Der Grund dafür: Immer mehr Kunden kaufen wieder lieber im klassischen Supermarkt ein. Dort ist - im Gegensatz zum Discounter mit durchschnittlich 1000 Produkten – die Auswahl im Vollsortiment mit 10 000 bis 25 000 Artikeln wesentlich größer. "Die Verlierer der Verteilungskämpfe stehen indes schon fest: die kleinen Lebensmittelläden um die Ecke, die es in der Stadt kaum noch gibt".
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Foto: privat
Das Ladensterben der Tante Emma-Läden ist schon oft genug beklagt worden. Trotzdem vermisse ich als jemand der im Ruhrgebiet mit der "Büdchen"-Kultur (nichts anderes als Mikro-Tante-Emma-Läden) groß geworden ist, dieses praktisch Wohnblockdeckende Mini-Ladennetz. Umso erfreulicher fand ich deshalb einen Radio-Bericht, der diese Woche auf Bayern II zu hören war und vom Revival der Tante-Emma-Läden zumindest auf dem Land berichtet hat.
Der Service dort ist nicht nur sehr persönlich, sondern teilweise beachtlich "modernsiert" worden: So können ältere oder kranke Leute einfach anrufen und sich die Sachen nachhause liefern lassen. Teilweise werden Minibusse gechartert, die die Leute abholen, zum Einkaufen in den Laden fahren und wieder abholen.
Regional, lokal und ein bisschen genial!
Übrigens liegen laut SZ in München Bio und regionale Produkte im Trend (gut so!). In München kommen fünf Bioläden auf 100 000 Einwohner, Bayerns Biohauptstadt ist allerdings Regensburg mit zehn Bioläden auf 100 000 Einwohner.


Kommentare (6)
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Da, gerade auf dem Land, Menschen immer mehr merken, daß der Kaufmann vor Ort nicht nur einer Dorfgemeichaft gut tut, sondern, gerade für ältere Menschen lebensnotwendig ist, gibt es einen zaghaften Trend, örtliche Kaufmannsläden als Genossenschaften der Dorfbewohner zu führen.
Siehe z.B. hier:
http://www.landkreismagazine.de/cgi-bin/kunden/lkm/artindex.pl?artid=20092931717215634
http://www.ivz-online.de/home/homepage_thema_1/1220338_Ein_Dorf_baut_seinen_Supermarkt.htmlhttp://beta.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Lebensmittelgeschaeft-in-Reinhausen-schliesst-Ende-des-Monats
um nur ein paar Beispiele zu nehmen. Eine entwicklung die jeder nachhaltig fördern sollte, egal ob es nun um Bioprodukte oder nicht geht, denn Kaufladen vor Ort reduziert logischerweise Individualverkehr.
Hilft dem lokalen Produzenten, hilft dem Klima, hilft dem Ambiente, da gibts nur Gewinner
Viel klassische Tante-Emma-Läden gehörten ja auch zu Edeka, ähnlich Konsum oder HO in der DDR. Heute ist ein Edeka-Supermarkt der Tante-Emma-Laden. Die Zeiten ändern sich.
Schlecht ist natürlich, wenn in vielen Orten gar keine Einkaufsmöglichkeit mehr existiert.
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Inzwischen haben die klassischen Supermärkte alle eine Discounterschiene, d.h. Produkte unter einem eigenen Label, welche genauso billig verkauft werden wie bei Aldi & Co. Also warum nochmal extra zum Discounter fahren?
Gerade die neueste Zusammenstellung des globalen Detailhändler:
Das Potential global für die "Tante Emma" Läden beträgt 3.8 Billionen Dollar.
Rosige Aussichten für die Tante Emma was das Wachstum betrifft.
Dumm nur, dass keine meiner Tanten Emma heisst;-)
Hier im Ort - 1200 Einwohner - gibt es einen kleinen Nahkauf. Leider ist es mir nicht möglich dort einzukaufen, weil das Sortiment alles andere als meinen Vorstellungen entspricht. Hier zeigt sich, dass `Tante Emma Laden´ nicht immer gleich Qualität und Frische bedeutet. Es werden dort hauptsächlich billigste JA-Produkte angeboten, von Qualität oder einem regionalen Sortiment keine Spur.
Was mache ich also: Ich fahre zum Einkaufen einmal in der Woche einige KM in den nächsten Bioladen. Schade!