Pestizide im Gemüse, Farbstoffe in der Kleidung, Weichmacher im Spielzeug - täglich nehmen Menschen überall auf der Welt eine Reihe von giftigen Substanzen auf. Gifte, die die Gesundheit nachweislich schädigen können. Trotz aller Grenzwertbestimmungen, Verbote und Kontrollen ist der Verbraucher auch in der westlichen Welt nicht ausreichend geschützt. Große Pharmakonzerne versorgen den außereuropäischen Markt mit Giften, die in Europa auf der Verbotsliste stehen. Die EU aber importiert massenhaft Ware aus Asien. Vieles davon gehört eigentlich auf den Sondermüll, landet aber in Europa auf den Ladentischen.
Dazu kommt, dass nur wenige der Gifte, die regelmäßig verarbeitet werden, überhaupt nachweisbar sind. Der weitaus größere Teil ist nicht einmal bekannt, da die Hersteller immer neue Substanzen auf den Markt bringen. Der Gesetzgeber hinkt der Industrie stets hinterher, denn solange ein Gift nicht als schädlich identifiziert wurde, kursiert es auf dem Markt.
Ein grundsätzlicher Umdenkungsprozess ist erforderlich. Seit Jahren arbeiten Wissenschaftler an der Entwicklung unbedenklicher Farben, Stoffe und Materialien. Dass ein Leben ohne Gifte durchaus möglich ist, sofern die Industrie bereit wäre, neue Wege einzuschlagen, zeigt die Dokumentation zum Abschluss des Themenabends.
http://www.arte.tv/de/programm/242,dayPeriod=evening.html


Kommentare (8)
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das werde ich heute abend gucken !
Dass mir nur noch ökofaire Klamotten ins Haus kommen, war für mich eh schon längst klar (spätestens seit Kirsten Broddes Buch: "Saubere Sachen") - und dass ich mein Misstrauen gegenüber den großen Firmen (H&M war genannt) und ihrer neuen Bio-Tour wohl nicht so ganz zu unrecht war, seh ich auch bestätigt.
Übrigens, wers verpasst hat: wird im August nochmal wiederholt. Genaue Termine unter:
http://www.arte.tv/de/programm/242.html#anchor_3304420
Schön fand ich dafür den Ausblick als drittes, dass es auch anders gehen kann. "Vom Müll-Denken weg kommen". Schon vorm Herstellen dran denken, wie das fertige Produkt irgendwann einmal in einen Kreislauf wieder eingebracht werden kann, entweder ins Recycling oder in Kompostierung. Ebenfalls sehr interessant!
Ich werd wohl das Shirt und Otto wegwerfen.
Ganz im Gegenteil: Langlebigkeit zählt. Eben nicht jedes Tshirt nach einer Saison wegwerfen, sondern buchstäblich so lange tragen, bis es auseinander fällt. Kein Mensch braucht wirklich jedes Jahr neue Klamotten. Grad bei Jeans - die sind doch eh zeitlos! Und warn ja eigentlich auch mal als "Arbeitshose" gedacht, also als eine, die was aushalten kann und soll. Langlebigkeit eben!
Und als nächster Punkt natürlich: wenn denn wirklich mal wieder neue Klamotten her _müssen_ (also wirklich: _müssen!_) dann nur welche aus echtem Ökofair-Betrieb. Also vielleicht nicht einfach nur zur Bio-Reihe bei C&A, H&M oder wie sie alle heißen, greifen, sondern die kleineren, echten ÖkoShops aufsuchen. Spontan fällt mir der "Dinosaurier" in dem Gewerbe ein: http://de.hessnatur.com/ . Oder auch http://www.trigema.de , die den weiteren Bonus mitbringen, dass sie Arbeitsplätze in Deutschland unterhalten.
Weitere Tipps und Links gibts z.B. bei http://www.kirstenbrodde.de/ - deren Buch "Saubere Sachen" ich jedem und jeder allerwärmsten empfehlen kann. Sowas sollte eigentlich Pflichtlektüre in Schulen sein...
Second Hand is natürlich eine sehr gute Alternative - auch für die eigenen Klamotten. Weil in der Kleidersammlung kommen die ja längst nicht mehr einem guten Zweck zu - also das mag ich auch nicht unterstützen.
Bei uns werden Tshirts wirklich so lange getragen, bis sie untragbar sind und dann erhalten sie ein neues Leben als Badvorleger. Einfach in schmale Streifen (Spirale) schneiden und verhäkeln. Sieht schön aus, lässt sich einfach waschen. Und is garantiert ein Unikat. :)