11:00 Uhr, der Anruf : „Können wir die Terrassenmöbel morgen zwischen 9:00 Uhr und 15:00 Uhr bringen ?“ Aber gerne doch, ich freue mich schon. Um 12:00 waren dann die ersten beiden Klappsessel da. Der Rest kommt wohl morgen.
Damit gibt es auch nur ein Problem, wir waren zu dritt auf der Terrasse für das erste Probesitzen, einer muss bis morgen warten oder wir wechseln uns ab...Haben wir dann auch getan.
Das Auspacken war supereinfach, den großen Karton, der die beiden kleineren Kartons umschloß, den hätte sich die Firma sparen können. Denn ein stabiler Klebestreifen zum Zusammenkleben der zwei Kleineren hätte es auch getan, die waren supergut verpackt. Einfach und effektiv.
Ich habe den einen, meine 14-jährige Tochter den anderen ausgepackt, den Kratzschutz aus Papier abgezogen und uns erst mal in die Sonne gesetzt. Wunderbar - und die Lehne läßt sich sehr weit nach hinten stellen, ein anderer Stuhl für die Füße, mein Mann ist sofort eingeschlafen und hat so was von gemütlich ausgesehen. Nur, dass wir 3 waren und erst 2 Stühle,....
Na gut, aber wir haben eine Aufgabe. Also Verpackung studieren – Das Holz, Eukalyptus kommt aus Brasilien, der Stuhl ist in Vietnam gefertigt. Na ja, das finde ich erst mal mäßig schön, viel Transport , denn hinterher ist er ja noch zu uns gefahren. Kann man den vielleicht ganz in Brasilien fertigen ?
Dann Eukalyptus – habe ich ja schon mal Kritisches zu gehört, wird in Gegenden angepflanzt, plantagenmäßig, wo der Baum nicht einheimisch ist, also auch schwer von der heimischen Natur genutzt werden kann. Wer bei uns mal genau hinschaut, merkt, das bei vielen eingewanderten Pflanzen noch nicht so viel los ist, die Vögel und Insekten wohnen lieber im Bekannten. Na ja, also recherchiert. Robin Wood hat 2009 mal was zum brasilianischen Eukalyptus geschrieben. Also, mail an Robin Wood. Da kommt demnäxt also was.  Weitersuchen :
http://www.waldwissen.net/lernen/weltforstwirtschaft/wsl_eukalyptusplantagen_brasilien/index_DE
Da haben also Forstwirtschaftlich interessierte Anstalten und Insitute etwas dazu geschrieben. Nicht nur supertoll, aber auch eine differenzierte Betrachtung.
Greenpeace sieht Probleme :
http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/letzte_chance_fuer_brasiliens_regenwaelder/
aber das sind keine FSC bewirtschafteten Wälder.
http://www.fsc-deutschland.de FSC ist ein Siegel, dem ich recht weitgehend vertraue. Laut Ökotest diesen Monats auch das Beste.  
Allerdings habe ich da die kritische Haltung von Robin Wood noch im Ohr und hier ist auch etwas von FSC-watch, die der Meinung sind gerade in Brasilien sind FSC Zertifikate an die Falschen verteilt worden.
http://www.fsc-watch.org/archives/2009/07/23/Local_organisations
Vielleicht sollte ich bei OBI mal nachfragen, aus welcher Plantage das Holz kommt.
Ich habe begriffen, dass ein Komplettboykott von Waren von weit entfernten Ländern derzeit nicht sinnvoll ist. Sinnvoll scheint mir die hauptsächliche Nutzung von Waren, die so regional wie möglich erzeugt sind und der Import von wenig Waren, fair gehandelten und produzierten Waren aus nachhaltiger Bewirtschaftung. Apropos fair. Wie sind die Möbel denn produziert worden ? Danach suche ich dann demnäxt mal...
Und morgen kommen ja auch noch mehr, die anderen 2 Stühle – dann können wir ja jemanden einladen und ein Tisch.