Menschen machen sich Arbeit für verringerte (Lebens-)Qualität und Mehrarbeit, und zerstören dabei Paradies…
Heute, am Sonntagmorgen, hatte ich gleich mal wieder eine recht intensive Begegnung mit einer Besucher-Gruppe:
Sie fragten mich wieder nach der Härte meines Lebens. Vor allem wie mit der Winterkälte zurecht zu kommen sei, insbesondere nachts…
Ich antwortete, daß es doch eigentlich entscheidend darauf ankomme, einfach ein trockenes Plätzchen zu haben. Dann sei es nur noch eine Frage der Anzahl von Kleidungsstücken und Decken, um es warm zu bekommen… Da kann man sich dann sogar ziemlich ohne Probleme wieder ins Schwitzen bringen… (und nicht nur durch Liebesleben, was natürlich am schönsten ist… ; neben der meditativ-yogischen Selbst-Versenkung als Erstem und Wichtigstem selbstverständlich… )
Und dann fragten sie mich auch danach, was man denn unter solchen Umständen im Winter essen könne…
Ich antwortete, daß wir hier in sehr fruchtbaren gemäßigten Breiten leben, und daß für den Winter u.a. ein Vorrat an Äpfeln und Nüssen sehr schön sein kann (hier erstmal nur an Nahrungsmittel denkend, die man direkt “bloß zu ernten” braucht, ohne großen Anbau)…
Und wenn der Frost nicht zu hart ist und kein Schnee liegt, kommen auch im Winter schon wieder Triebe von Brennnesseln etc. aus dem Boden, so daß man sich da etwas Salat machen kann… Und manche Kräuter sind sogar winterhart, d.h. wenn man weiß, wo sie wachsen, kann man sie sogar aus dem Schnee ausbuddeln, z.B. Vogelmiere…
Und wenn wir Menschen mal etwas schlau wären, könnten wir uns fast paradiesische Zustände schaffen. Z.B. liegen nun im Herbst an vielen Stellen die Äpfel unter den Bäumen. Und die Leute rennen lieber in den Supermarkt, um sich dort Äpfel zu kaufen…
Während wir andersherum, wenn wir die verschiedenen Apfel-Sorten (- speziell auch die älteren Sorten, wo die Leute auf dem Land früher auf sowas z.T. achteten, statt nur auf Geschmack oder Verkäuflichkeit -), schön gestaffelt anbauen würden, durchaus nahe an einen Zustand kommen könnten, wo wir ziemlich übers ganze Jahr hinweg durchgehend unsere Früchte direkt vom Baum oder unterm Baum auflesen könnten… Ich habe die letzten Äpfel (guter Qualität!) im vergangenen Jahr im Mai(!) unter den speziellen Bäumen aufgelesen…
Aber die Menschen sind da im Moment überwiegend nicht schlau! Wir machen uns viel Arbeit, um geringere Lebensqualität herauszubekommen (fremdbestimmte, nicht sinnvolle oder nachhaltige Geld-Arbeit, Kochen, Weißmehl-Produkte, Schuhe-Tragen im Sommer…) bzw. um deshalb mehr (selbst-verursachte!) Arbeit zu haben — und unsere Paradies-Möglichkeiten (siehe Erhaltung passender Apfelsorten und Streuobst-Wiesen etc.) zu mißachten oder zu zerstören… Durch unsere eigene Arbeit…
Nur Arbeits-Pflicht erfüllen und dann sich stürzen in Freizeit-Schnullifax… “Brot-und-Spiele-Tiere”…
Da braucht man sich doch nicht wundern, warum in der Welt weiter Regenwald verbrannt wird usw...
Der Anteil der Zwangs-Pflicht und (als Ventil dienenden) Rumspielerei, ohne sich (eigeninitiativ und selbstorganisiert) nach dem Wichtigst- und Richtigst-Möglichen zu fragen und sich darum zu kümmern, ist viel zu hoch...
Und eine auf solche Weise nachlassende Charakter-Qualität der Menschen ist nicht dauerhaft mit einer Pufferung durch Technik- und Wohlstands-Fortschritt aufzufangen...
Ich schließe wieder mal mit dem Schrei nach “Koalitionen der Vernünftigen”, wo immer es möglich ist, und auch mit dem Zusammenschluß aller möglichen Schritte, kleiner und großer, innerhalb oder außerhalb des Systems, statt sich gegeneinander ausspielen (zu lassen)…
Ich bin deshalb auch jetzt in diese “utopia.de”-Community mal mit reingegangen, was ich in einem der vorhergehenden Beiträge schon ankündigte…
Ich verfolge ja auch eine Form von “strategischem Konsum”, nicht nur “anders einkaufen”, sondern “anders als einkaufen”… Schenken (aus Liebe und globaler Verantwortung) statt Tauschen (aus unmittelbarem Vergeldtungs-Denken)…
-Kurzsichtiges Vergeldtungs-Denken steht gegen ganzheitlich-langfristiges “organisches” Ausgleichs-Denken…; solch organisches Denken und Handeln braucht Wurzeln in Grundfähigkeiten wie Konsens und Teilen, und überschaubare Basis-Gemeinschaften… usw…
Nutzen wir die Gelegenheit und machen ein bißchen Werbung für diese utopia-Community… Ich mach schon seit vielen Jahren auch Werbung und Förderung für alle auch noch so kleinen Schritte, auch innerhalb des Systems, wenn sie nur in die gute Richtung gehen…
Umgekehrt gibt es z.T. den Versuch, daß Menschen mit kleinen Schritten und im System eher “gegen mich schießen”, mich ausblenden wollen usw… (Wohl bis zum Verfassungsschutz…) Muß das sein?… Was zeigt uns das?… ((Für die, die nicht drauf kommen: Sucht-Gesellschaft, die sich dabei zu einem guten Teil ideologisch und gewalttätig ihrer Irrationalität bewußt ist… - und zu schwach ist, sich “Argumenten statt Fäusten” zu stellen…))
Ich brauche solche ideologischen ‘Scheuklappen-Ausblendereien’ von Andersdenkenden nicht… Es ist nicht der Weg der Zukunfts-Menschen…
Wir kommen am Ende doch nicht drumrum, daß wir nicht nur Bio-Margarine brauchen, – sondern auch den “Dritten Weg” freiwilligen globalen Teilens, statt Zwangs-Teilen (Sozialismus) oder egoistischem Kapitalismus, irgendwie hinkriegen müssen… “Konsens-Gemeinschaften globalen Teilens” entwickeln bzw. “globale Konsens-Geschwister” füreinander werden sollten… — weil dieser spirituell-soziale Fortschritt fahrlässige (Welt-)Zerstörungs- und Mord-Gefahren verhindert und das eigentlich Schöne ist… Von wo aus wir dann Richtung Vollkommenheit weitermachen werden…
Laßt uns danach gemeinsam forschen… Äh, laßt es uns natürlich erstmal überhaupt auch gemeinsam wollen, wie man leider sagen muß… Statt daß sogar die Politiker überwiegend nach Geld-Fettnäpfen schauen statt nach sozialer oder globaler Verantwortlichkeit, wie sich letztens mal wieder ein Insider bei mir beklagte…
Euer Öffi
www.die-schenker.net
schenker_oeff@yahoo.de


Kommentare (9)
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ich bin ja ein Bewunderer deiner Lebensweiße und gehe in vielen Dingen mit dir konform.
Nur das deine Lebensweiße Qualität ist, und die aller anderen nicht...
Das ist mir zu sehr verallgemeinert.
Aber erstmal... du wunderst dich über so manche Fragen deiner Besucher.
Viele Menschen haben wenn Sie dich und deine Lebensweiße sehen, einfach Angst.
Angst mal nen Tag zu Hungern, Angst mal ne Nacht zu frieren.
Angst beherscht die Menschen in vielem was Sie tun. Deshalb lassen sich die Menschen lieber durchs Geld versklaven, als deiner radikalen Abkehr zu folgen...
So , jett zum Thema.. Veralgemeinerung, was sinnvoll, bzw die Wahrheit etz ist.
Ich finde deine Radikale Art ja toll, es kommt meinem Naturell entgegen... Aber... es währe nichts für mich.
Ich möchte es Warm, ich möchte das Wasser aus dem Wasserhan ... und zwar auch warm wenn ich das will. ,... ich möchte schöne Fliesen im Bad, ich möchte ein warmes weiches Bett in einer beheizten Wohnung.
ich möchte Laptop und Handy, ... und ich finde Autos mal richtig geil (vor allem wenn se dann noch elektrisch fahren)
Und .. jetzt kommts..
... ich denke, das dies alles möglich ist... auch ohne das ich Geld brauche
.. ohne das ich Konsumiere...
.... ohne Verschwendung... ohne Ausbeutung...
... nachhaltig und umweltfreundlich...
und, ich denke, das können nicht nur wir in Europa, sondern ÜBERALL auf dieser Welt, währe das möglich.
Mithilfe von Technik und durch die Abschaffung von Geldschöpfung auf Kreditbasis und Zinsgeld !!!
Dies ist meine Überzeugung.
Deine Kritik am System halte ich für richtig, die Einschätzung der Menschen die anders leben wollen wie du jedoch nicht.
Das hab ich hier z.B. beim Thema
Elektroauto.
Für mich ist das nachhaltig und sinnvoll, und kann völlig ohne Abgase bewegt werden.
Für die meisten hier bei Utopia ist das nicht so.
Für die ist das einzig Nachhaltige, wenn man Fahrrad fährt ...
... warum ? .... weil man dann bei regen Nass wird ? ...
Warum immer dieser selbst auferlegte technische Rückschritt, bei Menschen welche im Kopf ja eigentlich schon weiter sind ??
Ist das so ne Art Selbstgeiselung für die eigenen Fehler der Vergangenheit ?
Auf dich bezogen frag ich mich... warum ein Erdloch ?
Warum nicht ein kleines Haus mit allem Komfort ?
Es geht doch schlieslich !!
0-Energie Häuser gibt es doch...
Und bei deiner Einstellung, würde dir ein Ofen im Hauptraum im Winter prima Gemütlichkeit verschaffen.
Photovoltaik könnten dir Licht geben, und die Solartehrmie warmes Wasser...
warum also ein Erdloch ? ...
Das versteh ich nicht... Warum dieser freiwillige Verzicht auf jede Technik, die einem das Leben doch angenehmer macht.???
Ich lehne Technik ja nicht rundum ab, sonst würde ich doch keine modernen Kommunikations-Mittel wie Handy und Notebook verwenden...
Die von mir gegründete Schenker-Bewegung bietet doch erstmal einfach nur als "Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner für global verantwortliche Entwicklung" an, daß die Menschen genug Vernunft und Liebe hinbekommen müßten, um zum Wohle Aller die Entscheidungen treffen zu können (bzw. "gesamtwohl-konsens-fähig" zu sein)...
Es sind bei mir/uns dann keine Einzelfragen dogmatisch festgelegt, wie z.B. welches Maß oder Art von Technik ok ist oder nicht... Das wollen wir in so einem "Gesamtwohl-Vernunft-Konsens" mit unseren Mitmenschen gemeinsam herausfinden!
Aber diese gemeinsame Gesamtwohl-Konsens-Fähigkeit bzw. daß wir füreinander solche "globalen Konsens-Geschwister" werden müssen --- ist das richtig oder falsch? Kann weniger reichen als Basis-Nenner?
Wenn dieser Grundansatz richtig ist und nicht zuviel, dann müßte man sich als Mensch angemessen dafür (mit-)engagieren!
Und solches Engagement, inwiefern sollte es einem auch - wohlgemerkt, nur wo es aus Verantwortung und Liebe Sinn macht bzw. notwendig ist, ansonsten kann man sich ja gern alles gönnen! - Anstrengung, Verzicht und Opfer wert sein? Oder kommt für uns z.B. Wohlstands-Technik vor globaler Verantwortlichkeit? Und für solche Technik wären wir auch zu Verantwortungslosigkeit bereit?
Dann ist der Mensch aus meiner Sicht (technik-)korrupt, und die Wahrscheinlichkeit, daß weitere Technik in unseren Händen dann Zerstörungs-Mittel ist statt Vorteil, ist sehr sehr groß... -- Die Welt der Zukunft muß aus meiner Sicht auf nicht-korrupte Menschen aufgebaut sein, die sich "weder durch Zuckerbrot noch Peitsche", durch Käuflichkeit oder Erpreßbarkeit, zu wesentlichem Unrecht bringen lassen, sondern dann Nein sagen, sogar wenn sie dafür größte Entbehrungen auf sich nehmen oder sterben müßten... Nur dann sind wir "gesunde Zellen im Organismus der Welt" geworden statt "Krebs-Zellen"... Ich hab ja viel Verständnis für Angst, aber dadurch darf man sich trotzdem nicht seine wahre Menschen-Würde abwürgen lassen und sich dem Unrecht unterwerfen, Gier, Gewalt oder egoistischer Vergeldtung...
Ich will ein radikales Zeichen, ein Aufweck-Signal sein im Sinne eines solchen Idealismus, und ich ziehe daraus alle Konsequenzen: Kernprinzip ist, nur liebevoll Geschenke mit anderen Menschen auszutauschen, ohne Gewalt und egoistische Vergeldtung, ohne Luxus, Staat und Geld... Hinzu kommt dabei, daß ich bzgl. natürlichen Lebens möglichst eine Lebensweise vordemonstrieren möchte, die wirklich in ihren Prinzipien für alle Menschen nachhaltig lebbar ist...
Für diese zwei (miteinander verbundenen) Ziele - ohne Staat und Geld nur schenkend leben, und echte Natur-Nachhaltigkeit - bin ich zu beidem bereit: a) "saubere", nicht im Widerspruch zu meinen Werten stehende Verwendung von Technik, wenn ich sie allein durch Austausch von Geschenken bekomme, und wenn ich denke, das kann für echte Nachhaltigkeit sinnvoll und möglich sein... b) bin ich aber auch bereit, auf nicht "saubere" Technik (ebenso wie auf alles, auch Gesundheit und Leben) zu verzichten, ja ich wäre bereit, "zurück in die Wald-Höhle" zu gehen, wenn es nicht anders ginge, um für meine Ideale zu leben...
Und ich kann Dir sagen, in den Jahren meines Aussteigerlebens (seit 1991) war es mir streckenweise nur möglich, mein rein schenkendes Leben ohne Staat und Geld "durchzuziehen", indem ich auch hinnahm, als freiwillig Obdachloser auf der Straße zu stehen, sommers wie winters, oder indem ich teilweise hinging, und weitestgehend ohne Technik, Strom- und Wasseranschluß etc. im Wald oder von der Wiese lebte... So konnte ich meine Maßstäbe durchhalten, z.T. auch ohne Unterstützer (sogenannte "Verbündete") bzw. auch verlassen von ihnen... Ich bin gern bereit, wenn es so geht wie jetzt, daß ich geschenkten (Mini-)Strom bekomme und mir die modernen Kommunikations-Mittel (Handy und Notebook) zur Verfügung stehen, das zu verwenden... Und ich glaube ja, wie ich oft sage, daß wohl als Wichtigstes an moderner Technik solche Kommunikations-Technik mit auf den Weg der Revolution und in die gerechte Zukunfts-Welt genommen werden sollte, weil wir ein für die Natur erträgliches einfaches Natur-Leben wiederfinden müssen gleichzeitig mit einem möglichst fortgeschrittenen globalen Bewußtsein in den Köpfen der Menschen... Es geht wohl kaum anders...
Wobei ich bzw. Schenker-Bewegung da ganz offen sind: Wenn es anders auch geht, ist es ok... Hauptsache, die wesentlichen Verantwortungs-Werte werden verwirklicht...
Auch wenn jemand ein Leben ohne Luxus, Staat und Geld anders hinbekommen hätte als ich (ohne die beschriebene Obdachlosigkeit und z.T. extremst karges Natur-Leben, bequemer, mit mehr Technik usw.), hätte es auch ok sein können bzw. könnte es nun ok sein... Aber man darf, um nicht korrupt zu sein, keine Bedingung daraus machen, darf nicht z.B. sagen:
Wenn ich also aus solchen Gründen ("Nicht-Korrumpierbarkeit durchs System" und "echte Nachhaltigkeit") nicht nur für möglichst ökologische Technik bin, sondern auch für die Frage offen bin, inwiefern wir überhaupt Technik brauchen oder auch direkt mit den natürlichen Möglichkeiten ohne viel Technik (mit möglichst viel "Natur-Kreativität", siehe meinen Beitrag "Arbeit für verringerte (Leben-)Qualität u Paradies-Zerstörung", oder siehe "Permakultur", oder "Anastasia"...) schon gut zurechtkommen könnten, dann hat neben der "Nicht-Korrumpierbarkeit" der zweite angesprochene Aspekt, die echte natürliche Nachhaltigkeit, für mich dabei auch noch eine sehr ernste zusätzliche Fragestellung an sich: Inwiefern können wir das vorgefundene Natur-System überhaupt durch eine menschengestaltete künstliche Landschaft - auch wenn mit ökologischer Technik - ersetzen oder sollten das tun... Auch wenn man nicht so weit gehen muß, wie es wohl eine taoistische Legende von einem alten Mann in einer Höhle an einem Berghang erzählt, der jeden Tag mit einem Eimerchen sich vom etwas entfernt unterhalb liegenden Bach sein Wasser holte, und auf die Frage, warum er sich das nicht mit einem Flaschenzug erleichtere, antwortete: Damit ich kein Maschinen-Herz bekomme... -- Wo wird da das rechte Maß liegen zwischen Öko-Städten mit Elektro-Autos oder Sammler-Natur-Stämmen mit Barfuß-Läufern?... Ich weiß es nicht ganz sicher, aber ich glaube, die letztere Variante hat auf faszinierende Weise mehr für sich:
Erstens ist sie die Variante, die geschichtlich und logisch die Wurzel ist und daher "jedenfalls" funktionieren kann, auch wenn Komplizierteres oder Aufwändigeres nicht gehen würde oder zu zweifelhaft sein sollte... Deshalb ist sie wohl auch für einen "Revolutions-Pionier", der ein möglichst deutliches "Gegenpol-Aufwecksignal" darstellen möchte, hochgradig bevorzugenswert...
Aber auch sonst gibt es da sehr bedenkenswerte, oft durch Technik-Bequemlichkeit weggeblendete, weitere Aspekte: Einerseits, noch ganz nah wohl an direkten Erfordernissen des oben beschriebenen Verantwortungs-Einigungs-Nenners: Hat nicht Verantwortlichkeit (d.h. Geradestehen-Können für die Folgen des eigenen Tuns...) übersichtliche Grund-Lebens-Formen und Gemeinschafts-Zellen und recht direkten Natur-Bezug (hochentwickelte Sensibilität für die Kreisläufe und Gleichgewichte der Natur) nötig? Und: Braucht man solche Übersichtlichkeit der Lebens- und Gemeinschafts-Formen nicht auch, um sich (in passend kleiner Gruppe) im "Konsens" miteinander einigen zu können? Oder auch um zu "geschwisterlichem Teilen" fähig zu sein?...
Andererseits aber sogar auch: Was ist am besten für die Entwicklung höchster Spiritualität? Warum zogen sich die Menschen, die in der Geschichte höchste Erleuchtung erlangt haben sollen, dafür meist allein in den Wald bzw. in die Natur zurück? Siehe die hinduistischen Weisen und Yogis, Buddha, Jesus...
Und, S, wann ist man denn radikal genug als ein solches Aufweck-Signal in unserer Welt, wo die Gefahr besteht, z.B. bei "Klimagipfeln", daß unsere Entscheidungs-Träger, die Politiker, angesichts einer möglicherweise die Lebensgrundlagen auf diesem Planeten bedrohenden menschen-gemachten Klima-Beeinträchtigung SICH FÜR ZU WENIG AN RETTENDEN - UND AUCH VERZICHTENDEN - GEGENMASSNAHMEN ENTSCHEIDEN KÖNNEN, wie uns Wissenschaftler und Umweltschutz-Verbände erklären?! Schon die bloße MÖGLICHKEIT, daß mit unseren Lebensgrundlagen so fahrlässig umgegangen werden kann bzw. so aufs Spiel setzend darüber entschieden werden kann ---- zeigt mir, daß ich eigentlich gar nicht radikal genug sein kann als Aufweck-Signal für Verantwortung - einschließlich(!) der Bereitschaft zu Verzicht aus Verantwortung - und für eine grundsätzliche Veränderung unserer Entscheidungs-Strukturen!!!!!!!!!
Und ein zweites Symptom: Der Friedensnobelpreis-Träger Obama schickt viele Soldaten in den Krieg und sagt, es brauche auch Krieg für den Frieden, ohne sich der Frage wirklich zu stellen, wie sehr wir Gewaltfreiheit als Weg zum Frieden (und als Gesellschafts-Modell: "Konsens-Gesellschaften globalen Teilens"...) ausreizen könnten und müßten: Wie sehr und wie opferbereit wurde der Weg der Gewaltfreiheit und argumentativen Einigung z.B. in Afghanistan dem Krieg vorangestellt? Wie überzeugend wäre man in so einem gewaltfreien Vernunft-Konsens-Streben mit dem Modell der "kapitalistischen Demokratie", wo der einzelne Mensch als gieriger Egoist definiert wird und sich die Entscheidungs-Gewalt nach Mehrheiten solcher Egoisten richtet...; vergleiche auch meine Themen im die-schenker.net - Forum: "Konsens-System oder Mehrheits-Demokratie..." und "FK als Lösung gegen Kapitalismus und Terrorismus..."?...
Wir brauchen statt der “kapitalistischen Demokratie” schnellsten eine “Konsens-Gesellschaft globalen Teilens”!!! Aus nicht-korrupten Menschen!!!
Du meinst 'tauschen' kommt von 'unmittelbarem Vergeltungsdenken'. Das kann man aber durchaus anders sehen. Gerade das Wort "unmittelbar" stört mich dabei:
1) Schenken ist natürlich eine tolle Sache, aber irgendwie funktioniert das ganze doch nur, weil man auch geschenkt bekommt. Wer schenkt schon, wenn er nicht geschenkt bekommt? Rein materialistisch ist das nicht möglich, irgendwann kann man nichts mehr verschenken, weil man mit der Arbeitskraft, die man aufbringen kann gerade mal so viel leisten kann, dass man selbst über die Runden kommt. Dann hat man womöglich immer noch nen "ziemlich dicken batzen Liebe" übrig, aber nichts mehr, mit dem man das ausdrücken könnte.
-> gehen wir in einem theoretischen Modell mal davon aus, dass alle Menschen nach den Idealen leben, die du verkörperst. Früher oder später wird es einen Menschen geben, der diese Liebe nicht verspürt und nur nimmt, aber nicht gibt. Damit gerät das Modell aus dem Gleichgewicht und es tritt wieder eine Umverteilung auf Kosten einiger ein. Das spricht sich rum und wir haben wieder die selben Probleme wie im kaptalistischen System, nur dass diesmal nicht das Kapital "der Böse" ist. Im Grenzwert wird es dann auch bei diesen Idealen auf eine ungleich verteilte Lebensqualität hinauslaufen. (So wie im Grenzwert beim momentanen kapitalistischen System das Geld an einigen wenigen Stellen komplet akkumuliert wird)
Was sagst du dazu?
2) Tauschen kann auch auf einem Motiv der 'Liebe und globalen Verantwortung' aufgebaut sein. Wie oben schon erwähnt funktioniert das System des Schenkens nur auf Gegenseitigkeit (man erwartet (man muss erwarten), auch wenn nicht mit der selben Intensität, ebenso eine Vergeltung). Diese Erwartung einer Vergeltung ist, aufgrund der Natur des Schenkens, natürlich in den seltensten Fällen artikuliert, aber vorherrschend.
Ich erlebe es bei mir im Freundeskreis (i.w.S.) öfter. Man kocht eine Marmelade, macht Äpfel ein, etc und schenkt es seinen Freunden. Daraufhin kann man sich aber fast schon darauf verlassen, dass die soetwas (ähnliches) auch gemacht haben und einen daraufhin auch beschenken. Falls nicht wird das im nächsten Jahr nachgeholt. Hier (unter Freunden) findet also keine unmittelbare Vergeltung statt.
So kann sich also auch beim Tausch ein, wie du es nennst, Ausgleichsdenken entwickeln
So viel dazu; jetzt schreibe ich aber auf, wer mir was "schuldet". Ich kassiere nicht immer sofort ab, sondern achte als Mensch (in der Gesamtheit) darauf, dass immer alles im Fluss ist, also ein ständiger Ausgleich und keine Akkumulation an einzelnen Punkten stattfidnet.
Wie ich schon dargestellt habe scheint alles unscharf getrennt zu sein. Warum sollte also ein Modell mit den Idealen, die du verkörperst nicht auch in einem "kapitalistischen System" möglich sein, in dem die Geldschöpfung aus Schuld und Zins verboten ist?
Deine Einschätzung über den Zukunftsmenschen teile ich leider nicht. In meinem Studium bekomme ich sehr viele Fälle von Ignoranz gegenüber der Natur mit. Selbst hier (auf Utopia) sind viele Menschen unterwegs, die meinen etwas gutes zu tun dann aber nicht die gesamte Tragweite ihrer Taten abschätzen können und eher das Gegenteil bewirken. (Wenn man beispielsweise die E-Auto-Debatte bemüht)
Auf lange Sicht wird sich der Mensch mit seiner Mentalität nicht auf diesem Planeten halten können. Man sollte sich an diesen Gedanken wohl gewöhnen.
Über das Thema Nachhaltigkeit habe ich von dir bisher noch viel zu wenig gelesen/gehört. Obowhl das mal viel dringlicher wäre!
Ich meine eine falsche kurzsichtige Vergeltung im Sinne, daß man den Ausgleich zwischen Geben und Nehmen nicht mit Blick auf das im Ganzen Stimmige gestaltet (was im Einzelnen auch ungleichen Tausch oder sogar Gesamthingabe fürs Allgemeinwohl bedeuten kann), sondern in einer bruchstücksartig rausgerissenen Abrechnung zwischen Leistung und Gegenleistung (auch wenn die so berechnete Gegenleistung erst in 10 Jahren gegeben wird...)... Solches aus dem Gesamtzusammenhang herausgerissene Einzel-Rechnen (mit Profit-Interesse...) ist m.E. "Krebs" an der Welt...
Wenn man das Schenken auch so einzel-rechnend versteht oder handhabt, versteht man halt nicht mehr, was Schenken bedeutet: "Freiwilliges Geben ohne Bedingung einer Gegenleistung..."
Die Menschen wollen in der Tat gern "Rechnungen begleichen", um sich nicht in weiterreichender Weise für ihre Mitmenschen verantwortlich fühlen zu müssen oder gar sich in Liebe mit ihnen zu identifizieren...
Alle menschlichen Güter entstehen durch die menschliche Intelligenz und Arbeitskraft aus der Natur. Das Geld ist ein Tauschmittel, kein Produktionsmittel. Und Liebe bzw. Schenken ist mit Sicherheit ein kraftvolleres Motiv, um etwas (für Menschen oder die Welt) zu erschaffen als egoistische Gier und Konkurrenz...
Natürlich wird es immer die Ausnahmen "böser" Menschen geben und nicht nur die, die so vernünftig, verantwortlich und liebevoll schenkend und teilend sind... Aber auch wenn es solche Egoisten und Gewalttäter - hoffentlich eben als Ausnahmen und nicht als Regel! - gibt, dann sollte man doch wohl richtigerweise Ausnahme-Verhaltensweisen oder Ausnahme-Regeln für diese Ausnahmefälle schaffen und anwenden, aber für die Normal-Menschen ein Normal-System der Vernunft, Verantwortung, Liebe, des Schenkens und Teilens schaffen...
Das ist wohl nicht ein System wie die "kapitalistische Demokratie" (wo die Wirtschaftswissenschaft den Menschen als gierigen Egoisten definiert und egistische Konkurrenz-Regeln entwickelt, und wo die Demokratie Mehrheits-Gewalt vorsieht, wo sich Mehrheiten aus solchen Egoisten bilden...), sondern wohl eine "Konsens-Gesellschaft globalen (geschwisterlichen) Teilens"...
Ich füge Dir noch einen anderen Text hinzu, den ich vor ein paar Tagen zum Thema "Vergeltung" schrieb...
mlg Öff
Vergeltung bzw. - wie ich ja lieber schreibe - Vergeldtung bedeutet aus meiner Sicht normalerweise mehr als nur ein Antworten oder Reagieren. Es steckt m.E. mit drin, daß das Maß der Reaktion am Maß der Aktion festgemacht wird bzw. ein Vergelten, Ausgleichen oder Wiedergutmachen dabei geschieht... Ob nun im Sinne, daß für etwas ein Zahlungs- oder Gegenleistungs-Ausgleich (oder Profit) entrichtet werden soll, oder - in häufig aggressivem Sinne von "Vergeltungs-Prinzip" - daß "wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück", damit eine Gegenbeleidigung begründet würde, oder Böses mit Bösem vergolten wird, oder "Auge für Auge und Zahn für Zahn" gelten würde...
Insbesondere aus dem christlichen Glauben kenne ich hingegen z.B. Jesu häufige Aufforderung zu einer 'nicht-vergeltenden' Antwort bzw. Reaktion: "Ihr sollt gerade da geben, wo ihr nichts zurückerwarten könnt; so sammelt ihr euch Schätze im Himmel..." "Dem Schläger die andere Wange hinhalten...; dem Dieb noch was dazugeben..." oder sogar auch der Satz:"Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen!" - der, genau betrachtet, ja eben nicht "Wie du mir, so ich dir" bedeutet, sondern daß man - durchaus mit der Vorstellung einer Gleichberechtigung und Gleichbehandlung der Menschen als Ziel (also damit ein positives "Wie du mir, so ich dir" funktionieren möge) - bereit ist zur einseitigen Vorleistung: Man tut dem anderen, was man von ihm erwartet... - was er aber umgekehrt vielleicht noch nicht tut...
Die für mich sinnvolle bzw. von mir gemeinte Bedeutung von Vergeldtung könnte ich daher so definieren: Bei solchem Geben und Nehmen wird das Maß einer Gegenleistung aus der betreffenden Leistung abgeleitet, wie auch immer das im Detail geschehen mag... Es ist sowas wie eine aus größerem Zusammenhang herausgelöste "Bruchstücks-Abrechnung"... Während das von mir für richtig erklärte "organische bzw. liebevolle Geben und Nehmen" aus einer Identifikation miteinander und mit der Welt als Ganzer sich dosiert, demgemäß, wie es für den Fluß im Ganzen stimmig paßt -- auch wenn das für das einzelne Geben und Nehmen "ungleichen oder einseitigen Tausch" bedeuten mag oder gar - so mein Lieblings-Beispiel - für das weiße Blutkörperchen im Organismus bedeutet, daß es für das Wohl des Organismus im Kampf gegen Krankheits-Erreger sogar abzusterben bereit ist... Eine gesunde Zelle ist zu so etwas bereit, die Krebszelle will für ihre Bruchstücks-Interessen wuchern... Entsprechend ist der liebevoll verantwortliche Mensch bereit, sich für das Allgemeinwohl einzusetzen oder hinzugeben... Während "Bruchstücks-Abrechnungen" Krebs sind für die Welt...
So ist es jedenfalls von mir gemeint...