"Discounter werden sich in diesem Jahr schwer tun" – an dieser Subline im München-Teil der Süddeutschen Zeitung bin ich gestern hängengeblieben. Dort wird berichtet, dass in München jährlich 3, 5 Milliarden Euro für Lebensmittel ausgeben werden und dass Discounter und klassische Supermärkte wie Tengelmann und Rewe sich mit je 40 Prozent Marktanteil hier ein Kopf an Kopf-Rennen liefern. Aber: Die Umsätze von Discountern wie Aldi und Lidl stagnieren.

Der Grund dafür: Immer mehr Kunden kaufen wieder lieber im klassischen Supermarkt ein. Dort ist - im Gegensatz zum Discounter mit durchschnittlich 1000 Produkten – die Auswahl im Vollsortiment mit 10 000 bis 25 000 Artikeln wesentlich größer. "Die Verlierer der Verteilungskämpfe stehen indes schon fest: die kleinen Lebensmittelläden um die Ecke, die es in der Stadt kaum noch gibt".

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Foto: privat

Das Ladensterben der Tante Emma-Läden ist schon oft genug beklagt worden. Trotzdem vermisse ich als jemand der im Ruhrgebiet mit der "Büdchen"-Kultur (nichts anderes als Mikro-Tante-Emma-Läden) groß geworden ist, dieses praktisch Wohnblockdeckende Mini-Ladennetz. Umso erfreulicher fand ich deshalb einen Radio-Bericht, der diese Woche auf Bayern II zu hören war und vom Revival der Tante-Emma-Läden zumindest auf dem Land berichtet hat.

Der Service dort ist nicht nur sehr persönlich, sondern teilweise beachtlich "modernsiert" worden: So können ältere oder kranke Leute einfach anrufen und sich die Sachen nachhause liefern lassen. Teilweise werden Minibusse gechartert, die die Leute abholen, zum Einkaufen in den Laden fahren und wieder abholen.

Regional, lokal und ein bisschen genial!

Übrigens liegen laut SZ in München Bio und regionale Produkte im Trend (gut so!). In München kommen fünf Bioläden auf 100 000 Einwohner, Bayerns Biohauptstadt ist allerdings Regensburg mit zehn Bioläden auf 100 000 Einwohner.