Dieser Beitrag, liegt mir sehr am Herzen. Ich bin an der Nordsee geboren und aufgewachsen und habe daher eine starke Verbindung zum Meer und großen Respekt vor dessen Natur.
Meine größte Sorge ist zur Zeit der Zustand unserer Weltmeere und ich habe dazu eine Idee und würde gerne mal ein paar Meinungen dazu lesen.
Vielleicht gab es so etwas ja schon mal. Vielleicht ist es auch utopisch, aber das würde dann doch ganz gut zu Utopia passen :)
Man kann ja auch mal etwas rumspinnen oder mit euch weiterspinnen.
Aber die Idee meine ich trotzdem sehr ernst!
Bei vielen Dingen kenne ich mich nicht gut aus und bin über Unterstützung jeder Art dankbar.
Ich denke, die Ozeane brauchen dringend eine Regenerationszeit von mehreren Jahren, um sich von unserem Raubbau zu erholen.Laut Greenpeace sind mittlerweile 90% der Fischbestände vom Aussterben bedroht und viele Naturdokus zeigen ein grausames Bild unseres täglichen Vorgehens.
Und nicht nur die Meeresbewohner leiden qualvoll. Wenn die Ozeane sich nicht erholen, wird, soweit ich verstanden habe, bald auch unsere Sauerstoffproduktion stark eingeschränkt.
Greenpeace will sogenannte Schutzzonen einrichten. Ich finde das ist eine hervorragende Idee, aber vielleicht reicht das nicht. Meine Idee ist, zu versuchen den Fischfang in den Meeren komplett einzustellen für mehrere Jahre (so lange wie Experten empfehlen) für eine sogenannte Regenerationszeit. DAS MEER GEHT IN KUR!
Da das Ganze sicherlich nicht von heute auf Morgen geht und mit viel Widerstand zu rechnen ist, könnte man vermehrt die betroffenen Industriezweige in sowas wie Umschulungen unterstützen und einen Zeitraum von vielleicht fünf Jahren einräumen, um sich auf die Veränderungen und dieses Verbot einzustellen. Ausnahmen des Verbots könnte man vielleicht für Subsistenz- und Kleinfischer einräumen.
Man könnte für diejeningen, die allgemein nicht auf Fisch verzichten können und wollen, vermehrt Fischzuchtbetriebe (nachhaltig natürlich) ins Leben rufen.
Eine Gruppe Schweizer hat beispielsweise auch eine Art Gewächshaus für Städte entwickelt "urban Farming". Damit soll es möglich sein Fische auf Dächern von Großstädten zu züchten, die gleichzeitig durch ihr produziertes Amoniak Dünger für die Pflanzen in diesem Gewächshaus produzieren. Sie haben damit auch einen Nachhaltigkeitspreis gewonnen. Solche oder andere Forschungen könnte man weitervorantreiben und weiterentwickeln oder weitere Alternativen entwickeln.
Die ausrangierten Schiffe der Industriefischerei könnte man in Schiffe umwandeln, die mit speziellen filtern oder anderen entwickelten Methoden das immense Plastik aus den Ozeanen filtern (in kleiner ausführung gibt es das schon) oder vielleicht gibt es auch weitere Verfahren, um die Ozeane zu reinigen oder anders in ihrer Regeneration unterstützen.
Man könnte eine Initiative starten, die sich für dieses Ziel einsetzt und vermehrt dabei darauf setzen, dass die verschiedenen Klima-, Tier-, Naturschutzbünde und -initiativen etc. sich zusammenschließen, um ein solches oder ähnliches Vorhaben durchzubringen und weiterzuentwickeln. Vielleicht ist das dann gar nicht so eine kleine Minderheit, die dann entsteht. Das ganze würde sicherlich sehr viel Geld, Geduld und vor allem starkes Durchhaltevermögen erfordern, aber es ist nicht unmöglich.
Aber was denkt ihr?


Kommentare (3)
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Einige Kritikpunkte sehe ich aber schon.
Auf Inselstaaten leben sehr viele Menschen vom Fischfang. Denen das zu verbieten, ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll, sofern sie für den lokalen Markt und nicht für den Weltmarkt fischen.
Das mit den Fischen auf Dächern züchten klingt zwar interessant. Wenn es nachhaltig sein soll, dann dürften dass aber nur Fische sein, die sich rein Pflanzlich ernähren. Soweit ich weiß, werden in vielen Aquakulturen einfach nur kleine Fische an größere verfüttert, wobei dafür das x-Fache an kleinen Fischen gebraucht wird, um einen großen zu mästen, anstatt das wir gleich die kleineren oder gar keine Essen.
Um wirklich das Meer umfassend zu schützen, müssten auch alle anderen Bedrohungen reduziert / eliminiert werden. Hierzu zählen
- zuerst die Erdölbohrinseln,
- dann Gifte, Hormone, Überdüngung und Müll, was über die Flüsse ins Meer gelangt
- Müll, Abwässer und Gifte, aus der Schiffahrt (Tanker-, Contaier-, Kreuzfahrtschiffe, Sportboote, ...)
- das Militär, das mit ihren Sonaren usw. enorme Lärmbelastungen unter Wasser erzeugt
...
Andererseits glaube ich, dass Schutzzonen ausreichend sind. Somalia ist ein gutes Beispiel, dass so etwas wunderbar funktionieren kann. Europäische Hightech-Fischereiflotten hatten die Meere dort leergefischt. Die Fischer hatten nichts mehr zu leben, da es fast nichts mehr zu fangen gab. Aber Waffen gab es in dem Land genug. So fingen die Fische an, Piraten zu werden. Weil das relativ gut funktionierte, stiegen andere in das Geschäfft mit ein.
So kam es, dass sich jahrelang kein großes Fischerboot mehr in die Gewässer traute. Die Fischbestände erholten sich so gut, dass auch die Fischer im Nachbarland Kenia deutlich mehr fangen als zu der Zeit in der noch die ausländischen Fischereiflotten in Somalia unterwegs waren.
Wie gesagt, ich finde deine Idee gut, nur ist sie etwas utopisch ;o) und vielleicht brauch es gar nicht so radikal sein.
Ich freue mich wirklich sehr über mehr Informationen zu diesem Thema.
Den Inselnbewohnern zu schaden, die vom Fischfang leben, würde ich auch für kontraproduktiv halten. Deshalb meinte ich auch die Einschränkung Subsistenz und Kleinfischern von dem Verbot auszunehmen.
Was für Fische beim urban farming verwendet werden muss ich nochmal rausfinden. Wäre aber wie du schreibst mit "Pflanzenfressern" auf jedenfall sinnvoller. Gar keine zu essen natrülich noch sinnvoller, aber ich glaube dazu sind leider viele Menschen nicht bereit und bevor dafür der Ozean noch mehr leidet, wäre das schon mal eine von vielen Möglichkeiten, denke ich. Sie haben dafür ja auch einen Nachhaltigkeitspreis bekommen, aber die genauen Preiskriterien kenne ich leider auch nicht.
Interessantes Beispiel mit Somalia. Demnach könnte das mit den Schutzzonen für die Regeneration der Fische vielleicht doch ausreichen. Das gibt schon mal Hoffnung :) Ich hoffe Greenpeaces Vorhaben wird erfolgreich.
Aber es ist trotzdem zusätzlich einfach zu viel Müll im Wasser.
Gut, dass du auch nochmal an die anderen Gefahrenquellen erinnerst. Ich denke auch, dass die meisten wahrscheinlich, zum jetztigen Zeitpunkt jedenfalls, nicht aufzulösen sind. Sicherlich wird es solange wir aufs Erdöl angewiesen sind schon allein nicht möglich sein die Bohrinseln u.ä. aus dem Meer zu entfernen, gleichzeitig muss der generelle Schiffsverkehr als Grundkonstante erhalten bleiben.
Der Rahmen meiner Idee ist wirklich etwas groß und unmachbar angelegt... Aber manchmal entstehen so auch andere kleinere Ideen, so in der Art, was wäre wenn...und dann wie...oder es entstehen einfach Fragen, die einen weiterbringen.
Hat jemand davon gehört, ob es sowas wie Reinigungsschiffe gibt, die zumindest großflächig das Plastik aus den Ozeanen filtern? Hat jemand überhaupt mal was von Reinigungsansätzen für das Meer gehört? Ich kann und will nicht glauben, dass sowas unmöglich ist. Wenigstens in kleinen Bereichen. Gibt es Forschungen dazu, wie man Öl aus dem Wasser entfernen kann? Gibt es in der Schiffsindustrie umweltfreundlichere Ansätze für den Bau und die Funktion der Schiffe?
Gab es bisher irgendwelche konkreten nachhaltigen Vorschläge, die mehrere NGOs, Verbünde und Initiativen versucht haben gemeinsam umzusetzen?
Als Beispiel: Man kann das Trinkwasser ja auch filtern und so beispielsweise von Schwermetallen (vielleicht auch von Hormonen ?) befreien zwar nur am Wasserhahn zuhause, aber da frage ich mich, ob es nicht auch möglich wäre in einem größeren Rahmen, ob so etwas vielleicht gerade entwickelt wird oder ob sowas großflächig unterstützt und finanziert wird? Einfach allein schon für die Trinkwasseraufbereitung
Ich habe manchmal das Gefühl alles ist da, aber wir nutzen es nicht oder organisieren uns nicht so, dass die Nutzung einfach wäre. Manchmal kann das auch einfach nur an der Vermittlung und Kommunkation liegen oder weil es im Alltag in den Massenmedien untergeht oder einfach niemand daran glaubt.
Meine Intention ist auch einfach mehr über das Ganze zu erfahren, und wenn ich als Laie nichts konkret dazu beitragen kann, dann vielleicht auf Initiativen zu kommen, die vielleicht noch unbekannt sind, aber durch die Diskussion ein wenig bekannter werden oder unterstützt oder kombiniert werden können. Oder eine Petition zu erreichen oder was auch immer, was uns weiterbringt. Oder einfach etwas Aufmerksamkeit auf das Ganze lenken für Denkanstöße!!!
Beispielweise gab es 2010 einen Kongress in Oostende "EurOcean" von Meeresforschern und Wissenschaftlern. Das Ergebnis war, dass Europa sich viel zu wenig für ein nachhaltiges Ozeanmanagement einsetzt und eine Infrastruktur dafür fehlt und Wissenschaft und Forschung dazu zu wenig unterstützt worden wären.
Regeneration der Ozeane - Das Meer geht in Kur.
Regeneration der Wälder, Wiesen und Felder.
Regeneration der Luft - Die Luft geht in Kur.
Und wenn die Luft in Kur geht, gibt es bald mehr Luftkurorte. Was ich mir sehr wünschen würde.
Dieser Vorschlag mit der Regenerationskur betrifft im Grunde genommen den ganzen Planeten Erde, mit allen darauf wohnenden Lebewesen. Als Utopist traue ich uns zu, das wir es schaffen, wir brauchen nur ungefähr eine Million Menschen die genauso denken.