Es sind die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt, die das Wattenmeer in Schleswig-Holstein zu einem ganz besonderen Ort in Deutschland machen. Insgesamt erstreckt sich das Wattenmeer von Den Helder in den Niederlanden bis nach Dänemark und endet in Esbjerg. Damit ist es die weltgrößte zusammenhängende Wattlandschaft der Welt. Zugleich ist das Wattenmeer aber auch eines der letzten Gebiete in Europa, in der die Natur bislang noch die Möglichkeit bekommt, sich ohne menschliche Einflüsse zu entwickeln und zu entfalten. Leben und Überleben liegen hier nah beieinander und machen den Reiz aus. Bereits 1985 wurde das schleswig-holsteinische Wattenmeer zum Nationalpark erklärt.

Mehr als ein Nationalpark

Bereits bei der Ankunft wird deutlich, dass das schleswig-holsteinische Wattenmeer mehr ist als ein Nationalpark im eigentlichen Sinne. Es ist wie eine Streicheleinheit für die Sinne. Von der UNESCO wurde es als Weltnaturerbe anerkannt. Darüber hinaus wurde es von der Europäischen Union zum Vogelschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet erklärt. Bis heute ist die Vogelwelt im Wattenmeer einzigartig und zieht jedes Jahr hunderte Naturfreunde an. Nach der Ramsar-Konvention ist das Wattenmeer ein Feuchtgebiet internationale Bedeutung.

Natur in einer einmalig schönen Form

Natur bestimmt das Bild am Wattenmeer wie kaum etwas anderes. Sie hat entlang des schleswig-holsteinischen Wattenmeers noch die Möglichkeit, Natur sein zu können. Dies ist eine Option, die in vielen anderen Regionen längst verloren gegangen ist. Rund 3200 Tierarten haben das Wattenmeer als Lebensraum für sich entdeckt. Über 100.000 Vogelpaare brüten jedes Jahr im Wattenmeer. Insgesamt gibt es mehr als zwei Millionen Vögel in diesen Gefilden.

Bekannt als Friesische Karibik präsentiert sich mit Föhr einer der Höhepunkte des Wattenmeeres. An kaum einem anderen Ort in Deutschland wirken die kilometerlangen Sandstrände so weiß wie auf Föhr. Das Eiland hat sich gemeinsam mit dem Wattenmeer seine wunderschöne Natur bewahren können. Das Seeklima, das ein Grund für den beispiellosen Artenreichtum auf der 82 km² großen Insel ist, wird durch den Golfstrom begünstigt. Geschützt vom Wattenmeer ist Föhr in den letzten Jahren zu einem Urlauberparadies geworden. Im Einklang mit der Natur und unter Berücksichtigung strenger Auflagen werden auf der Insel jedes Jahr mehr als 8500 Veranstaltungen ausgetragen. Das größte Geschenk ist jedoch die Natur selbst.

Bereits die Anreise auf die Insel ist ein Highlight. Die Schifffahrt dauert rund 45 Minuten und führt vorbei an Sandbänken und Robbenkolonien. Mit Wyk öffnet das Tor zu Föhr seine Pforten.