Mein Badeteich wird jetzt 12 Jahre alt!

Seine Entwickung möchte ich hier beschreiben:

(ausführlicher unter http://www.oeko-energie.de/produkte/freizeitzubehoer/index.php#04a20899ec0ecbf2e )

Da wir früher nur einmal jährlich ans Meer kamen, unsere beiden wunderbaren Seen in der Nähe für Menschen gesperrt wurden und das notwendige Material schon lange in unserem Lieferprogramm zu finden war, entschlossen wir uns im Jahr 2000 einen eigenen Badeteich anzulegen. Dafür "opferten" wir die verdichtete wenig schöne 100 qm große Wiese direkt hinterm Haus. Es sollte ein eher länglicher Teich werden, dessen Zugang von der Hausseite erfolgt und den Pflanzbereich eher nierenförmig darstellt. Aufgrund des geringen Platzes ergibt dies eine Wasserfläche von ca. 10 x 7 m - das absolute Minimum.

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Aufgrund des schlechten Wetters im Sommer 2000, konnte mit den Baggerarbeiten erst Ende Juli begonnen werden. Durch einen Fehler des angelernten Baggerfahrers konnte er nach einem Tag nicht mehr das andere Ufer erreichen... Deshalb musste noch einmal ein größeres Modell her. Jetzt ging es zügig voran und am nächsten Tag waren diese Arbeiten fertig........

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Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Februar 2001 begann das Leben im Teich. Wasserflöhe und Wasserläufer waren die ersten Gäste. Kurz danach sahen wir Rückenschwimmer, Kröten und endlich auch Bergmolche.

Zum April wurde das Wasser immer klarer, denn die ersten Pflanzentriebe verzehrten überschüssige Nährstoffe. Ab dem 1. Mai nahmen wir täglich ein Bad bei sehr angenehmen Einstiegstemperaturen an der Oberfläche. Im tiefen Bereich (bis 2,50 Meter) war es natürlich etwas frischer, aber trotzdem angenehm. Die Pflanzen begannen zu sprießen, erste Blüten zeigten sich, die Schwimmpflanzen kamen langsam an die Oberfläche und wir konnten jeden kleinen Kiesel am Teichgrund (mehr als 2 m Tiefe!) deutlich erkennen!

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Je wärmer und heller es wurde, wuchs die Gefahr der Algenbildung. Daher wurden fast täglich obenauf schwimmende Algen und Pflanzenteile herausgefischt. (5 - 10 min. und gar nicht eklig!) Obwohl das Wasser schon bald angenehme Temperaturen hatte und wir den ganzen Juni nicht da waren, war der Badeteich Anfang Juli akzeptabel klar. Ein Eimer voll Algen wurde herausgefischt und schon konnte man wieder den Teichgrund sehen. Die Wasserlinse hatte sich angesiedelt und wird jetzt immer mit anderen Blättern, u.s.w. herausgezogen. Dadurch wurden dem Teich Nährstoffe entzogen und das Wasser blieb sauber....

Mer auf der Homepage...

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Im Jahr 2002 wiederholten sich eigentlich die Vorgänge, aber mit positiveren Eigenschaften:
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m Januar wurde es schon warm wie sonst im Frühjahr. Das Eis schmolz und die ersten Teichbewohner haben iveau um einige Millimeter senkt und vielleicht irgendwann für schlechtere Wasserqualität sorgen würde.


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Auch im Jahr 2003 wiederholten sich die meisten Ereignisse (Eisfläche, Ankunft der ersten Bewohner, Trübung, Klarheit,...).

Doch leider gab es einen großen Unterschied zu den Vorjahren. Selbst über den Winter wurde der höchste Wasserstand nicht mehr erreicht. Schon ab Mai sah es immer wieder ganz schön knapp aus. Nach einer leichten Erholung Ende Juni, fiel dann wieder täglich der Wasserstand um mehrere Millimeter, so dass Anfang August (bei bis zu 40° im Schatten) ca. 30 cm fehlten. Da der Wetterbericht keine Besserung ankündigte, wurde dann erstmals Leitungswasser (täglich ca. 200 l) nachgefüllt, um Schäden für Pflanzen, Tiere, Nutzer und Folie zu vermeiden. Ansonsten konnten wir uns über Klarheit, u.s.w. nicht beschweren - ganz im Gegenteil zu den Nachbarn mit Pools, die jetzt ständig Chlor und Algengegenmittel aus der Chemiekiste holten und den öffentlichen Badeseen, die, aufgrund von Blaualgen und Sichttiefen unter einem Meter, geschlossen werden mussten....


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In 2004 und 2005 waren die Verhältnisse eigentlich mehr oder weniger unverändert.

In 2006 ...

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Tja und 2007 war wieder in die andere Richtung extrem....



Dass uns mittlerweile sogar manchmal der Eisvogel besucht, ist sicher ein Beweis für ein echtes, kleines Stück Natur mitten zwischen den sonst typisch deutschen Einheitsgärten mit Thuya, kurz geschnittenem Rasen, Betonplattenwegen und nächtlicher FesttagsBeleuchtung.

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Während 2008 und 2009 "normaler" waren, wurde 2010 wieder extrem:

Der ganze Winter war nicht nur kalt und lange, sondern für uns ungewohnt schneereich. Das Eis war somit nicht nur viele Wochen lang dick, begehbar zugefroren, sondern auch mit mehr als 15 cm Schnee bedeckt. Dennoch, als dann Mitte März ganz vorsichtig der Frühling anklopfte, erwachte auch umgehend das Leben im Teich. Da es bis Juni recht frisch war, blieb das Wasser fortwährend klar.

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So kann man einen Teich selbst anlegen:


Auf einem Blatt grobe Skizze entwerfen.

Im Garten mit Schnur, Schlauch oder Pflöcken in etwa abstecken.
Am Rand eine Lage Boden abgraben und auf die Seite legen, damit es bei Regen nicht so matschig wird und sie ihn später wiederverwenden können....

http://www.oeko-energie.de/produkte/freizeitzubehoer/index.php#04a2089a3a0c34010



Vorteile eines Badeteiches gegenüber einem Pool

Nutzung von sauberem, kostenlosen Regenwasser
keine teuren und lärmenden Filteranlagen und Pumpen nötig
keine teuren Folgekosten
keine chemischen Aufbereitungsmittellängere
Nutzungsdauer über`s Jahr = Baden von Anfang Mai bis Ende September (wärmer durch verschieden tiefe Zonen )
Auch im Winter schön anzusehen und auch nutzbar (Schlittschuhlaufen)
optisch viel ansprechender
ökologisch wertvoll (Lebensraum für Molche, Frösche, Insekten, u.s.w.)
gesünder und angenehmer (kein Chlor, u.ä.)
Herstellung meist günstiger (Selbstbau möglich)
Wartungsaufwand geringer als vergleichbare Rasenfläche

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Was ich noch nicht erwähnt habe und gerade aktuell dran ist, habe ich jetzt noch nachgetragen...

[b]die "Pflege"
- in den ersten Jahren ist da überhaupt nichts erforderlich. Wenn die Pflanzen aber ordentlich wachsen, muss irgendwann Platz gemacht werden (kann man oft weitergeben). Und mit der Zeit sorgen die auch für "Abfall". Der sollte spätestens im Frühjahr heraus gerecht werden - sowohl aus der dicht bewachsenen Flachwasser-Zone, als auch von vom Grund im Badebereich.

Hat man im Herbst ein Netz gespannt, können nicht so viele Blätter hineinfallen und auf dem Grund sich langsam zersetzen. Da wir eine riesige Eiche nebenan stehen haben, ist das unbedingt ab November erforderlich. Dann sieht das, zur Allegemein-Stimmung passend, etwas trübe aus...

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Im Laufe der Jahre bildet sich dann aus der Hinterlassenschaft von Pflanzen, Teichbewohnern und der Luft ein feiner Schlamm, der durch Schwimmbewegungen aufgelöst wird und das Wasser kurzzeitig eintrüben kann. STunden später ist aber wieder alles klar. Die Einen nehmen dagegen dann Teichsauger (die viele Lebewesen töten, die Anderen setzen Chemikalien oder eben Technik - Pumpen, Skimmer & Co. ein - mit ähnlichen Folgen). Ich hole einfach die Pflanzen heraus und an denen hängt dann manchmal ein halbes Kilo Schlamm. Genauso wie mit den am Schwimmgrund anwachsenden Wasserpflanzen. Sie verbleiben dann erst mal neben dem Teich, damit "gefangene" Kleinstlebewesen wieder zurückwandern können. Da kommen dann im Frühjahr und Sommer beim "Nassgewicht" schon mal ein paar hundert Kg zusammen - anschließend Superdünger für den normalen Garten!

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Leider kommen jetzt mehrfach täglich Daisy und Donald Duck vorbei. Wir verjagen Sie, doch Stunden später sind sie zurück. Ich hoffe nicht, dass die bei uns brüten möchten...

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