Anlässlich der Rio-Konferenz möchten wir dazu aufrufen, nicht auf die Beschlüsse der großen Mächte zu warten, sondern es selbst in die Hand zu nehmen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Schließen Sie jetzt mit sich selbst einen Vertrag ab, den Sie definitiv innerhalb eines Monats erfüllen werden. Suchen Sie sich ein Ziel, welches Sie für sich selbst erreichen wollen und fangen Sie schon einmal an, während die Großen noch verhandeln.
Mein Rio-Vertrag
Getreu unserem Motto „Mach! Statt Ach!“ möchten wir Sie im Rahmen von Rio+20 dazu animieren, selbst aktiv zu werden und einen Vertrag abzuschließen, der 100-prozentig umgesetzt wird. Und zwar nur von Ihnen! Und nicht irgendwann, sondern jetzt und innerhalb eines Monats.
Haben Sie sich nicht längst etwas vorgenommen, was Sie endlich einmal umsetzen möchten, wozu der Anreiz oder Wille aber bisher fehlte? Wieder einmal versuchen, auf Fleisch zu verzichten? Endlich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren statt mit dem Bus? Nur fünf statt fünfzehn Minuten duschen? So klein sich Ihr Ziel auch anhören mag, versuchen Sie es, endlich umzusetzen.
Utopias Rio-Vetrag
Auch wir haben beschlossen, als Team etwas zu verändern. Wir wollen das müllfreie Büro! Einen Monat lang kein Plastik, keine Alufolie, kein Verpackungsabfall. Einzig Bio-Müll und ein bisschen Altpapier sind erlaubt. Wir sind gespannt und werden unser müllfreies Büro natürlich auf unserem Teamblog dokumentieren. Wer es uns gleichtun will, kann sich als Hilfestellung auch ein Poster mit Tipps für das müllfreie Büro herunterladen.
Machen auch Sie mit!
Lassen Sie die Utopisten von Ihrem persönlichen Rio-Vertrag wissen. Schreiben Sie Ihr Blog, laden Sie Fotos von Ihren Fortschritten hoch und erzählen Sie uns von auftretenden Problemen und Glücksmomenten.
Kleiner Tipp: Schauen Sie sich Ihre Schritte nach Utopia mal genau an. Bei welchen haben Sie ein Häkchen bei „Habe ich vor“ gesetzt? Jetzt wäre die Gelegenheit, das Vorhaben in ein „Mache ich schon“ zu verwandeln. Verhandeln Sie nicht lange, sondern fangen Sie JETZT an.




Kommentare (10)
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ich finds ja toll, was ihr macht. Müllfreies Büro... das funktioniert? Verfolge Euer Blog und bin gespannt, ob ihr das wirklich durchhaltet.
Ich für meinen Teil habe beschlossen, ab sofort so oft wie möglich mit dem Fahrrad zu fahren und auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu verzichten (Auto hab ich eh nicht). Und bei einem Weg zur Uni von 50 Minuten (und ich muss ja nachmittags auch wieder zurück, also 100 Minuten!) will das schon was heißen, finde ich :D
Das ist also mein Rio-Vertrag.
Und ich versuche es auch mal, keinen Müll zu produzieren bzw. fleißig upzucyclen ;)
hm, find ich gar nicht so einfach, muss mich mal selber loben. Hab kein Auto, fahre meist Rad, transportiere sogar den Pferdemist für meinen Garten mit dem Fahrradanhänger.
Meine Mülltonne (kleinste Größe) muss ich nur alle 8 Wo max rausstellen, gelber sack - naja, vielleicht einer alle 2 Monate (vor allem nach dem Schauen von "plastic planet" nochmal deutlich Plastik reduziert...).
Dass ich in Bioladen gehe, is eh klar.
Mit meinem Abwaschwasser (Geschirr) giess ich meinen Garten, duschen tu ich selten, meist tuts der Waschlappen.
Aber da is doch noch was: mir vornehmen, einen Monat lang keine neuen Tüten aus dem Bioladen für Brot und Obst und Gemüse mitnehmen, sondern meine gesammelten recyclen bzw Stoffbeutel einstecken. Das nehm ich mir schon lange mal vor...
Also ist das mein Rio Vertrag.
Ich hab auch heute noch Stoffbeutel zum Einkaufen und hab als ich 1983 mal nach Westberlin durfte, laut und deutlich im Eingang eines Supermarktes gefragt: "Wie sieht's denn hier aus? Wer braucht denn den ganzen Sch...!?" Mein Westvater zog mich schnell aus dem Konsumtempel und fortan ging ich alleine den tollen Westen angucken...
Zur Zeit sammle ich von allen Bekannten Tetrapaks und mach daraus so allerlei sehr Haltbares und trink auch weiterhin Tee...
Ein Beispiel aus meinen Ideen, das ich seit mehr als 10 Jahren mit Kindern mache: http://www.weupcycle.com/tag-432-gastbeitrag-kindersafttaschen/
sag mal, wenn du gerade am Tetrapak-Sammeln bist... Können wir dir nicht unsere leeren Milchpackungen zuschicken? So haben wir unseren Müll sinvoll genutzt und du kannst weiterhin deine Ideen umsetzen. Wir haben sogar schon 2 Freiwillige im Team, die die Tetrapaks auch ausspülen etc. würden.
Im Sinne unseres müllfreien Büros (und auch gern darüber hinaus) fänden wir das eine Super-Sache!
LG, das Utopia-Team
wie wäre es mit Milch in Pfandflaschen?
Besser gefallen würde mir allerdings wenn ich - nee, ich verkneif mir das...
Wenn ich dann das in vielen Stunden Zusammengefummelte an euch verkauft habe, kann ich mir endlich mal ein Verreisen in den Bayrischen Wald, wo ich als DDR-Flüchtling 1989/90, mit eben 5 Jahre "alt" gewordenem Sohn an der Hand, so liebe Menschen traf, leisten!
Statt Konfrontation überall Kooperation - ich bin dafür...
Ich sammle übrigens auch Deckel und Ringe von Plastikflaschen...
Ich habe kein Auto und auch keinen Fernseher, meine doch sehr genuegsame Lebensweise stoesst dann vor allem auf eine gehoerige Menge von Ablehnung, das ist bedauerlich, denn es zeigt sich ja doch an meiner Lebensweise, dass es gar nicht mal so schwer ist weniger als mehr zu benoetigen. Manchmal ist zwar das Mahl recht karg, doch es vermittelt ein gutes Gefuehl und ist dennoch noch ausgewogen genug.
Bei meinen Kaeufen vermeide ich gezielt bereits beim Kauf irgendwelche Umverpackungen, diese sind ja meist sogar nicht einmal wirklich nur eine Sorte, also entweder Plastik oder Papier, das ist meist ja immer beides in einer untrennbaren Verbindung, somit faellt das also schon aus einem moeglichen Recycling raus.
Fuer meine Einkaeufe habe ich immer meinen Rucksack und/ oder Baumwolltaschen bei mir, da denke ich besonders dran, denn ich moechte keine zusaetzlichen Taschen mehr kaufen muessen, Plastiktueten ja eben schon gar nicht.
Ich kaufe wenig Wasser in Flaschen, fuelle immer die Flaschen in der Haelfte mit Wasser auf. Also nicht ganz ohne Mineralwasser, aber eben doch gestrecktes Mineralwasser, was ja auch noch prickelnd genug ist.
Fleischlos lebe ich dann auch, ich haenge ebenso an keinen Glimmstengel, denn dafuer fallen ja schliesslich im Endeffekt auch Regenwaelder zum Opfer. Sojaprodukte lehne ich uebrigens total ab, ausserdem meide ich auch alles, was denn irgendwelche undeklarierten Pflanzenoele enthaelt, denn meist ist das ja eben nichts als Palmoel.
Was meine Koerperpflege anbelangt, so halte ich es wie Herr Kunze, ich dusche mich nicht oft, bade eher nie, wasche mich meist am Handwaschbecken, aber eben immer mit kontrolliertem Wasserverbrauch.
Fuer mich muss ein Produkt eine wirkliche Verbesserung aufweisen, also vor allem in reduziertem Verbrauch und in der allgemeinen Zuverlaessigkeit, dann erst wuerde ein ansonsten noch funktionstuechtiges Geraet an sich ausgetauscht werden, im Normalfalle wird ein Geraet so lange genutzt, wie es eben dann seinen Dienst halbwegs zuverlaessig versieht.
So, das waere bereits mal eine knappe Zusammenfassung meines persoenlichen Rio-Vertrages, ganz schon spektakulaer, nicht wahr?