Besser spät als nie, kommt nun auch mein Beitrag zu den Gartenmöbeln, verzögert, da mein Laptop leider vorzeitig den Geist aufgegeben hat..
Lieferung & Verpackung
Die „Barrie“-Stühle wurden mit der DHL geliefert, der Tisch ließ noch eineinhalb Wochen auf sich warten. Deshalb habe ich zunächst die Stühle getestet.
Die Verpackung der Stühle war sehr sperrig, ich dachte zunächst, dass alle drei Teile in dem riesen Paket versteckt seien, aber enthalten waren nur die Stühle. Nun gut. Die Gartenstühle waren in zwei Pappkartons verpackt, welche zusammen in diesem dritten riesigen Karton steckten. Etwas zu viel Karton für meinen Geschmack. Es hätte gereicht, die Kartons irgendwie zusammen zubinden. Um die Stuhlbeine waren Papiermanschetten gewickelt, damit die Beine nicht verkratzen, weiß nicht, ob das unbedingt notwendig gewesen wäre.
Es hat es mich sehr gewundert, dass der Tisch extra versandt wurde. Beides als Speditionssendung wäre doch wesentlich effizienter gewesen und hätte weniger Lieferwege (= CO²) bedeutet. Ob der DHL-Versand CO² neutral war, kann ich jetzt gar nicht mehr sagen…
Den extra Karton habe ich erst mal vom Plastik-Klebeband befreit (nicht umweltfreundlich), bevor ich ihn kleingemacht habe fürs Altpapier. Einen Altpapierhinweis habe ich nicht gesehen. Biologisch abbaubare Paketschnur wäre super!
Was mir sofort auffiel, war der Aufdruck auf der Rückseite des Stuhlkartons: „Made in Vietnam“ und „Eukalyptusholz“. Als globalisiertes Produkt sind die Stühle (oder nur das Holz?) offensichtlich schon um die ganze Welt gereist, wahrscheinlich in Schiffen über die Weltmeere. An den langen Transportweg und den Müll, den die Schiffe dabei ins Meer jagen, will ich lieber nicht denken... (zur Bewertung eines ökologisch-„korrekten“ Produktes aber notwendig). Heimisches Holz wäre mir wesentlich lieber, dann wäre das schlechte Gewissen nicht im Hintergrund.
Die Stühle tragen das „FSC-Siegel“. Eukalyptusholz sollte nur mit FSC-Siegel gekauft werden, da es sonst vermutlich aus Urwaldraubbau mit Monokultur-Pflanzungen stammt. Für FSC-zertifizierte Plantagen gilt ein umweltverträglicher Anbau, bei dem keine natürlichen Lebensräume vernichtet werden dürfen (laut Greenpeace Holzführer: http://www.greenpeace-magazin.de/fileadmin/user_upload/Ratgeber/Holzratgeber_2008.pdf).
Das FSC-Siegel ist das einzige ernstzunehmende Siegel, wenn auch umstritten (http://www.greenpeace.de/themen/waelder/oekologische_waldnutzung/artikel/fsc_noch_auf_linie/ ).
Bei den Obi-Stühlen handelt es sich leider nur um einen „FSC-Mix“. Hier „ist auch Holz zugelassen, das zwar aus kontrollierter Waldwirtschaft stammen soll, jedoch nicht durch externe Prüfer kontrolliert wird. Zudem stellt das Zeichen nur die Herkunft des Holzes sicher und bezieht sich nicht auf die ökologische Qualität des Endprodukts. Weiterhin wird zwar aus dem Zeichen erkenntlich, dass neben FSC-Holz auch anderes Holz zum Einsatz gekommen ist. Der prozentuale Anteil des FSC-Holzes am Endprodukt wird jedoch nicht ersichtlich.“ FSC-Mix ist daher nur „eingeschränkt empfehlenswert“! (http://www.label-online.de/label-datenbank?label=528 ) Die Hinweise auf der Verpackung sind für mich persönlich nicht ausreichend. Auch im Internet bei Obi.de habe ich leider nicht viele Informationen gefunden, wo das Holz genau herkommt, wie und wo es verarbeitet wurde usw.
Die Beine der Stühle sind aus Aluminium, welches unter ökologischen Aspekten sehr kritisch zu betrachten ist. „Für die Herstellung von Aluminium werden große Mengen Rohstoffe und Energie benötigt. Zum Abbau des Vorstoffes Bauxit werden brasilianische Regenwälder und sibirische Urwälder gerodet und große Landstriche zur Energiegewinnung durch Staudämme unter Wasser gesetzt. Bei der Erzeugung fallen hochgiftige Abfallprodukte an, wie schwermetallhaltige Schlämme, klimaschädliche Fluorkohlenwasserstoffe, das ätzende Fluorwasserstoff sowie Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid - die Mitverursacher von saurem Regen.“ (BUND: http://www.bund.net/nc/service/oekotipps/detail/artikel/aluminium-leichtgewicht-mit-schweren-folgen/) Wenn diese Umweltgifte, wie Quecksilber und Arsen, bei Chemieunfällen in die Natur gelangen, vergiften sie damit Mensch und Tier. (So geschehen in Ungarn: http://www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/greenpeace_deckt_giftskandal_in_ungarn_auf/).
Mein ökologisches Fazit zu „Barrie“ fällt damit sehr kritisch aus. Ich würde mir hier noch mehr Umweltschutz und Transparenz wünschen.



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