Ich weiss nämlich nicht, ob ich das auch möchten möchte. Assoziativ fällt mir dabei das Kürzel R.I.P. ein, das soviel bedeutet wie "Ruhe in Frieden".
Also: TOD!
Ich denke DAS widerspricht doch einem Utopisten der sich mit Zukunftsvisionen herumschlägt - also noch einiges vor hat!
Oder soll "IN SICH RUHEND" lediglich verdeutlichen, wie cool und gelassen man das ALLES sieht - weil man ja eigentlich wüsste wie ES besser laufen würde, aber leider nicht gefragt wird?
Macht einem die (über_hebliche) Gelassenheit schon automatisch zum besseren Menschen?


Kommentare (22)
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Sollte aber gemeint, sein, dass einem das "Aussen" alles nicht mehr juckt, man ist ja abgekärt, dann möchte ich es nicht sein.Utopist sein, wenn man es den sein möchte, bedeutet natürlich aus einem friedlichen Innern nach Aussen zu gehen, seine Meinung kundtun, Aktionen mitmachen, an Verbesserungen mitzuwirken und da darf einem auch mal die Hutschnur platzen.
Also., so halte ich es, auch wenn ich oft in mir ruhe
Wie kommst Du auf diese gewagte These?
Ich persönlich habe lange an mir gearbeitet, damit ich etwas mehr "in mir Ruhend" bin.
Mit Yoga, Selbsthypnose, Coaching...
Und es hat sich mit Sicherheit rentiert, weil ich lerne, Prioritäten zu setzen, Zielorientiert zu denken und zu handeln ect.
Soweit zur Theorie ;-)
In der Praxis lasse ich mich immer wieder mal aus der Ruhe bringen.
Das ist mal gut, mal weniger gut...kommt auf den Konsenz an.
Coole Webseite übrigens...Neubergia.
Aber auch eine Nebenerscheinung des älter werdens, einer gewissen Wahrnehmungs-Überhandnahme und nicht zuletzt verbunden mit den Aufgaben einer Elternrolle!
Ich würd mich aber nicht generell mit "in sich Ruhend" schmücken.
(Danke! Geb ich mal an die Webdesignerin * www.etuipop.de * weiter :-)
Deswegen würde ich Deine Ausgangsfrage mit einem klaren Nein beantworten.
Ich glaube, es ist einfach das ganz normale Spannungsfeld, in dem Mensch sich befindet:
Einerseits das Streben nach innerer Ruhe, auf der anderen Seite das ständige Scheitern an der Praxis.
"in sich ruhend" bedeutet für mich einfach, dass jemand sich soweit im Klaren darüber ist, wer er ist und was er will und dadurch so unbeeinflussbar von irgendwelchen Unruhen, dass er eben nicht einfach umzuwerfen ist, wenn irgendetwas passiert.
Das finde ich teils sehr positiv und teils nicht nachvollziehbar ...
Ich selbst bin eher die hysterische Sorte und habe es manchmal satt und manchmal denke ich, dass ich genau so leben will - emotional werden, wenn es nunmal für mich emotional ist...
Abgrenzen und abschotten kann und will ich mich nicht.
Meine Ma nennt das "unabgegrenzt", was wiederum für sehr viel (bewusste und vor allem unbewusste) Empathie steht. Kann gut sein, kann schrecklich sein...
(Wenn die Füße komplett gefühllos werden, wenn man neben einem Gelähmten sitzt)
Ja, ein guter Utopist ruht immer in sich und ist immer richtig positiv.
Auch Kritik formuliert er immer ganzganz kuschelig positiv.
ich tu das nicht.
Ich bin also auch ein schlechter Utopist... bZw. gar kein Utopist, sondern Realist.
die Frage nach dem gut oder schlecht stelle ich mir selber eigentlich überhaupt nicht, oder sagen wir eher: ich SELBER kann nur entscheiden, nach meinem persönlichem Empfinden (was sich total von dem Empfinden eines anderen unterscheiden kann!) was für mich gut oder für mich schlecht ist.
Insofern würde sich nach meiner Facon Deine Blog Überschriftsfrage gar nicht stellen (die wär mir quasi wurscht).
Interessant, wenn Du Dir die Frage stellst, ist doch eigentlich:
Was glaubst Du, macht einen Utopisten aus. Wie soll einer sein?
Ist ein Utopist nicht einfach das Mitglied dieser community. Fertig?
Wir sind:
Personalausweisnummer, Geschlecht, Alter, Haarfarbe, Daumenabdruck, Schulbildung, Job, kinderlos, Allergiker, Diabetiker, kerngesund, depressiv, selbstmordgefährdet, schweben im 7. Himmel, dreisprachig aufgewachsen, eine Sportskanone, eine couch potatoe.....was ich damit sagen will: Wir sind WIR.
In jedem Menschen wohnt was Gutes, in jedem Menschen ein paar Teufelchen...sch' drauf...
Ich finde, wer sich mit den Themen, die auf Utopia besprochen werden, kritisch auseinandersetzt, tut schon sehr sehr viel für seine Zukunft und die der nächsten Generation!
wenns denn mal doch emotional wird, schlaf ich gern ne Nacht drüber um mich, meine Gedanken zu sortieren.
so finde ich es insgesamt auch der Sache dienlich.
Emotional darf es auf Demos zugehen, da darf die Freude über Gleichgesinnte durchaus übersprudeln ...
Die Emotionalität an sich halte ich für äußerst wichtig.
Ein Unterdrücken für äußerst schädlich.
Schmerz und Ärger über Leid und Ungerechtigkeit auf der Welt oder ein Missverstanden-Werden will gefühlt, gelebt und anerkannt werden.
Aber zur rechten Zeit, am rechten Ort und auf die "rechte Weise" ...
das hat nichts mit Nichts tun zu tun.
Wenn ich ein Samenkorn in die Erde lege dann wird der Keim erst sprossen, wenn die Zeit dafür reif ist.
Am Spross ungeduldig und zappelig zu ziehen hat noch keine Pflanze zum schneller wachsen angeregt (ist meine Erfahrung)
Wichtig ist das man säht, denn ohne Saat keine Frucht.
Und sähen kann man auch in Ruhe und Gelassenheit.