunde, die ein Wärmekraftwerk erzeugen muss.
Ja, es ist scheinbar so offensichtlich: Da ist die Anlage, da ist das Kabel, und das geht zu meinem Elektroauto. Aber bei umfassenderer Betrachtung ist das Rechnen mit einer günstigeren Ökobilanz als 900 g CO2 pro Kilowattstunde nicht haltbar.
Angenommen es wird mehr Ökostrom benötigt als produziert wird weil sich immer mehr Kunden dafür interessieren?
Genauso angenommen es werden mehr Photovoltaikanlagen vom Kunden geordert wie produziert werden?
Genau an dem Punkt bricht deine Argumentation zusammen. Genau an dem Punkt wird unsere freie Marktwirtschaft ihre guten Seiten zeigen. Die Folge daraus: Es wird mehr Ökostrom produziert, genauso werden mehr PV Anlagen produziert! Nachfrage belebt den Markt und senkt nochdazu letztendlich auch die Preise. Das war und ist beim Ökostrom so wie auch bei den PV Anlagen so.
Was in einer Marktwirtschaft passiert, wenn die Kunden mehr Photovoltaikanlagen ordern als (momentan) produziert werden können, konnte man bis 2008 sehen: Die Preise blieben hoch, obwohl die Herstellungskosten gesunken sind. Falls Twiker sich seine Solarzellen vor 2008 gekauft hat, musste höchstwahrscheinlich jemand anderer dafür verzichten, weil die Produktionsmenge konstant am Maximum war. Inzwischen sind die Preise gefallen, dafür tun sich neue Grenzen auf (Förderbereitschaft, Netzengpässe).
Der Traum von "unendlich viel sauberer Energie" (die man dann umweltneutral verbrauchen kann) wird frühestens in einigen Jahrzehnten wahr werden. Wenn wir jede neu produzierte saubere Kilowattstunde gleich wieder als Vorwand dafür nehmen, nicht sparen zu müssen, werden wir auch im Jahr 2100 noch genauso viel schmutzigen Strom wie heute haben.
mein Strom für das Elektroauto wird nicht unbedingt grüner, wenn ich ihn bei einem grünen Anbieter beziehe.
Gerade habe ich den neuesten Test für Ökostromtarife ( von der Zeitschrft "test" 2/2012) heruntergaladen.
Dort steht zu diesem Thema:
" Das Problem: Zurzeit gibt es mehr Ökostrom als Ökostromkunden."
Daher kann man allein mit dem Bezug von Ökostrom keinen konventionellen Strom verdrängen.
Auf lasst uns Ökostromkunden werben, damit dies Problem beseitigt wird !!
Jetzt ziehe ich aber noch meinen letzten Trumpf aus dem Ärmel:
Mein Stromlieferant Lichtblick hat in der Rubrik "Ökologisches Engagement" die Bestnote "sehr stark" erhalten. Das heißt, dass es bei Lichtblick nachgewiesen ist, dass diese Firma sich für den Neubau ökologischer Kraftwerke engagiert.
WEIL es zur Zeit MEHR Ökostrom als Ökostrom-Abnehmer gibt, sollen wir uns KEINE E-Mobile kaufen, sondern weiter ÖL VERBRAUCHEN.
Da wird Ökostrom z.B. aus Windrädern produziert, der nicht abgenommen werden kann, und wir sollen auch nicht mit E-Mobilen dafür sorgen, dass er genutzt wird, sondern noch mehr Benzin verbrennen - Entschuldigung, aber das ist verrückt... ;-))
Je mehr mögliche Erklärungen, Umkehrungen und Winkelzüge in eine Theorie eingebaut sind, desto eher läuft diese Gefahr, schlicht falsch zu sein. Und das scheint mir hier der Fall zu sein (Ockhams Rasiermesser).
Wir alle kennen die Ausgangslage:
Atom-, Kohle- und Gas-Kraftwerke, und ein Teil Erneuerbare Energien.
Wir alle kennen das Ziel:
100% Erneuerbare Energien.
Die einfachste und klarste Schlussfolgerung daraus lautet:
- möglichst bald und möglichst viel Erneuerbare Energien erzeugen
- möglichst bald und möglichst viele Energieverbraucher auf (Öko-)Strom umstellen.
Wir sind also auf dem Weg, die Stoßrichtung ist klar, und davon sollten wir uns nicht abbringen lassen. Wie der Weg dorthin letztendlich aussehen wird, das wissen wir erst am Ende - aber wir müssen ihn gehen.
Wow, danke für die Zustimmung! Freut mich, dass ich dich überzeugen konnte. Das ist selten in Diskussionen und spricht für dich!
Ja, lasst uns Ökostrom-Kunden gewinnen!
http://www.utopia.de/blog/sedl/oekostrom-kunden-verzweifelt
@Hans-Werner:
Nicht immer ist die einfachste, naheliegendste Erklärung die richtige. Wir sollen weder Öl noch Kohle verbrauchen sondern unsere zu hohen Mobilitätsansprüche hinterfragen. Gedankliche Umverteilung von Ökostrom zu bestimmten Verbrauchern ist kein Weg zu 100% erneuerbaren Energien. Wenn du mit dem Laden auf den nächsten Sturm wartest, ist das toll, aber dann wirst du oft wochenlang warten müssen.
Na, denn machen wir's mal andersrum:
Welche dieser Zielbeschreibungen ist Deiner Meinung nach falsch (und weshalb):
Wir alle kennen die Ausgangslage:
Atom-, Kohle- und Gas-Kraftwerke, und ein Teil Erneuerbare Energien.
Wir alle kennen das Ziel:
100% Erneuerbare Energien.
Die einfachste und klarste Schlussfolgerung daraus lautet:
- möglichst bald und möglichst viel Erneuerbare Energien erzeugen
- möglichst bald und möglichst viele Energieverbraucher auf (Öko-)Strom umstellen
Also? Hab ich recht oder hab ich recht?
Auch andere möchten inzwischen gern den Zug in die Gegenrichtung nutzen, der wegen des sprichwörtlichen, deutschen Widerspruchsgeists auf jede Entwicklung in eine Richtung so sicher folgt, wie das Amen in der Kirche.
Diesmal nicht, weil jemand lange nachgedacht hat und zu komplizierten Schlussfolgerungen kommt, sondern aus schnödem wirtschaftlichen Interesse (wovon Mario natürlich meilenweit entfernt ist !!!).
Da gibt der RWE-Grossmann den Kämpfer für die Armen und wettert gegen die Solar-Förderung...
Lesenswert!!!
http://www.utopia.de/magazin/kolumne-oekosex-konzernchefs-zu-klassenkaempfern-solarfoerderung-energiewende?
Elektroautos sind dann sogar die große Chance für mehr Produktion von Ökostrom, dessen Nachfrage dann mal endlich steigen wird.
Zudem sind die Betreiber von regenerativem Strom geradezu darauf angewiesen, dass neue Stromspeicher für eine dezentrale Versorgung entstehen. Dafür sind Elektroautos als Zwischenspeicher bestens geeignet, wenn sie an Smart grids angeschlossen sind.
Es ist weniger wichtig, wie viel Strom wir verbrauchen, sondern vielmehr dass wir den richtigen - erneuerbaren - Strom nutzen.
Es reicht eben nicht, fleissig zu Anti-Atom-Demos zu gehen; viel wichtiger ist es, Ökostrom zu kaufen!
Denn die Energiewende kann nur kommen, wenn die Verbraucher/innen den Ökostrom auch vermehrt kaufen. Die Nutzung der Verbrauchermacht war ja auch der Leitgedanke von Utopia.
Die besten Ökostrom-Betreiber sind hier aufgeführt:
http://umweltbrief.org/neu/html/energietipp.html
PS: Nicht die Akkus machen die bekannten Probleme, sondern die Batteriemanagementsysteme, mit denen sich die Autoindustrie leider noch nicht wirklich auskennt. Die einzelnen Zellen müssen nämlich stets in einem bestimmten Temperaturbereich gehalten werden. Doch einige kleine und mittelständische Betriebe haben diese Systeme schon im Griff.
PPS: Wer 2020 noch kein Elektroauto fährt, wird sich das Autofahren gar nicht mehr leisten können, denn schon in wenigen Jahren wird der Sprit für Normalbürger/innen ohnehin unbezahlbar sein.
Der Preis von Elektroautos wird spätestens in 5 Jahren drastisch sinken, wenn wir aus Asien mit preisgünstigen Elektroautos geradezu überschwemmt werden.
Und wer jemals ein Elektroauto gefahren hat, der will keinen (vergleichsweise lahmen) vibrierenden Stinker mehr fahren.
Was also (noch) fehlt, sind attraktive und bezahlbare Angebote, die zunächst sicherlich nicht aus Deutschland kommen werden...
- Rückspeisung aus teuren Akkus lohnt sich nicht und ob die Kunden dabei mitmachen, ist fraglich. Als Ersatz für Netzausbau und Pumpspeicherkapazitäten reichen die Akkus nicht aus, weil sie keine längeren Flauten überbrücken könnten.
- Jeder Stromverbrauch (unabhängig vom gewählten Anbieter) kommt derzeit über Umwege aus schmutzigen Kraftwerken. Es ist sehr wohl wichtig, Strom zu sparen!
- Ein Drittel der Kosten von Akkus machen Material und Standardteile aus. Mit deiner optimistischen Schätzung nimmst du offenbar revolutionäre neue Erfindungen vorweg.
Vielleicht können sich die "kleinen und mittelständischen Betriebe" mit ihren problemlosen Akkusystemen an Hannilein wenden? Der freut sich sicher darüber, da er bisher weniger gute Erfahrungen gemacht hat (siehe seinen Kommentar oben).
Und wenn der Ölpreis steigt, werden alle anderen Energiepreise mit nach oben gezogen, einschließlich Ökostrom, da die Herstellung der Ökostrom-Kraftwerke energieintensiv ist. Vgl. die Kostenentwicklung von Windkraftwerken in den letzten 5 Jahren
Öl lässt sich auch aus Kohle herstellen; die ist billig und reicht noch für Jahrhunderte (obwohl ich hoffe, dass sie unter der Erde bleibt).
Aus all den Gründen kann ich daher nicht so optimistisch sein, sorry! Wir werden sehen, ob 2020 deine Vision wahr geworden ist, oder ob bis dahin dasselbe mit dem Elektroauto passiert ist, wie mit dem Wasserstoffauto, das spätestens 2003 marktreif sein wird ...
Auch die direkte Nutzung des nachts gespeicherten Ökostroms (zum Fahren) ist eine klare Verbesserung, denn ansonsten würde Benzin verbrannt.
"- Jeder Stromverbrauch (unabhängig vom gewählten Anbieter) kommt derzeit über Umwege aus schmutzigen Kraftwerken. Es ist sehr wohl wichtig, Strom zu sparen!"
Kann ich nicht nachvollziehen. Die Stromversorgung ist immer ein zwangsläufig geschlossener Kreis, in dem alles, was hineinfließt auch herausfließen muss (http://www.energie-lexikon.info/lastmanagement.html). Wenn ich nur für den eingespeisten Ökostrom bezahle, dann fließt auch´mein Geld ausschließlich in die Ökostrom-Erzeugung.
"- Ein Drittel der Kosten von Akkus machen Material und Standardteile aus. Mit deiner optimistischen Schätzung nimmst du offenbar revolutionäre neue Erfindungen vorweg."
Und da haben wir den grundsätzlichen Ansichtsunterschied, der hier zu gegensätzlichen Beurteilungen führt:
umweltbrief befasst sich mit Speichermöglichkleiten, kennt den Stand der Entwicklung und ist optimistisch, was den Verlauf angeht (ich ebenfalls).
Du meinst jetzt schon zu wissen, dass die Entwicklung scheitern wird, bist pessimistisch und rätst zum Abbruch.
Interessant wird es, wenn man sich vor Augen führt, welche Folgen diese beiden Beurteilungen haben...
Eine wenig optimistische (mit Bedauern verbundene) Einschätzung ist ja erstmal 'was Anderes.
Ein anderes Argument kam übrigens meines Erachtens bisher noch viel zu kurz, und zwar:
Auch wenn man langfristig vermutet, dass Elektro- und/oder Wasserstoff-Antriebe das Rennen machen, ist es zumindest für die nächsten 10 oder 20 Jahre sinnvoll, sich schnellere und billigere Alternativen zu überlegen.
Diese scheitern letztlich an der Blockade-Haltung der Mehrheit, auf weitgehend vegane Ernährung umzusteigen und die damit freiwerdenden Flächen für Biomasse - und zwar wohlgemerkt in ökologischer(!) Land- & Forstwirtschaft - also 'nachwachsende Rohstoffe' zu nutzen, die eine relativ schnelle und relativ preisgünstige Abkehr vom Erdöl ermöglichen würde, auch im Verkehrsbereich (daneben auch für Kunststoffe, soweit sich nicht sowieso besser durch Holz etc ersetzbar sind)
Vergessen wird auch allzu gern, dass auch in vorindustrieller Zeit ein Teil der Anbaufläche letztlich für Mobilität verwendet wurde, weil nämlich Pferde und Ochsen auch Futter brauchen bzw gebraucht haben.
... einmal gar nicht zu sprechen von den beiden anderen Blockade-Haltungen (der sog 'Weltgemeinschaft'), sowohl die rieisigen Urwaldzerstörungen endlich zu beenden, als auch den (durch die Klimakatastrophe verstärkte) Wüstenausdehnung, und letztgenannten Prozess sogar rückgängig zu machen (so dass hyper-aride und aride Gebiete weltweit wieder 'nur' insgesamt das Ausmaß z.B. wie vor 50 Jahren haben); denn auch Letztgenanntes würde mehrere Hunderttausend Hektar ökologisch land-u.forstwirtschaftlich (wieder) nutzbarer Fläche beinhalten.
Ich habe nirgends geschrieben, dass ich weiß, dass die Entwicklung von Elektroautos scheitern wird, und ich rate auch nicht zum Abbruch. Das ist deine Interpretation meiner Texte, aber nicht meine Aussage.
Ich weise lediglich darauf hin, dass heutige Elektroautos weder ein großer Beitrag zum Klimaschutz sind noch die Kundenwünsche erfüllen und mit den derzeit absehbaren Entwicklungen der große Durchbruch so bald - wenn überhaupt - nicht zu erwarten ist. Natürlich kann man optimistisch sein, auch wenn es meiner Ansicht nach dafür derzeit keinen Grund gibt (vgl. die Einschätzungen der Utopisten vor 2 1/2 Jahren), aber lasst uns lieber den Leuten reinen Wein einschenken: Es gibt derzeit keine Möglichkeit, den motorisierten Individualverkehr umweltneutral zu gestalten. Wir müssen unsere Ansprüche zurückschrauben, wenn wir den globalen Turnaround schaffen wollen. Auch wenn wir alle schon ein Elektroauto hätten, dürfen wir nicht so weitermachen wie bisher.
Ich bin durchaus auch für eine weitere Forschung am Elektroauto! Für fehlinvestiert halte ich die vielen Milliarden, die eine Masseneinführung von Elektroautos zum jetzigen Zeitpunkt dem Staat kosten würde.
http://sedl.at/Elektroauto/Foerderungen
Für eine Masseneinführung ist es noch viel zu früh.
Wieso teure Akkus? Diese werden doch nur verleast. Für den E-Smart sind 69 Euro Batterieleasing monatlich angesetzt, das entspricht den Kosten EINER Tankfüllung eines Mittelklasseautos. Der Kunde hat dabei sogar die volle Batterie-Sicherheit. Und in der Tat ist Lithium nur eine Übergangslösung. In den Schubladen warten längst andere Akkukonzepte - und zwar solche, die selbst ausrangierte Akkus noch als Zwischenspeicher für Erneuerbare Energien dienen lassen.
Man kann auch nicht sagen, dass eine Luxus-Elektrolimousine wie der Tesla S mit ca. 50.000 Euro teuer ist oder?
Die Kunden werden sich schon am Smart grid beteiligen, wenn es für sie Kostenvorteile bringt. Schließlich ist das Auto vorwiegend ein Steh-Auto.
Klar kommt der Strom aus einem großen Strompool, in den alle Anbieter einspeisen. Schmutziger Strom ist jedoch nur der aus den Atom- und Kohlekraftwerken. Entscheidend ist allerdings, an welchen Anbieter wir unsere Stromrechnung bezahlen, also in welche Richtung unser GELD fließt.
Würden wir einfach nur Strom sparen, würden die Stromkonzerne gleich die Preise erhöhen, um auf ihren gewohnten Profit zu kommen, vermutlich gepaart mit noch mehr staatlichen Subventionen...
Das Geld - und zu welchem Anbieter es fließt - entscheidet über die Energiewende.
Es gilt, dem Stromkartell den Geldhahn zuzudrehen und den Erneuerbaren immer mehr Geld zufließen zu lassen.
Ohne die Ökostrom-Konsumenten wird es keine Energiewende geben. Daher dürfen sie momentan ruhig großzügig mit dem Verbrauch von Ökostrom sein! Denn ohne genug Geldzufluss (und ohne Elektroautos) kommt der Ökostrom-Markt nicht ausreichend und nicht schnell genug in Schwung.
Nach dem nächsten Ölpreisschock (abhängig von der ökonomischen Entwicklung und der Bankenkrise vermutlich in 2 Jahren) werden die Erneuerbaren Energien deutlich günstiger darstehen als die fossilen - vorausgesetzt sie werden in ausreichendem Maße gekauft. Der Investitionsbedarf ist groß!
So lautet unser hier wohl polarisierender Aufruf: Kauft echten Ökostrom und verbraucht viel davon, damit genug Geld für die Enenergiewende zusammen kommt.
Die derzeitige Regierung wird jedenfalls nicht dafür sorgen und kann sich gegen das mächtige Stromkartell auch nicht durchsetzen.
Das Elektroauto ist heute das, was der Flachbildschirm vor 10 Jahren war: selten und daher noch zu teuer für die meisten. Heute befinden sich fast in jedem Haushalt Flachbildschirme aller Größen.
Wer die "Long-pipe-theory" (eine Erfindung der US-Ölindustrie gegen das E-Auto) vertritt, wonach die Emissionen nur auf die Kraftwerke verschoben werden, der muss auch bedenken, was in diesem Zusammenhang gern vertuscht wird: Der ökologische Fußabdruck des Betriebs eines Verbrennungsautos beginnt nicht erst an der Tankstelle; einzurechnen sind die Exploration von Ölbohrstätten, die Förderung, der weite Transport und die Raffinierung inklusive der Ölkatastrophen wie Exxon Valdez, Golf von Mexiko, Ölsand-Gewinnung im Tagebau in Kanada etc.!
Hinzu kommt, dass das E-Auto fast wartungsfrei ist, keinen Ölwechsel braucht und überhaupt 90 mal weniger bewegte Teile hat, wodurch es wesentlich langlebiger ist. Sein Betrieb ist nahezu umweltneutral, wenn es mit echtem Ökostrom betrieben wird.
Alle Vorteile eines Elektroautos haben wir hier zusammengefasst:
http://umweltbrief.org/neu/html/Elektroauto_fahren.html
@ Hannilein: Der City-El ist ja kein wirklich alltagstaugliches Auto und der Hersteller hat bis heute große Probleme. Wende dich mal an EU Electro Car:
http://www.eu-electro-car.de
Dass die Stromkonzerne die Preise beliebig erhöhen können, ist eindeutig falsch. Jeder kann den Stromanbieter wechseln. 2009, im Jahr der Krise, sind die Großhandelspreise gesunken. Hingegen wurde Windstrom aufgrund gestiegener Rohstoffkosten (also letztlich aufgrund des gestiegenen Ölpreises!) in den letzten 5-10 Jahren *teurer*.
Wenn 69 EUR/Monat die gesamten Akkukosten sind, wieso kostet der Smart ForTwo dann 19 000 EUR, wo ihr doch selbst hervorhebt, dass ein Elektroauto an sich viel einfacher ist? Ist aber nicht so wichtig, denn der Autokäufer rechnet sich das schon genau durch, ob es sich für ihn lohnt, egal ob wir uns hier einigen.
Betreffend Ökobilanzen erzählt ihr uns nichts Neues. Selbstverständlich wird in seriösen Vergleichen die gesamte Vorkette betrachtet (auch der Aufwand zur Herstellung des Akkus, den ihr unterschlägt).
http://www.utopia.de/ratgeber/co2-vergleich-elektroauto-nur-mit-gruenem-strom-erneuerbare-mobilitaet?p=2
Auf http://umweltbrief.org/neu/html/impressum.html schreibt ihr etwas sehr Richtiges:
Werbung "ist eine Manipulation der Seele, indem sie mit Illusionen spielt. ... Werbung verführt zu unnötigem Konsum, der die ohnehin knapper werdenden Ressourcen des Planeten sinnlos ausbeutet und auch den Klimawandel beschleunigt." Ich denke, ihr macht genau das, wenn ihr ausschließlich von den Vorteilen des Elektroautos schwärmt und zum Prassen mit Ökostrom aufruft.
Mit einer Tankfüllung komme ich persönlich aber 2-3 Monate aus - sogar mit einer durstigen riesen Limousine...(Volvo 760er)
Für das wenige was ich fahr, mag ich einfach gerne ein großes Auto haben. Dafür sind für mich persönlich seit über 25 Jahren keine Rohstoffe und keine Energie für die Herstellung eines Fahrzeuges verbraucht worden.
Mal wieder investieren? bzw. Geld verbrennen?
Nur ca. 0,5% des Gesamtstroms und 160 Windräder reichen für eine Million E-Autos.
Das Max-Planck-Institut hat errechnet, dass 50 Millionen Elektroautos mit je 100 kWh Kapazität den (nicht nur elektrischen!) Primärenergiebedarf von ganz Deutschland für einen halben Tag speichern könnten.
Natürlich ist auch hier noch viel zu tun und zu investieren, bevor das alles funktioniert.
Elektromobilität und Energiewende bedingen also einander. Ein Rebound-Effekt wäre in diesem Fall sogar wünschenswert.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist sehr schön - theoretisch.
Es regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz, und garantiert deren Erzeugern feste Mindestverkaufspreise.
Die Realität sieht leider so aus, dass wegen fehlender Stromleitungen und drohender Netzüberlastung immer mehr Windparks zwangsweise abgeschaltet werden müssen. Das ist den Stromkonzernen, denen ja das Netz gehört, ganz recht, denn zu viel Strom würde ihren eigenen Strom zu billig machen.
Die vernichtete Strommenge stieg dadurch 2011 um 69 Prozent! Während die Kraftwerksbetreiber dafür einen finanziellen Ausgleich bekommen, gehen die Windbetreiber allerdings leer aus.
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=28002
http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150537478896365
Hier liegt also ein enormes Potential für das Betanken von E-Autos - Dezezentralisierung vorausgesetzt.
http://umweltbrief.org/neu/html/Dezentralisierung_Erneuerbare_Energien.html
Die Solarstromförderung ist bereits gekürzt worden und Angela Merkel deutet weitere Kürzungen der Solarstromförderung in Deutschland an. Statt dessen will sie, dass der Sonnenstrom in Griechenland erzeugt und in den Norden transportiert wird. Das ist ganz im Sinne des Stromkartells, das die an sich dringend nötige Dezentralisierung ablehnt, da es weiterhin den Strommarkt kontrollieren will (daher auch Offshore und Desertec). Hinzu kommt, dass es inzwischen soviel Solarstrom gibt, dass die Preise sinken würden...
Gleichzeitig fließen immer noch Unsummen an staatlichen Subventionen in klimaschädliche Stromerzeugung, wie Kohle und Atom.
Also wenn wir nur auf das EEG vertrauen wollen, wird keiner von uns je 100% Erneuerbare Energien mehr erleben. Die Energiewende braucht deutlich mehr Investitionen, Lobbyarbeit und vor allem die Kaufkraft der Bürger/innen!
Wir befinden uns nun mal in einer Marktwirtschaft, die vor allem durch Angebot und Nachfrage funktioniert. Ökostrom ist nicht in einer festgelegten Menge zu haben, sondern wird entsprechend der Nachfrage produziert. Ist die Nachfrage groß, wird also mehr produziert. Wenn niemand mehr Atomstrom kauft, wird er auch nicht mehr hergestellt. So bekommt niemand schmutzigen Strom dadurch, dass einige (viel) Ökostrom verbrauchen. Wer diese Fakten verzerrt, stellt sich gegen eine schnelle und erfolgreiche Energiewende.
Nur wenn viele Leute - auch Firmen - viel echten Ökostrom kaufen, kann sich der Strommarkt verändern. Dann würden sogar die Stromkonzerne Ökostrom produzieren. Laut Greenpeace beträgt der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bei RWE nur 0,4 Prozent und Vattenfall gerade mal 0,1 Prozent.
Es kann also nur dann genug umweltfreundliche Kraftwerke geben, wenn immer mehr Ökostrom verbraucht wird! Die Ökostrom-Betreiber müssen daher steil wachsen, um überhaupt eine Lobby bilden zu können.
Daher heißt es auch: "Utopisten tanken Ökostrom".
Allerdings können zur Zeit die Stromkonzerne die Preise beliebig erhöhen, und zwar mit Hilfe der "Leibziger Strombörse", die sie selbst eingerichtet haben und vollkommen kontrollieren.
Vor 10 Jahren war Ökostrom kurzzeitig sogar billiger zu haben als fossiler. Daraufhin haben die Konzerne den Ökostrom-Betreibern einfach die Durchleitungs- und Zählergebühren erhöht.
Eine wirkliche Energiewende (mit krisensicherer dezentraler Stromerzeugung) ist nur möglich durch einen wirklich freien Strommarkt, auf dem die Allmacht des Stromkartells gebrochen wurde. Da die Politiker dies ganz offenbar nicht schaffen, können es nur die Verbraucher/innen durch ihr Konsumverhalten erreichen.
Mit den großen Stromkonzernen ist keine echte Energiewende möglich.
In Deutschland wären sogar 100% Erneuerbare Energien bis 2020 möglich, wenn die Investitionen in die richtige Richtung fließen. Das Know-how und Aufbau-Ressourcen dafür sind durchaus vorhanden.
http://umweltbrief.org/neu/html/Agenda_2020.html
http://www.buch-der-synergie.de/datenbank.php
http://www.utopia.de/blog/sedl/100-oekostrom-sind-moeglich
Dass der EEG-Strom begrenzt ist, habt ihr richtig erkannt. Deswegen müssen wir Strom sparen. Das Öko-Institut hat ganz aktuell ausgerechnet, dass selbst im Jahr 2030, bei einem angenommenen massiven Ausbau von Wind- und Solarstrom und intelligenter Ladesteuerung, nur 20% des Ladestroms aus sonst nicht nutzbaren Überschüssen kommen können. Stattdessen kommen 75% aus Kohlekraftwerken! Das ist keine "Lösung von fossilen Energieträgern im Mobilitätssektor"!
http://www.oeko.de/oekodoc/1348/2012-001-de.pdf
Der Kauf von Ökostrom ist - deinen Ausführungen zum Trotz - ein Verschiebebahnhof. Wasserkraftstrom verbrauchten die Norweger schon bevor das Wort "Ökostrom" erfunden war. Wenn ein Ökostrom-Anbieter heute Wasserkraft in Norwegen kauft, verbrauchen die Norweger im Gegenzug unseren konventionellen Strom. Dass die Atomkraftwerke mangels Nachfrage abschalten müssen, kannst du vergessen, denn dazu müssten 3/4 aller Kunden Atomstrom ablehnen (selbst 13 Jahre nach der Strommarktliberalisierung sind es nur ca. 5%). Ökostrom tanken ist sicher sinnvoll, verbessert aber die Ökobilanz nicht.
Auf die Verschwörungstheorien über den Strommarkt gehe ich nicht ein. Es kann jeder seinen Anbieter wechseln.
Solche Berechnungen kommen in vielen Fällen ohnehin von Agenturen bzw. Instituten, die von bestimmten Lobbys bezahlt werden. Nicht umsonst war z.B. Vattenfall vor ein paar Jahren völlig grundlos "Stromerzeuger des Jahres".
Gerade ist übrigens der Daimler-Chef "für seinen Einsatz für alternative Antriebe" vom ADAC geehrt worden - ein Hohn.
Der Elektro-Smart kostet 19.000 Euro - ohne Akkus!
Daran sieht man, dass Daimler gar kein echtes Interesse hat, dieses Auto zu einem Bestseller zu machen, obwohl das E-Auto an sich sehr viel unaufwendiger herzustellen ist.
Warum die Autoindustrie keine Elektroautos will?
http://www.umweltbrief.org/neu/html/Elektroautos_Autoindustrie.html
Den deutschen Autofirmen geht es bei solchen Projekten wohl nur um PR und Greenwashing.
http://umweltbrief.org/neu/html/Greenwashing.html
Da der E-Smart im Winter Probleme macht, könnte es durchaus empfehlenswert sein, auf den Toyota IQ Electric zu warten, der schon wenig später auf den Markt kommt und als 2+2-Sitzer (kleinster Viersitzer der Welt) sicher das bessere Stadtauto ist. Zudem liegt Toyota schon allein wegen seiner großen Erfahrung mit der Hybridtechnologie bei Akkus und Batterie-Management-Systemen klar vorn.
Es ist übrigens keine Werbung, wenn wir in einer von Konzernen diktierten Wirtschaft und Medienwelt unserer ökonomischen und ökologischen Überzeugung folgen und zum Kauf von Ökostrom aufrufen, gern auch in Kombination mit Elektromobilität, auf die wir aus Überzeugung seit 20 Jahren warten. Da wir Zugang zu vielen Hintergründen haben, ist das sogar unsere Pflicht.
Die Alternative zur Elektromobilität sind nämlich Diesel- und Benzinfahrzeuge mit ggf. etwas weniger Verbrauch, aber noch feineren Stäuben, die totsicher in der Bevölkerung Krebs erzeugen.
http://umweltbrief.org/neu/html/Umweltbrief_spezial_Feinstaub.html
sowie der Biosprit-Wahnsinn, der das Klima schädigt, riesige Naturflächen vernichtet, die Nahrungsmittelpreise erhöht und zu Armut, Hunger und Vertreibung führt.
http://umweltbrief.org/neu/html/Biosprit.html
http://www.wsoe.at/?bereich=news\aktuell&id=5599
http://www.pressetext.com/news/20120127001
Bezahlt werden wir für diese Informationen nicht und haben auch kein Interesse an der Förderung bestimmter Lobbys oder Meinungen.
Für den Umweltbrief schreiben (investigative) Journalisten aus verschiedenen Fachrichtungen ehrenamtlich, und zwar deshalb, weil sie viele ihrer Recherchen und Analysen in den kommerziellen Medien, bei denen sie ihr Geld verdienen, nicht unterbringen können bzw. dürfen. Pressefreiheit ist eben ein Kapitel für sich, siehe
http://umweltbrief.org/neu/html/Pressefreiheit.html
In Sachen Elektrofahrzeuge arbeiten wir mit Professoren der Hochschule für angewandte Wissenschaften zusammen (Physiker, Fahrzeugbauer, Fahrwerksexperten, vereidigte Gutachter für Fahrzeug-Homologationen).
Eng verbunden sind wir auch mit Wissenschaftlern und Erfindern, die sich seit Jahrzehnten mit Elektromobilität, Ressourcen- und Energieeffizienz sowie Neuen Energien befassen. Viele dieser Experten lehnen allerdings aufgrund schlechter Erfahrungen den Kuhhandel mit der Industrie ab, denn bestenfalls landen ihre Patente in den Safes der Konzerne.
Auf diesen Säulen basiert unser Wissensvorsprung.
Wem die Idee mit der gedanklichen Umverteilung gefällt, der kann ja ausschließlich mit inländischem Öl fahren. Dann verursacht er weder eine Ölpest im Meer noch trägt er zur Importabhängigkeit bei. (Stimmt nicht, aber dieses Argument ist genauso berechtigt wie die Annahme, man könne gezielt umweltneutralen Strom verbrauchen.)
"Deshalb lieber mit schlechtem Gewissen einen sparsamen Spritschlucker für unbedingt notwendige Fahrten anschaffen als mit gutem Gewissen (und hohen staatlichen Förderungen, wie sie derzeit geplant sind bzw. gefordert werden) mit "Ökostrom" beliebig viel herumfahren."
Aha, mit "einem sparsamen Spritschlucker" die "unbedingt notwendigen Fahrten" und "mit hohen staatlichen Förderungen" mit "Ökostrom beliebig viel herumfahren"
Und warum nicht mit Ökostrom* nur "die unbedingt notwendigen Fahrten" voraussetzen??
* der sich obendrein noch auf dem eigenen Hausdach, der Garage oder dem Carport erzeugen lässt!
Auf der einen Seite das "unbedingt notwendige" und auf der anderen das "beliebig viel" in Rechnung zu bringen ist argumentativ unredlich. ( um es mal freundlich zu formulieren )
http://sedl.at/Elektroauto/Lithium-Akkus/Graue_Energie
Andererseits ist es auch kontraproduktiv, das Elektroauto gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln zu bevorzugen, denn letztere sind immer noch effizienter. Die meisten Elektroautofahrer scheinen tatsächlich zu glauben, dass sie mit gutem Gewissen nicht mehr auf den Bus warten brauchen und "beliebig viel herumfahren" können (wofür ja auch Umweltbrief plädiert). Auch der hohe Anschaffungspreis und die niedrigeren Kosten pro Kilometer können leicht dazu verleiten, mehr als mit einem Benzin- oder Diesel-Fahrzeug zu fahren.
http://sedl.at/Elektroauto/Folgeeffekte
Ob der Ökostrom auf deinem Dach oder sonstwo erzeugt wird, ist nicht so relevant wie der Umstand, dass das ausbaufähige Potenzial heute und auf absehbare Zeit begrenzt ist.
Es gibt einen Austausch von Argumenten, den ich für weiterführend halte.
Bei Diskutanten, die stets ein anderes Faß aufmachen, nur um doch noch was dagegen sagen zu können, erscheint mir das Weiterdiskutieren jedoch als nicht weiterführend.
Daher verabschiede ich mich hiermit aus der Diskussion.
Ich will das Elektroauto so schnell wie möglich. Ich würde auf die Strasse gehen dafür das die großen Konzerne endlich aufhören mit ihrer offensichtlichen Blockade neuer Technologien die unsere Erde dringend braucht. Mich kotzt es an das es immer nur um Geld geht. Es wird Zeit das endlcih was passiert ich kann das kaum aushalten diese sture wir machen so weiter wie bisher leck mich am A. Einstellung.
Ich möchte euch auch noch sagen warum ich das E auto unbedingt will. Ich möchte endlich unserem Planet diese Abgase nicht mehr antun und mit dem E Auto kann ich selbst entscheiden was ich tanke. Natürlich Ökostrom und damit habe ich alles getan was ich tun kann um den Planeten zu schonen. Für die Kraftwerke sind andere zuständig.
http://elweb.info/dokuwiki/doku.php?id=fiat_panda_elettra
Einerseits kritisierst du die Weiter-so-wie-bisher-Mentalität, andererseits ist dir egal, was die Kraftwerke machen - wie passt das zusammen? Wenn es nicht genug Ökostrom gibt, um alle Fahrzeuge anzutreiben und gleichzeitig die klimaschädlichen/unsicheren Kraftwerke abzuschalten, kann man doch nicht sagen: "Dafür sind andere zuständig."
So argumentiert ja auch die breite Masse: "Ich würde ja die Umwelt entlasten, aber der Staat stellt mir leider kein umweltfreundliches Verkehrsmittel zur Verfügung." Jedes Argument ist recht, um sich nicht einschränken zu müssen. Ich will diese falschen Argumente enttarnen.
1.) Der Zeitpunkt, an dem kein förderbares Erdöl mehr da ist;
2.) Diejenige in die Atmosphäre entlassene Menge CO2, die unser Ökosystem zum Kippen bringen wird und derzeit noch gebunden unter der Erdoberfläche schlummert.
Als Gegenpart der Hardfacts, die sog. Softskills, derer es eine Menge gibt, würde ich hier einfach für alle nicht wissenschftsgläubigen zB anführen:
+ Fahrzeuge werden leichter = weniger Materialeinsatz, bessere Effizienz;
+ geringe Reichweiten = sind eher positiv zu bewerten, da Nutzerverhalten / Mobilität generell überdacht und bewusster wird und zB ÖPV wieder eine andere Bedeutung erlangen wird;
+ Mobilität wird teurer = Städte werden im Idealfall wieder lebenswerter gestaltet (zB Einkaufen, Freizeitangebot etc), damit der Wocheneinkauf zum Center vor der Stadt bzw. der Wochenendausflug ins Grüne seltener wird.
Es erscheint mir sehr "deutsch" alles zu zerdiskutieren und am Ende nix auf die Beine zu bekommen, bzw. andere "Macher" mit großem Vorsprung vorbei ziehen zu lassen. Bitte versteht mich nicht falsch, unüberlegtes Handeln möchte ich damit nicht befürworten, aber die gefühlt große Zahl an Bedenkenträgern hierzulande erschreckt mich schon auch.
- Elektroautos sind nur lokal emissionsfrei
- Elektroautos verursachen Emissionen an den Kraftwerken
- Nicht der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Kraftwerke zählt,
- auch nicht der persönliche CO2-Ausstoß der eigenen PV-Anlage,
- sondern der CO2-Ausstoß des schlechtesten Stromerzeugers (in seiner Argumentation: Kohlekraftwerk mit 1000 g CO2 / kWh),
- denn dieser hätte vom Netz genommen werden können, wenn das Elektroauto nicht hätte geladen werden müssen.
So schlüssig die Argumentation scheint, sie hat mehrere Fehler:
- Wenn das Elektroauto nicht benutzt würde, würde eines mit Verbrennungsmotor fahren, was selbst nach dieser Rechnung ungefähr den gleichen CO2-Ausstoß hätte.
- Wenn mit dem Elektroauto eine Photovoltaik-Anlage genau zum Zweck des Aufladens angeschafft wurde, so bilden beide zusammen gedanklich eine Inselanlage - selbst wenn das Auto nicht bei Sonnenschein geladen wird. Nur die zeitlich gemittelte Differenz (Überschuss oder Verbrauch - je nach Größe der PV-Anlage und des Elektroautos) wird dem Stromnetz zugespeist oder entnommen. Es ist unredlich, den Ertrag des Solar-Carports der Allgemeinheit zuzuschlagen, das Elektroauto aber individuell mit der denkbar schlechtesten CO2-Bilanz zu belasten. (Ich rede hier nur von der CO2-Bilanz, die finanzielle Diskussion - Einspeisevergütung, Eigenverbrauch - klammere ich hier aus; dies ist ein Thema für sich.)
- Elektroautos sind nicht mit Verbrennern gleichzusetzen. Elektroautos müssen auf Grund des geringen Energieinhalts der Batterien leicht gebaut sein; am besten es sind Leichtkraftfahrzeige. Damit haben sie zusätzlich zum effizienten Antrieb den Vorteil geringerer Fahrwiderstände.
Ich lasse mir durch die Argumente von Mario und Dr. Hanselmann meine ideellen und finanziellen Investitionen nicht schlecht reden. Es wäre für mich persönlich schlimm, jetzt dem Fatalismus zu verfallen: Na dann fahren wir halt Verbrenner, wenn das Erdöl alle ist, schau' mer halt. Und wenn dann Kohle zu Kraftstoff verflüssigt wird (mit einer verheerenden CO2-Bilanz), dann ist es nicht mein Problem sondern das meiner Kinder oder Enkel.
Ich bleibe weiterhin optimistisch und überzeugt, das Richtige getan zu haben, Roland
1000 g CO2 pro Kilowattstunde ist nicht die denkbar schlechteste CO2-Bilanz; das wären Braunkohlekraftwerke mit bis zu 1250 g/kWh, wobei noch 5% Netzverlust + die Vorkette beim Kohleabbau hinzuzurechnen sind.
Hinsichtlich Laden mit selbst erzeugtem Solarstrom (gedankliche Inselanlage) haben wir einen Auffassungsunterschied. Dein Nachbar könnte sich ein Feld pachten, darauf Raps anbauen, aus dem Biosprit wird, der dem deutschen Benzin beigemischt wird. Deswegen kann er (gedanklich) CO2-neutral mit seinem Benziner fahren. Wenn du ihm widersprichst, bist du meiner Meinung nach inkonsequent bzw. "unredlich".
Ich stimme dir ja zu, dass wir kein Öl verfahren sollen, aber wir sollen auch keine Kohle mehr verfeuern. Daher müssen wir mit dem Energieverbrauch generell runter. Das Elektroauto suggeriert, dass es mit dem Wechsel der Antriebsart getan wäre, aber dem ist nicht so.
Der strittige Punkt zwischen uns ist die Kopplung mit dem selbst erzeugten Strom:
- Ich sage, dass die PV-Anlage eigens zum Zweck des Elektroautos angeschafft wurde.
- Du sagst, die PV-Anlage wäre früher oder später sowieso angeschaftt worden und spielt deshalb keine Rolle bez. des Elektroautos.
Weder kann ich meinen Standpunkt beweisen noch du deinen. Das Schwierige ist nämlich, dass hier nur ein willentlicher, jedoch kein ursächlicher Zusammenhang besteht. Da sieht man, wie kompliziert die CO2-Bilanz zu berechnen ist, wenn sie in wesentlichen Teilen auf Willensäußerungen beruht.
Und das mit dem Rapsfeld lass lieber mal. Wir sollten hier nicht die Diskussion um die Konkurrenz zwischen Energiepflanzen und Nahrungsmittel aufmachen. Und schon garnicht um den Wert von Brachland ... Ein Hausdach ist dagegen kaum für anderes zu nutzen. PV-Strom ist ein echter Mehrwert ohne Verdrängung einer anderen Nutzung.
Dass CO2-Bilanzen kompliziert und fast immer umstritten sind, ist leider wahr.
Mit dem Rapsfeld wollte ich nur zeigen, was man schlussfolgern könnte, wenn man deiner Argumentation folgt. Du schreibst:
"Wenn mit dem Elektroauto eine Photovoltaik-Anlage genau zum Zweck des Aufladens angeschafft wurde, so bilden beide zusammen gedanklich eine Inselanlage"
Wenn das stimmt, dann müsste man auch sagen dürfen:
"Wenn das Feld genau zum Zweck der Biospritproduktion für das eigene Fahrzeug angeschafft wurde, so bilden beide zusammen gedanklich eine Inselanlage"
Aber wir sind uns wahrscheinlich einig, dass Letzteres ein Fehlschluss ist. Ich will jedenfalls nicht für Biosprit Werbung machen.
Mit den Stromkonzernen bleibt die Energiewende eine Utopie. Und erst recht ohne Dezentralisierung. Die lokale Speicherung ist nur deshalb teuer, weil sie noch kein Massenphänomen ist. Astronomisch teuer dagegen sind Projekte wie Desertec, die den Strom über lange Leitungen aus Afrika holen wollen.
Aber wenn man wie Mario für Austrian Power Grid AG (eine Erfüllungsgehilfin der Stromkonzerne) arbeitet, die Stromnetze mit Höchstspannungsleitungen errichtet und betreibt, kann (und will) man vielleicht nicht für Dezentralisierung sein...
Für ein echtes "Elektroauto-Lexikon" ist dies recht einseitig und zu oberflächlich recherchiert. Hypothesen werden als "Fakten" dargestellt. Die Einschätzung über den maximalen Ökostrom-Ausbau erscheint durch eine ökonomisch nicht plausible Begrenzung naiv. Auch wahrsagerische Aussagen wie "Im privaten Bereich wird die Akzeptanz wegen der Nachteile begrenzt bleiben." gehören in kein Lexikon.
Wenn es nur darum geht, Mario's private Webseite http://sedl.at zu hypen, dann wäre diese besser auf den Seiten von Aral und Shell verlinkt oder in Foren für konservative Dieselfahrer. Für Utopia ist dieses "Lexikon" kaum tauglich, zumal die positive Vision dafür zu fehlen scheint.
Seit 100 Jahren wird gegen das Elektroauto gewettert. Doch in letzter Zeit wachsen die selbsternannten Elektroauto-"Experten" (mit und ohne Professoren-Titel) wie Pilze aus dem Boden. Diese können jetzt schon mit größter Verbindlichkeit Aussagen über Gegenwart und Zukunft des Elektroautos machen, und natürlich immer wieder, dass der Verbrennungsmotor noch viel Potential hat noch noch lange gebaut wird!!! (Öl- und Autoindustrie lassen grüßen.)
Viele Journalisten schreiben das dann einfach ab, sodass man es plötzlich überall lesen kann.
Desinformation zeichnet sich dadurch aus, dass sie bis zu 80% Wahrheit enthält.
Das oben von Mario zitierte Gutachten des Öko-Instituts für das Bundesumweltministerium bringt genau das, wofür sein Auftraggeber bezahlt hat. Das nur so genannte "Öko-Institut" stellt auch die Ökostrom-Mogelpackungen (RECS-Zertifikate) aus.
Es ist eines dieser kaufbaren Bescheingungsinstitute, das seinen Namen zu Unrecht trägt, siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ko-Institut#Kritik
Dieser Film ist sehenswert: "Who Killed The Electric Car - Warum das Elektroauto sterben musste"
http://www.youtube.com/watch?v=PLf1Is3GA-M
Die meisten Menschen sparen nur dann, wenn sie es unbedingt müssen.
Wie es aussieht, wenn "Spritschlucker für unbedingt notwendige Fahrten" gebraucht werden, sieht man z.B. in meiner Straße: Morgens wird der 6-Zylinder für 500 Meter Brötchen holen gestartet. Bei kaltem Motor hat er einen Aktualverbrauch von ca. 60 Litern/100 km. Wenig später fährt die Nachbarin mit dem 2 Tonnen schweren SUV ihre Kinder zur Schule (ca. 3 km).
Die Fahrtstrecken der meisten Deutschen betragen im Schnitt nur 15 km. Ideal für E-Fahrzeuge, die eine Kaltlaufphase gar nicht kennen!
Ich selbst fahre nur selten mit dem Auto und dann auch nicht sehr weit. Bei winterlichen Temperaturen springt der Twingo dann schon nach einigen Tagen nicht mehr an. Kenner raten dazu, den Wagen im Winter wegen der Batterie täglich 5 Minuten im Stand laufen zu lassen. Das finde ich nicht akzeptabel.
Meine Garage hat eine Steckdose mit Ökostrom. Was fehlt, ist ein kleines Elektroauto, das dann vollgetankt auf mich wartet, wenn ich es denn mal brauche.
Die Akku-Herstellung ist übrigens kaum energieaufwendiger als die Herstellung eines Laptops oder eines Flachbildfernsehers. Wollen wir nun auch besser darauf verzichten?
Damit schließen wir hier ab (es lohnt ohnehin nicht, mit Pessimisten zu streiten)
und freuen uns auf eine alltagstaugliche und bezahlbare Elektromobiltität mit einer erhöhten Nachfrage nach Ökostrom, die es unbedingt zu fördern gilt.
Weil die hier dargestellten Fakten kritisch sind ? Brauchen wir Visionen im Sinne eines "irgendwann wird´s das mal geben" oder brauchen wir lebbare Alternativen ? Visionen kann man nicht kaufen, auf eine Markteinführung kann man jedoch seine Mobilitätsausgaben verschieben.
"Ich selbst fahre nur selten mit dem Auto und dann auch nicht sehr weit. Bei winterlichen Temperaturen springt der Twingo dann schon nach einigen Tagen nicht mehr an."
Da empfehle ich klar ein gutes Ladegerät, das effektiv die Batterie geladen hält. In deiner Beschreibung ensteht der Eindruck Twingo=herkömmliche Technik habe ein Defizit per se, das stimmt nicht, jede Akku-Typ hat seine Vor- und Nachteile. In meinem E-Roller steckt ebenfalls alte Technik und z.Zt. erlebe ich massive Reichweiten-Einbrüche. Deshalb verurteile ich nicht die E-Technik, sondern meinen Geiz, nicht mehr Geld (leider viel mehr Geld) in neue E-Roller-Technik investiert zu haben. Doch die paar Tage im Winter kann ich kompensieren.
"... und freuen uns auf eine alltagstaugliche und bezahlbare Elektromobiltität mit einer erhöhten Nachfrage nach Ökostrom, die es unbedingt zu fördern gilt."
Aus Freude über Zweifel entstand bei mir Ärger, wann die tollen E-Fahrzeuge endlich in den Läden stehen, zu akzeptablen Preisen. Es sollen sich ja LOHAS auf Utopia herumtreiben, die jeden Preis zahlen können, wir nicht, uups, jetzt argumentiere ich kurzsichtig und beziehe dieses Argument nur auf unsere eigene finanzielle Situation, ENTSCHULDIGUNG, wir stellen mit großer Wahrscheinlichkeit die Ausnahme dar, nicht verallgemeinerbar, nicht zurechnungsfähig ... äh ... zurechenbar zur Mainstream-Masse an Konsumenten, die alle E-Autos wollen, sich sehnsüchtig in Wartelisten einschreiben, bereitwillig Vorschüsse in die Prototyp-Fertigung entrichten und ihren alten Stinker längst auf den Gebrauchtmarkt geworfen haben.
Meine Überzeugung:
E-Autos sind technisch heute machbar, aber von Unternehmen und Politik nur unter Alibi-Aspekten "gewollt", mit der guten alten Fließband-Technik lässt sich eben Geld verdienen und die Export-Bilanz stimmt, was den Steuereintreiber etwas mehr freut als er sich über fehlende Präsenz auf deutschen Straßen und die vermaledeite CO2-Bilanz ärgert, mag das mit der Bilanz nur teilweise stimmen, zumindest fehlt es an Zulassungszahlen. Was nachgewiesen wurde.
So freue ich mich über produktive Diskussionen ungeachtet eines "untauglichen" Lexikons auf Utopia, in Ermangelung eines Besseren.
und freuen uns auf eine alltagstaugliche und bezahlbare Elektromobiltität mit einer erhöhten Nachfrage nach Ökostrom, die es unbedingt zu fördern gilt."
Die noch lange auf sich warten läßt wenn das so weiter geht. (die bezahlbare Elektromobilität)
Aussagen wie " Vollwertige Elektroautos gibt es bereits seit 1988 zu kaufen" von Mario um nur eine zu nennen sind oft sehr kurzsichtig und zeigen mir das Mario viele Argumente nur auf die eigene Person bezieht und das sein Horizont als Stadtmensch recht begrenzt ist. Vielleicht solltest dich mal in die Situation von Menschen versetzten die zum einen auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen sind und sich auch überlegen müssen wofür sie ihr Geld ausgeben. Mehr sag ich dazu nicht mehr. Solch kurzsichtige Denkweisen ärgern mich...
Eine Einsparung von Energie und Treibstoff würde mit Zweirädern schneller erreicht werden. Die Akzeptanz darauf umzusatteln besteht m.E. nur bei den jüngeren Generationen. Das auf dem Markt gut aufgenommene Elektrorad für die ältere Generation wird keine Abkehr vom Auto einleiten, aber es füllt eine Lücke an Mobilitätsbedürfnissen.
Insofern sehe ich Potential bei den Anbietern von E-Zweirädern, die Erfahrungen und Kapital sammeln um die Palette die Modellvielfalt zu erweitern, irgendwann in Richtung Vierrad (zum Zwecke Personenbeförderung und Transport). Aus der Nische in den Massenmarkt.
Ein langsamer Prozess, aber m.E. wahrscheinlicher als dass es zu einer Elektrifizierung der aktuellen Modellpolitik kommt. Die Anzeichen dafür sind neue Modellvorstellungen in Presse und Ausstellungen. Der PS-Wahn nimmt kein Ende, extreme Leistung für die Sport-Fraktion der Autofahrer wird zu günstigen Preisen und sauberen (Klima-)Bilanzen absehbar nicht machbar sein. Diesen Trend beobachte ich in Autoforen, wo mit Umrüstung auf Gasantrieb überproportional leistungsfähige Verbrennungsmotoren auf "sparsam" im Sinne von kostengünstig getrimmt werden, alte + robuste Spritfresser-Motoren werden mit einfachsten Mitteln (Gasanlage) zu einer Alternative für Neufahrzeuge. Werden sich solcherart verwöhnte PS-Fans von E-Autos locken lassen ? Ich denke nicht.
Auf meine Argumente in meinem Kommentar am 03.02.2012 um 14:24 Uhr
seid Ihr bisher so gut wie überhaupt noch nicht eingegangen.
Daher hier nochmal der direkte Link (damit lange suchen und scrollen nicht nötig ist) und zwar: http://www.utopia.de/blog/sedl/elektroauto-lexikon#comment-541653
Ich selbst beschäftige mich seit einer Weile auch mehr und mehr mit hybriden und elektrischen Antriebskonzepten. Der Grund ist einfach: In naher Zukunft werde ich mein Dasein als Wochenendpendler endlich aufgeben können. Dann reduziert sich meine wöchentliche Fahrleistung von derzeit ca. 1200km auf "läppische" 150-200km. Womit wir auch zu einem Punkt kommen, der in der derzeitigen Diskussion völlig außen vor bleibt: Für Wochenendpendler, die nunmal den Großteil ihrer zurück gelegten Strecke am Stück und auf der Autobahn verbringen, sind E-Autos alles andere als realitätsnah. Da auch in Zukunft nicht absehbar ist, dass Menschen immer in die Nähe ihrer Arbeitstätte ziehen können - aus den verschiedensten Gründen - wird auch das E-Auto keinen Durchbruch erfahren. Denn genau diese Personengruppe ist auf sichere, schnelle, zuverlässige und komfortable Reisemittel angewiesen.
Nachhaltig handeln bedeutet für mich schon immer die Dinge so lange zu nutzen wie es geht. Da werden Socken gestopft und nicht weg geworfen, Spielsachen repariert und nicht gleich neue gekauft und auch das Auto wird instandgesetzt anstatt es zu verschrotten und ein neues zu kaufen.
Ich habe vor kurzem mit Hilfe von der E-CAR-TECH GmbH meinen alten Smart Baujahr 1999 mit 200000 Km Laufleistung und einem Motorschaden zu einem Elektroauto umgerüstet. (Höchstgeschwindigkeit 120Km/h und 130 Km Reichweite). Mein Smart fährt jetzt nochmal mindestens 100000 Km - abgasfrei.(eigene 7KW Solaranage)
E-CAR-TECH berät kompetent bei allen Fragen zum Thema Elektromobilität und initiiert Umrüstprojekte die technisch ausgereift, erprobt und sicher sind. Hier findet man alles was man für ein solches Projekt braucht. Mit Bastelei hat das aber nichts mehr zu tun.(www.e-car-tech.de)
Ganz billig ist die Sache zwar nicht (Umrüstsätze ab 16000Euro/mit Lithium Batterie), aber dafür macht das Autofahren jetzt richtig Spaß :-) und meine Tankstelle ist jetzt zu Hause :-))
Werden die Akkus gekauft oder geleast ?
Was kosten Steuer und wie ändert sich die Versicherung ?
Motorschaden scheint kein Problem zu sein, da könnte man ja Bastler-Fahrzeuge hernehmen. Ob sich das für jeden lohnt ... stelle deinen umgerüsteteten Smart doch einmal detaillierter vor, in einem Blog o.ä.
Ergänzung: die Kosten für einen neuen E-Smart könnten nach u.g. Link niedriger liegen als früher verlautbart, ca. 23.000 Euro PLUS Leasingkosten für die Akkus.
http://www.welt.de/dieweltbewegen/elektromobilitaet/article13598213/Elektro-Smart-gekauft-Batterie-aber-geleast.html
http://www.profil.at/articles/1233/560/338696/elektroauto-wie-elektroautos
Dieser Artikel gibt die gleichen Einschätzungen wieder, wie ich sie in meinem "Elektroauto-Lexikon" auf 25 Seiten schon Anfang 2012 zusammengefasst habe.
Gerade jetzt, wo vielleicht nicht hier und anderswo, Leute die die Technik sowieso nicht verstehen, ihrer erwartungsvollen Begeisterung ständig freien Lauf lassen, gibt es tatsächlich einen Schwung sofort kaufbarer, fahrbereiter und manchmal gar fast bezahlbarer E-Mobile.
Die Resonanz der Besitzer und die Nachfrage sind gut - und das wird sich ganz sicher steigern - auch wenn nicht jeden Tag auf Utopia darüber gesprochen wird. Es beginnt gerade erst.
Redaktions-Artikel, egal welcher Art, stellen meist keine echten (oder nur pauschale) Tatsachen fest - so auch hier. Alleine die "Test-Aussage" ist Mumpitz, denn DAS E-Mobil gibt es nicht.
Es wird Nutzer geben, zu denen ein E-Mobil genau passt und die damit auch wirklich ökologisch etwas bewirken, weil u.U. sogar selbst erzeugter Solarstrom-Überschuss genutzt wird und man sowieso nur die typischen Kurz-Fahrten unternimmt und der Batteriesatz sehr lange halten wird.
Und es gibt die Anderen, die dann hoffentlich die Finger davon weglassen - aber das gibt es bei allem "Guten", denn es gibt auch:
"ÖKO-Häuser", die mitten in die unberührte Natur geklatscht werden,
Pellets-Heizungen, die rundum die Uhr das ganze Jahr über importierte Pellets verschwenden,
Bio-Lebensmittel die man sich aus anderen Erdteilen herbeifliegen lässt, um sie dann wegzuwerfen, Mikro-Kredite, die ohne Beratung an Menschen ausgegeben werden, die dadurch zu Leibeigenen werden und mangels Rückzahlungs-Möglichkeiten sich ihr Leben nehmen,
Tafel-Einrichtungen, die die Menschen demütigen und nur höchste Not lindern,
thermische Solaranlagen, die bei desinteressierten Menschen den Energiebedarf sogar erhöhen,
und und und
Man kann oberflächlich alles schlecht reden - oder aber erkennen, das es "darauf ankommt, was man damit/daraus macht".
Ich verstehe also nicht, warum hier immer wieder darauf herum gehackt wird.
http://www.green-motors.de/autonews/120410940
Es wurden bereits genug seriöse Verbrauchstests gemacht:
http://sedl.at/Elektroauto/Verbrauch
Solarstrom-Überschüsse können allenfalls auf Almhütten oder an sonstigen Orten, wo es kein Stromnetz gibt, vorliegen.
Ich bin sowohl gegen Schönreden als auch gegen Schlechtreden. Ich plädiere für sparsame Hybridautos. Reine Elektroautos werden sich allenfalls als Zweitauto durchsetzen, und das kann ja wohl nicht die große Lösung sein, die wir dringend brauchen.
- die Serienproduktion wird günstiger
- es steht ein E-Fahrzeug in den Haushalten bereit, man gewöhnt sich daran
- die einen kaufen es, andere sehen es und ziehen nach
Warum muss es gleich der große Wurf sein, bei so vielen konventionellen Fahrzeugen im Altbestand spricht eine geringe Verbreitung (anfangs) nicht gegen ein sinnvollen Einsatz im Alltag.
Je mehr kurze Strecken mit E zurückgelegt werden, desto mehr steigt die Präsenz in diesem Hauptsektor der Nutzung. Gegenwärtig sind es noch die E-Fahrräder unter den Senioren, die "bewegen" und Mobilität vereinfachen, bald schon könnten es die Wochen-Einkäufer sein, die das mühsame Radeln meiden wollen und mit Strom fahren. Klar, das ökologisch sinnvolle Fahrrad zu ersetzen, wäre ein Rückschlag, sollten am Ende Strecken mit dem elektrischen Zweit-Auto gefahren werden, wo sonst der schwere Auto-Stinker genutzt wurde, wäre es in Summe ein Gewinn für die Umwelt.
Solange die Stromproduktion ökologisch bleibt. Ein schnelles Wachstum in den E-Fahrzeugen wäre m.W. gar nicht umweltverträglich machbar !? Insofern lieber die kleinen Schritte und in die Köpfe kommen, das generiert Fragen und Nachfrage.
Das ist wie bei der Energiewende! Wir brauchen keine Brückentechnologie sondern wir brauchen die Ablösung des Verbrenners und zwar sofort. Und wir sollten HEUTE damit anfangen, und zwar kompromisslos. Nenn mir einen Grund, warum wir nicht tun sollten!
Wir müssen runter mit dem Energieverbrauch, und das geht meines Erachtens nur über ein Herunterschrauben unserer Ansprüche, anstatt dass wir den Menschen die falsche Hoffnung geben, durch Umstellung auf einen elektrischen Antrieb wäre eine Weiter-wie-bisher umweltverträglich möglich.
Und OTTO und DIESEL sind da wenig hilfreich!
Das E-Mobil, glaubst Du, ist den Menschen nicht schmackhaft zu machen, wohl aber das "Herunterschrauben ihrer Ansprüche"?
Das ist doch nicht Dein Ernst...
Ich verstehe eh' nach wie vor nicht, welchen Wert Deine Anti-E-Mobilitäts-Kampagne Deiner Meinung nach haben sollte. Du kannst ja gern der Meinung sein, dass alles habe sowieso keinen Zweck und würde eh' alles nix (hihi - eigentlich ist das eine rein deutsche Urmacke... ;-)), doch was wird besser in der Welt davon, wenn Du versuchst Entwicklungen und Veränderungen zu beenden?
Die Mehrheit der Menschen sind Mobilitätsjunkies, und die Therapie kann nicht sein, sie auf andere Drogen umzustellen. Wir sollten ihnen besser heute als morgen mitteilen, dass es einen Entzug braucht, um auf ein nachhaltiges Maß des Genusses zu kommen.
Also soweit ich weiß, werden harte Junkies durchaus mit Ersatzdrogen therapiert. Ziel ist aber der totale Entzug!
Insoweit hinkt Dein Vergleich wohl gewaltig!
Ich möchte nicht darüber diskutieren, ob es sinnvoll ist, negative Informationen auf Utopia.de zu veröffentlichen. Die Welt wird nicht besser, wenn man nur das Positive sehen will. Gerne können wir darüber diskutieren, welche der in meinem Blogbeitrag gebrachten Argumente falsch sind bzw. wo die Quellen, die diesen Argumenten zugrundeliegen, irren.
Hans-Werners Einwände habe ich schon einmal beantwortet: http://www.utopia.de/blog/sedl/elektroauto-lexikon#comment-541731
Genießen kann ich nachhaltige Produkte besser als nicht nachhaltige.
Mit dem Schwermachen hast du teilweise recht, gegen den Strom ist schwerer. Aber du weisst ja: nur tote Fische ...
Und der stark zunehmende Trend zur Eigenstrom-Versorgung steigert dies in jedem einzelnen Haushalt. E-Mobilfahrer nutzen dies dann, entweder während das E-Mobil vor der Tür steht, mit Wechselakku oder aus dem Groß-Puffer des Hauses.
Besser ein Zweit-Auto als E-Mobil, das dann ja optimal zum Solar-Überschuss passen würde, als ein Verbrenner, der auf den typischen Einkaufs-Kurzstrecken nicht mal warm wird!
Wie gesagt, wenn Du differenzieren würdest - alles okay. Aber Deine weiterhin anhaltende pauschale Negativ-Beurteilung ist weder konstruktiv, noch inhaltlich richtig.
Gerade das empfohlene Hybrid-Fahrzeug schleppt den ganzen Tag unnötigen Ballast herum und wenn es dann erst noch mittels Verbrennung Strom für die Batterie macht, wird es extremst verschwenderisch.
Daher passende E-Mobile für passende Anwendungen (Anwender). Und ganz oft reicht ein E-Bike...
Ach so, direkte Anmerkung zum Eingangs-Satz Deines Lexikons.
Die allerersten Autos im 19. Jahrhundert hatten bereits E-Motoren. Nur war Diesel und Benzin viel billiger...
Und dann ging es erstmals bereits in den 1980 er Jahren los, in den 90 ern waren die ersten Hersteller schon wieder Pleite...
Ich würde gerne verstehen, wie es bei ca. 27 GW installierter Photovoltaik-Leistung und einer kleinsten Mittagsspitze von 45 GW (vgl. http://www.photon.de/photon/pd-2010-12.pdf ) einen "Solarüberschuss" geben kann. Tatsächlich gibt es in Norddeutschland bei Sturm manchmal Windstromüberschuss, aber ich bezweifle stark, dass - abgesehen von ein paar Utopisten - jemand auf einen Sturm wartet, bevor er sein Elektroauto aufladet.
Hybridautos haben übrigens nicht mehr Ballast als Elektroautos, weil der Akku von Hybridautos kleiner sein kann.
Wenn Du Vergleiche anstellst, vergleiche bitte zukunftsfähige Moblitätskonzept untereinander und nicht untaugliche alte mit noch nicht etablierten neuen (ein beliebtes Spiel, was ja auch immer gerne bei der Energieproduktion gespielt wird). Alles andere ist nicht zielführend für die dringend benötigte Mobilitätswende (bzw. Energiewende!)
1. benötigt der ECHTE NUTZER eines solchen Mobils keine 400 km Reichweite - was der eigentliche 20 Jahre alte Grundansatz ist und 2. sind Deine beiden PV-Zahlen falsch.
Ansonsten bitte einfach nochmal lesen.
Die installierte Photovoltaik-Leistung ist z. B. auf http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/installierte%20Erzeugungskapazit%C3%A4t%20%3C%20100%20MW veröffentlicht. Wenn die Zahlen falsch sind, gib doch bitte die richtigen bekannt, damit nicht die ganze Fachwelt (einschl. "Photon") mit einer falschen Basis arbeitet.
Auf der von dir genannten Seite ist leider nirgens ersichtlich wieviel am Vortag Solarstromanteil verbraucht wurde. gibt es dazu auch irgendwo eine gute Seite?
http://www.sma.de/unternehmen/pv-leistung-in-deutschland.html
1. Gibt es noch garnicht.
2. Zur Herstellung des Wasserstoffs wird Strom benötigt. Strom der entweder mit Kernkraftwerken oder mit Kohlekraftwerken erzeugt werden muß.
3. Ist der Wirkungsgrad bei der Herstellung von Wasserstoff derart schlecht.
Wasserstoffautos sind ein Witz... träumt ruhig weiter!
Im Übrigen wäre schon sehr viel gewonnen wenn man beim Autokauf wie auch beim Auto fahren das Hirn einschalten würde aber selbst das ist von der Mehrheit schon zuviel verlangt.
Rocky500 - mal abgesehen davon gibt es noch viel mehr, siehe http://www.trendsderzukunft.de/varies-konzept-laser-raumschiff-ermoglicht-antimaterie-kraftstoff-bald-reisen-wie-mit-der-enterprise/2012/07/19/. Nun, jeder denkt dabei an Enterprise und kann ja nicht sein, doch ein mir bekannter emeritierter Prof. der Physik antwortete auf meine Rückfrage: Vor einhundert Jahren hat man den Photoeffekt nachgewiesen und heute sammeln Kollektoren riesige Mengen Strom ein. Die Unsichtbare Materie ist vorhanden. Und auch hier sollte es möglich werden, dass Kollektoren diese Energie abzapfen können.
Also nicht träumen, sondern wachsam sein!
Und aus dem Nichts ("Quantenvakuum") lässt sich leider keine Energie erzeugen - zumindest können wir nicht darauf hoffen.
Wie kann man das behaupten? Nur, weil wir es heute nach dem Stand der Wissenschaft nicht für möglich halten, heisst es nicht, dass es nicht funktioniert. Hatte ich nicht den Physiker erwähnt, der es für möglich hält. Und glaube mir, es gibt noch mehr Wissenschaftler, die auf diesem Gebiet weiter sind als wir offiziell erfahren
es gibt nichts, was unmöglich ist! Aber die Menschen suchen schon seit min. 100 Jahren nach "freier Energie". Ich habe etliche Artikel darüber gelesen. Trotz vieler Berichte und Mutmaßungen gibt es keine einzige funktionsfähige Apparatur. Daher wage ich zu behaupten, dass es fahrlässig wäre, in solchen Apparaturen die Lösung unserer Energieprobleme zu sehen. Wenn es doch noch gelingt, Energie aus dem Hyperraum abzuzapfen, können wir ja immer noch weiterreden.
Übrigens deckt sich der TrendsDerZukunft-Artikel, den du verlinkt hast, nicht mit der in diesem Artikel angegebenen Quelle. Im Originalartikel wird der Laser lediglich zur Generierung von Antimaterie mittels Solarzellen verwendet, um Energie zu speichern. Es ist keine Rede davon, Energie aus "Quantenvakuum" herzustellen, geschweige denn, dass Reisen "wie mit dem Raumschiff Enterprise" möglich wären.
Das tue ich keinesfalls, Mario. Fahrlässig in diesem Zusammenhang ist überhaupt nicht angebracht. Aber - zu behaupten dies sei unmöglich, nur weil seit 100 Jahren daran gefeilt wird, also ein Durchbruch nicht möglich sei, dagegen wehre ich mich generell. Vor 100 Jahren hat man es auch noch nicht für möglich gehalten Sonnenenergie zu speichern. Und was ist mit dem langen Weg es Higs-Teilchens. Es war immer nur eine Theorie, nun hat's Cern geschafft es nachzuweisen. http://www.weltderphysik.de/gebiet/teilchen/bausteine/der-lange-weg-zum-higgs-teilchen/
Für fahrlässig halte ich viel mehr die zentralistische Rolle des CO2 der Ökobewegung, wohl bemerkt, ich bin seit 30 Jahren ein Öko. A. brauchen Pflanzen CO2 und B. ist die schädigende Rolle bisher nicht wirklich geklärt, wird aber unreflektiert von der Szene als Hauptfaktor anerkannt. Dabei ist die Natur, das gesamte Geschehen unvergleich komplex. Wir suchen uns ein Teilstück aus, stellen Versuche an, um somit auf das Ganze zu schließen. Funktioniert so nicht. Ich als Naturwissenschaftlerin erlebe die Vielfältigkeit und Schwierigkeiten des letztendlich determinisitischen Versuchsaufbaus. Eine Probenahme ist immer eine Momentaufnahme und schließt 100000... Varianten aus.
Über das CO2 können wir gerne hier weiterdiskutieren:
http://www.utopia.de/blog/sedl/fakten-ueber-den-klimawandel
DENN...
wir haben schon genug Energie, die Energie der Sonne! Wir haben die Technik und das Geld, aber es fehlt am Willen. Ohne Willen - kein Planet!
Lieber wird nach irgendwelchen idiotischen Fuzzy Teilchen gesucht, die kein Mensch braucht. Es werden Milliarden ausgegeben nur um ein paar Felsen auf dem Mars zu knipsen, Applaus! Die Menschheit ist derart dumm und unfähig, das es mich mittlerweile in keinster Weise berührt wenn Sie zu Grunde geht!
Interessantes Paradoxon oder ?
Wenn die Menscheit dumm ist, dann ist wohl diese Aussage auch dumm, denn sie stammt ja von einem Teil der Menscheit.
Frage: Was ist die Menschheit nun?
Für diese Technik und auch die der Windkrafträder brauchen wir seltene Erden, die zu 90 % aus China kommen. Was machen wir, wenn uns die Chinesen nicht mehr beliefern.
Warum sollen wir auf eine Energie verzichten, die unbegrenzt, sauber UND kostenlos ist?
Na dann ist ja alles prima, unser Planet ist gerettet!!! (im Hintergrund tosender Applaus)
http://www.sueddeutsche.de/auto/elektroautos-fuer-den-papst-gut-fuer-die-schoepfung-schlecht-fuer-die-sicherheit-1.1461063
Na ja, zum "Papa-Mobil" hats nicht ganz gereicht. Da bleibts zur Beruhigung aller Verbrenner-Fans beim dicken Benz. So ein kleiner E-Kangoo ist einfach zu schwach für ne dicke Panzerung! ;-)