Das Unternehmen ist überzeugt, dass sich Qualität über die primären Eigenschaften der Ware hinaus auch durch ökologische und soziale Aspekte auszeichnet. Ziel ist es deshalb, nachhaltigere Produkte zu entwickeln und zu vermarkten.
Produktkennzeichung
Bio
Bio-Produkte haben in der REWE eine lange Tradition. Schon 1988 begann das Unternehmen, Produkte aus kontrolliert ökologischem Landbau unter der Eigenmarke "Füllhorn" anzubieten. Anfang 2008 wurde die bekannte Öko-Marke durch "REWE Bio" ersetzt. Das in sämtlichen Supermärkten der REWE erhältliche Sortiment umfasst mehr als 300 Bio-Produkte, bevorzugt aus heimischem Anbau.
An den Fischtheken der toom Märkte findet der Kunde zusätzlich Bio-Fisch und Meeresfrüchte aus ökologischer Aquakultur. PENNY führt rund 90 Bio-Artikel unter der Eigenmarke "B!O".
Die zur REWE Group gehörende Glocken Bäckerei in Frankfurt, die REWE- und PENNY Märkte sowie eigene Bäckereien und Backshops beliefert, führte 2005 eine eigene Bio-Marke "Mühlhof" ein.
Fairtrade
Verantwortungsvoller Konsum soll kein Luxus sein. Seit 1993 führt die REWE Lebensmittel aus fairem Handel in ihrem Sortiment. In den Supermärkten werden neben Kaffee auch Tee, Schokolade, Orangensaft und Bio-Wein sowie seit Mai 2007 Rosen mit dem Fairtrade-Siegel angeboten. Die REWE beteiligt sich außerdem an der bundesweiten Aktionswoche "Faire Woche". Rund um das Thema des gerechten Handels zwischen Nord und Süd finden dazu alljährlich in verschiedenen Märkten Aktionen und Verkostungen mit sehr positiver Kundenresonanz statt.
Innovation wird bei PENNY groß geschrieben, und so hat PENNY mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte begonnen. Den Auftakt machte im Januar 2008 "Café intención ecológico" der Premium-Marke J.J.Darboven, bei dem es sich um einen Bio-Kaffee mit dem Fairtrade-Siegel aus 100 Prozent Arabica-Bohnen handelt. Im März 2008 folgten fair gehandelter Honig und Saft. Damit beweist der Discounter der REWE Group, dass verantwortungsvoller Konsum kein Luxus sein muss.
Lebensmittel
Best Alliance
Mit "Best Alliance" beschreitet die REWE Group neue Wege im Lebensmittelhandel: Im Zuge von Vertragsanbau-Projekten in Spanien und Italien übernimmt die Unternehmensgruppe beim Anbau von Trauben, Erdbeeren und Paprika noch früher Verantwortung für die Produktionskette sowie deren ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Sei es durch die Auswahl von Landwirten und Anbauflächen, neue Pflanzenschutzvorgaben, verstärkte Kontrollen der Erzeuger, eine schonende Ernte oder die Zusammenarbeit mit Kompetenzpartnern wie der Naturschutzorganisation WWF oder den SOS-Kinderdörfern.
Nach Best Alliance-Prinzipien angebaut, müssen Erdbeeren, Paprika oder Trauben mit Hilfe von verbindlichen Pflanzenschutzprogrammen kultiviert werden. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass die gesetzlich erlaubten Pflanzenschutzgrenzwerte deutlich unterschritten werden. Um diese ehrgeizigen Vorgaben zu erfüllen, setzt die REWE Group auch im konventionellen Landbau auf biologische Produktionsverfahren.
Unabhängige Prüfinstitute kontrollieren regelmäßig die Einhaltung der Vorgaben bereits im Erzeugerland. Erst danach erfolgt die Freigabe der Ware im Ursprungsland. Überschreitet ein Erzeuger oder Lieferant die strengen Grenzwerte, wird die Ware zunächst bis zur Klärung der Ursache gesperrt. Schwere Verstöße haben eine sofortige Auslistung oder sogar den Ausschluss aus dem Best Alliance-Projekt zufolge.
REWE Tropenprojekt
Mit dem REWE Tropenprojekt geht die REWE einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. In partnerschaftlicher Kooperation mit der Firma Chiquita sollen in Panama, in der Provinz Bocas del Toro, gefährdete Tierarten und Biotope mit der Unterstützung der Einwohner in einem langfristigen Projekt geschützt und erhalten werden.
Rund 80 Prozent der bei REWE erhältlichen Chiquita Bananen stammen aus Panama und Costa Rica. In dem feuchtwarmen tropischen Klima der Region gedeihen Bananen besonders gut. Die moderne Bananenproduktion benötigt eine präzise und konstante Pflege durch gut ausgebildete Mitarbeiter. Eine Bananenfarm umfasst bis zu 200 Hektar Land und beschäftigt das ganze Jahr über etwa 150 Männer und Frauen.
Die Region Bocas del Toro ist eine abgelegene Provinz Panamas nahe der Grenze zu Costa Rica und erstreckt sich etwa 170 km entlang der karibischen Küste. Das Land ist geprägt von üppigen Mangrovenwäldern sowie Süßwasserlagunen, die durch schmale Sandbänke vom Meer getrennt sind. Das San San Pond Sak Naturschutzgebiet zählt zu den wertvollsten Biotopen der Erde und ist international als Biosphäre der UNESCO und Ramsar-Feuchtgebiet anerkannt. In den Lagunen des San San Pond Sak lebt eine der zahlreichsten verbleibenden Kolonien von Seekühen in Zentralamerika.
Die Meeresschildkröten, die seit Jahrtausenden zur Eierablage hier an Land kommen, sind durch Jagd und Eierraub extrem gefährdet; durch sorgfältige Schutzmaßnahmen kann der weitere Schwund jedoch verhindert werden. Im Rahmen des REWE Tropenprojekts setzen sich REWE und Chiquita in Zusammenarbeit mit den Naturschutzorganisationen und Bürgern der Region für die Erhaltung der Artenvielfalt in dieser Gegend ein.
Durch die Renaturierung eines 120 Hektar großen Farmlandes im Mündungsdelta des San San und Changuinola Flusses inmitten des San San Pond Sak Naturschutzgebietes trägt die REWE dazu bei, neue Lebensräume zu schaffen, den Naturschutz aktiv zu stärken und bedrohte Arten zu schützen. Die Aufforstung wird hierbei durch ortsansässige Umweltorganisationen durchgeführt, so dass durch die fachgerechte Pflanzung von verschiedenen Baumarten ein neues Stück ursprünglichen Mangrovenwaldes entstehen kann. Die Renaturierung dieses Areals ist von besonderer Bedeutung für die Erhaltung der Flora und Fauna in diesem einzigartigen Naturschutzgebiet.
REWE und Chiquita übernehmen ebenso soziale Verantwortung und setzen sich für verbesserte Lebensbedingungen und die Erhaltung der Traditionen der Einwohner der Region ein. Neue Arbeitsplätze sollen durch den Verkauf von traditionellen Handarbeiten der Frauen geschaffen und das Umweltbewusstsein der Einwohner soll vertieft werden. Ganz wesentlich für den Erfolg des Projekts ist die Einbeziehung und - wo möglich - die Beteiligung der Bevölkerung, der Behörden und der Umweltschutzverbände der Region.
Nachhaltige Fischeinkaufspolitik
Nur nachhaltiger Fischfang kann die Meere gesund erhalten und die Fischbestände langfristig sichern. Das heißt, es darf nur so viel Fisch gefangen, wie nachwachsen kann und die Fangpraktiken dürfen das Ökosystem der Meere nicht dauerhaft schädigen.
Die Ziele für den Fischeinkauf sind in der „Leitlinie für nachhaltigen Wildfischeinkauf“ konkretisiert. Sie gilt gleichermaßen für REWE, PENNY und die toom Verbrauchermärkte. Die wichtigsten darin enthaltenen Ziele sind:
1. Das Angebot an nachhaltig produziertem Wildfisch auszubauen.
2. Das Angebot an Zuchtfisch aus nachhaltiger Aquakultur auszubauen.
3. Die Fisch- und Meeresfrüchteprodukte der Eigenmarken zu kennzeichnen und über Herkunft und Art der Fischerei zu informieren.
4. Bei der Herstellung auch die Arbeitsbedingungen der Fischer und der Beschäftigten in der Fischverarbeitung zu berücksichtigen.
Für den Aufbau eines nachhaltigen Wildfischsortiments hat sich die REWE Group klare Ziele gesetzt, die Schritt für Schritt umgesetzt werden. Vor allem drei Maßnahmen stehen im Zentrum der Aktivitäten:
1. Fischeinkauf anhand einer wissenschaftlich fundierten Orientierungsliste
Die REWE Group bevorzugt Fisch, der nicht aus überfischten Beständen stammt und umweltschonend gefangen wurde. Die Einkäufer verwenden bei der Fischauswahl eine eigens entwickelte „Orientierungsliste für nachhaltigen Wildfisch“. Diese Liste wird von unabhängigen Experten, die auf nachhaltige Lebensmittel spezialisiert sind, erstellt und jährlich aktualisiert.
In der Orientierungsliste wird nicht nur der Zustand der einzelnen Fischbestände, sondern auch die Art der Fangtechnik berücksichtigt. So trägt die REWE Group dazu bei, eine Überfischung der Fischbestände zu vermeiden, die Meeresumwelt, wie zum Beispiel die empfindlichen Meeresböden, zu schonen und den Beifang von Wasservögeln und anderen Meerestieren zu minimieren.
Die Orientierungsliste der REWE Group beruht ausschließlich auf den Fischereibewertungen von unabhängigen Organisationen, die sich selbst weltweit für eine nachhaltige Fischerei einsetzen. Es gehen die veröffentlichten Bewertungen von Greenpeace, WWF, dem Monterey Bay Aquarium und Fishsource gleichgewichtig in die Orientierungsliste ein.
2. Nachhaltig gefangener Fisch mit MSC-Siegel
Das Siegel des MSC (Marine Stewardship Council) ist heute das bekann¬teste Siegel für nachhaltiger gefangenen Wildfisch. Die REWE Group weitet das Sortiment von MSC-zertifizierten Produkten stetig aus.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.
3. PRO PLANET
Das PRO PLANET-Label der REWE Group steht für Fischprodukte, deren Nachhaltigkeit gleich dreifach abgesichert wurde:
• Der Fisch stammt aus bestandsschonenden Fischereien, die bereits vom MSC ausgezeichnet wurden.
• Der Zustand der Fischbestände und die Fangtechniken wurden zudem nach der „Orientierungsliste für nachhaltigen Wildfisch“ der REWE Group geprüft und mit „gut“ bewertet.
• Vertreter von Natur-, Sozial- und Verbraucherorganisationen im PRO PLANET-Beirat haben der Vergabe des Labels zugestimmt.
Mehr Informationen zu PRO PLANET sind unter www.proplanet-label.com erhältlich.
Schon heute stammt weltweit etwa die Hälfte des von Menschen verbrauchten Fischs aus Aquakultur, also der Fischzucht in Teichen, großen Netzkäfigen in Flüssen und Meeresbuchten oder modernen Zuchtbecken an Land. Beliebt sind bei deutschen Verbrauchern beispielsweise Lachs, Shrimps, Regenbogenforellen, Doraden und Pangasius aus Aquakultur.
Ob ein Aquakulturfisch nachhaltig ist, hängt von den vor Ort praktizierten Umwelt-, Sozial- und Tierschutzstandards ab. Das heißt von der Menge, Art und Herkunft des eingesetzten Fischfutters, den Haltungsbedingungen für die Fische, von den Arbeitsbedingungen der vor Ort Beschäftigten und schließlich von der Qualität der Produkte.
Die REWE Group hat mit Hilfe unabhängiger Experten Kernanforderungen an eine nachhaltige Aquakultur entwickelt, deren Umsetzung derzeit mit den Lieferanten der REWE Group abgestimmt wird. Diese Kernanforderungen sollen Schritt für Schritt zu einem Basisstandard für den von der REWE Group angebotenen Aquakulturfisch werden.
Es gibt zudem bereits erste erfolgreiche Projekte. Die Produkte sind am PRO PLANET-Label erkennbar.
Statusbericht "Chemischer Pflanzenschutz"
Eine Premiere im deutschen Handel: Die REWE Group veröffentlicht als erstes Handelsunternehmen in Deutschland einen umfassenden jährlichen Statusbericht zum chemischen Pflanzenschutz bei Obst und Gemüse. Mit der Aus- und Bewertung der Analysedaten wurde die unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 beauftragt.
GLOBALG.A.P.
Bei der Qualitätssicherung von Lebensmitteln sind "Obst und Gemüse" von besonderer Bedeutung. Die REWE Group lässt daher Qualität und Sicherheit in diesem Segment auf allen Stufen kontrollieren. Von den Erzeugern wird eine Zertifizierung nach GLOBALG.A.P, dem international führenden Standard für die landwirtschaftliche Produktion, gefordert.
Dieses Qualitätssystem für die Landwirtschaft definiert verbindliche Anforderungen für den Obst- und Gemüseanbau in Bezug auf Rückverfolgbarkeit der Produkte, Einhaltung von Vorschriften zu Hygiene und Lebensmittelsicherheit, Verminderung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln sowie Umwelt- und Arbeitsschutz.
Non Food
BSCI
Konsumgüter wie Textilien, Haushaltsgegenstände oder Spielwaren werden zunehmend in Entwicklungs- und Schwellenländern, wie z. B. China, Indien und Bangladesch hergestellt. Auch die REWE Group bezieht und verkauft Waren aus diesen Ländern - damit trägt sie auch Verantwortung für die Bedingungen, unter denen die Produkte hergestellt werden. Um die Sozial- und Arbeitsbedingungen in den Lieferländern zu verbessern, ist die REWE Group der BSCI (Business Social Compliance Initiative) beigetreten.
BSCI bietet einen Zertifizierungsprozess mit einheitlichen Instrumenten für Mitglieder, Lieferanten und Auditoren. Ziel ist es, dass innerhalb von drei Jahren zwei Drittel der entsprechenden Lieferanten dieses Kontrollsystem durchlaufen werden. Zusätzlich finden regelmäßig sogenannte "Roundtables" statt, die unter Einbezug aller Akteure Sozialpraktiken erarbeiten, um die Lieferanten zu unterstützen.
Weitere Informationen unter: http://www.rewe-group.com/nachhaltigkeit/gruene-produkte/


Kommentare (23)
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Sosehr ich anerkenne, dass die REWE-Group sich der Nachhaltikeit verpflichtet fühlt, es bleibt bei einen so grossen Konzern doch Skepsis zurück.
Sie wissen auch, dass die Massentierhaltung und deren Auswirkungen Teil unseres Problems, des Klimawandels sind. Nachhaltig wäre z.B. konsequent die Fleisch/Milch-Produkte herunterzufahren und dafür mehr Soja,Tofu/Seitan-Produkte anzubieten. Dies lässt sich ökologisch und wirtschaftlich in 1-2 Jahrzehnten durchführen, ohne wirtschaftlichen Schaden. Die Konsumenten machen das mit, Werbung und Information tut das übrige.
Wenn sie also wirklich nachhaltig tätig werden wollen und das glaubhaft, hier ist Ihre Chance.
Ebenso hätten Sie die Möglichkeit mehr lokale Bio-Kleinbetriebe mit in ihre Strategie aufzunehmen, statt konventionell erzeugte Massenware zu liefern. die Vielfältigkeit aus der Region ist da und wartet auf Abnehmer, wenn sie faire Preise und Konditionen bekommen. Sie müssen ja bei Frische-Produkte nicht gleichermassen von einem Erzeuger ganz Deutschland beliefern, da sollten auch die regionalen Waren stärker berücksichtigt werden.
Also, überzeugen werden Grosskonzerne nur, wenn sie den Ernährungswandel verstanden haben und genau dort mit ihrer Erfahrung mitwirken
mit freundlichen Grüssen
Gerhard Fischer
Ich finde deine Ideen wirklich gut und wichtig. Leider werden solche Vorschläge von Entscheidungsträgern sofort abgekanzelt ohne auch nur einen kurzen Moment ernsthaft darüber nachzudenken mit Argumenten in Richtung: wir können nix dafür, wir versorgen die Kunden halt mit dem, was sie wollen uswusf. Es wäre natürlich wirklich ein bisschen hart von den tierischen Produkten einfach weniger anzubieten, aber ich denke auch dass man mit Aufklärung und "richtiger" Werbung Schritt für Schritt in diese Richtung kommen kann.
Liebe Grüße,
Sabrina
Ich bin wirklich überrascht von dem, was ich hier lese und finde es wirklich toll zu hören, dass ein so großer Konzern in diesem Maße bemüht ist sich mit Themen wie Nachhaltigkeit, Naturschutz und Fairness auseinanderzusetzen.
Es ist wichtig dass sich im "großen" etwas bewegt.
Ich finde es andererseits aber auch sehr schade, dass es mittlerweile nötig ist alles zu standartisieren und mit Labels zu versehen. Dadurch läuft es immer mehr auch große Produktionsstätten heraus und die ganzen Kleinbauern und Kleinunternehmer und kleine Fischer haben keine Chance am Markt zu bestehen. Die Doku "We feed the World" macht sehr deutlich wie sich das auswirkt. Ist es nicht möglich diese mit einzubeziehen und frisches, regionales, unbehandeltes von kleinen Produzenten anzubieten? Und wo wir gerade dabei sind, Firmen wie Müller nicht mehr zu unterstützen?
Mit freundlichen Grüßen,
Sabrina
Des Weiteren möchte ich anmerken, dass das vegetarische Angebot noch sehr ausbaufähig ist. Ich freue mich, dass ich bei REWE auch mal so etwas exotisches wie eine vegetarische Bratwurst erhalte oder auch mal ein Steakli (wenn diese, aufgrund der geringen Menge, nicht gleich vergriffen sind), aber da ist sicherlich noch Steigerung möglich.
Zudem würde ich es begrüßen, wenn in der Obst- u. Gemüseabteilung Plastik durch Papiertüten ersetzt würden.
zunächst einmal möchten wir uns ganz herzlich für Eure Fragen zu unseren nachhaltigen Produkten und für die interessanten Anregungen zum vegetarischen Angebot bedanken. Wir befinden wir uns bereits in der Recherche zu diesem Thema und werden euch so schnell wie möglich Informationen dazu zukommen lassen.
Nun zu dem Vorschlag, unsere Märkte von mehr lokalen Bio-Kleinbetrieben beliefern zu lassen. Der großen Bedeutung regionaler Produkte sind wir uns durchaus bewusst. Deshalb haben wir in Hessen ein Konzept gestartet, bei dem lokale Lieferanten (Bäcker, Fleischer, Hofläden von landwirtschaftlichen Betrieben, Fischzuchtbetriebe etc.) unter dem Namen "Landmarkt" in die umliegenden REWE-Märkte liefern. Dieses Konzept läuft bereits seit drei Jahren und ist so erfolgreich, dass es nun national ausgerollt werden soll.
Allerdings müssen wir an dieser Stelle erwähnen, dass Kleinunternehmer häufig nicht genug produzieren können, um den Bedarf aller Märkte zu decken. Deshalb sind wir nach wie vor auf Großlieferanten angewiesen, um den Bedarf an Lebensmitteln zu decken und die Versorgung sicherzustellen.
Was die Plastiktüten angeht, würden wir gerne auf unsere Antwort auf die Frage „Ich frage mich, warum es in der Obst und Gemüseabteilung von REWE nur Plastikbeutel gibt?“ von aceatack (12.01.2011) verweisen (siehe http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/ich-frage-mich-warum-es-in-der-obst-und ).
Liebe Pilgermutter, uns ist leider noch nicht ganz klar, welche Grundsätze Du in Bezug auf die Fleischereien genau meinst. Könntest Du deine Frage noch einmal etwas genauer formulieren? Wir werden dann gern antworten.
Beste Grüße,
Eure Nicola vom REWE Group Nachhaltigkeitsteam
Dazu gibt es aber schon eine Reihe gewichtiger Einwände und Vorschläge. Wäre gut (und *wichtig*!), wenn der Austausch dort weiterginge.
Nochmal der Link:
http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/ich-frage-mich-warum-es-in-der-obst-und
wir möchten noch einmal auf Euren Wunsch zurückkommen, das vegetarische Angebot in unseren Märkten auszuweiten.
Natürlich haben auch wir ein Interesse daran, das Angebot an vegetarischen Produkten zu erweitern.
Zur Zeit ist es jedoch so, dass unsere Märkte Sojaprodukte, wie z.B. Tofu-Wurst nicht national einheitlich führen. Die Steuerung dieses Sortiments erfolgt marktindividuell. Ein Markt entscheidet also anhand der Wünsche des Kundenkreises selbst, ob es sich betriebswirtschaftlich lohnt, diese Produkte zu führen.
Derzeit erreichen wir mit Tofu-Produkten noch eine relativ kleine Zielgruppe, die jedoch kontinuierlich wächst. Wir beobachten den Markt und werden zu gegebener Zeit entscheiden, inwieweit eine nationale Aufnahme in die Sortimente sinnvoll ist.
Viele Grüße,
Eure Teresa aus dem REWE Group-Nachhaltigkeitsteam
herzlichen Dank für eure interessanten Anregungen und Fragen zu unseren nachhaltigen Produkten.
Das Recherche-Team ist bereits mit der Beantwortung eurer Fragen beauftragt.
Wir freuen uns sehr über das Interesse an unserem Unternehmen.
Viele Grüße,
Euer REWE Group Nachhaltigkeitsteam
Was nutzen uns die schönsten Bio-Lebensmittel wenn sie täglich mehr und mehr in Verpackungen aufgebahrt werden die die Lebensmittel nachhaltig mit Chemikalien belasten und dadurch die industrielle Chemie auf unseren Speiseplan bringen?
Riesige Plastik-Müllteppiche in den Weltmeeren, die zusätzlich zur Überfischung der Weltmeere Schäden über Jahrhunderte hinterlassen werden.
Wie viele Millionen Tonnen Verpackungen entsorgt der Konzern REWE jedes Jahr im Feuer der Verbrennungsanlagen? Wie sieht es dort mit dem Schutz der Ressource Öl aus, die durch die Verwendung als Verpackungsmaterial nicht mal mehr dem Recycling zugeführt werden darf, zumindest für den Lebensmittelbereich?
Warum werden temporär Biopolymer-Tüten in den Filialen eingesetzt, die aber anschließend unter der Ladentheke verschwinden und vom interessierten Kunden explizit beim Personal angefragt werden müssen? Welche Maßnahmen werden von REWE ergriffen um die Forschungsergebnisse zur erbgutschädigenden Wirkung von PET-Flaschen auf den Verbraucher weiter zu untersuchen? Die Ergebnbisse der Charité in Berlin, unter der Leitung von Prof. Dr. Gilbert Schönfelder sowie die Untersuchungen der Universität Frankfurt hinsichtlich der schädigenden Wirkungen von Kunststoffflaschen auf Trinkwasser sollte doch Anlass genug sein um hier einzugreifen.
Welche Kontrolle übernehmen Sie hinsichtlich der Entsorgung abgelaufener Lebensmittel, wohin gelangen diese?
Auch ich habe mit Interesse wahrgenommen, dass sich der REWE-Konzern offenbar tatsächlich mehr und mehr den Prinzipien der Nachhaltigkeit verbunden sieht, was für mich - und sicher auch viele andere - ein ganz neues Licht auf eine große Lebensmittelkette werfen könnte (die ja nicht ohne Grund von vielen, bewusster lebenden Menschen gemieden werden).
Wer weiß, vielleicht kaufen wir zukünftig öfter mit einem einigermaßen guten Gewissen bei REWE ein.
Was allerdings die VERPACKUNGEN angeht, so sehe ich da für Sie ein gewaltiges Verbesserungs-Potenzial, dass sie - wenn Sie schnell genug handeln - unangefochten an die Spitze bringen könnte: Es gibt doch l ä n g s t durchaus machbare Alternativen zum allseits gegenwärtigen, verd** Plastik, für das nicht nur Erdöl verbraucht, sondern das auch noch über ca. 400 Jahre unsere Erde verdrecken und verpesten wird...
Und das alles für einen *EINWEG-ZWECK*??
Selbst bei ALDI sieht man öfters den "Keimling" auf Kunststoffumhüllungen (was bedeutet, dass diese Folie s p u r l o s wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgehen wird) - das geht doch sicher auch bei REWE, sogar sicher noch wesentlich umfassender?
Ich denke, dies wäre nicht nur *DAS* überzeugendste Argument für Ihre ökologische Ausrichtung, sondern das würde auch jeder unmittelbar *SEHEN*, und später *ERLEBEN*, dass man wegen dieser Verpackung kein schlechtes Gewissen mehr haben muss, weil sie schlicht im Komposter verrottet und so als wertvolle Gartenerde Verwendung finden kann.
Das wäre für das *PROBLEM KUNSTSTOFF* (ohne das wir kaum noch auskommen) nicht nur eine *LÖSUNG*, sondern sogar eine Wendung um 180° !! Vom Saulus zum Paulus - wenn das kein Verkaufsargument ist, dann weiß ich's nicht...
Liebe Grüße
Hans-Werner
herzlichen Dank für Eure interessanten Fragen.
Wir verfolgen die aktuellen Themen sehr genau und sind im ständigen Dialog mit unabhängigen Sachverständigen und den Herstellern unserer Eigenmarken.
Da die REWE Group großen Wert auf Produktsicherheit legt, wurde mit der Umstellung auf Bisphenol A-freie Papiere bereits 2009 begonnen.
Zu den Verpackungen: Die bei der REWE Group erfassten Verpackungen (hauptsächlich Transportverpackungen) werden weitgehend werkstofflich verwertet, d.h. es werden neue Produkte daraus hergestellt.
Die Gesamtverwertungsquote der REWE Group lag 2008 bei knapp 92%. Der Großteil stammt dabei aus den Verpackungsmaterialien, die aufgrund der hohen Sortenreinheit bei der Erfassung nahezu vollständig werkstofflich verwertet werden.
Im Gegensatz dazu werden die Verkaufsverpackungen durch die so genannten Dualen Systeme haushaltsnah erfasst und anschließend verwertet. Nicht zuletzt aus Kostengründen wird dabei auch eine hohe Verwertung und damit Vermarktung der Verpackungsstoffe angestrebt. Hierauf haben wir als REWE Group allerdings keinen Einfluss.
Recyclingmaterialien für den Lebensmittelbereich müssen ebenso wie alle anderen Materialien genehmigt werden – unabhängig davon, um welchen Grundstoff es sich handelt. Verpackungsmaterialien für Lebensmittel werden vor der Zulassung genau geprüft. Material, das mit dem Produkt in Berührung kommt, darf dessen Qualität nicht beeinträchtigen. Zudem muss das Material den lebensmittelrechtlichen Anforderungen, insbesondere der Bedarfgegenstände-Verordnung sowie den Empfehlungen der Kunststoffkommission des Bundesinstitutes für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin entsprechen.
Nun zu der REWE Bio-Schlaufentragetasche: Diese befindet sich im Normalfall neben der PE-Schlaufentragetasche. Qngroup, vielleicht kannst Du uns sagen, in welchem REWE-Markt Dir das aufgefallen ist, damit wir die Kassenplatzierung überprüfen können.
Lebensmittel, die im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verwendet werden können, qualitativ aber einwandfrei sind, spendet die REWE Group an die rund 870 lokalen Tafeln in Deutschland. Bei den gespendeten Lebensmitteln handelt es sich hauptsächlich um Frischeprodukte, die nicht mehr verkauft, aber bedenkenlos verzehrt werden können.
Viele Grüße,
Eure Teresa aus dem REWE Group-Nachhaltigkeitsteam
Zunächst sollten wir uns vielleicht auf eine einheitliche Bezeichnung einigen.
Verpackung, in engl. Packaging.
Das betrifft alles was mit Umverpackung aber auch Transportverpackung zu tun hat. Eine Plastiktüte an der Kasse ist ebenso eine Verpackung wie die Aufschnittplatte eingeschweißt in Folie. Glasflaschen, Nutella-Gläser und Konservendosen sind Verpackungen und auch PET-Flaschen. Butterkekse die eine bunte Folienverpackung sowie Papierverpackung haben, Blisterfolien, Folien für Müsli, Schokoladenverpackung usw. usw.
Ich bin mir darüber im Klaren dass REWE das alles weiß, ich wollte es jedoch noch mal für die Diskussion klarstellen.
Du erwähntest Bisphenol A -freies Papier, das lies mich zunächst hochschrecken.
Ich weiß von BPA im Thermopapier der Kassen, gibt es deren jedoch noch mehr?
Du schreibst: "Im Gegensatz dazu werden die Verkaufsverpackungen durch die so genannten Dualen Systeme haushaltsnah erfasst und anschließend verwertet."
Natürlich ist uns allen das DSD bekannt, aber hiermit befasst sich die Fragestellung gar nicht!
Uns geht es gar nicht darum ob Ihr ein ordnungsgemäßes Recycling durchführt. Schon allein die Einflussnahme ist gar nicht gegeben, denn wie sollte ein REWE einen Endverbraucher kontrollieren ob er nach dem Einkauf eines Schinkenaufschnittes die verwendete Plastikverpackung auch wirklich über den gelben Sack entsorgt.
Was hier interessiert ist: Was passiert mit dem Schinkenaufschnitt während seinem "Aufenthalt" in der Plastikverpackung?
Welche Chemikalien wandern seitens der Plastikverpackung über das lipophile Verhalten der toxischen Substanzen zu dem auf ökologisch korrekte Weise hergstellten Wurstaufschnitt ???
Also, lassen wir mal ein Recycling außenvor. Dann schreibst Du:
"Verpackungsmaterialien für Lebensmittel werden vor der Zulassung genau geprüft. Material, das mit dem Produkt in Berührung kommt, darf dessen Qualität nicht beeinträchtigen (Aha, das ist ja interessant!) . Zudem muss das Material den lebensmittelrechtlichen Anforderungen, insbesondere der Bedarfgegenstände-Verordnung sowie den Empfehlungen der Kunststoffkommission des Bundesinstitutes für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin entsprechen."
Was ist nun, wenn die lebensmittelrechtlichen Anforderungen eigentlich nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind? Wenn wir mittlerweile aus ettlichen Studien, z.B. von der Charité in Berlin wissen dass wir alle viel zu große Mengen an BPA über Verpackungen in unseren Körpern aufnehmen?
Offen gestanden sind mir auch die Empfehlungen einer Kunststoffkommission nicht geheuer. Dazu haben wir in den vergangenen Wochen viel zu häufig Horrorgeschichten über die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit erfahren.
Die spende an die Tafel finde ich ganz vorzüglich, so wie viel Engagement der REWE meine Zustimmung findet, aber auch diese Antwort gehörte leider nicht hier her.
Ich finde Eure Biopolymer-Taschen ganz hervorragend. Und wenn Du mich fragst an welche Niederlassung ich keine der Taschen angeboten bekommen hab, dann muss ich leider antworten: an keiner in Deutschland!
Ich reise beruflich viel. Weder in München noch in Frankfurt, weder in Wetzlar noch in Hamburg hat mir bisher eine Verkäuferin eine der Tüten angeboten!!
Viele wussten nicht mal das REWE diese Taschen überhaupt hat.
Somit, ich freue mich über die Beantwortung meiner weiteren Fragen oben und hoffe darauf dass ich künftig auch bald im gesamten Verpackungsbereich Biopolymere sehen werde.
Beste Grüße
Steffen
wir danken Euch für Eure interessanten Beiträge und freuen uns über die lebhafte Diskussion.
Über die Gefährlichkeit von Bisphenol A (BPA) und mögliche Grenzwerte – den gibt es nämlich nicht für Kassenbons – sind sich Wissenschaftler, Institutionen und Politiker uneins. Laut Bundesumweltministerium ist der Stoff weder krebserregend noch akut giftig. BPA in Kassenstreifen sei daher unbedenklich, da der Stoff nicht über den kurzen Kontakt mit der Haut aufgenommen werde. Das Umweltbundesamt hält diesen Übertragungsweg jedoch nicht für ausgeschlossen.
Die östrogen-ähnliche Wirkung des Stoffes ist noch nicht vollständig erforscht. Im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes hat die REWE Group Kassenbons von REWE und PENNY auf BPA-freies Papier umgestellt. In Zusammenarbeit mit den Papierlieferanten wird weiter daran gearbeitet, möglichst umweltschonende Substanzen für die verwendeten Thermopapiere einzusetzen. Bei der Bewertung dieser Alternativen werden auch unabhängige Experten, z. B. vom Umweltbundesamt, einbezogen.
Eure hilfreichen Anregungen nehmen wir sehr ernst. Wir als Konzern, der sich der Nachhaltigkeit verpflichtet hat, legen großen Wert darauf, unsere Produkte ökologischer zu gestalten. Allerdings ist es hier wichtig zu beachten, dass wir als Handelsunternehmen uns nur an die gesetzlich geltenden Anforderungen halten können. Es ist in erster Linie Aufgabe des Bundesinstitut für Risikobewertung www.bfr.bund.de, wissenschaftsbasierte ernährungsmedizinische Beurteilungen durchzuführen. Dort findet Ihr alles zum Thema gesundheitlicher Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
Bei den Biopolymer-Taschen werden wir die Kommunikation verstärken und uns darum bemühen, dass sie den Kunden in den einzelnen Niederlassungen leichter zugänglich sind.
Viele Grüße,
Eure Teresa vom REWE Group-Nachhaltigkeitsteam
herzlichen Dank für das Lob und die Bestätigung! Eure positiven Worte und Anregungen freuen uns nicht nur sehr, sind uns auch eine große Hilfe. Denn sie zeigen uns, dass wir mit unserem Engagement für Nachhaltigkeit auf dem richtigen Weg sind. Das spornt uns an.
Beste Grüße,
Eure Teresa vom REWE Group-Nachhaltigkeitsteam.
Die Antwort von REWE kann ich hier aber noch nicht finden.
Aber Du hast natürlich recht, lukita, wir haben auch Fragen gestellt, Fragen, die wir für *sehr wichtig* halten im Zusammenhang mit der neuen Ausrichtung des REWE-Konzerns. Plastikverpackungen stehen nunmal grundsätzlich in einem besonders krassen Gegensatz zu den neuen Zielen.
Deshalb, liebe Teresa, schreib uns doch bitte was dazu. Wir halten das für ganz außerordentlich wichtig.
Liebe Grüße
Hans-Werner
also, ich will mich mal einiger Eurer Aussagen annehmen und freue mich wirklich hier eine lebendige Diskussion aufkommen zu sehen.
Zu Deiner Aussage: "über die Gefährlichkeit von Bisphenol A (BPA) und mögliche Grenzwerte – den gibt es nämlich nicht für Kassenbons – sind sich Wissenschaftler, Institutionen und Politiker uneins."
Uneins ist hier mit Sicherheit der falsche Ausdruck. Ich würde eher sagen wollen: Hier zählen die wirtschaftlichen Interessen vor der Gesundheit des Endverbrauchers!
BPA zählt heute zu den 50 am meisten produzierten Chemikalien der Welt. Die Umsätze die mit dieser Basischemikalie eingefahren werden verhindern schon im Ansatz jeglich Gegenargumentation.
Bereits im Dezember 1997 wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes der Forschungsbericht 106 01 076 herausgegeben mit dem Titel: Stoffströme wichtiger endokrin wirksamer Industriechemikalien.
Die 171 Seiten des Berichtes sind nicht unbedingt leicht zu lesen und sie lesen sich auch durchaus nicht besonders angenehm. Erstaunlich erscheint hierbei, dass bereits 1997 ein Grenzwert für BPA von 3ppm festgesetzt wurde und dieser Wert auf der vorliegende Studie beruhte.
2001 folgte eine Anhebung auf 0,01mg/kg Körpergewicht.
Heute, 13 Jahre später wird der Grenzwert für das Produkt, das damals bereits hinsichtlich seiner östrogenen Aktivität bekannt war, erneut auf 0,05mg/kg Körpergewicht erhöht!
siehe dazu auch Abschnitt 1.4. Kleiner Auszug: "BPA bindet an den Östrogen-Rezeptor und kann bei menschlichen Brustkrebszellen (MCF-7-Zellinie) die Bildung von Progesteron-Rezeptoren induzieren." Und weiter: "Eine BPA-Konzentration von 5,7 μg/l löste MCF-7-Zellproliferation aus" sowie: "Nach Angaben von Brotons et al. (1995) kann schon eine Konzentration von 2,3 μg BPA /l (ppb) eine maximale Proliferation von Brustkrebszellen auslösen."
Ich weiß nicht genau liebe Teresa wie Du als Frau das siehst, aber: wieviel Sinn macht es, wenn 1997 Grenzwerte festgelegt werden (zum Schutz vor Brustkrebs), die damals bereits zu hoch waren, und nun 13 Jahre später, in denen die Chemikalie BPA immer mehr und mehr zum Einsatz kommt, der Grenzwert angehoben wird!!! ????
Insgesamt liest sich übrigens der Abschnitt über BPA in diesem Forschungsbericht wie ein Krimi.
Wir können uns da noch so viel in die Tasche lügen und durch weitere Studien, die meistens von der Industrie bezahlt wurden, Gegenargumente herzaubern. Ich versteh nicht warum wir ÜBERHAUPT eine Chemikalien im Lebensmitteleinsatz haben müssen für die ein Grenzwert notwendig ist!!
BPA wurde nun gerade in Babyflaschen verboten, ein erster winziger Schritt. Canada, Dänemark und ander Länder haben das schon lange getan. Aber wir hier in Deutschland, wo zufällig einer der größten BPA Produzenten sitzt, wehrt sich mit Händen und Füßen dagagen Alternativen zuzulassen.
Das ist doch schon ein bisschen seltsam oder?
Dazu auch noch ein schöner Bericht in 3sat: Bisphenol A - Mehr statt weniger.
Hier äußert sich das Umweltbundesamt mit Andreas Gies sehr deutlich zur Gefährlichkeit der Chemikalie.
Die ebenfalls in Kunststoff eingesetzten Weichmacher, die sog. Phtalate (auch im obigen Forschungsbericht erwähnt) finden zwar aktuell weniger Beachtung, bergen aber von einer nahezu gleichen Gefahr: Gefahr Weichmacher - Die EU lässt so einiges zu.
Und das alles über Lebensmittelverpackungen! Da kann ich nur fragen WIESO?
Gesetzgeber hin oder her. Ich als Verbraucher erwarte im Grunde dass ich ein Biolebensmittel bekomme ohne dass in etwas eingepackt wird für das eine Chemikalienverordnung Grenzwerte erlassen muss. Und ich erwarte dass sich der Lebensmittelhändler meines Vertauens genau darum kümmert.
Und das sind jetzt lediglich die gesundheitlichen Aspekte gewesen.
Hinsichtlich der schwindenden Ressource Öl, aus welcher alle Kunststoffverpackungen hergestellt werden, macht es doch schon lange Sinn nach Alternativen zu suchen. Und Ihr habt Sie ja auch bereits im Einsatz, wenn auch nur in der Form von Plastiktüten die kompostierbar sind.
Und wir brauchen auch nicht davon sprechen dass mittlerweile mehr als 100 Millionen Tonnen Kunststoffmüll in den Meeren schwimmt und wir an den abgelegensten Orten dieser Erde auf Inseln, die niemals ein Mensch betreten hat Waschmittelflaschen angespült werden.
Oder aber die hunderttausende von Vögeln die jedes Jahr mit vollen Plastikmägen qualvoll sterben, ebenso wie Fische, Schildkröten und alles was in Kontakt mit Plastik im Meer kommt.
Ich finde, wir sollten nicht länger auf irgend eine langsame Gesetzgebung warten, wir sollten uns nicht mehr auf den eingefahrenen schlechten Wegen bewegen, sondern sollten endlich mal neuen Technologien erlauben den Kontakt zum Endverbraucher aufzubauen.
Wenn REWE die Chance und seine enorme Marktmacht nutzt und auf biolgische Verpackungen umstellt, dann werde ich nur noch bei Euch kaufen!
Bisphenol A und Phtalate sind zweifelsohne gesundheitsgefährdende Substanzen, die in Lebensmittelverpackungen nichts zu suchen haben, wie schon qngroup richtig bemerkte.
Also frage ich mal ganz direkt:
Welche Kunststoff-Verpackungsmaterialien werden in der REWE-Gruppe verwendet, die diese Problemstoffe enthalten? Also z.B. Einkaufsbeutel, Kunststoffbeutel zum Verpacken offener Ware und Folien, die z.B. für Aufschnitt verwendet werden.
Zum Thema Kassenbons: welche Chemikalien werden alternativ zu BPA verwendet? Besteht möglicherweise deren einziger "Vorteil" darin, daß ihre gesundheitsgefährdende Wirkung noch nicht hinreichend erforscht ist?
MfG Axel
Viel ehrlicher wäre es doch, wenn der REWE Konzern ehrlich bleibt und erst garnicht versucht sich als Umweltengel darzustellen. Von welcher Nachhaltigkeit wird hier eigentlich gesprochen?
*Die Nachhaltigkeit von Einwegbatterien, die REWE jedes Jahr tonnenweise verkauft?
*Die Nachhaltigkeit von Energiesparlampen, und deren Quecksilberdie das durch REWE unweigerlich irgendwann im Grundwasser landet (Wenn es nicht schon vorher als Quecksilberdampf in den Lungen unserer Freunde, Bekannten und deren Kinder landet)?
Machen wir uns nichts vor! REWE ist ein Konzern, der auf Gewinnmaximierung programmiert ist und nutzt den "Nachhaltigkeits-Greenwashing Trend" um eben noch mehr Gewinn zu machen. Ganz einfach!
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich bin REWE Kunde und werde auch in Zukunft noch dort einkaufen. Aber bestimmt nicht, weil ich denke, dass REWE so "nachhaltig" ist. Sondern ganz einfach, weil der nächste REWE Markt bei mir um die Ecke ist, und ich das Stückchen lieber laufe, anstatt mit dem Auto zu einem anderen Markt zu fahren. Ganz einfach.
Wenn REWE an Nachhaltigkeit interessiert wäre, würden sie Spezialisten mit dem Thema beauftragen - und nicht die Marketingabteilung!
dein Beitrag erscheint uns sehr pauschalisierend. Zudem stellst du deine persönliche Meinung wie Fakten dar, so als wäre deine Interpretation die einzig gültige. Das ist kein fairer Diskurs. Woher weißt du z.B. konkret, dass Rewe nur die Marketingabteilung "beauftragt" und keine Spezialisten? Das ist eine Unterstellung deinerseits und das dulden wir nicht.
Bitte lies dir die Utopia Netiquette und dort insbesondere Punkt 4 durch:
http://www.utopia.de/agb#netiquette
P.S (Ergänzung): der ursprüngliche Rewe Beitrag stammt aus dem Jahr 2010, gibt also womöglich nicht den aktuellen Stand der Dinge wieder. Auch das bitten wir dich in Zukunft zu beachten, bevor du so harsche Kritik übst.