Was ist das Hauptanliegen von Cotton made in Africa?

Cotton made in Africa verfolgt in erster Linie ein Ziel: Armutsbekämpfung in Sub-Sahara Afrika durch Stärkung der Kleinbauern, die Baumwolle anbauen. Dazu arbeitet CmiA derzeit mit etwa 230.000 Kleinbauern in fünf Ländern zusammen und schult diese unter anderem in modernen, umweltfreundlichen und effizienten Anbaumethoden, um den Ertrag auf ihren Feldern zu optimieren. Denn höhere Erträge bedeuten bessere Einkommen und damit mittelfristig den Ausstieg aus der Armutsspirale aus eigener Kraft.

 

Wie arbeitet die Initiative?

Cotton made in Africa arbeitet nach den Prinzipien eines Social Business. Sie verfolgt also einen unternehmerischen Ansatz, will aber nicht den wirtschaftlichen Profit Einzelner maximieren. Dafür baut sie eine Allianz internationaler Textilunternehmen auf, die die nachhaltig erzeugte Baumwolle gezielt auf dem Weltmarkt nachfragen und weiterverarbeiten. Auch OTTO ist ein solcher Partner. Um Textilien in Cotton made in Africa-Qualität produzieren zu dürfen, führen die Textilunternehmen eine Lizenzgebühr an die Stiftung ab. Die so erzielten Überschüsse werden an die afrikanischen Kleinbauern weitergegeben. So entsteht eine Win-Win-Situation: Die Unternehmen erhalten nach einem sozialen und ökologischen Standard produzierte Baumwolle, ohne dafür einen signifikant höheren Preis zu zahlen. Die afrikanischen Kleinbauern erlernen effizientere Anbaumethoden, um ihr Einkommen durch höhere Ernteerträge zu verbessern und profitieren von Sozialprojekten wie etwa dem Ausbau der schulischen Infrastruktur.

 


Warum wird nicht allein auf Biobaumwolle gesetzt?

Die Initiative will den Massenmarkt erreichen und vor allem durch den Absatz großer Mengen Baumwolle positive Effekte für die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika erzielen. Dies setzt unter anderem voraus, dass die Ernte nicht unter zu großem Schädlingsdruck leidet, so dass gute und massenmarkttaugliche Erträge erzielt und damit die Einnahmen der Bauern erhöht werden können. Der Einsatz von Pestiziden lässt sich daher aus ökonomischer Sicht nicht völlig vermeiden, weshalb derzeit noch auf die Produktion von Biobaumwolle verzichtet werden muss. Trotzdem werden viele ökologisch verträgliche Maßnahmen befolgt: So wird zum Beispiel ausschließlich Regenwasser bei der Bewässerung verwendet.

 

Gibt es unabhängige Kontrollen?

Natürlich muss auch die Kontrolle der Teilnehmer gewährleistet sein. So werden alle zwei Jahre die Baumwollgesellschaften und Kleinbauern von unabhängigen Verifizierungsunternehmen (zur Zeit EcoCert und AfriCert überprüft. Im Rahmen der Verifizierung wird sichergestellt, dass die Kleinbauern und die Baumwollgesellschaften die Richtlinien von CmiA einhalten. Hierzu gehört unter anderem der Ausschluss von Sklaverei, Menschenhandel und Kinderarbeit sowie von gefährlichen Pestiziden.

 

Mehr zu Initiative und ihren Projekten erfahrt Ihr hier: www.cottonmadeinafrica.com

 

Bildmaterial: © Aid by Trade Foundation