Der Schornstein Raucht! Die Wohnungen können wir jetzt ÜBER 0° halten und so munter weiterbauen, auch bei minus 10° in der Nacht.

Nach diversen Anlaufschwierigkeiten können wir nun endlich heizen. Was dazwischen kam: Die Förderung für Scheitholzvergaser lief im Frühling aus, es kam stattdessen eine neue Bundesimmisionsschutzverordnung. Jetzt muss jeder Holzvergaser ein Zertifikat mit Prüfstand haben, in dem Feinstaub und CO2-Werte u. ä. nachgewiesen werden. Größere Kessel über 25 KW haben aber manchmal Probleme mit der Einhaltung der Feinstaubwerte – ich hätte fast einen Kessel von Solarbayer gekauft, der kein Zertifikat besitzt! Zum Glück haben wir uns vorher mit dem Schornsteinfeger verständigt und er hat nochmals ausdrücklich darauf verwiesen, dass ein solcher Kessel ohne Zertifikat nicht betrieben werden darf (wenn mensch ihn neu einbaut). Puhh fast ein paar tausend Euro in den Sand gesetzt, denn der Hersteller hatte mich immer wieder vertröstet es würde schon alles passen, Zertifikat sei nicht so wichtig, könnte dann ja irgendwann nachgereicht werden… Also alles nochmal von vorn und andere Hersteller angefragt – jetzt ist es ein Atmos geworden und er läuft.

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Diese Affäre hat ganz schön Energie geraubt und dann noch ein gebrochener Arm meines Mitbewohners, sodass ich plötzlich den Schornstein aufbauen musste ;-) – wie einige ja schon wissen bin ich nicht wirklich schwindelfrei, aber mensch wächst ja mit seinen/ihren Aufgaben:

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Und dann das Dilemma mit den Rohrdurchmessern, die einfach nicht zueinander passen wollen, mit Tricks und beherzten Schnitten mit der Metallschere haben wir sie dann doch zusammen bekommen...

Und innen geht es auch weiter, die meisten Wände stehen, einige sind schon mit einer Leichtlehmputzmischung verputzt, der erste Fliesenspiegel ist angebaut, die ersten Wände auf der Galerie gestrichen.

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Ja, Ihr sei ja sicher neugierig, wie dass den mit den Strohbauplatten lief: die sind jedenfalls so fest gepresst, dass selbst mit der großen Handkreissäge keine geraden Schnitte zustande kamen - vielleicht gibt es da noch bessere Tricks, die wir nicht kennen. Je nachdem in welche Richtung die Strohfasern verlaufne, zeihte es die Säge dorthin - auch mit Schiene...

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Das heißt also, dass wesentlich mehr gestopft unf verspachtelt werden muss, als angenommen und die Schrauben verschwinden auch nicht mal so eben in der Strohbauplatte, jedenfalls haben die vielen Bubbel und Vertiefungen zu der Entscheidung geführt den größten Teil der Wände noch mit einer dünnen Schicht Leichtlehmputz (s.o.) zu überziehen.

Und die Elektrik darf dann auch nicht vergessen werden:

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Ich denke zukünftige FerienwohnungsbesucherInnen sind hier weitgehend sicher vor Elektrosmog, Außenwände Strohballen und Lehmputz, innen abgeschirmte Kabel, Strohbauplatten mit Leichtlehmputz.

Bis bald mal wieder, freue mich über eure Kommentare!