Oliver Babij ist ein echter „Ottone“. Er wuchs in direkter Umgebung der OTTO-Zentrale in Hamburg auf und begann hier im Jahr 2000 seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Schon während seiner Ausbildung entdeckte er schnell seine Begeisterung für die Welt der Teppiche und wechselte dann direkt im Anschluss daran in den Teppicheinkauf bei OTTO, einer Abteilung, der er bis heute treu geblieben ist.

Spricht man über Teppiche, dann spricht man selbstverständlich auch über das sehr wichtige Thema der Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern. Oliver konnte uns einiges darüber erzählen, wie OTTO in den Herstellungsländern Verantwortung übernimmt. Zum Engagement vor Ort gehört unter anderem,  die Arbeitsbedingungen konsequent zu überprüfen und die Dörfer, in denen produziert wird, nachhaltig zu fördern und infrastrukturell voranzutreiben. Dabei arbeitet OTTO seit 1995 eng mit Goodweave zusammen (wir haben darüber bereits in einem Blogpost berichtet).  Die hinter dem Goodweave-Label stehende Non-Profit-Organisation setzt sich für den Schutz der Kinderrechte in den Knüpfereien der südasiatischen Teppichindustrie ein. In vielen dortigen Regionen ist Kinderarbeit leider keine Ausnahme. Durch die Zertifizierung und Kontrolle der Betriebe soll diese unzulässige Kinderarbeit ausgeschlossen werden.

Als Einkäufer ist Oliver bereits einige Male nach Indien gereist und konnte sich vor Ort so selbst ein Bild von Land und Leuten machen. Jedes Mal waren auch der Austausch mit Goodweave-Mitarbeitern und der Besuch geförderter Einrichtungen fester Bestandteil der Reise. Goodweave sieht einen ganzheitlichen Ansatz vor und arbeitet mit Nachdruck daran, den Kindern in Südasien eine aussichtsreiche Zukunft zu ermöglichen. So geht es insgesamt darum, die gesamte Region, in der produziert wird, nachhaltig zu entwickeln, sie eigenständiger zu machen, infrastrukturell aufzubauen und dadurch aktiv die Zukunftschancen der Bewohner zu verbessern, z.B. durch den Bau von Schulen oder die Ansiedlung von Ärzten.

Oliver lobt die strengen Kontrollen und Regelungen der Initiative Goodweave. Finanziert werden sie durch Einnahmen, denn pro verkauftem Teppich erhält die Organisation einen gewissen Anteil des Verkaufserlös. Neben den Besuchen werden OTTO in regelmäßigen Abständen ausführliche Reportings vorgelegt, die detailliert aufzeigen, wofür das über OTTO eingenommene Geld verwendet wird.

Für die Zukunft wünscht sich Oliver, dass sich diese tolle Initiative noch weiter vergrößert und sich mehr Unternehmen beteiligen, um dem Siegel eine stärkere Durchschlagskraft zu verleihen und die Teppichindustrie einen großen Teil zur Entwicklung des Landes beitragen kann.

 

Viele Grüße

Silke aus dem OTTO-Team