Da aber mittlerweile die Preise für Solarmodule so niedrig sind (ab 100 Euro/ qm) , dass sie auch ganz herkömmlichen Eindeckungsmaterialien Konkurrenz machen (dabei aber langlebiger sind und eigentlich auch schöner aussehen) und dann 30 oder mehr Jahre Strom erzeugen, wurde unser bisheriges Stoff-Sonnensegel durch eine kleine 2,2 kWp-Anlage ersetzt. Sie besteht aus 10 Evergreen 220 Wp-Modulen, deren Zell-Zwischenraum für ein schönes Muster sorgt und etwas Licht durch lässt und im Keller arbeitet, wie immer, ein Sunny Boy - hier der 2100 TL. Damit wird eine Fläche von ca. 3,4 x 5 m abgedeckt - genug um an einem großen Tisch mit mehreren Personen im Trockenen zu sitzen. Die Jahresleistung liegt je nach Standort-Bedingungen bei ca. 2.500 - 1.500 kWh. Letzteres wird, wegen der winterlichen Verschattung, auch auf uns zutreffen.
Ausführlicher unter http://www.oeko-energie.de/produkte/solarstrom-photovoltaik/netzgekoppelte-anlagen/index.php
![[image]](http://www.oeko-energie.de/images/2011-september-solar-terrassendach-013_160.jpg)
Den Aufbau schaffte ich am Wochenende bevor wir abfuhren alleine in knapp 8 Stunden - ansonsten bin ich ja eher im Büro, als auf dem Dach und gar kein so großer Schrauber... Nur beim Einlegen der unteren Module benötigte ich immer minutenweise die helfende Hand meiner LG - weil diese Module mit 1,73 m sehr groß sind.
![[image]](http://www.oeko-energie.de/images/2011-september-solar-terrassendach-014_160.jpg)
Je nach gewähltem Modul scheint kein Licht mehr durch oder teiltransparente Module sorgen für interessante Schattenspiele. Mit den hier abgebildeten Sanyo-Double HIT-Modulen wird auch das vom Boden oder der Wand reflektierende Licht auf der Rückseite der Module genutzt = bis zu 25% mehr Ertrag!
![[image]](http://www.oeko-energie.de/images/sanyo-double-ansicht-www_160.oeko-energie.de-.jpg)
Somit ergibt sich auch für Häuser die kein gutes Süddach haben oder zu wenig Fläche, die Möglichkeit für eine wirtschaftliche und ansprechende Solarstrom-Anlage.
Mehr dazu:
http://www.oeko-energie.de/produkte/solarstrom-photovoltaik/pv-montagegestelle/index.php#04a20899f70a63116


Kommentare (8)
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Wie ist es mit der Schneelast im Winter, bleiben die Module montiert oder ist der Winkel so steil, dass kein Schnee liegen bleibt ?
Die wenigen Vorfälle aus den letzten Jahren, bei denen es zu "Schneebruch" kam, waren Extrem-Ausnahmen (Jahrhundert-Schnee), die in einer DIN-Berechnung eigentlich keine Berücksichtigung finden können.
Der aktuelle Trend zu immer größeren Solarmodulen und die kostenbedingte Materialersparnis kann dies leider begünstigen. Für unseren Standort wären unbedenkliche Höhen über 20 cm mehr als ungewöhnlich.
Diese Terrassen-Überdachung wurde ja genau aus dem vorhandenen Dach heraus geführt, d.h. es hat nur 22°. Eine homogene Schneefläche könnte abrutschen. In der Regel bildet sich aber am Modulrand eine "Bremse", die den Schnee staut und eine solche Last wäre das größte Problem. Ich mache mir darüber keine Gedanken. Bei Anwesenheit würde ich räumen, wenn nicht - dann nicht.
Das obere Modulfeld steht seit 1999 - ohne irgendwelche Probleme und die von mir realisierten (1000) Anlagen, haben bis auf eine einzige fahrlässige Ausnahme noch nie Schaden erlitten. Viele zigtausend Anlagen haben erheblich geringere Neigungen. Garantiert "selbstreinigend" sind sie erst ab ca. 40° Neigung.
http://www.oeko-energie.de/produkte/solarstrom-photovoltaik/pv-montagegestelle/index.php#04a20899f70a5490d
Übrigens ging die Anlage erst Mitte März, als das schöne Wetter begann, ans Netz. Hintergrund: nach der Montage im Herbst waren wir auf der Insel. In der Zwischenzeit hätte ein Nachbar nebst Elektriker sie ans Netz bringen sollen. Dies wurde versäumt, doch ich konnte vor Weihnachten eine "vorübergehende Inbetriebnahme" realisieren und mit dadurch die Vergütung aus dem Jahre 2011 sichern. Im neuen Jahr fehlte wieder die Zeit und die Notwendigkeit, da das Dach ja bis in den Februar verschattet ist.
Darunter standen Tisch, Stühle und Holzboden aber die ganze Zeit, denn es blieb ja trocken und konnte somit auch mal bei kurzem Sonnenschein genutzt werden - z.B. zum Essen am Mittag oder jetzt immer am Abend.
Die gleichstarke Anlage bringt gegenüber der Vorhandenen ca. 10% mehr Leistung, wegen Plustoleranz und besserer Hinterlüftung = aktuell täglich mehr als 10 kWh Ertrag.
Übrigens waren die Preise ja jetzt nochmals zweimal gesunken, so dass diese Anlage, die im September einen Komplett-VK von ca. 4.000 Euro hatte, jetzt nur noch ca. 3.600,00 kostet...
Einziger Nachteil:
die nun etwas höhere Überdachung macht den gei..en Amseln Spaß beim unterfliegen - auch wenn wir darunter sitzen....
Vor allem die neuen Module überraschen selbst uns mit dem Mehrertrag, denn die "Alten" waren damals das absolute Non-Plus-Ultra und haben im Jahresertrag bis heute keine Degradation erlebt.
An anderen Orten kennen wir natürlich noch viel bessere Ergebnisse - z.B. mit Sanyo-Modulen. Die kosten aber auch über 40% mehr...
97% der Nennleistung zu erreichen, ist äußerst selten - eher nur bei Labor-Bedingungen oder an kalten Mai-Tagen, weil durch die normale sonnen-bedingte Modul-Erwärmung die Leistung ein wenig nachlässt.
http://www.oeko-energie.de/produkte/solarstrom-photovoltaik/solarmodule/index.php#04a2089a240b63601
Nach 23 Jahren Solar-Erfahrung und über 1000 Anlagen, bin ich über diese Spitzenleistung selbst überrascht!
Da geht dann zwar unterwegs bis zum Zähler noch `ne Kleinigkeit ab, aber es bleibt für diesen April-Tag eine tolle Spitzen-Leistung. Normale, gute Werte liegen an sonnigen Mittagen ja eher um 60 - 70% der Nennleistung = hier ca. 1500 W.
Die allermeisten Hersteller garantieren mittlerweile eine Plus-Toleranz (Manche halten sich dennoch nicht dran...). Andere (wie Sanyo) liefern schon immer Plus, haben aber dennoch theoretisch +/- 5%, o.ä.
Was dann wirklich geliefert wird, ist abhängig vom Hersteller und dessen Sortierung, evtl. aber auch vom Werkslager. Bei 200 Wp-Modulen geht es dann heute meist bis 204 Wp = 2% mehr. Aber z.B. bei Sanyo hatten wir schon 4% mehr - ohne Aufpreis... Wir selbst hatten 1 - 3 Wp mehr.
Nur ein einziges Mal war es unterm Sonnen-Dach nass! Nicht von den extremen Regenfällen, sondern der extremen Luft-Feuchtigkeit und dem dann von den Modulen tropfendem Kondenswasser.
Aktuell könnte man den Anlagenpreis sogar mit Schott-Modulen unterbieten!