Nachdem im letzten Jahr die gefürchtete Braunfäule unseren gesamten Tomatenbestand kurz vor Beginn der Ernte dahingerafft hat, der Anblick war schaurig und zum Heulen, hatten wir heuer mehr Glück und können uns an der Vielfalt der Früchte erfreuen.
Fertig zum verkochen
Tagesernte
verschiedene Farben
kleine Auswahl der Formen
getrocknete, in Olivenöl eingelegete
passierte als Ketchup verarbeitete
Ein "kleiner" Topf mit Pizzaiola
Und da gibt es noch einige zu ernten


Kommentare (18)
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Ich kann mich gut hineinfühlen in Eurer Staunen und Euer Beglücktsein über die, wie man sieht, reichhaltige Ernte, zumal ich selbst dieses Jahr erstmals Tomaten abseits der "normalen" Sorten in ihrem Wachsen und Gedeihen beobachtend und unterstützend begleiten konnte.
Der Wetterbericht sagt bei uns für die nächste Woche Spitzen von 37 ° an, das beste Wetter um Tomaten reifen zu lassen. Da steht uns noch einiges an Ernte und Verarbeitungsarbeit bevor.
Aber wer jemals den Geschmack von selbstgemachtem Ketchup, oder Passate, getrockneten oder als Letcho und Pizzaiola eingekocht erfahren durfte...
Diese Sortenvielfalt und Auswahl finde ich auch in meinem Bioladen und darüber freue ich mich sehr!
Selber ernten wäre natürlich noch schöner.....
Ich warte jedes Jahr wieder sehnsüchtig auf die "Tomatenzeit"!
Glücklicherweise verfügen Menschen aus meiner Familie über kleine Gewächshäuser im eigenen Garten, sie experimentieren auch gerne mit allen möglichen Sorten.
Ich als "Stadtmensch" komme jetzt wieder in den Genuss des unvergleichlichen Geschmacks selbstgezüchteter Tomaten-und Gurken :-)
Kann ich übrigens nur jedem empfehlen, der einen Garten hat, wo etwas Platz für ein Gewächshaus vorhanden ist: dort gedeiht manches Gemüse hervorragend!
Pizzaiola:
Knoblauch in Olivenöl andünsten, klein würfelig geschnittene Tomaten hinzufügen mit Salz, Oregano und Weißwein abschmecken und lange, lange auf kleiner Flamme köcheln lassen bis eine dickflüssige Sauce entsteht.
Wenn die Pizzaiola dick genug ist, dann ist sie vorzüglich als "Grundanstrich" beim Pizza backen geeignet; Etwas dünner als Sauce zu Nudelgerichten.
Ketchup:
Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl leicht anrösten oder dünsten (Geschmackssache), für Hotketchup verwenden wir unsere Chili, die ein Jahr im Olivenöl gebadet haben, ( http://www.utopia.de/blog/richard-burgenlandler/chilli-in-olivenoel-und-eine-upcycling ), die werden mitgedünstet.
Mit passierten Tomaten ablöschen. (Tomaten kochen und mit der Flotten Lotte passiert = Passata)
Das Ganze (Zwiebel, Knoblauch, Chili, Passata) mit dem Pürierstab pürieren.
Mit Zucker, Salz Essig, abschmecken und wieder lange, lange und noch länger (etwa 4-5 Stunden) bei kleiner Flamme köcheln lassen.
Da wir alles auf unserem holzbeheizten Tischherd kochen, den wir in Erster Linie mit Vogeltrittholz (Holz, etwa Fingerdick vom Grünschnitt der Hecken aus dem Vorjahr) beheizen, sind die Energiekosten annähernd Null. Aufgrund der Bauart des Herdes ist es auch Möglich gleichzeitig zu Trocknen (offenes Back Rohr) und mehrere Dinge gleichzeitig zu kochen, ohne dabei mehr Holz zu verbrauchen.
Nun muß ich doch noch etwas anbringen:
Es bin ja nicht ich, der da kocht, sonst könnte ich ja nicht schreiben.
Denn wie es im Leben oft so ist, gibt es zu einer Hälfte noch eine bessere Hälfte dazu, die kochen kann :-).
http://www.utopia.de/blog/beitrag/pizzaoila-an-reis-milanese1
http://www.utopia.de/blog/beitrag/pizzaoila-an-reis-milanese1#comment-557997
Kompliment an Deine andere Hälfte!
Kompliment auch an Dich, der Du, so denke ich mir, wahrscheinlich fürs "Heckenholz" vorgesorgt hattest und uns hier ein Stück an Eurem Leben teilhaben lässt. DANKE an Euch beide.
auch erstaunlich finde ich immer wieder, dass es sogar mehrere hundert oder gar tausend traditionelle sorten geben soll - so ähnlich wie ja beim mais (zumindest in südamerika gab es mal x-hunderte sorten)
dazu ein würziger rotwein, und eigtl. braucht es nicht einmal mehr salz oder gewürze, evtl. noch ein gutes brot dazu (ich mag z.b. welches mit viel hafermehl sehr, dazu sesamkörner oben drauf), die mahlzeit ist schon 'perfekt', und dabei doch eigtl. so einfach - wenn man so will : fastfood, aber schmackhaft und gesund (evtl noch ein paar oliven dazu)
weiterhin gute ernten und guten appetit ! kann ich da nur wünschen (Martin und letztlich uns allen)
Manchmal kann ich andere als die üblichen Sorten von Tomaten kaufen - es gibt ein Wunderbares Land des Genusses jenseits und abseits des mainstreams.
Wünsche noch eine reiche Ernte :-)
Wir haben jetzt geschätzte 25 verschiedene Sorten, wobei sich heuer einige von selbst gekreuzt haben. ZB haben wir heuer orange Ochsenherztomaten, die eigentlich rot sein sollten. Von gelben und roten Rispentomaten, etwa 2 cm Durchmesser bis zur riesen Fleischtomate (ca. 600- 800g /Stück) versuchen wir alles was uns in die Hände fällt. Manche vertragen kühleres und nasses Wetter besser.
Zurzeit sind wir am Suchen nach dem besten Geschmack für die entsprechende Verarbeitung.
@Bubensteyn
Man möchte es ja nicht glauben, aber Tomate ist nicht gleich Tomate. Eine Purpel calabach, in ihrer Form ähnlich einer kleinen Fleischtomate aber violett hat eine herzhafte Säure, dafür ist die rote Ochsenherz eher ins süßliche. Und so kann man auch bei Tomaten ins Land der verschiedensten Genüsse eintauchen.
@berniewa
Ja es braucht nicht mehr, ein wenig Olivenöl, Apfelessig, vielleicht noch etwas Mozzarella und frische Kräuter, dazu ein herzhaftes Brot und den besagten Rotwein. Ein Mittagessen bei dem keine Genus Wünsche offen bleiben, zudem auch passend für die Hitze, die zurzeit bei uns herrscht.
Wir haben heute die große Fleischtomate (Titelbild) "geschlachtet". Der wunderbare Anblick, die Unversehrtheit im Wuchs und die tief rote Färbung ließ uns etwas zögern. Der erste Schnitt zeigte ein wunderbares Fruchtfleisch ohne jeden Makel. und der Geschmack war dann auch entsprechend.
Es ist schon ein Erlebnis wenn man Tag für Tag die Frucht am Strauch beobachtet und kaum erwarten kann bis sie reif ist. Die Angst irgendetwas könnte den Reifungsprozess noch unterbinden. Und dann hält man die ersehnte Beute in Händen und will sie nur noch anschauen.:)
Ich habe vor 5 neue Sorten von ganz früh bis ganz spät auszuprobieren. Mal sehen wie die ankommen. Ums Kondervieren werde ich dann dieses Jahr auch nicht rum kommen, denn ich werde auch die Anzahl der Tomatensträucher aufstocken. Aber es stimmt schon, es geht nichts über selbstgemachtes Ketchup und Passiertetomaten für alle Fälle.