Dies war die weltweit erste Lösung, in der sich eine ganze Branche auf einen gemeinsamen Sozialstandard verständigte, unterhalb dessen der Wettbewerb um den besten Preis nicht mehr stattfand. Seit Ende 2004 wird das Modell unter dem Namen „Business Social Compliance Initiative“ (BSCI) geführt. Heute gehören ihr mehr als 600 Handels- und Herstellerunternehmen an, die sich verbindlich auf einen einheitlichen Sozialstandard bei ihren Lieferanten geeinigt haben.

Auf Grundlage des Verhaltenskodex kontrollieren externe, unabhängige Gutachter regelmäßig den Sozialstandard. Dabei sind verschiedene Ergebnisse möglich: Erhält ein Lieferant ein „Gut“, darf er drei Jahre lang ohne weitere Überprüfung (Auditierung) Geschäftsbeziehungen mit unserem Unternehmen eingehen. Fällt das Ergebnis „verbesserungsbedürftig“ oder „kritisch“ aus, wird ein Korrekturplan entworfen, der in einem vorgegebenen Zeitrahmen bis zu einem „Re-Audit“ umgesetzt werden muss. Basierend auf den Untersuchungsergebnissen werden durch gezielte Qualifizierungen und Schulungen, die wir den Lieferanten kostenfrei anbieten, die sozialen Standards in den Einkaufsmärkten sukzessive verbessert. Das Beenden der Geschäftsbeziehung wird als letztes Mittel bei nicht kooperativen Lieferanten herangezogen.