Die zierlichen Blütenschirme haben sich zu schweren mit Saft vollgefüllten Früchten verwandelt. Die Zweige hängen tief bis zum Boden, aufgrund der Last, die sie zu tragen haben
Mit der Schere vorsichtig die Trauben ernten, damit auch ja kein Kügelchen verloren geht, aber aufgepasst bei jeder geernteten Traube wird der Ast leichter und schnellt irgendwann empor, sodass die restlichen Früchte nur noch mit der Leiter zu ergattern sind oder den Vögeln vorbehalten bleiben.
Wenn genügend geerntet ist werden die Perlen fein säuberlich von den Stielen befreit.
Der Grund dafür ist: Wir pressen den Holunder nicht, er wird mit dem Dampfentsafter entsaftet. Dabei würden die Bitterstoffe in den Stielen zum Vorschein kommen. Unreife Beeren enthalten Sambunigrin, eine giftige Substanz, die zu Brechreiz führen kann. Durch das Dampfentsaften wird diese Substanz unschädlich gemacht (Erhitzen über 80 °).
Heute entsaften wir ohne Zucker, der kommt erst Morgen, wenn der Holundersaft mit dem frischgepressten Apfelsaft vermischt wird.
Der Apfelsaft nimmt die etwas derbe Strenge des schwarzen Holunders und macht ihn so auch für süße Leckermäuler bekömmlich.


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