
Bildmaterial: © Aid by Trade Foundation
Unter dem Motto „Design statt Jute“ soll das neue Bewusstsein der Modebranche, sich sowohl umweltbewusst als auch sozial nachhaltig zu engagieren, unterstützt und stärker in den Fokus gerückt werden.
Gesucht wird dazu ein innovatives Kunstwerk aus nachhaltiger Rohbaumwolle der Initiative Cotton made in Africa (CmiA), das die Themen Fashion und Nachhaltigkeit vereint und den Rohstoff der Initiative auf kreative und modische Weise in Szene setzt.
Die eingereichten Kreationen werden von einer achtköpfigen Jury, bestehend aus namhaften Vertretern der Journalismus-, Modedesign- und Textilbranche, bewertet. Unter der Jury befindet sich unter anderem die erfolgreiche Hamburger Jungdesignerin Julia Starp. Als Gewinn winken dem Erstplatzierten die Realisierung seines Entwurfs aus CmiA-Rohbaumwolle sowie die Entwicklung eines T-Shirts für eine Kollektion von ECOREPUBLIC, der nachhaltigen Produktlinie von OTTO. Darüber hinaus wird das Kunstwerk exklusiv bei der Ausstellung „Albert Watson – Memories and Visions feat. Faces of Africa“ vom 14.09.2012 bis 06.01.2013 in den Deichtorhallen Hamburg präsentiert. Zudem sponsert OTTO dem Zweitplatzierten eine Nähmaschine der Marke Privileg.
Wir freuen uns auf spannende Entwürfe und werden euch hierzu selbstverständlich auf dem Laufenden halten!
Viele Grüße
eure Elisa



Kommentare (20)
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was sagen Sie zu diesen Aussagen?
Info von :
http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/bt-baumwolle.html
"Bio-Baumwolle: Ungenutztes Potential
pixelio: A.Dreher
Weniger als ein Prozent Baumwolle wird weltweit ökologisch angebaut. Die Vorteile der Bio-Baumwolle liegen jedoch auf der Hand. Wer Biobaumwolle anbaut, muss eine Fruchtfolge einhalten, um so die Schädlinge besser in Schach zu halten. Nach einem Jahr Baumwolle, werden im nächsten Jahr Bohnen, Erbsen oder eine andere Nahrungsfrucht angebaut. So können sich die Böden erholen und gleichzeitig produzieren die Bauern ihre eigene Nahrung. Außerdem bleibt Dünger im Boden. Außerdem sind die Preise, die für ökologisch erzeugte Baumwolle bezahlt werden sind, höher und verlässlich. Das Projekt von transfair in Burkina Faso arbeitet beispielsweise nach diesen Prinzipien.
Das groß angelegte und vom Otto-Versand geförderte Projekt Cotton made in Afrika ist dagegen vielleicht gut gemeint, aber leider schlecht gemacht. Bei diesem Projekt wird zwar auf gewisse soziale und ökologische Mindeststandards geachtet, die Baumwolle ist aber weder fair gehandelt noch biologisch angebaut. Der Konzern verschenkt so seine riesige Marktmacht.
Da sind eher hausbackene Textilunternehmen wie C&A schon fortschrittlicher: Dort wird für Bio-Cotton-Produkte konsequent zertifizierte Biobaumwolle eingekauft."
http://www.ci-romero.de/gruenemode-guetesiegel-cmia/
Cotton made in Africa (CmiA)
Zertifizierte Baumwollproduktion, Label
Wertschöpfungskette: Herstellung (Anbau, Rohstoffabbau)
Die Cotton made in Africa-Initiative wurde 2005 unter der Trägerorganisation Aid by Trade Foundation von Michael Otto (Otto Group) gegründet. Partner sind die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), sowie Organisationen WWF und Welthungerhilfe. Mitglieder sind u.a. Otto Group, Puma, Rewe Group, S.Oliver und Tchibo.
Soziale Kriterien
- Keine IAO-Kernarbeitsnormen (nur Bezugnahme u.a. bei Kinderarbeit und gesundheitsschädigender Arbeit).
- Keine Zahlung von Mindest-Abnahmepreisen oder Forderung von existenzsichernden Löhnen.
- Produzenten zahlen Lizenzgebühr an die Stiftung
Ökologische Kriterien
- Kein Biolandbau, Verwendung von Pestiziden erlaubt.
- Kein genmanipuliertes Baumwoll-Saatgut bis 2011, danach neue Entscheidung.
- Externe Verifizierung der Baumwollgesellschaften und KleinbäuerInnen alle zwei Jahre durch unabhängige Verifizierungsunternehmen (zur Zeit EcoCert und AfriCert) Internes Wirkungsmonitoring unter Einbezug der lokalen Akteure.
Kommentar CIR
Ziel ist, die Quantität und Qualität in der Baumwollproduktion zu erhöhen sowie die Vermarktungsmöglichkeiten afrikanischer BaumwollproduzentInnen durch ein Netzwerk aus ProduzentInnen und AbnehmerInnen zu verbessern. Dabei sind die ökologischen und sozialen Auflagen niedrig, so gibt es beispielsweise keine Hinweise auf die Zahlung fairer Preise für die ProduzentInnen. Des Weiteren werden nicht alle der IAO-Kernarbeitsnormen umgesetzt.
Außerdem würde ich gerne wissen, ob die Entscheidung kein genmanipuliertes Saatgut zu verwenden Bestand hat.
vielen Dank für Eure Beiträge!
Der Fokus der Initiative Cotton made in Africa (CmiA) liegt auf Armutsbekämpfung und Umweltschutz. Derzeit arbeitet CmiA mit knapp 420.000 Kleinbauern in sechs Ländern in Sub-Sahara Afrika zusammen. Konkret geht es darum, den Bauern in Schulungen vor Ort effiziente und nachhaltige Anbaumethoden beizubringen, die ihnen helfen, bessere Erträge zu erzielen sowie die Umwelt und ihre Gesundheit zu schonen. „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht im Vordergrund – CmiA ist unmittelbar armutsrelevant und verfolgt den Ansatz, dass möglichst viele Kleinbauern von den positiven Auswirkungen der Initiative profitieren können. Durch Schulungsmaßnahmen und Trainings trägt die Initiative beispielsweise dazu bei, die Ernteerträge der CmiA Bauern im Vergleich zu Nicht-CmiA Bauern zu steigern - eine Evaluierung von CmiA Dörfern zeigte erst kürzlich eine Steigerung des Ertrags bis durchschnittlich ca. 25 Prozent.
Bio-Baumwolle hingegen stellt hohe Anforderungen an den Anbau und die textile Kette (getrennte Lagerung, Verarbeitung, Reinigung der Maschinen, Zertifizierungen). Im afrikanischen Kontext, mit weitgehend nicht geschulten Farmern, ist der verantwortliche Einsatz biologischer Produktionstechniken nicht leicht zu erreichen. CmiA ist keine Biobaumwolle, sondern nachhaltige Baumwolle. Sie wird unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien wie z.B. Bodenfruchtbarkeit, Regenwassernutzung, Einkommen der Bauern etc. produziert. Auf Pestizide, die nach der Stockholmer Konvention verboten sind, sowie schwer abbaubare organische Schadstoffe (POPs) wird bereits jetzt vollständig verzichtet. Zudem hat die Entscheidung, kein genmanipuliertes Saatgut zu verwenden, Bestand.
Bio-Baumwolle ist ein gefragter Rohstoff. Aus diesem Grunde setzen wir bei Otto neben nachhaltiger Baumwolle auch Bio-Baumwolle (Pure Wear) ein. Bio-Baumwolle und CmiA ergänzen sich sehr gut – so arbeitet CmiA zum Beispiel eng mit Organisationen, die Biobaumwolle fördern, zusammen. Einige der geschulten Methoden von CmiA, wie zum Beispiel die Herstellung von natürlichen Düngemitteln und die Unterscheidung von Schädlingen und Nützlingen, bereiten die Bauern auf lange Sicht auch schon auf den Anbau von Bio-Baumwolle vor.
CmiA respektiert die IAO-Kernarbeitsnormen und verbietet schwere und ausbeuterische Kinderarbeit und gesundheitsschädigende Arbeit.
Ferner wird der von Euch angesprochene Labelguide der Christlichen Initiative Romero e.V. unseres
Wissens nach derzeit überarbeitet, da hier mangelnde Recherchearbeit zugegeben worden ist.
Wir hoffen, wir konnten eure Fragen klären.
Viele Grüße
Euer OTTO-Team
Genau deswegen ist es wichtig, daß Bio-Baumwolle eine größere Verbreitung findet.
Dann gibts auch keine Probleme mehr mit unterschiedlicher Lagerhaltung.
Ein Grundsätzliches Problem kann es nicht sein für die ungelernten Kräfte,da es ja auch im Nahrungsmittel-Sektor hervorragend funktioniert mit Bio-Zertifizierten Lebensmitteln.
Gemische Handelsketten sind immer ein Problem und nicht förderlich für die Glaubwürdigkeit.
Schade, um das Herumreden und Hausreden liebes OTTo-Team.Alles ist machbar, es muss nur gewollt sein!
Am Beispiel "Cotton made in Africa" wird wieder deutlich, daß diese Siegel den wirklich sinnvollen Siegeln, die e c h t e Veränderung ermöglichen, das Wasser abgraben.
Im Biolandbau gilt die Devise "Ein bißchen Bio gibt es nicht".
Weil der Biolandbau nur funktionieren und gute Erträge liefern kann, wenn der Humusaufbau und das Bodenleben gepflegt und mir großer Sorgfalt behandelt werden.
Jedes bißchen Kunstdünger, jedes bißchen Pestizide schädigen das Bodenleben massiv und es stellt sich kein Gleichgewicht ein.
Krankheiten und Ertragseinbußen sind die Folge. Der Gärtner, der nur Bio-Salat für ALDI anbaut, "weil der Kunde das so wünscht", jammert dann über Grauschimmel wogegen eher nicht spritzen darf.
Deshalb ist schon lange bekannt, daß der s.g. integrierte Anbau mit vermindertem Pestizidansatz keine langfristige Alternative ist. Nun darf er Wiederauferstehung feiern, weil es ins Marketing-Schema der Zeit so hervorragend passt.
Die konservative Landwirtschaft ist ein Teufelskreis, jeder Einsatz an Kunstdünger bzw. Pestiziden erfordert langfristig ein Mehr an Kunstdünger und Pestiziden.
Nun zeigt obige Bemerkung von OTTO schön auf, daß " Alles-Bio-oder-Nichts" auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist.
Weil es schwierig ist, die beiden Warenströme aus Bio-Anbau oder integriertem Anbau parallel zu halten.
Weil es schwierig ist, ungelernten Kräften zu vermitteln, daß es zwischen gar keine Perstizide (BIO) und ein bißchen Pestizide ("Cotton made in Africa" ) keinen dritten Weg gibt.
Dem Verbraucher wird suggeriert, daß ja das billige Siegel aus integriertem Anbau ein toller Kompromiss ist.
Ich glaube, daß dieser Kompromiss faul ist...
"Bio-Baumwolle hingegen stellt hohe Anforderungen an den Anbau und die textile Kette (getrennte Lagerung, Verarbeitung, Reinigung der Maschinen, Zertifizierungen). Im afrikanischen Kontext, mit weitgehend nicht geschulten Farmern, ist der verantwortliche Einsatz biologischer Produktionstechniken nicht leicht zu erreichen. CmiA ist keine Biobaumwolle, sondern nachhaltige Baumwolle..."
Genau darum geht's, und so schließe ich mich dieser Frage an.
vielen Dank für euer Interesse. OTTO hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 nur noch nachhaltige Baumwolle anzubieten. Wie hoch der Anteil an Bio-Baumwoll-Produkten sein wird, hängt auch maßgeblich davon ab, wie sich das Angebot an Bio-Baumwolle auf dem Markt entwickelt.
Wir werden euch dazu auf dem Laufenden halten.
Viele Grüße
Alex
vielen Dank für die Antwort.
Inwieweit wird OTTO von seinen Möglichkeiten Gebrauch machen, selbst steuernd auf den Markt zu wirken mit dem Ziel, den Marktanteil von Bio-Baumwolle nach und nach zu erhöhen? Gibt es dazu bereits konkrete Ziele, Planungen oder Vorstellungen? Falls nicht: Warum nicht?
das ist mal wieder ein wunderbarer Versuch sich aus der Sache rauszuwinden, indem die Verantwortung für mehr Bio-Baumwolle auf andere abgewälzt wird. Dabei hätte Otto über CmiA selbst die Möglichkeit das Angebot an Bio-Baumwolle wesentlich zu vergrößern. Und ich gehe mal davon aus, dass die Fragen von Tom und Fredegar genau darauf abzielen.
Also konkretisiere ich die Frage: Mich würde noch interessieren, ob Otto schon konkrete Pläne hat mittelfristig bei Cotton made in Africa auf Bio Baumwolle zu setzen. Habt ihr euch da Ziele gesetzt?
Gruß
Dude
Der Anteil von Bio-Baumwolle wird sich vermutlich nicht gut entwickeln, weil dem Verbraucher ja suggeriert wird, er kann auch billiger echte Nachhaltigkeit praktizieren.
"Das Gute ist des Besseren Feind"
Ich finde es auch sehr schade, daß OTTO auf der einen Seite mit der Ecorepublic das Thema Nachhaltigkeit zwar stark nutzt, aber keine echten Zeichen setzt.
wieder einmal klar und deutlich formuliert. Ja, genau um diese Fragestellung geht es!
Deshalb mein Schlusssatz im vorherigen Kommentar:
Alles ist machbar, es muss nur gewollt sein.
Warum übernimmt OTTO nicht eine Vorreiterrolle und gibt dem Biobaumwollanbau einen richtigen Schub?
Allen Schreibern frohe Ostern!
bevor wir uns gleich in den Oster-Urlaub verabschieden, hier noch einmal zu euren Fragen:
Die Otto Group ist seit 2006 Mitglied bei der Nonprofit-Organisation Textile Exchange. Hier tauscht sich die Otto Group mit anderen Unternehmen zu Themen der nachhaltigen Textilwirtschaft aus, u.a. wie Bio-Baumwolle weiter vorangebracht werden kann. Im Rahmen der übergeordneten CR-Strategie der Otto Group gilt für OTTO im Geschäftsjahr 2012/13 die aktuelle Zielvorgabe 5% Bio-Baumwolle im Eigenmarkensortiment einzusetzen.
Cotton made in Africa ist für OTTO ein wichtiger Baustein für die schnelle Steigerung des Anbaus nachhaltiger Baumwolle. Sowohl Bio als auch CmiA sind für OTTO zwei Wege in die richtige Richtung! CmiA plant langfristig Bio-Baumwolle zu integrieren. Da OTTO nur Abnehmer von der eigenständigen Initiative CmiA ist, können wir CmiA zwar beraten, aber keinen direkten Einfluss auf deren Entscheidung bzgl. des Anbaus von Bio-Baumwolle nehmen.
Wir wünschen euch frohe Ostertage!
Viele Grüße
Alex
Und wenn ich mir die Grafik auf der Seite http://www.cotton-made-in-africa.com/die-stiftung/aid-by-trade-foundation.html ansehe, dann steht dort auf dem Einflusspfeil der Aid by Trade Foundation auf CmiA: "Projekt development (Licensor)"
Aus meiner Sicht ist das eine sehr große Einflussmöglichkeit.