Soll ja auch so sein. Vieleicht bemerkt man noch am Feldrand einzelne Pflanzen, die gelbliche Blätter zeigen. Haben wohl zu wenig Wasser, könnte man denken.
Aber leider ist es nicht das fehlende Wasser, sondern das Spritzmittel, das über sie gegossen wurde.
Nachdem der Ackerboden über den Winter offen gelegen ist, wird nach dem Eggen Kunstdünger gestreut, erst jetzt kann auf dem Acker etwas wachsen.
Mit den ersten Keimen kommt auch das unliebsame Unkraut.
Als ich noch in der Stadt wohnte, ist mir das Ganze nicht so aufgefallen, denn gegenüber dem Asphaltgrau war das Grün der Äcker eine Wohltat für die Augen und die Sinnen.
Nun wenn man sich die Mühe macht und ein Stückweit in den Acker geht, wird man bemerken, oder bessergesagt man wird nichts bemerken. Absolute Stille. Kein Lebewesen, das sich in welcher Form auch immer hier in dem trostlosen Grün tummelt. Der Ackerboden fühlt sich mit bloßen Füßen steinhart an, gepresst bis aufs Letzte.
Wozu der ganze Mais? könnte man sich fragen, wer soll den essen?
Billigfleisch aus der Massentierhaltung, Biosprit im Tank aber sicher keine 1000 Tortillas.
Der Acker neben uns ist etwa gleich groß wie unser Grundstück, als 1 ha. Gehe ich beim mir an den Wildrosen vorbei
so vernehme ich nicht nur deren lieblichen Geruch, sondern sehe beim oberflächlichen Hinsehen mindestens 4 verschiedene Hummeln und unzählige andere Bienen und Insekten, die schier einen Ohrenbetäubenden Lärm machen mit ihren verschieden hohen Summtönen.
Dasselbe beim Pfeifenstrauch
oder unter der Kiwi Laube
Die Natur kann so
oder so
aussehen.
Die Entscheidung liegt bei uns!


Kommentare (6)
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auch wenn es freilich anderswo noch viel existenzieller ist (wenn Menschen sogar regelrecht am Verhungern und Verdursten sind, v.a. Kinder, weil die Bodenaustrocknung Halbwüsten und Wüsten noch trockener macht, als sie schon sind - z.B. mitverursacht auch durch den Klimawandel, vgl. z.B. dazu
http://www.utopia.de/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/desertifikation-neue-hungersnot-im-200131
Initiativen, die speziell in Afrika etwas dagegen unternehmen, sind z.B:
http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/wangari-maathai-tragerin-des , oder auch ganz präventiv: www.tiloo.ch ,
und regenerativ (und langfristig dann natürlich auch wieder präventiv) http://blog.worldvision.de/2012/03/tag-des-waldes-bauern-in-niger-erkennen-wert-der-baume/ (hab ich erst heute entdeckt)
a) Wüste ist das, was ganz weit weg in Afrika passiert
b) Wüste ensteht in erster Linie durch Bodenaustrockung und langfristig durch Klimawandel
c) wenn ich was dagegen unternehmen will, muß ich irgendwelche Organisationen unterstützten, die ich nicht kenne.
Ich finde an Richards Beitrag gerade gut, daß es sich um die Wüsten im eigenen Land handelt.
(oder zumindest Kulturkreis)
Gegenüber der Wüstenbildung in Afrika fühle ich mich relativ machtlos, selbst wenn ich die genannten Organisationen unterstützen würde.
Ich finde an Richards Beitrag gerade gut, daß er die Wüsten in unserem Land zeigt.
(zwar in AT, aber bei uns siehts ja genauso aus)
Gegen die Wüstenbildung auf heimischen Äckern kann ich sehr wohl ganz konkret etwas machen.
Ich kann eigenes Gemüse anbauen und da auf Humus-Bildung und gemulchte Böden achten.
Oder ich kann wenigstens konsequent Bio-Produkte kaufen und somit indirekt die Humusbildung fördern und verhindern, daß so eine Spritz-Wüste entsteht.
habe ich bei Wiki unter Wüste nachgesehen und folgendes gefunden:
"Flora und Vegetation
Wüsten sind durch Vegetationsarmut oder gar Vegetationslosigkeit gekennzeichnet"
Eine Monokultur mit nur einer lebendigen Pflanzenart würde ich als Vegetationsarmut bezeichnen.
"Fauna
In vielen Wüsten der Welt sind trotz der vermeintlich lebensfeindlichen Bedingungen zahlreiche Tierarten anzutreffen."
Das trifft auf diese Form der Wüste nicht zu, da keinerlei Insekten, Reptilien, Vögel, Regenwürme usw. anzutreffen sind.
"Verwüstung wird durch Ausblasung (Wind), Abschwemmung (Wasser), Versalzung und Skelettierung gefördert."
Nackte Ackerböden bringen eine erhöhte Erosion durch Wind und Wasser mit sich (siehe Sandstürme im Vorjahr, Thüringen glaube ich).
Verdichtete Ackerböden, das Bodenniveau sinkt bis zu einem halben Meter durch Verdichtung, sie bringt eine verminderte Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens mit sich. Was durch den geringen Humusgehalt meist unter 3% noch gefördert wird (45% der Dt Ackerböden weisen einen Humusgehalt unter 3% auf)
Eine Folge des rasch meist über Kanäle abgeleiteten Oberflächenwassers ist das unweigerliche sinken des Grundwasserspiegels.
Durch die rein mineralische Düngung versalzen die Böden und werden dadurch in ihrer Struktur noch härter.
Mir geht es tatsächlich in dem Beitrag darum, zu zeigen worüber so viel geredet wird und anzuregen auch in der Natur nachzusehen, wie die Geschichte aussieht die sooft theoretisch behandelt wird.
Wer redet nicht über Biodiversität, Pestizid, Desertifikation, Monokultur, Gentechnik, Bienensterben und die ganzen anderen abgelutschten Schlagworte.
Mit nackten Füßen auf einem Waldboden, Wiesenboden oder auf so einem Ackerboden zu stehen, die Erde zu fühlen, in die Hand zu nehmen und daran zu riechen bringt ein unheimliches „AHA !! also das ist damit gemeint“ Erlebnis mit sich.
Thema:
Brot und Spiele
Auf eine politische Lösung oder Unterstützung durch geeignete Subventionen wird man bei der herrschenden Alternativlosigkeit vergeblich warten.