Explosion Atomkraftwerk Japan
4] +++ Fernsehen: Teile des Reaktorgebäudes herabgestürzt +++ vor wenigen Minuten
Fernsehbilder des japanischen TV-Senders NHK deuten darauf hin, dass bei der Explosion Teile der Gebäudehülle des Reaktors Fukushima 1 weggebrochen sind.
4] +++ Fernsehen: Teile des Reaktorgebäudes herabgestürzt +++Fernsehbilder
des japanischen TV-Senders NHK deuten darauf hin, dass bei der
Explosion Teile der Gebäudehülle des Reaktors Fukushima 1 weggebrochen
sind.
Kommentare (59)
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der Link führt auf eine Japanisch-sprachige Seite.
Wo gibt es die in Englisch?
Danke!
Elise
Allerdings nicht mein Stil für so etwas.
Sonntag, 13. März 2011
07:43 Uhr: Die Brennstabe im Reaktor Nr. 3 in Fukushima Daiichi seien teilweise verformt, es sei noch nicht zu einer Kernschmelze gekommen - so Edano. Er schließt eine Explosion am Reaktor nicht aus, diese würde - so die Aussage - sich wohl nicht auf den Reaktordruckbehälter auswirken.
04.35 Uhr: Regierungssprecher Yukio Edano spricht von mindestens einer Kernschmelze. Noch am Samstagmittag (MEZ) war dies kein Thema für die japanische Regierung: Die Explosion am AKW Fukushima 1 (Reaktor 1) werde zu keinem größeren radioaktiven Leck führen, so der Premierminister Naoto Kan. Heute, am Sonntag, hält man eine zweite Kernschmelze in Reaktor 3 für möglich.
Der Moderator hat zusehend angenervt versucht, eine Aussage von ihr zu erhalten, bekam aber nichts Greifbares. Aus der Dampfplauderei wurde dennoch eines ersichtlich: man wird an der Atomkraft als "Brückentechnologie" festhalten und den Atomausstieg auch nicht zeitlich vorziehen. Man wird prüfen, alles für gut befinden und das war´s. Mit Zeit legen sich Gemüter ja auch wieder bestimmt.
Wie bei E10 läuft auch hier das selbe Schema ab: man bietet der deutschen Industrie leichte Wege an, um ernsthaftes Engagement zu verhindern. Warum sollte man die Einführung von Elektrofahrzeugen vorantreiben, wenn man auch mit E10 die Ökobilanz schönfärben kann. Warum sollte man sich ein Bein für alternative Energiekonzepte ausreissen, wenn man mit dem schönen Sätzchen "es geht innerhalb der nächsten 10 Jahre einfach nicht" noch ein wenig zurücklehnen kann. Und in 10 Jahren? Da sagt man den Satz einfach nochmal und nochmal und nochmal. Ich würde ja so gerne, aber ich kann einfach nicht. Es lebe die Brückentechnologie. Ja, ich fordere den Status Brückentechnologie ganz umfassend für einfach alles. Lassen wir doch einfach alles so, wie es ist.
"Japan kämpft gegen die atomare Katastrophe. Was genau in den Reaktorblöcken in Fukushima geschah, ist schwer zu beurteilen. Die wichtigsten Fragen und Antworten."
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/fukushima-AKW-reaktoren
RalfWW schrieb: (...)So groß die Katastrophe auch ist, sie kann das entscheidende Argument in den Köpfen der Menschen sein, das dafür sorg(...)
In den Köpfen der Menschen wird sich vll so gar nichts bewegen, wenn wir alle - ähnlich wie sie in ihrem so umstritttenen Kommentar - unsere eigene Gefühlslage ausblenden.
Schließen Sie Ihre Augen und "beamen" Sie sich in das Szenario einer dreifachen Katastrophe - es ist kalt es ist nass sie sind einsam wohin auch immer sie schauen alles ist anders - sie ahnen viele der Menschen, die sie kannten sind tot und ihre Kinder werden aller Wahrscheinlichkeit nach krank werden -
alle Hoffnungen und Wünsche die Sie je hatten können Sie vergessen - Was glauben Sie, sind Sie dann geistig / intelektuell beeindruckt - Sie sind vermutlich wie alle in Japan Betroffenen traumatisiert. -
Das kann ein Chance sein, wenn die betr. Menschen überleben können...
...dazu wünsche ich allen alle Unterstützung, die sie benötigen.!!!
Paralell schreiben Sie (in Person RalfWW) nur das auf, was viele Denken - zum falschen Zeitpunkt und mit ungünstiger Wortwahl, wie ich finde, -denn trennen lässt sich beides tatsächlich kaum.
Natürlich ist es ein Thema der Gegenwart und die Wahlen auch und der Ausstieg auch -
alles jetzt Thema gleichzeitig, aber rationale Wort- (o.a.Wahlwort-) Schlachten ändern nichts - finde ich.
Mich hat das noch nie überzeugt. Und @ ZYNC auch Hetze gegen das "Geblubber" der deutschen Politik kostet - glaube ich - zu viel Energie ;-)
Fragen Sie /wir doch alle "Unberührbaren", ob sie sich vorstellen können, was dort gerade läuft und
klären wir uns alle gegenseitig auf - nicht, ob es hier passieren kann, sondern
will ich / wollen wir verantwortlich dafür sein, dass es hier passieren könnte ???
Es wird vermutlich vor Ort nicht (s) nützen, dennoch mein Mitgefühl an alle Betroffenen!
PS: ..und dies ist keine "Gefühlsduselei" !!!
Das masse ich mir nicht einmal ansatzweise an, von meinem schönen warmen Arbitszimmer, nach einem guten Sonntagsessen aus auch nur im entferntesten erfassen zu können, was diese Menschen dort gerade durchmachen.
Und wenn ich jetzt 24 Stunden am Tag mit meinen Gedanken bei diesen Menschen wäre, würde das irgend jemandem in irgend einer Weise helfen? Wenn ich meine Gedanken und meine Zeit aktiv dafür nutze, hier (auch im Rahmen des Wahlkampes) etwas gegen die Atompolitik der Deutschen Regierung zu unternehmen - dabei besteht die Chance, dass etwas sinnvolles dabei herauskommt. Den Menschen in Japan kann ich mit meinen Gedanken nicht helfen und die können sich für mein ganze Mitgefühl auch nichts kaufen.
Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen:
Es ist reiner Zufall, dass die Katastrophe in Japan zeitlich mit den lange geplanten Anti-Atom-Aktionen hier in Deutschland zusammenfällt. Die beiden Ereignisse haben ursächlich nichts miteinander zu tun, aber es ist einfach nicht möglich, diese Dinge hier in Deutschland von einander zu trennen.
Ich sehe, dass hier inzwischen noch andere Blogs gestartet wurden, in denen auch meine Meinung der Sache nach (allerdings etwas geschickter formuliert) vertreten wird. So ganz alleine bin ich mit meiner etwas sachlichen Betrachtungsweise also doch nicht.
Gerti hat das hervorragend formuliert:
"Mitgefühl ja, mit dem japanischen Volk.
Aber keine Schonung mehr für unsere Atom-Befürworter."
Nichts anderes wollte ich mit meinem Mißglückten Beitrag ausdrücken.
Wenn Sie mögen, schauen Sie noch einmal nach, wo das so von mir geschrieben steht!
Wer kann schon entscheiden, was angemessen ist.
Wer kann schon entscheiden, wer sich besser in die Japaner hineinversetzen kann.
In einem anderen Post steht geschrieben, man möge doch besser eine Woche warten, bis man dieses oder jenes sagen darf.
Alles was wir hier machen können, ist Druck ablassen und versuchen, uns die Betroffenheit von der seele zu reden ohne sinnlose Bewertungen.
Weil tun können wir momentan eh nichts und durch angemessene, von allen akzeptierte (so es sie denn gibt) Wortwahl können wir den Japanern jetzt auch nicht helfen.
Wenn man überhaupt nur versucht, eine solche politisch korrekte Wortwahl zu finden, dann kommt so ein leeres Geblubber dabei raus, was man ständig im Radio hört.
wir können beten..
und das hat eine wahnsinns macht
Gehört für mich halt nicht zum Tun im Sinne von Handeln.
Das ist aber Ermessenssache und für mich so wenig Diskutierbar, wie was ich zu denken und fühlen habe und wie ich das ausdrücke, was mir durch den Kopf geht.
im sinne des kennenlernens tun.
dann darfst du es gern noch einmal kommentieren.
;-)
aber nix für ungut..gelle
Ich habe nicht gesagt, daß ich es nicht tue oder nicht für angebracht halte.
Ich diskutiere nur nicht drüber.
Ebenfalls nix für ungut.
Verdammter Shintoismus und Buddhismus (die japanischen Hauptreligionen).
Wenn beten bei so etwas hilft, dann haben die Japaner die ganzen letzten Jahre offensichtlich zu den falschen Göttern gebetet. Dann sind die an der ganzen Katastrophe aber auch wirklich selber schuld
[Zynismus-Modus aus]
Mir wird einfach schlecht, wenn ich so etwas lese.
Erst lässt Gott so eine Katastrophe zu und dann sollen wir zu ihm beten, dass er den Menschen dort hilft. Oder wie muss ich das jetzt verstehen?
da ist aber noch eine andere idee, kann es aber nicht mehr so genau wiedergeben.
der schüler fragte den meister bei der frage zum glauben an gott, warum er glauben sollte, wenn gott soviel elend zuließe...
der meister antwortete. es gibt drei arten; den gläubigen, den ungläubigen und den zweifler...alle drei haben recht. (irgenwie so ähnlich ist es, vielleicht kann mir einer auf die sprünge helfen).
das gleiche könnte mensch auf das gebet anwenden.
gruss
- ich habe auf einen mißverständlichen Beitrag - scheinbar ebenso mißverständlich geantwortet -
und nun ?
Viel wichtiger bleibt für mich - ob verständlich/verstanden oder mißverstanden - tun muss ich selbst was
und
mein Mitgefühl allen die Not leiden , - ja durch aus mit dem naiven Wunsch - es möge allen besser gehen!
Auch wenn es den Menschen in Japan nicht wirklich hilft, in Gedanken bin ich bei Ihnen.
Vor allen Dingen da ich Menschen kenne, die dort leben.
Als ich heute Morgen einkaufen war habe ich festgestellt, dass Leute Vorräte an Reis und Dosenfisch gekauft haben. Was sagt ihr dazu?
Diese Menschen meistern ihr Schicksal "vorbildlich". Bei uns ist ja so schon sie Hölle los, obwohl wir nicht betroffen sind.
Um Missverständnisse zu vermeiden.... hoffe ich.... mir ist bewusst, dass nicht alles im Fernsehen gesendet wird.
Bleiben wir doch einfach konstruktiv und hilfreich wie oben genannt.
Hmmm....so vorbildlich wie das Lamm auf dem Weg zum Schlachter.
Ich sehe hier keine Hölle...hier bei mir war herrliches Wetter...hab im Garten gearbeitet...was ist für Dich die "Hölle los"?
OK...es wird manchmal blödsinn geschrieben, vermutlich einfach zum Druckablassen.
Aber lieber etwas Blödsinn schwätzen, als ein stoische Schaf sein.
Ich habe da kein Verständnis dafür.
> Diese Menschen meistern ihr Schicksal "vorbildlich"
Tatsächlich, tun Sie das?
Ist es psychologisch wirklich gut, von Kindheit an so erzogen zu werden, dass man stets diszipliniert sein muss und ja nicht "sein Gesicht verlieren darf"?
Sicherlich liegt es hauptsächlich an dem hohen Leistungsdruck in japanischen Schulen, das dieses Land einer der höchsten Selbstmordraten unter Schülern weltweit aufweist. Aber könnte es nicht auch sein, dass diese Erziehung zu Unterdrückung der Gefühle auch seinen Anteil daran hat?
(nur so als Denkanstoß, ich bin kein Psychologe)
Will wirklich nicht über Haarspaltereien streiten.
Mir war die aufopferungsvolle Kultur in Japan nur einfach schon immer suspekt.
Ein Volk, daß die als Helden verehrt, die sich tot arbeiten für die eigene Firma...ist nicht meines.
Und sich derart verschaukeln läßt und jeglichen Individualismus von Kindheit an abtrainiert...
Anders denke ich über die 50 Arbeiter, die jetzt noch unter Einsatz ihres Lebens versuchen zu retten, was zu retten ist.
Solang da noch ein Hoffnungsschimmer ist, finde ich d a s schon heldenhaft.
Ich habe jedenfall alle Hochachtung vor diesen Volk und kann in vielen Bereichen nur als Vorbild genommen werden. Ich habe fast 30 Jahre mit Japaner gearbeitet,war nicht immer einfach.
ich bin sicher, daß es einen Unterschied macht, wenn man das Volk wirklich kennt und daß die Japaner auch sehr sympathische Züge haben, wollte ich mit meinem Schafe-Kommentar oben nicht in Frage stellen.
Trotzdem darf man sagen, was an einer bestimmten Kultur stört.
Was glaubst Du, wie über uns Deutsche in anderen Ländern gelästert wird ;-)
Und einfach sagen, "es ist deren Kultur" finde ich nicht zukunftsfähig.
Letztendlich wird sich jede Kultur immer wieder ändern und anpassen müssen.
Zuerst einmal sind die Menschen, welche man allgemeinhin als Japaner bezeichnet genau so wenig "echte" Japaner, wie die "Amerikaner" Amerikaner sind.
Die Ureinwohner Japans, die Ainu, wurden durch Chinesen und Koreaner nach Honshu, in die "ungemütlichsten" Ecken des Nordens von Japan vertrieben, die "Freundlichkeit" und "Höflichkeit" der Japaner das Ergebnis einer Jahrhunderte langen, Menschenverachtenden Gesellschaftsstruktur, in der das Leben des Einzelnen keinerlei Bedeutung hatte. Darüber hinaus verfolgten die Japaner noch bis zum Ende des zweiten Weltkrieges eine ebenso Rassistische Ideologie wie Hitler, was nicht zuletzt mit ein Grund für die Allianz beider Länder zu der Zeit war. Dazu sollte man sich einmal um die Geschehnisse im japanisch-chinesischen und japanisch-koreanischen Krieg um die vorletzte Jahrhundertwende und eben während des zweiten Weltkrieges etwas näher in Augenschein nehmen - man könnte rein genealogisch von einem länderübergreifenden Bürgerkrieg reden.
Durch die zwangsweise Öffnung des Landes in der Mitte des 19 Jhdt. hat sich zwar auch die westliche (US) Mentalität mit ganz kleinen, vorsichtigen Schritten eingeschlichen im großen und ganzen lebt die japanische Gesellschaft immer noch in ihrer "Drohnen-Mentalität", welche hierzulande besonders in den 80er Jahren durch das sogenannte Karōshi Phänomen bekannt wurde - junge, hochengagierte Arbeiter verstarben urplötzlich an Herzinfarkten oder Schlaganfällen, ohne dass dies auf eine originär gesundheitlich/organische Ursache zurück zu führen war - sie haben sich schlicht und ergreifend zu Tode gearbeitet.
Zwar hat die japanische Kultur auch einige sehr positive Elemente entwickelt wie Malerei, Musik, Tanz und Theater - all dies jedoch immer unter dem Dogmatismus der Perfektionierung. Selbst Fehler, die bspw. in den bildenden Künsten absichtlich eingearbeitet werden, sind diesem Perfektionismus, der im Grunde genommen die völlige Selbstaufgabe zum Ziel hat, unterworfen.
Ich habe mich mehrere Jahre recht intensive mit der japanischen Gesellschaft befasst, betrieb einige Jahre Judo und Aikido, war selber für 1 Monat in Japan, davon 2 Wochen in Tokyo, und habe gelernt, dass die Japaner Gesellschaftlich / Kulturell ein äußerst zerrissenes Volk sind. Besonders seit den letzten 20 Jahren nimmt dies ein sich immer weiter beschleunigendes Ausmaß an, mit sehr ungewissen Folgen.
Der unbedingte Wille, möglichst in allem was sie tun, die Besten (im Sinne von Erfolgreich) zu sein, zwingt sich gleichzeitig quasi dazu, auch am härtesten zu sich selbst und ihrer Umwelt zu sein.
Insgesamt scheint dies jedoch bezeichnend für "große Kulturen" zu sein. Denn egal, welche Hochkulturen man betrachtet, sein es Inkas, Mayas, Ägypter, Römer, Spanien, Portugal (ganz allgemein Westeuropa seit dem ersten Jahrtausend n.Chr., Chinesen, Japaner, USA, Russland, alle zeichnen sich nicht zuletzt dadurch aus, dass diese Länder steht’s ihre Macht durch zahlreiche Kriege und auch ansonsten insgesamt durch eher menschenverachtendes Verhalten gewonnen/gesichert haben - Sklaverei, Menschenopfer, Genozid an der Urbevölkerung etc.
mir wird speiübel, wenn ich die diskutanten im fernsehen sehe. ja, halt eben menschenverachtendes verhalten... der mensch ist des menschen wolf, (hobbes)...wie sagt auch brecht nochmal. zuerst kommt das fressen(und auch die geldgier)..unddann.....moral, leider
Gruss