Das Unternehmen ist überzeugt, dass sich Qualität über die primären Eigenschaften der Ware hinaus auch durch ökologische und soziale Aspekte auszeichnet. Ziel ist es deshalb, nachhaltigere Produkte zu entwickeln und zu vermarkten.

Produktkennzeichung

Bio

Bio-Produkte haben in der REWE eine lange Tradition. Schon 1988 begann das Unternehmen, Produkte aus kontrolliert ökologischem Landbau unter der Eigenmarke "Füllhorn" anzubieten. Anfang 2008 wurde die bekannte Öko-Marke durch "REWE Bio" ersetzt. Das in sämtlichen Supermärkten der REWE erhältliche Sortiment umfasst mehr als 300 Bio-Produkte, bevorzugt aus heimischem Anbau.

An den Fischtheken der toom Märkte findet der Kunde zusätzlich Bio-Fisch und Meeresfrüchte aus ökologischer Aquakultur. PENNY führt rund 90 Bio-Artikel unter der Eigenmarke "B!O".

Die zur REWE Group gehörende Glocken Bäckerei in Frankfurt, die REWE- und PENNY Märkte sowie eigene Bäckereien und Backshops beliefert, führte 2005 eine eigene Bio-Marke "Mühlhof" ein.

 

Fairtrade
Verantwortungsvoller Konsum soll kein Luxus sein. Seit 1993 führt die REWE Lebensmittel aus fairem Handel in ihrem Sortiment. In den Supermärkten werden neben Kaffee auch Tee, Schokolade, Orangensaft und Bio-Wein sowie seit Mai 2007 Rosen mit dem Fairtrade-Siegel angeboten. Die REWE beteiligt sich außerdem an der bundesweiten Aktionswoche "Faire Woche". Rund um das Thema des gerechten Handels zwischen Nord und Süd finden dazu alljährlich in verschiedenen Märkten Aktionen und Verkostungen mit sehr positiver Kundenresonanz statt.

Innovation wird bei PENNY groß geschrieben, und so hat PENNY mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte begonnen. Den Auftakt machte im Januar 2008 "Café intención ecológico" der Premium-Marke J.J.Darboven, bei dem es sich um einen Bio-Kaffee mit dem Fairtrade-Siegel aus 100 Prozent Arabica-Bohnen handelt. Im März 2008 folgten fair gehandelter Honig und Saft. Damit beweist der Discounter der REWE Group, dass verantwortungsvoller Konsum kein Luxus sein muss.

 

Lebensmittel

Best Alliance
Mit "Best Alliance" beschreitet die REWE Group neue Wege im Lebensmittelhandel: Im Zuge von Vertragsanbau-Projekten in Spanien und Italien übernimmt die Unternehmensgruppe beim Anbau von Trauben, Erdbeeren und Paprika noch früher Verantwortung für die Produktionskette sowie deren ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Sei es durch die Auswahl von Landwirten und Anbauflächen, neue Pflanzenschutzvorgaben, verstärkte Kontrollen der Erzeuger, eine schonende Ernte oder die Zusammenarbeit mit Kompetenzpartnern wie der Naturschutzorganisation WWF oder den SOS-Kinderdörfern.

Nach Best Alliance-Prinzipien angebaut, müssen Erdbeeren, Paprika oder Trauben mit Hilfe von verbindlichen Pflanzenschutzprogrammen kultiviert werden. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass die gesetzlich erlaubten Pflanzenschutzgrenzwerte deutlich unterschritten werden. Um diese ehrgeizigen Vorgaben zu erfüllen, setzt die REWE Group auch im konventionellen Landbau auf biologische Produktionsverfahren.

Unabhängige Prüfinstitute kontrollieren regelmäßig die Einhaltung der Vorgaben bereits im Erzeugerland. Erst danach erfolgt die Freigabe der Ware im Ursprungsland. Überschreitet ein Erzeuger oder Lieferant die strengen Grenzwerte, wird die Ware zunächst bis zur Klärung der Ursache gesperrt. Schwere Verstöße haben eine sofortige Auslistung oder sogar den Ausschluss aus dem Best Alliance-Projekt zufolge.

 

REWE Tropenprojekt
Mit dem REWE Tropenprojekt geht die REWE einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. In partnerschaftlicher Kooperation mit der Firma Chiquita sollen in Panama, in der Provinz Bocas del Toro, gefährdete Tierarten und Biotope mit der Unterstützung der Einwohner in einem langfristigen Projekt geschützt und erhalten werden.

Rund 80 Prozent der bei REWE erhältlichen Chiquita Bananen stammen aus Panama und Costa Rica. In dem feuchtwarmen tropischen Klima der Region gedeihen Bananen besonders gut. Die moderne Bananenproduktion benötigt eine präzise und konstante Pflege durch gut ausgebildete Mitarbeiter. Eine Bananenfarm umfasst bis zu 200 Hektar Land und beschäftigt das ganze Jahr über etwa 150 Männer und Frauen.

Die Region Bocas del Toro ist eine abgelegene Provinz Panamas nahe der Grenze zu Costa Rica und erstreckt sich etwa 170 km entlang der karibischen Küste. Das Land ist geprägt von üppigen Mangrovenwäldern sowie Süßwasserlagunen, die durch schmale Sandbänke vom Meer getrennt sind. Das San San Pond Sak Naturschutzgebiet zählt zu den wertvollsten Biotopen der Erde und ist international als Biosphäre der UNESCO und Ramsar-Feuchtgebiet anerkannt. In den Lagunen des San San Pond Sak lebt eine der zahlreichsten verbleibenden Kolonien von Seekühen in Zentralamerika.

Die Meeresschildkröten, die seit Jahrtausenden zur Eierablage hier an Land kommen, sind durch Jagd und Eierraub extrem gefährdet; durch sorgfältige Schutzmaßnahmen kann der weitere Schwund jedoch verhindert werden. Im Rahmen des REWE Tropenprojekts setzen sich REWE und Chiquita in Zusammenarbeit mit den Naturschutzorganisationen und Bürgern der Region für die Erhaltung der Artenvielfalt in dieser Gegend ein.

Durch die Renaturierung eines 120 Hektar großen Farmlandes im Mündungsdelta des San San und Changuinola Flusses inmitten des San San Pond Sak Naturschutzgebietes trägt die REWE dazu bei, neue Lebensräume zu schaffen, den Naturschutz aktiv zu stärken und bedrohte Arten zu schützen. Die Aufforstung wird hierbei durch ortsansässige Umweltorganisationen durchgeführt, so dass durch die fachgerechte Pflanzung von verschiedenen Baumarten ein neues Stück ursprünglichen Mangrovenwaldes entstehen kann. Die Renaturierung dieses Areals ist von besonderer Bedeutung für die Erhaltung der Flora und Fauna in diesem einzigartigen Naturschutzgebiet. 

REWE und Chiquita übernehmen ebenso soziale Verantwortung und setzen sich für verbesserte Lebensbedingungen und die Erhaltung der Traditionen der Einwohner der Region ein. Neue Arbeitsplätze sollen durch den Verkauf von traditionellen Handarbeiten der Frauen geschaffen und das Umweltbewusstsein der Einwohner soll vertieft werden. Ganz wesentlich für den Erfolg des Projekts ist die Einbeziehung und - wo möglich - die Beteiligung der Bevölkerung, der Behörden und der Umweltschutzverbände der Region.

 

Nachhaltige Fischeinkaufspolitik
Nur nachhaltiger Fischfang kann die Meere gesund erhalten und die Fischbestände langfristig sichern. Das heißt, es darf nur so viel Fisch gefangen, wie nachwachsen kann und die Fangpraktiken dürfen das Ökosystem der Meere nicht dauerhaft schädigen.

Die Ziele für den Fischeinkauf sind in der „Leitlinie für nachhaltigen Wildfischeinkauf“ konkretisiert. Sie gilt gleichermaßen für REWE, PENNY und die toom Verbrauchermärkte. Die wichtigsten darin enthaltenen Ziele sind:
1. Das Angebot an nachhaltig produziertem Wildfisch auszubauen.
2. Das Angebot an Zuchtfisch aus nachhaltiger Aquakultur auszubauen.
3. Die Fisch- und Meeresfrüchteprodukte der Eigenmarken zu kennzeichnen und über Herkunft und Art der Fischerei zu informieren.
4. Bei der Herstellung auch die Arbeitsbedingungen der Fischer und der Beschäftigten in der Fischverarbeitung zu berücksichtigen.

Für den Aufbau eines nachhaltigen Wildfischsortiments hat sich die REWE Group klare Ziele gesetzt, die Schritt für Schritt umgesetzt werden. Vor allem drei Maßnahmen stehen im Zentrum der Aktivitäten:

1. Fischeinkauf anhand einer wissenschaftlich fundierten Orientierungsliste
Die REWE Group bevorzugt Fisch, der nicht aus überfischten Beständen stammt und umweltschonend gefangen wurde. Die Einkäufer verwenden bei der Fischauswahl eine eigens entwickelte „Orientierungsliste für nachhaltigen Wildfisch“. Diese Liste wird von unabhängigen Experten, die auf nachhaltige Lebensmittel spezialisiert sind, erstellt und jährlich aktualisiert.
In der Orientierungsliste wird nicht nur der Zustand der einzelnen Fischbestände, sondern auch die Art der Fangtechnik berücksichtigt. So trägt die REWE Group dazu bei, eine Überfischung der Fischbestände zu vermeiden, die Meeresumwelt, wie zum Beispiel die empfindlichen Meeresböden, zu schonen und den Beifang von Wasservögeln und anderen Meerestieren zu minimieren.
Die Orientierungsliste der REWE Group beruht ausschließlich auf den Fischereibewertungen von unabhängigen Organisationen, die sich selbst weltweit für eine nachhaltige Fischerei einsetzen. Es gehen die veröffentlichten Bewertungen von Greenpeace, WWF, dem Monterey Bay Aquarium und Fishsource gleichgewichtig in die Orientierungsliste ein.

2. Nachhaltig gefangener Fisch mit MSC-Siegel
Das Siegel des MSC (Marine Stewardship Council) ist heute das bekann¬teste Siegel für nachhaltiger gefangenen Wildfisch. Die REWE Group weitet das Sortiment von MSC-zertifizierten Produkten stetig aus.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

3. PRO PLANET
Das PRO PLANET-Label der REWE Group steht für Fischprodukte, deren Nachhaltigkeit gleich dreifach abgesichert wurde:
• Der Fisch stammt aus bestandsschonenden Fischereien, die bereits vom MSC ausgezeichnet wurden.
• Der Zustand der Fischbestände und die Fangtechniken wurden zudem nach der „Orientierungsliste für nachhaltigen Wildfisch“ der REWE Group geprüft und mit „gut“ bewertet.
• Vertreter von Natur-, Sozial- und Verbraucherorganisationen im PRO PLANET-Beirat haben der Vergabe des Labels zugestimmt.
Mehr Informationen zu PRO PLANET sind unter www.proplanet-label.com erhältlich.
Schon heute stammt weltweit etwa die Hälfte des von Menschen verbrauchten Fischs aus Aquakultur, also der Fischzucht in Teichen, großen Netzkäfigen in Flüssen und Meeresbuchten oder modernen Zuchtbecken an Land. Beliebt sind bei deutschen Verbrauchern beispielsweise Lachs, Shrimps, Regenbogenforellen, Doraden und Pangasius aus Aquakultur.
Ob ein Aquakulturfisch nachhaltig ist, hängt von den vor Ort praktizierten Umwelt-, Sozial- und Tierschutzstandards ab. Das heißt von der Menge, Art und Herkunft des eingesetzten Fischfutters, den Haltungsbedingungen für die Fische, von den Arbeitsbedingungen der vor Ort Beschäftigten und schließlich von der Qualität der Produkte.
Die REWE Group hat mit Hilfe unabhängiger Experten Kernanforderungen an eine nachhaltige Aquakultur entwickelt, deren Umsetzung derzeit mit den Lieferanten der REWE Group abgestimmt wird. Diese Kernanforderungen sollen Schritt für Schritt zu einem Basisstandard für den von der REWE Group angebotenen Aquakulturfisch werden.
Es gibt zudem bereits erste erfolgreiche Projekte. Die Produkte sind am PRO PLANET-Label erkennbar. 

 

Statusbericht "Chemischer Pflanzenschutz"
Eine Premiere im deutschen Handel: Die REWE Group veröffentlicht als erstes Handelsunternehmen in Deutschland einen umfassenden jährlichen Statusbericht zum chemischen Pflanzenschutz bei Obst und Gemüse. Mit der Aus- und Bewertung der Analysedaten wurde die unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 beauftragt.

 

GLOBALG.A.P.
Bei der Qualitätssicherung von Lebensmitteln sind "Obst und Gemüse" von besonderer Bedeutung. Die REWE Group lässt daher Qualität und Sicherheit in diesem Segment auf allen Stufen kontrollieren. Von den Erzeugern wird eine Zertifizierung nach GLOBALG.A.P, dem international führenden Standard für die landwirtschaftliche Produktion, gefordert.

Dieses Qualitätssystem für die Landwirtschaft definiert verbindliche Anforderungen für den Obst- und Gemüseanbau in Bezug auf Rückverfolgbarkeit der Produkte, Einhaltung von Vorschriften zu Hygiene und Lebensmittelsicherheit, Verminderung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln sowie Umwelt- und Arbeitsschutz.

 

Non Food

BSCI
Konsumgüter wie Textilien, Haushaltsgegenstände oder Spielwaren werden zunehmend in Entwicklungs- und Schwellenländern, wie z. B. China, Indien und Bangladesch hergestellt. Auch die REWE Group bezieht und verkauft Waren aus diesen Ländern - damit trägt sie auch Verantwortung für die Bedingungen, unter denen die Produkte hergestellt werden. Um die Sozial- und Arbeitsbedingungen in den Lieferländern zu verbessern, ist die REWE Group der BSCI (Business Social Compliance Initiative) beigetreten.

BSCI bietet einen Zertifizierungsprozess mit einheitlichen Instrumenten für Mitglieder, Lieferanten und Auditoren. Ziel ist es, dass innerhalb von drei Jahren zwei Drittel der entsprechenden Lieferanten dieses Kontrollsystem durchlaufen werden. Zusätzlich finden regelmäßig sogenannte "Roundtables" statt, die unter Einbezug aller Akteure Sozialpraktiken erarbeiten, um die Lieferanten zu unterstützen.

 

Weitere Informationen unter: http://www.rewe-group.com/nachhaltigkeit/gruene-produkte/